Was sich hier so alles versteckt...

  • Als ich heute Morgen auf die Arbeit kam... da saß hier Theo auf dem Fußboden.
    Theo ist eine, nicht gerade kleine, Spinne. Ich habe wirklich kein Problem mit Spinnen bis zu einer gewissen Größe, doch Theo hat diese definitiv überschritten.
    Meine Abneigung ihm gegenüber kommt auch nicht davon das er schwarz ist, niemand kann was für seine Hautfarbe... Haarfarbe... was haben Spinnen überhaupt?
    Egal! Da schließe ich also die Tür auf, denke an nichts Böses... Theo! Theo brauchte genau eine Sekunde um zu erkennen dass er nicht mehr alleine im Büro war und lief eiligst auf mich zu. Wahrscheinlich wollte er mir nur sagen: Wird auch Zeit! Ständig bin ich hier alleine am arbeiten!
    Meine Reaktion darauf?
    Ein Schritt zurück und Tür wieder geschlossen.
    Draußen ist es eh viel schöner, angenehme kühle Luft, ein Lüftchen das die Haare zerzaust und aussehen lässt als wäre es so gewollt gewesen... warum sollte ich es also eilig haben so schnell auf die Arbeit zu kommen? Bin ja kein Workaholic, man muss es ja nicht immer übertreiben.
    Also stand ich da so rum, unterhielt mich mit Theos kleineren Kollegen die mir um so vieles sympathischer sind und betrachtete den Sekundenzeiger auf meiner Uhr. Gelegentlich ein Seitenblick durch die Glaßscheibe. Theo bewegte sich nicht, er wartet scheinbar darauf das ich endlich mich für die dunkle Seite des Gebäudes entscheide.
    Doch in einem Moment der Unachtsamkeit beschloss ich noch einen Versuch zu wagen. DA! Theo läuft in Richtung Lehrbuchsammlung, DAS war meine Chance! Also unbemerkt wieder Tür auf, um zwei Schreibtische herum gehechtet und über einen Container gesprungen. Schon war ich am Arbeitsplatz… Theo hatte es nicht gemerkt.
    Aber nun stand Theo zwischen mir und dem direkten Weg in Richtung Kaffeemaschine! Bin ja nicht dumm, also erstmal einstechen, dann raus, Treppe hoch, durchs Büro der Chefin gelaufen… so ein paar Meter Umweg haben ja noch keinem geschadet. Bei der Kaffeemaschine habe ich mich dann auch erstmal ein wenig herumgetrieben. Milch aufschäumen kann aber auch wirklich sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, man kanns kaum glauben! Doch meine 10 Minuten sind der beste Beweis dafür.
    Als ich zurück kam war Theo nicht mehr zu sehen… vielleicht hat er gekündigt, vielleicht sitzt er irgendwo weinend in einer Ecke… doch ich spüre seine Gegenwart immernoch in Form eines ständigen Phantom Krabbelns am Bein…

    Das ist schmutzig, falsch und moralisch höchst verwerflich - Bin dabei!

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