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Mittwoch, 16. Dezember 2009, 12:34

Briefformulierung in Deutschland (für Stellenbewerbung)

Hallo zusammen

Es gibt ja bei Motivationsschreiben (sagt ihr dem Bewerbungsbrief auch so?) gewisse Formulierungen, wie Grussformeln oder Abschlusssätze etc.
Theoretisch kenn ich die ja auch, allerdingns nur für die Schweiz und ich hab gehört, dass das in Deutschland teilweise anders ist.
Meine Frage: Könntet ihr mir so die gängigsten Formulierungen für Begrüssungen, Abschlussformlen, Verabschiedung u.a. hier aufschreiben?
Wenn jemand sogar ein Musterbewerbung hat für eine Bibliothek, das wär das super...ich hab auch gehört, dass in Deutschland Bewerbungen anders geschrieben wird als hier in der Schweiz.. .Danke für eure Hilfe im Voraus!
Lara möchte immer Ferien haben - aber das Leben ist kein Ponyhof.



2

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 14:12

Begrüßungsformeln:
Wenn du den Ansprechpartner nicht weißt --> "Sehr geehrte Damen und Herren, "
Wenn du den Ansprechpartner hast: "Sehr geehrte Frau Sowieso / Herr Sowieso, "
Wenn du magst kann ich ja morgen Abend dir eine Musterbewerbung per PN schicken. Ich würde so eine dann vorbereiten. ;)
Bella hat Urlaub vom 20.02. - 24.02.2012
Geduld ist die Kunst,
nur langsam wütend zu werden.

(Japanische Weisheit)


Theo Retisch

Kopfschusstheoretiker

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3

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 14:58

falls niemand ein konkretes beispiel für eine bibliothek liefern kann, kannst du dich bspw. hieran orientieren http://www.karrierefuehrer.de/bewerbung/…chreiben.html#1
Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist

... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)

Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book

»Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)

Susi

Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden!

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4

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 15:20

Als Grußformel schreibt man hierzulande "Mit freundlichen Grüßen"
Ansonsten sollten folgende Elemente drin sein:

- Angaben zur Person
- berufliche Angaben (Ausbildung, letztes Arbeitsverhältnis)
- Warum ich (Soft skills)
- Warum gerade in dem Betrieb
- eventuell ehrenamtliches Engagement oder besondere Zusatzqualifikationen (wenn es zur ausgeschriebenen Stelle passt)

Abschlussformel: Sowas wie "Über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr"
Hab ich was vergessen? Meines Wissens sollte das Anschreiben auf eine DinA4-Seite passen.

Mit Standardsätzen und Musterbewerbungen sollte man sehr, sehr vorsichtig sein. Das Bewerbungsschreiben sollte individuell auf den jeweiligen Betrieb und die ausgeschriebene Stelle zugeschnitten sein. Es darf nicht der Eindruck entstehen das Anschreiben sei "von der Stange" und der Bewerber würde für jeden Betrieb immer nur Briefkopf und Datum ändern. Seriöse Individualität und Kreativität sind gefragt.
"Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
werden das Antlitz dieser Welt verändern."

(Sprichwort der Xhosa)

"It is too late to be a pessimist"
(aus dem Film HOME von Yann Arthus-Bertrand)

Schattenwesen

unregistriert

5

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 18:45

Hallo befami,

wenn Du möchtest, kann ich Dir eine meiner Bewerbungen per PN schicken. Bin da ja mittlerweile ziemlich erprobt :D

Jana.P

FaMI :: Waren

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6

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 22:09

Als Schlusssatz benutze ich gerne:



Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben mich kennen zu lernen.

Gerne stelle ich mich Ihnen in einem persönlichen Gespräch vor.



Und als Einleitungssatz:
Sehr geehrte Frau/Herr,



durch Ihre Stellenanzeige im XYZ, bin ich auf den zu besetzenden Arbeitsplatz aufmerksam geworden.



Hoffe ich konnte helfen.

Viele Grüße

7

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 09:48

Danke für eure zahlreichen Rückmeldungen!

@Bella und deineira: Ja, schickt mir doch so eine Bewerbung...das kann nicht schaden
@Susi: Ja, ich weiss das man auch ein wenig innovativ sein soll...ich meinte das eher als Leidfaden...^weil ich hab gehört in Deutschland wird ehm...geschwollener und protziger Bewerbungen geschrieben als hier...(Ob das stimmt...?)


Ihr macht also echt ein Komma nach: Sehr geehrter Frau XY, ?
Das wurde mir hier ausgetrieben, hab ich früher auch mal gemacht... :)

Und ihr sagt am Ende: Freundliche Grüsse nicht Freundlichen Gruss? Wir haben in der Schule gelernt, dass man nicht mehr freundliche Grüsse sondern Freundlichen Gruss schreibt...
Verzichtet ihr auch auf wäre Formen? Wie : Ich wäre froh wenn SIe mich...oder: Ich möchte gerne etc und dafür dann: Ich bin froh wenn Sie mich...ich will gerne...?
Noch so eine Frage: Schreibt ihr noch: Ort, Datum oder nur Datum, wenn Ort und Wohnort dersselbe ist?

Fragen über Fragen....

Edit: Hat irgendjemand auch ein Lebenslauf (sagt ihr Lebenslauf oder Curriculum vitate?) zur Hand? Mal gucken ob der auch gleich aufgebaut ist wie hier in der Schweiz...
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8

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 10:01

Wie sollte die Bewerbung äusserlich aussehen?

Unser Lehrer hat uns vor ein paar Wochen eingeschärft, dass wir bei Bewerbungen unbedingt keine Mappen, die Plastik enthalten, verschicken sollen.
Er hat uns vorgeschlagen wir sollten ja diese wahnsinnig edlen Kartonmappen nehmen, die pro Stück 10 Chf (ca. 7 Euro?) kosten...
Ich find das eigentlich masslos übertrieben...weil nach 20 Bewerbungen (du kriegst deine Bewerbungssachen ja meistens nicht mehr zurück) hast du gut 200 CHF (ca. 120 Euro) für die Bewerbungsmappen ausgegeben! Als ich mich damals um ein Ausbildungsplatz beworben habe, habe ich Klemmhefter benutzt und die kamen eigentlich mehrheitlich gut an. Sahen so aus:

Mein Lehrer schlägt eben diese Mappen vor:

Was denkt ihr? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Ist das wirklich nötig? Weil die obere Mappe kostet pro Stück irgendwie 2.50 CHf...also ungefähr ein Viertel des Preises der anderen Bewerbungsmappe...
Apropos Bewerbungen: Unser Lehrer meinte dann auch, wir sollten unbedingt für den Lebenslauf unbedingt ein Foto beim Fotografen machen lassen, weil alles andere macht man heute nicht mehr bspw. es kommt schlecht an. Das kostet allerdings nochmal mehr Geld...meint ihr das ist nötig? Was für Fotos nehmt ihr für euren Lebenslauf?



Vielen Dank für eure Hilfe!
Lara möchte immer Ferien haben - aber das Leben ist kein Ponyhof.



9

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 10:04

Zitat

Verzichtet ihr auch auf wäre Formen? Wie : Ich wäre froh wenn SIe mich...oder: Ich möchte gerne etc und dafür dann: Ich bin froh wenn Sie mich...ich will gerne...?
Normalerweise sollte man diese Formen vermeiden, da sie "unentschlossen" und "schüchtern" klingen. Also mit "ich bin" statt "ich wäre" und "ich will" statt "ich würde" fährst du am besten in einem Schreiben.
Es gibt viele schreckliche Anblicke im Multiversum. Doch für eine Seele, die an den subtilen Rhythmus einer Bibliothek gewöhnt ist, existiert kein schrecklicherer Anblick als ein Loch dort, wo sich eigentlich ein Buch befinden sollte.

Susi

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10

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 10:39

Also ich habe vor ca. 4 Wochen eine Schulung zum Thema Bewerbung vom Arbeitsamt gemacht. Die Leute von diesem Bewerbungscenter müssten ja eigentlich wissen, wovon sie reden.

Die meinten Klemmordner wären total okay. Auch in Plastik. Wenn man sich allerdings beim Umweltamt oder ähnlichen Stellen bewirbt, sollte man unbedingt Papier verwenden um zu zeigen, dass man der Umweltschutz einem am Herzen liegt. Der Kursleiter sagte sogar, dass diese mehrteiligen, superteuren Mappen für die Personaler unpraktisch sind und nicht so gern gesehen werden. Die Klemmmappe habe für die Arbeitgeber den Vorteil, dass sie die Unterlagen leicht rausnehmen und so leichter damit arbeiten können.

Auch zum Thema Fotos hörte ich dort was ganz anderes. Es muss nicht immer ein Abzug vom Fotografen sein aber bitte auch keine Freizeit- oder Automatenfotos. Man sollte das Portraitfoto vom Fotografen schießen lassen, kann es dann aber mit einer guten Auflösung einscannen und mit einem guten Farbdrucker direkt auf den Lebenslauf oder noch moderner aufs Deckblatt drucken.

Ich habe mich mit einer Klemmmappe und einem Farbausdruck auf dem Deckblatt beworben und damit hatte keiner ein Problem. Wichtig ist halt nur, dass es ordentlich aussieht.
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11

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 10:52

@Susi

Bei einem Umweltamt o. ä. : Ja, klar, da würd ich das nicht machen. Da würd ich sogar auf Recylingpapier drucken ;-)
An ein Automatenfoto hab ich nicht gedacht...die wirken immer so unnatürlich, gekünstelt. Eher an ein Foto, dass irgendjemand von dir mit der Digitalkamera schiesst...weil die Bilder sind ja nicht riesengross, da sollte es pixelmässig nichts ausmachen...und ein Scan kann ein Foto auch verschlechtern, wenn der Scanner nicht gut ist (wie meiner X( )

Was meinst du mit "Farbausdruck"? Was für ein Farbausdruck hattest du auf deinem Deckblatt?
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Susi

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12

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 11:16

Das Foto habe ich mit einem ganz normalen Farbdrucker aufs Deckblatt gedruckt.
Wenn du willst, kann ich dir am Wochenende mal eine Bewerbung, Lebenslauf und besagtes Deckblatt zuschicken. Ist nur leider auf dem PC meiner Eltern und die sehe ich erst am WE.
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13

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 11:33

Hey, das wäre echt super, wenn du mir sowas schicken könntest...! Danke!



(Wenn ihr mir weiterhin so lieb helft, muss ich irgendwann eine Danksagung in jede Bewerbung legen..."Diese Bewerbung kam nur zustande, weil mir so viele Leute dafür geholfen haben..ich danke Susi, Sussanchen, Bella, Deineira etc. ;) WIll nicht heissen, dass ihr mich nicht helfen sollt... :eek: )
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Susi

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14

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 12:08

Hey, dafür ist dieses Portal doch da: Damit wir uns einander Tipps geben und Erfahrungen austauschen! Und ich finde wir sind darin alle mittlerweile richtig gut! :daumen2:
"Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
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15

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 12:27

Und ausserdem liegt dieses Helfersyndrom ja in der Natur unseres Jobs, also: keine Ursache und gerne wieder! :engel2:
Es gibt viele schreckliche Anblicke im Multiversum. Doch für eine Seele, die an den subtilen Rhythmus einer Bibliothek gewöhnt ist, existiert kein schrecklicherer Anblick als ein Loch dort, wo sich eigentlich ein Buch befinden sollte.

16

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 13:40

den ort schreibst du immer vor das datum. mit den floskeln bin gerade auch nicht mehr auf dem aktuellsten stand, das änderst sich ja ständig...
Jungs hinter mir im Bus:
"Ey, wenn Bielefeld nochmal absteigt, dann spielen die Regionalliga. Da verdient man 4000 im Monat, damit kann man überleben. Das mache ich dann."
"Ja, abba spätestens mit 40 is da Schluss. Ich mach lieber Abitur."
"Abba dann musst du länger zur Schule!"
"Mhm, dann lern ich halt zwei, drei Jahre länger, hab aber dann Abi. Mit Abi verdient man hinterher 30000 im Monat..."
:verwirrt:

17

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 17:25

Und ausserdem liegt dieses Helfersyndrom ja in der Natur unseres Jobs, also: keine Ursache und gerne wieder! :engel2:

Wie Recht du doch damit hast!
Ich muss auch sagen: Gern geschehen! Es freut mich immer wieder, jemandem helfen zu können. ^^

Zurück zu den Mappen:
Ich hab beide Arten der Bewerbungsmappen ausprobiert. Und beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der Plastikmappe zum Klemmen, muss man ewig fummeln, bis die Unterlagen dadrin denn mal gerade sind und bei der anderen muss du dir überlegen, in welcher Reihenfolge du alles auf die Seiten heftest und wie es für die 'Leser' am unkompliziertesten ist.
Ich persönlich find die Pappmappen schöner... Aber im Grunde genommen, denke ich, dass es egal ist. ô.o
Hauptsache es sieht gut und ordentlich aus. ^^
Und eine schöne Mappe kann eine schlechte Aufmachung der Bewerbung nicht wett machen, umgekehrt sieht das da allerdings schon anders aus... ;)
Bella hat Urlaub vom 20.02. - 24.02.2012
Geduld ist die Kunst,
nur langsam wütend zu werden.

(Japanische Weisheit)


kisamoe

Superfami!

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18

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 19:04

Uns hat man damals (vor 2 Jahren) auch gesagt, dass die Mappen zum Aufklappen nicht gern gesehen sind, man soll lieber Klemmmappen nehmen.
Ich rauch ne letzte Zigarette, mir wird klar, was ich jetzt tu
wir brauchen jetzt ein Ende, sag lebwohl und wink dir zu
draußen wird es Morgen, kein Plan wohin ich geh
vor mir seh ich ne Straße und ich weiß, das ist mein Weg

(Rosenstolz ; alles ist erleuchtet)


kisamoe

Superfami!

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19

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 19:08

Soweit ich weiß macht man ein Komma hinter sehr geehrte ...
Wir haben eingetrichtert bekommen, dass man in einer Bewerbung niemals Konjunktiv verwenden sollte.
Und man schreibt den Ort immer hin.
Ich rauch ne letzte Zigarette, mir wird klar, was ich jetzt tu
wir brauchen jetzt ein Ende, sag lebwohl und wink dir zu
draußen wird es Morgen, kein Plan wohin ich geh
vor mir seh ich ne Straße und ich weiß, das ist mein Weg

(Rosenstolz ; alles ist erleuchtet)


Schattenwesen

unregistriert

20

Freitag, 18. Dezember 2009, 09:27

Also ich find die Mappen aus Pappe auch schöner (die 2-teiligen). Ich hab gehört, dass diese 3-teiligen Bewerbungsmappen nicht gerne gesehen sind. Und mit meinen Mappen hatte ich auch Erfolg

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