Sind E-Reader+E-Books für euch attraktiv?

Es gibt 35 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Bella.

  • Ich bevorzuge prinzipiell auch ein Buch, habe mir dann aber doch einen E-Reader gekauft. Das hat einfach den Grund, dass ich viel verreise und dann immer Unmengen von Büchern mitschleppe und am Ende sagt mir keines zu. Außerdem lese ich im Sommer gern im Freien, also z. B. am See, auf dem Balkon oder in meiner Hängematte und das war bei Sonnenschein manchmal schwierig. Mit dem Reader kann ich in der prallen Sonne sitzen und lesen.
  • Früher habe ich mich auch gegen E-Reader gesträubt, hatte mir aber dennoch überlegt, ob ich mir einen anschaffe. Damals waren sie aber noch viel zu teuer. Als sie dann schließlich bezahlbar wurden, schaffte ich mir dann einen an und bin seitdem zufriedene Kindle-Benutzerin.

    Mittlerweile ist es mir egal, ob ich ein E-Book oder ein "richtiges" Buch lese. Wenn mir eines gefällt, schaffe ich mir meistens sogar beide Versionen an. Eines zum ins-Regal-stellen und zuhause lesen, und das E-Book für unterwegs. Erstens, weil E-Books viel Platz sparen und mir meine kaputte Schulter unheimlich dankbar dafür ist, wenn ich nicht so schwer schleppen muss, und zweitens, weil ich mir meine schönen Bücher nicht kaputt oder dreckig machen möchte, was mir leider viel zu schnell passiert, sobald ich unterwegs lese. :rolleyes:

    Aber wenn ich so drüber nachdenke, fällt mir schon auf, dass ich mittlerweile eigentlich lieber E-Books auf meinem Kindle lese, weil's einfach komfortabler ist... Darf ich aber nicht zu laut sagen, als Bibliotheksmensch wird man wegen solcher Aussagen ja schnell gesteinigt...

    Viele Grüße,
    Fiendfyre
  • Bisher sind E-Reader und E-Books für mich noch nicht attraktiv.
    1. Elektrisches Gerät mit Akku, der ggf. geladen werden muss, weswegen man z.B. bei einer längeren Fahrt/einem längeren Flug bzw. im Urlaub eine Steckdose in der Nähe haben sollte.
    2. Nicht alle Bücher, die mich interessieren bzw. die ich lese sind auch als E-Books verfügbar bzw. dann nicht in der gewünschten Sprache (z.B. in Englisch).
    3. Bei einigen E-Readern kann man keine anderen Dateiformate ansehen z.B. PDFs, das finde ich etwas nachteilig, wenn ich mal unterwegs eine PDF lesen möchte ohne sie ausdrucken zu müssen.
    4. Man erwirbt "nur" die Lizenz für die Nutzung des Buches auf dem E-Reader. An dem Löschungsfall vor knapp 3/4 Jahren sieht man, dass das Buch, was man da digital gekauft hat, jederzeit wieder weg genommen werden kann, wenn der Händler die Rechte dafür doch nicht hat/hatte. Amazon löschte damals ohne Ankündigung einige Titel von den Geräten der Nutzer weil der Rechteinhaber das verlangt hat. Ein Artikel dazu
    5. Ich habe schon mal einen E-Rader ausprobiert, war mit dem Lesegefühl allerdings nicht so zufrieden. Ist aber sicher nur eine Gewöhnungssache.
    6. Einige der E-Books liegen im Preis so nah am Preis für die gedruckte Ausgabe, dass der Geizhals in mir sagt, dass es sich nicht lohnt so viel Geld für eine reine Lizenz auszugeben, wenn ich das Eigentum am gedruckten Exemplar für wenig mehr Geld erwerben kann.

    Die Argumente für einen E-Reader bzw. E-Books kann ich trotzdem sehr gut nachvollziehen. Man kann einfach mehr Inhalt auf wenig Raum mitnehmen. Lohnt sich, wenn man verreist und eben nicht 10 Bücher in den Koffer packen will. Außerdem haben einige E-Reader Hintergrundbeleichtung, sodass man auch im Dunkeln gut lesen kann, ohne eine Lampe zu benötigen.
    Und es stimmt, dass man das gedruckte Exemplar, das man zu Hause hat, etwas schonen kann. (Allerdings sagt dann mein innerer Geizhals wieder, dass es Verschwendung ist, das selbe Buch gleich zwei Mal zu kaufen).

    Ich bin auch manchmal ein Spontankäufer. Wenn ich z.B. auf Reisen bin und etwas Zeit habe, in eine Buchhandlung zu gehen, lasse ich mich dort vom Angebot auch gerne überraschen und nehme spontan das eine oder andere Buch mit. Ist beim Online-Kauf meist nicht so. Da suche ich dann eher gezielt oder nur in bestimmten Genres, was die Chance auf Überraschungskäufe bei mir etwas senkt.

    Ob ich mich irgendwann für einen E-Reader entscheide, kann ich momentan nicht sagen. Bisher überwiegen für mich die nachteiligen Aspekte bisher noch die positiven Aspekte. Aber das kann sich durchaus noch ändern. :)
  • Julitschka schrieb:

    Bisher sind E-Reader und E-Books für mich noch nicht attraktiv.
    1. Elektrisches Gerät mit Akku, der ggf. geladen werden muss, weswegen man z.B. bei einer längeren Fahrt/einem längeren Flug bzw. im Urlaub eine Steckdose in der Nähe haben sollte.
    Vllt als Hinweis: die Kindle-App gibt es für das Handy und den PC kostenlos. Man kann also ganz bequem auf dem PC oder dem Handy lesen und muss nicht zig-Geräte mitnehmen.
    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)

    "Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl!"
    Marcus Tullius Cicero

    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)
  • @ Julitschka

    Der Akku von meinem E-Reader hält sehr lange, bei "normaler" Nutzung bis zu 8 Wochen. Bei Nichtnutzung dementsprechend länger. Hält also einen Urlaub ohne Akku aufladen aus.
    Ich hatte mir damals extra einen Reader ausgesucht, der diverse Dateiformate liesst (also auch PDF) und den ich auch für die Onleihe der Stadtbibliothek nutzen kann. Hätten sich diese beiden Eigenschaften nicht in einem Gerät vereint, hätte ich mir wohl auch keinen angeschafft.
    Und das Lesen im Dunkeln funktioniert wirklich einwandfrei. ;)
  • @Kathrin:
    Danke für die Info! Dass die Akkus bei einigen Geräten so langlebig sind, war mir nicht bewusst. Ich weiß, dass einige Reader auch mehrere Formate zulassen, allerdings überwiegen für mich persönlich trotzdem noch die Aspekte, die gegen einen E-Reader-Kauf sprechen. Aber wie gesagt, langfristig kann sich das ggf. auch noch ändern, man weiß ja nie. :)
  • Also für mich kommt so ein Reader momentan nicht wirklich infrage.
    Ich brauche das Buch irgendwie in der Hand, auch wenn das mit dem schwer tragen schon ein gutes Argument ist. Da ich jeden Tag ca. 1h S-Bahn fahre muss man da natürlich immer was dabei haben.

    Ich fände es gut, wenn man z.B. beim Kauf einer Printausgabe das E-Book gleich dazu bekommt. Ich habe das schon ab und zu mal gesehen, und finde, dass das eine super Sache ist. Ich will das Buch schon gerne im Regal haben, aber klar ist so ein Reader unterwegs praktisch. Nur doppelt bezahlen sehe ich dann auch nicht unbedingt ein...
  • Ich habe mir einen Ebook Reader gekauft, als ich für einige Monate ins Ausland gegangen bin und würde das sofort wieder tun. Mit dementsprechend viel Gepäck wollte ich auf Reisen nicht auch noch Bücher mitschleppen müssen, und mit dem Kobo hatte ich dann sogar mehrere dabei dabei, konnte unterwegs immer wieder welche drauf laden oder online kaufen und hatte Zugriff auf die Onlinebibliothek. Lesen im Dunkeln und die lange Akkulaufzeit (die ich nicht so erwartet hätte, meißtens wird da ja mehr versprochen als eingehalten) waren perfekt!

    Jetzt bin ich seit einer Woche wieder zurück und freue mich auf ein gedrucktes Buch ;) Auf Zugreisen usw werd ich auf jeden Fall den Kobo mitnehmen, aber im normalen Alltag wirds im Zweifelsfall dann wohl doch wieder die Printausgabe.
    Bibliotheken rechnen sich nicht, aber sie zahlen sich aus.
  • Also ich lese lieber das gute alte, gedruckte Buch. Ich mag einfach das Gefühl der Seiten zwischen meinen Fingern und des Buchrückens in meiner Hand. Hinzu kommt, dass ich bei e-book-readern irgendwie nicht lange konzentriert lesen kann. Lernen funktioniert darauf erstrecht nicht. Es ist, als würde ich am Buch vorbeilesen...
  • Also, ich hab den Kindle Paperwhite bei meiner Mutter ausprobiert, da sie ihn sich letztes Jahr gekauft hat.
    Ich bin beeindruckt, wie ähnlich das Display einer Buchseite ist.
    Dennoch fand ich die zu lesende Fläche zu klein. Das gefiel mir überhaupt nicht... >_> Und mit dem Gefühl NOCH eines elektronischen Gerätes in der Hand habe ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt. o_o
    Nein, dann doch lieber ein Buch. Und so lange verreise ich eh nie, dass ich mich tot schleppen muss. Für ein Buch brauch ich in der Regel einen Monat. Ich verreise maximal eine Woche.
    Also bleibe ich meiner Meinung von damals doch treu. XD

  • Das wäre wirklich ideal, @schierke.
    Wir müssen die Entwicklung beobachten. Ich persönlich habe schon Angst, dass beides, eBook und pBook, parallel nicht existieren kann und das gedruckte Buch am Ende verliert...
    Aber auf der anderen Seite haben eBook-Stores auch schon schließen müssen, weil die Nachfrage wieder sank.

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  • Wenn ich mir die reelen Zahlen verkaufter Druckbücher ansehe, den Andrang auf den Buchmessen und die Ausleihe von Printmedien in unserer Stadtbücherei mit den Nutzungszahlen der Onleihe vergleiche, glaube ich schon dass es auf eine parallele Existenz beider Medien hinauslaufen wird.

    Als das Fernsehen erfunden wurde, glaubte man das sei das Ende der Kinos, als das Internet sich verbreitete, glaubte man die gedruckten Zeitungen würden binnen kürzester Zeit aussterben. Es gibt sowohl das Fernsehen als auch Zeitungen weiterhin. Auch das Buch wird überleben.

    Ja, die Nutzung und der Verkauf von E-Books steigt weiterhin an, aber das Wachstum ist bei weitem nicht mehr so steil wie zu Anfang. Es pendelt sich langsam auf einem festen Niveau ein.

    badische-zeitung.de/schopfheim…rgaenzung--122486928.html

    Nicht mehr ganz aktuell, aber trotzdem interessant:
    buchmesse.de/GGTSPU-gg.herzoge…014_deutsch.pdf_45274.pdf
    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»

    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)


    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)
  • Dass das Buch vom Ebook verdrängt wird, glaube ich jetzt auch nicht und schließe mich da Susi an.

    Ich selber sträubte mich noch im 1. Ausbildungsjahr gegen einen Ebook-Reader. Doch da ich meine ganzen Fachkunde-Zusammenfassungen nicht alle, in Hinblick auf den immensen Papierverbrauch und meiner leeren Druckerpatrone, ausdrucken wollte, wich ich kurzerhand doch auf einen Reader (von Osiander PocketBook) aus. 2014 wurde dann auch der Höhepunkt der Nutzungsrate erreicht. Beendet wurde es, als sich mein Vater auf den Reader draufsetzte. :thumbsup:
    Ein neues wurde angeschafft (selbes Model nur mit Belichtungsfunktion), steht aber überwiegend im Buchregal. Ich kam bisher nicht dazu, das Gerät mit neuen Ebooks zu füttern, zumal ich immernoch lieber zum gedruckten Buch greife und mir im Urlaub vor Ort meist eher Bücher zulege anstatt sie mitzunehmen. Dann wäre da noch das Smartphone, zu dem ich doch eher aufgrund der schnelleren Internetverbindung und des besseren Touchscreens greife.
  • Danke, @Susi87, das muntert mich jetzt doch wieder auf. XD
    Ich schwanke bei dem Thema iwie hin und her... D:
    Zu den Beispielen: Die Kinos machten wirklich eine Krise durch. Auch wegen des Internets.
    Zeitungen stagnieren auch. Ich selbst lese sie nur noch online, weil sonst die ausgelesenen Zeitungen bei mir nur rumfliegen.
    In der Bibliothek haben wir viele Abos gekündigt und stattdessen die Online-Ausgabe angeschafft. Noch gibt es Zeitungen, aber ich schließe nicht aus, dass es iwann vielleicht nur noch Online-Nachrichten geben wird. Hm.
    Letztlich werden wir es mit der Zeit selbst erfahren.
    Der Run auf der Buchmesse bezog sich allerdings nicht nur auf Printbücher. ;)
    Es gibt Tage, da denke ich, es wird wie mit den MP3s sein. Und dann denke ich wieder, dass es iwann halt keine Bücher mehr geben wird... Wir werden es sehen...

    Generell nimmt die Ausleihe in den Bibliotheken bei uns ab. Es wird viel mehr auf eBooks zugegriffen. Aber dann gibt es doch immer noch Anfragen, wo sich dann doch das Printexemplar gewünscht wird...
    Für Studium oder für die Ausbildung bin ich immer noch der Meinung, dass eBooks sehr sinnvoll sind, gerade aus den von @Malena beschriebenen Gründen. Gerade Fachliteratur ist ja oft echt extrem teuer und Druckerpatronen sind auch nicht unbedingt günstig.