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medoc

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1

Samstag, 7. Oktober 2006, 18:37

Fachwirt für Informationsdienste

Hallo zusammen,

wie Ihr vielleicht wisst erarbeiten der DIHT und ver.di ein Curriculum für die Aufstiegsfortbildung für FaMIs (und verwandte Berufe).

Wie ist denn so der allgemeine Wissensstand und was haltet Ihr davon?

War vorgestern auf der DGI-Tagung in Frankfurt und dort hat man wieder gegen den Fachwirt polemisiert...

Ciao,
medoc
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Theo Retisch

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2

Samstag, 7. Oktober 2006, 21:38

der fachwirt für famis ist vorallem eins: eine geldbeschaffungsmaßname für die von arbeitsmarktreformen und damit einhergehenden sparmassnahmen gebeutelten bildungsträger und somit keineswegs uneigennützig von ver.di und DIHK propagiert, denn beide haben nicht zu letzt über ihre aktivitäten im weiterbildungsmarkt direktes interesse.

so wie er bisher konzipiert ist, bringt er einem fami nichts, den wenn jeder die weiterbildung machen kann, vorausgesetzt er hat irgendeine ausbildung oder auch nur mehrjährige berufserfahrung ohne eine ausbildung, nicht aber zwingend eine ausbildung zum fami, ist es eine weiterbildung ohne wert. zumal zu erwarten ist, dass diese weiterbildung einem fami im öffentlichen dienst weder verbesserte aufstiegschancen noch eine höhere gehaltseingruppierung bringt.

der fami hat es auch so schon schwer genug sich am arbeitsmarkt zu etablieren, einen fachwirt der nur zu verwirrrung, entwertung des berufsbildes fami und einer weiteren aufblähung durch überangebot im arbeitsmarkt in unserem bereich führt, braucht niemand ausser denen die vorallem ihre eigenen wirtschaftlichen interessen vertreten. :)

vertiefende links:
http://www.bib-info.de/berufsfeld/fachwirt/
http://www.bib-info.de/berufsfeld/fachwi…%20VdA_2006.pdf
Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist

... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)

Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book

»Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)

medoc

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3

Sonntag, 8. Oktober 2006, 00:11

OK, danke, Deine Meinung deckt sich in etwa mit der, die aus den von Dir angegebenen Links zu entnehmen ist.
Nichtsdestotrotz wird der Fachwirt kommen, und vor diesem Hintergrund finde ich es etwas schwierig, wenn der VdA und BID sich der Mitarbeit bei der Erstellung des Rahmenlehrplans entzogen hat. Von Bildarchivseite hat ebenfalls keiner mitgearbeitet, der DVMD war allerdings vertreten.
Kennst Du den Beitrag des Hamburger Informationswissenschaftlers Prof. Ralph Schmidt in der (vor)vorletzten "Information - Wissenschaft & Praxis"? Der bringts auf eine einfache Formel: der Markt wird entscheiden ;)
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Theo Retisch

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4

Sonntag, 8. Oktober 2006, 03:07

selbstverständlich, der markt entscheidet. manchmal wird allerdings ein künstlicher markt geschaffen bzw. ein sich nicht mehr selbständig regulierender markt künstlich am leben gehalten in dem steuer- & versichertengelder in diesen fliessen. das kennen wir nun seit mehr als 30 jahren, die kostenträger (arbeitsagentur, rententräger) haben milliarden in den 2. & 3. arbeitsmarkt gepumpt - mit dem ergebnis, das es kein ergebnis gibt ausser das nach wie vor mehr als 5 millionen keinen job haben.

das sich genug selbstzahler für diese art weiterbildung finden, darf mit recht bezweifelt werden. :)

der dvmd sieht den fachwirt mehr als kritisch, er sieht schon die fami-ausbildung in der FR MedDok sehr kritisch ... ;)
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medoc

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5

Sonntag, 8. Oktober 2006, 11:32

Im Endeffekt geht es doch nicht um einen künstlichen Markt. Und ich glaube auch nicht, dass die Fachwirtausbildung unter den Gegebenheiten der jetzigen Förderpolitik von der BA bezahlt werden wird. Das mit den Selbstzahlern wird man sehen, wahrscheinlich wird die Weiterbildung sowieso nur in größeren Städten bzw. Ballungszentren angeboten werden.
ver.di arbeitet daran, dass die solcherart Weitergebildeten höher eingruppiert werden - ich bin da skeptisch.
Nicht der Fachwirt an sich, sondern die fitteren unter den Weitergebildeten, stellen eine ernstzunehmende Konkurrenz sozusagen nach oben dar, BID und VdA befürchten, ihre Fachhochschulabsolventen nicht mehr unterzubekommen. Da liegt doch der Hase im Pfeffer, oder sehe ich das falsch? Reine Lobbyarbeit, maximal zu einem Drittel fachlich-inhaltlich motiviert...
Der DVMD sieht den Fachwirt kritischer als die FaMIs der FR Medizinische Dokumentation - aber ganz auf die Mitarbeit verzichten wollten sie dann doch nicht ;)
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Theo Retisch

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6

Sonntag, 8. Oktober 2006, 18:22

lobbyarbeit für die mitglieder ist eine der hauptaufgaben eines berufsverbandes, wenn man dort die negativen auswirkungen des fachwirtes erkannt hat und sich entsprechend im interesse der mitglieder verhält, sehe ich das relativ unkritisch. :)
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7

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 16:19

Und die Konsequenz aus dieser "Erkenntnis" soll dann in Arbeitsverweigerung, Boykott und polemischen Artikeln in der Fachpresse bestehen? Natürlich ist das ein Weg. Aber man hätte ihn auch wesentlich konstruktiver und kreativer angehen können, nämlich durch Mitarbeit in der Rahmenplankommission.
Ich sehe diese Form von Lobbyarbeit jedenfalls eher als Bärendienst für die Mitglieder an. :applaus:
Sich erst zurückziehen, und dann über das Ergebnis spotten, na super... :neinnein:
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Theo Retisch

Kopfschusstheoretiker

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8

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 20:27

über die art und weise kann man reden. die richtung der verbände in dieser sache ist bei der angedachten konzeptionierung des fachwirtes allerdings auch meine. :)
Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist

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9

Donnerstag, 12. Oktober 2006, 09:20

Irgendwie fragt man sich bei sowas natürlich, ob man 1998 alles Durchgedacht hat, als man den Beruf ins Leben gerufen hat, oder? Es ist zwar schön einen Ausbildungsberuf zu erschaffen, aber man sollte sich vielleicht vorher überlegen, ob es sinnvolle Weiterqualifikationen gibt, der Trend sich höher zu qualifizieren ist ja nicht neu, den gab bestimmt auch schon 1998, wenn auch nicht so verstärkt wie heutzutage.

Ich bin ja nur froh, dass ich in meinem FR mich mit einem Marketing-Studium oder Kommunikationsdesign-Studium weiterbilden kann. Wir werden von der Berufsschule und vom Bertieb aus eh sehr Marketinglastig ausgebildet...
"Ich bin nicht weise, dafür bin ich zu intelligent. Ich weiß zu viel um irgendetwas anderes zu empfinden als blankes, panisches Entsetzen."

10

Freitag, 13. Oktober 2006, 11:18

Ich muss mal ganz ehrlich sagen, dass ich den Fachwirt auch absolut überflüssig finde.
Jetzt, wo an den Hochschulen die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge vollzogen wird und die Leute, die sich neu für Bibliothekswesen einschreiben im Normalfallnur 3 Jahre studieren- also so lange lernen wie ein FAMI-sind dann immer noch höher angesehen und das kann irgendwie nicht sein.
Aber dieses leidige Thema kennt ihr ja sicher alle.
"Braucht man den Bibliothekar eigentlich noch?"

julia7712

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11

Freitag, 17. November 2006, 16:53

Ich muß ganz ehrlich sagen, dass ein Fachwirt den FAMI auf dem Arbeitsmarkt nicht aufwerten wird. Da weiß dann eh kein Arbeitgeber was er mit dem Beruf anfangen soll.
Da reichen genauso die bisherigen Studiengänge Informationsiwssenschaften, Bibliothekswissenschaften, Medien+Information etc.
Es sollte eher am nichtakademischen Weiterbildungsangebot getüftelt werden. Damit die Leute die nicht studieren können/wollen, sich besser qualifizieren.

Sandra20

Schüler

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Fachrichtung: Bibliothekswesen

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12

Montag, 20. November 2006, 07:05

Seien wir doch mal ehrlich:
Der FAMI ist auf dem Arbeitsmarkt kaum bekannt. Selbst das Arbeitsamt kann mit der Berufsbezeichnung nichts anfangen, geschweige denn Unternehmen außerhalb des öffentlichen Dienstes. Nach nun 8 Jahren, die es diesen Beruf gibt, gibt es kaum einen Fortschritt. Und auch die Diskussionen über Weiterbildungmöglichkeiten werden in Fachkreisen diskutiert. Bei jedem anderen Beruf, wo gestreikt wird oder sich Missstände bilden, gibt es ein riesen Medienaufgebot. Und der Fami schlummert weiter in seinen "Kinderschuhen", hat alleine kaum eine Chance zu wachsen und wird zudem als "Minderwertig" angesehen (z.B. billiger als ein Bibliothekar). Na wenn man so etwas als Fami liest, dann fragt man sich doch wirklich, was man ist. Welcher Meister bewertet seine Arbeitskräfte als billiger oder minderwertig. Im Gegenteil, ohne Sie könnte der Meister nicht und bewertet sie als "helfende Hand". Immer mit der Aussicht möglichst gute Arbeit zu schaffen.
Und der FAMI soll jetzt in irgendeine beliebige Weiterbildungsmaßnahme gesteckt werden, die er womöglich teuer bezahlt und im Endeffekt nicht weiterkommt. Der einzige Vorteil ist vielleicht, dass ein Außenstehender sich unter dem Begriff Medienfachwirt mehr vorstellen kann als unter dem Begriff FAMI. Aber nur deswegen alles riskieren?
:zerknirscht:

medoc

Fortgeschrittener

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13

Montag, 20. November 2006, 19:13

Zitat

Original von julia7712
Es sollte eher am nichtakademischen Weiterbildungsangebot getüftelt werden. Damit die Leute die nicht studieren können/wollen, sich besser qualifizieren.


Hallo Julia,

Deine Antwort und der damit verbundene Kenntnisstand scheinen mir symptomatisch zu sein für das, was bisher vom Fachwirt bekannt ist. Woher auch, meistens stammen die Kenntnisse vom Hörensagen und haben als Quelle die einschlägige Contra-Presse. ;)

Folgendes ist richtig: Der Fachwirt wendet sich gerade an Menschen aus dem ABD-Bereich, die keine Studierfähigkeit haben - damit handelt es sich um ein nichtakademisches Weiterbildungsangebot, genauer gesagt um eine anerkannte berufsbegleitende Aufstiegsweiterbildung, die zu einem öffentlich-rechtlichen Abschluss führt. Das Kompetenzniveau hingegen orientiert sich an CERTIDoc 3 und damit am Bachelor-Niveau.

Nebenbei: der Fachwirt-Abschluss verhilft übrigens auch zur Studierfähigkeit, man kann z.B. Betriebswirt BWL an der IHK studieren.

Und FaMIs sollen auch nicht in irgendwelche "Maßnahmen" gesteckt werden. Ob sich's inhaltlich wie persönlich, erwerbsbiografisch wie finanziel lohnt, muss jeder Weiterbildungswillige selbst im Vorfeld herausfinden - wie bei jedem anmderen Kurs auch. Wollen mal hoffen, dass Interessenten gut beraten werden.

Viele Grüße
medoc

@Sandra 20

Zitat

Und der FAMI soll jetzt in irgendeine beliebige Weiterbildungsmaßnahme gesteckt werden, die er womöglich teuer bezahlt und im Endeffekt nicht weiterkommt.

Siehe oben :)

Zitat

Der einzige Vorteil ist vielleicht, dass ein Außenstehender sich unter dem Begriff Medienfachwirt mehr vorstellen kann als unter dem Begriff FAMI.

Das halte ich nicht wirklich für das stärkste Element - angesichts der Finanzen :eek:
Pleasure today. Power tomorrow.

julia7712

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14

Mittwoch, 17. Januar 2007, 21:24

ich wollte mal fragen wie momentan der Stand der Dinge aussieht ? gibt es irgendwas neues in Sachen "Fachwirt"?

Klaus Trophobie

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15

Donnerstag, 18. Januar 2007, 13:36

In der letzten Ausgabe des "mdi" gibt es einen recht ausführlichen Artikel zu diesem Thema. Nachzulesen unter folgendem Link:

www.euroschulen-trier.de/fileadmin/user_…_4_06_Wirth.pdf - Zusätzliches
Wer mühelos tut, was anderen Mühe macht, hat Talent; wer tut, was dem Talentierten unmöglich ist, hat Genie

medoc

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16

Donnerstag, 18. Januar 2007, 14:13

Zitat

Original von Michael Scholz
In der letzten Ausgabe des "mdi" gibt es einen recht ausführlichen Artikel zu diesem Thema. Nachzulesen unter folgendem Link:

www.euroschulen-trier.de/fileadmin/user_…_4_06_Wirth.pdf - Zusätzliches


Der ist von mir und reflektiert den Fachwirt stärker aus der Sicht der Medizinischen Dokumentation. Sofern Ihr Fragen oder Anregungen habt, könnt Ihr Euch auch gerne direkt an mich wenden.

Ansonsten darf man auf den 3. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek gespannt sein (19.-22. März 2007 in... Leipzig ;)).
Am 21. März referiert Nicole Weigand zum Thema: "Bericht zu Stand und Diskussion um die Fortbildung zum Informationsfachwirt". Frau Weigand saß ebenfalls in der Lehrplankommission. Danach spricht Karin Holste-Flinspach zu "Berufsperspektiven für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste: Die Weiterbildungsdiskussion zwischen Fachwirt und Fernstudium".
Pro oder contra - wollen mal hoffen, dass die Beiträge veröffentlicht werden. Falls jemand hinfährt, wie wäre es mit nem Abstract?!
Pleasure today. Power tomorrow.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »medoc« (19. Januar 2007, 13:29)


medoc

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17

Dienstag, 6. Februar 2007, 10:31

Hi,

zur Information hier die aktuelle Presseerklärung

"Fachwirt für Informationsdienste (IHK) – berufliche Perspektive für Fachkräfte im
Bereich Medien- und Informationsdienstleistungen",

wie sie am 31. Januar 2007 zusammen von DIHK und ver.di veröffentlicht worden ist.

Darüber hinaus sind mittlerweile das Abstract zu Nicole Weigands Beitrag "Bericht zu Stand und Diskussion um die Fortbildung zum Informationsfachwirt" hier, Frau Holste-Flinspachs Beitrag hier abrufbar.
»medoc« hat folgende Datei angehängt:
Pleasure today. Power tomorrow.

medoc

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18

Dienstag, 24. April 2007, 15:54

Fachwirt für Informationsdienste, Stand: April 2007

Hallo zusammen,

in der Inetbib-Liste ist heute ein Beitrag von Nicole Weigand erschienen, der den neuesten Stand in Sachen Fachwirt widerspiegelt.

Für das Weiterbildungsangebot Geprüfter Fachwirt für Informationsdienste (IHK) gibt es tatsächlich noch keinen Weiterbildungsträger und auch keinen Prüfungsausschuss, allerdings arbeiten die zuständigen Stellen in Niedersachsen http://www.nlb-hannover.de/aus_und_fortbildung/ , Hessen und in der Bundesverwaltung an der Ausarbeitung bzw. der Veränderung der Rahmenprüfungsempfehlung und des durch DIHK und Verdi ausgearbeiteten Curriculums zum Fachwirt für Informationsdienste. Vielleicht ist ja auch demnächst ein Ergebnis zu erwarten.

Das Curriculum, das DIHK und Verdi ausgearbeitet haben und das in Unkenntnis (weil ja zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht veröffentlicht) durch die entsprechenden Gremien der Berufsverbände auf so vehemente Ablehnung stieß, ist mittlerweile veröffentlicht und kann beim DIHK gegen eine Gebühr von 11 € bezogen werden http://www.dihk.de/ (Recherche nach Fachwirt), das Inhaltsverzeichnis ist kostenfrei anzusehen.
Pleasure today. Power tomorrow.

kzkzkz

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Fachrichtung: Bildagentur

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19

Mittwoch, 2. Mai 2007, 21:36

Hallo!
hm.. ob sinnvoll, oder nicht, darüber lässt sich wohl streiten.

Ich wäre trotzdem froh, wenn es in Zunkunft eine Weiterbildungsmöglichkeit für die Famis (BA) gäbe.
Irgenwie möchte man ja weiter machen ohne eine Umschulung machen zu müssen..

20

Donnerstag, 3. Mai 2007, 13:40

Zitat

Original von Torsten Zimmermann
(...)

so wie er bisher konzipiert ist, bringt er einem fami nichts, den wenn jeder die weiterbildung machen kann, vorausgesetzt er hat irgendeine ausbildung oder auch nur mehrjährige berufserfahrung ohne eine ausbildung, nicht aber zwingend eine ausbildung zum fami, ist es eine weiterbildung ohne wert. zumal zu erwarten ist, dass diese weiterbildung einem fami im öffentlichen dienst weder verbesserte aufstiegschancen noch eine höhere gehaltseingruppierung bringt.
(...)


hm... ist es denn nicht bei jeder IHK Weiterbildung so, dass man mit mindestens 5jähriger Berufserfahrung auch eine artfremde Weiterbildung machen kann?
vgl. Voraussetzungen Medienfachwirt Digital und Printmedien

Oder hängt das damit zusammen, dass der Medienfachwirt (immer hin eine kleine Alternative für die Bildagentur-FaMIs, wobei das die Wissenslücken wieder zu groß sind) genauso unausgegoren ist wie der Fachwirt für Infodienste?

Zitat

Iriginial von Colini
(...)
Jetzt, wo an den Hochschulen die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge vollzogen wird und die Leute, die sich neu für Bibliothekswesen einschreiben im Normalfallnur 3 Jahre studieren- also so lange lernen wie ein FAMI-sind dann immer noch höher angesehen und das kann irgendwie nicht sein.(...)


Ich denke in der FR Bibliothek sieht es weiterbildungstechnisch noch am besten aus, ebenso für die IuD/Archiv (Stichwort Studiengang Informationsmanagment/Dokumentar).

Nicht ganz uneigennützig würde mich vorallem eine Weiterbildungslösung für die FR Bildagentur interessieren,die aber höchstwahrscheinlich Aufgrund der geringen Anzahl von potentiellen Interesseanten wahrscheinlich nicht stattfinden wird...
Und eine "Generalistenausbildung" beim Fachwirt halte ich für utopisch...
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