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Michi

Max-Mario Merkel-Basler

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  • »Michi« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 552

Fachrichtung: Medizinische Dokumentation

Schule: ComIn Genius (Essen)

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Dienstag, 17. Oktober 2006, 15:51

Thema des Monats Oktober 2006: KIS (Krankenhaus Informations System)

Viel Spaß bei einem kleinen Einblick in KIS (Krankenhaus Informations System)

Eine Charakterisierung von KIS

KIS ist ein Informationssystem, in dem Verlaufsdaten in einer Datenbank gespeichert werden,
von wo aus sie von authorisierten Benutzern am richtigen Platz, zur richtigen Zeit und im richtigen Format zur Verfügung stehen.


Ziele eines KIS:

• Effizientere Nutzung der begrenzter Ressourcen, die für die
Betreuung des Patienten zur Verfügung stehen

• Qualitative Verbesserung des Patientenservice [stopper]

• Unterstützung der Forschung und Lehre


Grundlegende Bausteine eines KIS

• Systeme zur Datenspeicherung/-sicherung (Datenbank)

• Möglichkeiten zur Daten-Eingabe, -Ausgabe, -Veränderung

• Systeme zur Datenkommunikation

• Zugangsmöglichkeiten für Benutzer


Krankenhaus Informations System ist das Instrument,

• um die Planung und Dokumentation für Pflegende, Mediziner und
Spezialdienste zu erleichtern,
• Abläufe zu optimieren,

die Qualität zu sichern und die betriebswirtschaftlich notwendige Transparenz zu schaffen.


Komponenten eines KIS

• Medizinische Dokumentation
• Pflegedokumentation
• Pflege- und Behandlungsstandards
• Interne und externe Kommunikation
• Arztbriefschreibung
• Diagnose- und Leistungserfassung
• Befund- und Terminanforderung sowie Befundübertragung
• Grafische Darstellung der Patientenakte
• Textdokumentation und Formulare
• Auswertungssystem
• Patientenverwaltung und -abrechnung


Anwendungsgebiete eines KIS

• Qualitätssicherung und -verbesserung
• Elektronische Unterstützung der Abläufe im Behandlungsmanagement
• Budgetverhandlungen
• Führungsinformationssystem
• Planung und Planungsvorbereitung
• Krankenhausvergleich/Benchmarking


Vorteile von einem KIS

Qualitätsverbesserung der Dokumentation
• Form: Maschinenschrift
• Inhalt: Standardisierung
• Verfügbarkeit: gleichzeitig an allen Plätzen

Info- und Wissensgewinn
• alle Informationen stehen jederzeit den Berechtigten zur Verfügung

Wirtschaftlichkeit
• Vermeidung von manueller Mehrfacherfassung
• Reduzierung von Papierformularen
• Reduzierung von Transportwegen

Unterstützung der Betriebsleitung
• Vollständigkeit, Vergleichbarkeit, Validität der Daten
• verbesserte Analyse- und Reaktionsfähigkeit auch bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen


Welche Daten befinden sich in einem KIS?

• Administrative Patientendaten
• Alter, Wohnort, Staatsangehörigkeit, Religion
• Rechtsgrundlage
• Zugangswege etc.

• Medizinische Daten
• Diagnose
• Psychopathologie
• Labor, EKG, EEG etc.

• Abrechnungsrelevante Daten
• Kostenträger / Krankenversicherungsstatus
• Verweildauer etc.


Datenerhebung und –Auswertung direkt im KIS

• Deskriptive Datenauswertung direkt im KIS
• sehr aufwendig (Programmierung für jede Fragestellung)
• Beispiele: Abfragen, Arztprüfliste, Arbeitslisten
• Ausgabe auf Bildschirm/Papier, kein Datentransfer

• Adäquate Datenauswertung nur über die BADO-Datenbank BADO= Basisdokumentation


Denkbare Ansätze im Bereich der Forschung

• Durchführung mono- bzw. multizentrischer Studien
• wissenschaftliche Erprobung der Telemedizin (Bildgebung,
Studienmonitoring)
• Klinikübergreifende Führung gemeinsamer Datenregister
• Austausch von Lehrmaterial

Sekundäre Implikationen:

• Qualitätssicherung durch standardisierte Befunderhebung/-Kontrolle
• Optimierung der Behandlungssicherheit durch Erfassung von UAW
UAW = Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
• Optimierung der Datenaufbereitung/-Qualität für Kostenträger
• Budgetverhandlungen mit Krankenkassen
• MDK

Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (AMSP)

• Erfassung von Art, Schwere und zeitlichem Verlauf der UAW

• soziodemographische Patientendaten
• psychiatrische und somatische Diagnosen
• Medikation
• Risikofaktoren
• standardisierte Einschätzung der Kausalität, W-Grad
• ggf. Alternativursachen
• Maßnahmen nach UAW, Gegenmaßnahmen
• Laborverlauf einschl. Serumspiegel

• Verlauf und Ausgang der UAW
»Michi« hat folgende Datei angehängt:
:cool: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Michi« (24. Oktober 2006, 13:56)