Arbeiten in einer Fachrichtung, in der man nicht ausgebildet wurde?

  • Kannst du dir vorstellen, in einer anderen Fachrichtung zu arbeiten, als in der gelernten? 73

    1. Ja (32) 44%
    2. Nein (11) 15%
    3. Eventuell (23) 32%
    4. nur sehr schwer (7) 10%

    Wir hatten letztens in der Berufsschule eine interessante Diskussion:


    Einer unserer Lehrer meinte, dass der Beruf so angelegt wäre, dass bspw. ein Bildagentur-FaMI ohne Probleme in einer Bibliothek arbeiten können sollte.


    Es mag ja sein, dass ein gewisser Anteil des Unterichts an der Berufsschule von allen Fachrichtungen besucht wird, aber ich könnte niemals sofort in einer Bibliothek arbeiten, einfach weil die ein ganz anderes Fachvokabular und komplett andere Tätigkeiten haben.


    Deshalb behaupte ich, das es nahezu unmöglich ist, problemlos in einer anderen Fachrichtung zur Arbeiten, als in der gerlenten (nicht ohne sich mühsam einzuarbeiten)


    MedDok ist eine schönes Beispiel, diese FR fällt zum Beispiel vollkommen aus dem Rahmen, oder könnte sich jmd. vorstellen, aus der MedDok in eine Bildagentur zu gehen? Daneben müsste man während der Ausbildung neben dem eigenen Betreib ja auch in anderen Bereichen Praktika absolvieren und dagegen hätte bestimmt der eigene Arbeitgeber etwas einzuwenden, immerhin wird man ja nichts für "fremdarbeiten" bezahlt...


    Der einzige gemeinsame Nenner ist dabei wohl die Dokumentationslehre, der Rest dürften "böhmische Dörfer" sein und man müsste sich erst eine ganze Weile einarbeiten.


    Was denkt ihr, ist der Ansatz, dass FaMIS in jeder Fachrichtung arbeiten können, falsch bzw. veraltet? Oder ist das nach der nachträglich Splittung in 5 Fachrichtungen der einzige Weg?


    Ich bin auf (hoffentlich zahlreichen) Meinungen gespannt.


    Zur Umfrage, warum habt ihr euch für die Optionen oben entschieden?

    "Ich bin nicht weise, dafür bin ich zu intelligent. Ich weiß zu viel um irgendetwas anderes zu empfinden als blankes, panisches Entsetzen."

    Einmal editiert, zuletzt von FaMI4u ()

  • ich könnte nie als bildagentur-fami arbeiten, und du nie als meddok-fami. dafür sind die fachrichtungen zu weit auseinander. insofern sind sie sich dann schon wieder ähnlich. Archiv, BIB und IUD sind sich da inhaltlich wesentlich näher. bis auf IUD habe ich den stoff der anderen beiden vorgenannten bereits vor der prüfung verdrängt, da sowieso nicht prüfungsrelevant.


    my 5 pence. :)

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Ich stimme dir zu, dass die FR zu weit auseinander liegen.
    Wenn ich mal in unsere Klasse schau, da haben die Leute, die IuD gemacht haben je in einer Dokumentenarchivierung, einer PR Agentur und einem Bildungsverlag gearbeitet. So öhnlich scheint dass das dann doch nicht zu sein.


    Bei uns sitzen ja eh alle in einer Klasse (bis auf die Bibliotheks-Leute, die haben einen Kurs extra). Die nervt das ja schon, weil der Schwrpunkt so auf den Bildagenturen liegt. Und wenn ein MeDDok-FaMI kommt, kriegen die bestimmt Probleme...

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  • Ich denke das dieser Ansatz grob gesehen schon richtig ist...zumindest finde ich es sehr gut das ich in der Berufsschule auch die Kenntnisse der anderen 4 Bereiche kennenlernen durfte....
    Im Praktischen ist das bei uns auch super geregelt...wir kommen zum Beispiel zum Praktikum in Öb´s sowie ins Archiv als auch in die Medizinische Dokumentation...mir hat das sehr geholfen denn vieles aus der Theorie ist ja oft unverständlich vorallem was Information/Dokumentation betrifft...


    Aber das man sich in die anderen Fachrichtungen einarbeiten muss ist doch immer der Fall...ich komme beispielsweise aus einer Unibibo...beim Wechsel in eine Fachhochschulbibo ist auch alles anders und man muss sich ganz neu einarbeiten...sicher ist bei einem Wechsel einer FR anders aber das Problem ist oft das selbe...


    Zumal ich mir ebenfalls nicht vorstellen könnte z.B in Med. Dok oder Bildagentur zu arbeiten....und andersrum ist es sicher ebenso *g*

  • Also, ich kann mir auch nicht vorstellen in anderen FR zu arbeiten. Mir geht es wie Torsten. Ich könnte mich noch nicht mal auf eine meddok-Stelle bewerben, da ich von dem ganzen Quatsch keine Ahnung habe. Die ganze Thematik ist von mir verdrängt worden. Ich habe auch bei meiner Arbeit nicht wirklich mit MedDok zu tun, obwohl ich die FR habe.
    Bei mir dreht sich der ganze Tag um KIS und Anwenderbetreuung.


    Gruß Michi

    :cool: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. :D

  • teilweise wegen offtopic abgetrennt -> Probleme mit der Umschulung

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    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Ich kanns mir auch nur sehr schwer vorstellen. Und außerdem glaube ich, dass z.B. eine Bildagentur, die einen FaMI sucht, keinen ausgebildeten FaMI aus der FR Bibliothek nehmen würde.
    Von meinem Betrieb aus, soll ich eine Woche mal Praktikum in einem Archiv machen, dann werd ich schon sehen, wie ich mich da anstelle... in einer Bildstelle war ich schon einen Tag lang, aber das ist ja dann auch nicht das gleiche wie in einer Bildagentur.

  • Also ich denke, dass es in jedem Beruf so ist, dass man sich an dem neuen Arbeitsplatz erst einarbeiten muss. Jedes Unternehmen ist eben anders. So auch in den verschiedenen Fachrichtungen. Selbst in einer Fachrichtung sind die Arbeitsweisen von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Einarbeiten muss man sich überall. Also warum dann nicht auch in eine andere Fachrichtung?

  • Ich denke mehr da in die Hinsicht von speziellem Fachwissen, in das eine "Einarbeitung" schwierig ist, Beispielsweise die Anwendung der RAK bei BIB oder die Verschlagwortung nach IPTC in den Bildagenturen...

    "Ich bin nicht weise, dafür bin ich zu intelligent. Ich weiß zu viel um irgendetwas anderes zu empfinden als blankes, panisches Entsetzen."

  • Einarbeiten muß man sich wiklich in jeder neuen Stelle.
    Ich komme aus dem IuD-Bereich und arbeite jetzt seit über einem Jahr in einem Archiv. Es ist mit Sicherheit nicht mein Traumjob hier, aber besser als auf der Straße zu sitzen. Die Materie ist wesentlich trockener und doch recht langweilig. Das könnte aber auch daran liegen, daß ich hier nur für die Erfassung der Akten zuständig bin und diese in eine Datenbank eingebe.
    Es ist durchaus möglich in den anderen Bereichen zu arbeiten, es kommt halt auch auf den eigenen Willen an, sich die Theorie und die Praxis dessen anzueignen.

    Und auf das ganze Schlamassel gehört ein Grabstein mit der Aufschrift "Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu!" - Charles Bukowski


    Das Leben ist Scheiße. Da muß man sich was suchen, daß Spaß macht. - Dr. House


    Die "dumme Frage" ist gewöhnlich das erste Zeichen einer völlig neuen Entwicklung. - aus den unendlichen Weiten der allwissenden Müllhalde

  • Also uns wurde in der Berufsschule erzählt dass ein FAMI überall eingesetzt werden kann sei es Bildagentur; Biblio. Archiv usw. man müsse sich nur einarbeiten wie in jedem andern Betrieb auch, auch wenn man unter den Betrieben wechselt die die selbe FR haben[BLINK].............[/BLINK]
    Ob dass so dasss gebe vom Ei ist mag ich zu bezweifeln
    meiner Meinung nach leigen die unterschiedlichen FR um Welten ausseinander was denkt ihr?????????

    :grosseaugen: Das Leben ist ein Keks, von dem man jeden Tag ein Stück abbeißt :grosseaugen:

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  • Es kommt imme rauf den theoretischen Teil der Ausbildung an. Wenn in der Berufsschule die anderen Bereiche genügend erklärt und vermittelt werden dürfte das alles kein Problem sein. Leider ist das nicht der Fall. Daher ist es doch recht schwer, in einem anderen Bereich Fuß zu fassen.
    Stellenweise liegen die einzelnen FR eben doch sehr weit auseinander.

    Und auf das ganze Schlamassel gehört ein Grabstein mit der Aufschrift "Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu!" - Charles Bukowski


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  • Man sollte schon wissen, was in den anderen Fachrichtungen gemacht wird. Aber alle Einzelheiten sind denke ich unmöglich. Ich denke es kommt auch viel auf den Arbeitgeber und das dann anfallende Tätigkeitsfeld in der FR an.
    Ich selber mache mir da keine großen Sorgen, wäre froh, einen festen Job bekommen zu können. Den Rest muss man sich dann erlernen. Aber ich denke mit hilfsbereiten Arbeitskollegen dürfte das kein Problem sein.

  • Ich denke auch, dass es auf das eigene Engagement ankommt. Ich kann mir vorstellen mich im Bereich Bibliothek einzuarbeiten, denke auch, dass ich mit dem theoretischen Teil - zumindest dem schulischen - gut bedient bin.
    Einarbeiten muss sich selbst ein Maurer von Baustelle zu Baustelle, denke ich.

  • Naja mittlerweile kann ich es mir sehr gutt vorstellen, ich habe mich mal mt meinen Berufsschul-Mitschülern unterhalten, das Grundprinzip ist immer gleich ob BIB. oder Archiv
    ist halt nur eingewöhnungssache.......

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  • Ich denke es ist einerseits in der heutigen Zeit überhaupt eine Stelle zu finden, egal aus welcher FR als vor ca. 15 Jahren :), aber ich bedauere zum Teil doch nicht jetzt meine Ausbildung zu durchlaufen, da grade so Themen wie Fachenglisch früher garnicht vermittelt worden sind. Natürlich unterscheiden sich bestimmte wie Med. Dok. und Bildagentur sehr extrem, aber zwischen Dokumentation, Archiv und Bibliothek ist doch ein engerer Bezug da.
    Ich denke da wie einige von Euch, das es viel an der Schule und an der jeweiligen Einrichtung liegt ob ein Wechsel funktionieren würde, aber der größte Posten ist man selber, wenn man nicht will oder keinen Einsatz zeigt sich in eine ggf. neue Materie einzuarbeiten, wird es auch nichts. Ich sprech hier von aus Erfahrung mit Ausbildungsgängen, die ich selber nicht betreut habe, aber beobachtet und ggf. zu Bewerbungen hauen musste.
    Ich finde es kommt auf einen Versuch an und wer nichts versucht, kann nichts gewinnen.


    Dieses aus der Ausbilder aber auch Fami-sicht

  • Ich weiß nicht ob ich da Probleme hätte mich in eine neue FR einzuarbeiten...aber wahrscheinlich schon...zumindest was MedDok angeht....


    IuD und Archiv hätte ich glaub ich keine Probleme...

  • Jo, wie ich schon gesagt habe. Mit MedDok kannst du vergessen. Du würdest noch nicht mal in den engeren Bewerberkreis eingeladen werden. Wenn dir die Medizinischen Kenntnisse fehlen ist es vorbei. Deshalb wäre es bei mir auch sehr schwer, obwohl ich die Fachrichtung habe. es kommt natürlich auch immer darauf an ob man eine Ausbildung oder Umschulung hat. Bei uns war es in der Umschulung wichtig sich einen guten Praktikumsbetrieb zu suchen, da man 1 Jahr Praktikum gemacht hat.


    Und natürlich liegt es an jedem selbst. Ich sehe es ja am eigenen Leib. Wenn vor drei Jahren über mich gesagt hätte, das ich mal in der EDV-Abteilung arbeite hätte ich aber ganz laut gelacht. Mitlerweile bin ich in unserer Klinik nicht mehr wegzudenken. Ich habe mir auch fast alles selbst angeeignet, da meine Arbeit im Grunde nichts mit meiner Ausbildung zu tun hat.


    Man muss nur wollen und positiv denken.


    PGH: Positive Geistes-Haltung


    Gruß Michi :D

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