Arbeiten in einer Fachrichtung, in der man nicht ausgebildet wurde?

  • Ich konnte zum Glück in meiner Ausbildung die verschiedensten Praktikas genießen in den anderen Fachrichtungen. Ich finde das in einer Ausbildung wie es unsere ist auch sehr wichtig, damit man mal in die anderen FR einsehen kann.
    Ich könnte mir gut vorstellen in einer anderen FR zuarbeiten. Sicherlich hat man eigentlich nur das theoretische in der Berufsschule gelernt, aber wenn man eine gute Einführung bekommt und man sich nicht so blöd anstellt kann man bestimmt alles machen.
    Ich würde mich auch gerne in einer anderen FR bewerben, aber man hat glaube ich keine großen Chancen. Da die große Praxiserfahrungen fehlen. Da haben andere Bewerber mehr Glück.


    Aber ich finde diese Umfrage sehr interessant.

  • Theoretisch möglich ist es, in einer anderen Fachrichtung später zu arbeiten...
    Ich habe ein Praktikum in einer Bildagentur gemacht und dort hat eine FaMI gearbeitet, die in einer Bibliothek ausgebildet wurde - also eigentlich FR Bibliothek ist...


    Ich selber kann es mir für mich allerdings nicht vorstellen in einer anderen FR zu arbeiten, als in FR Bib.

    Einmal editiert, zuletzt von Bella ()

  • Hallo,
    offiziell geht das wohl, inoffiziell sehen Arbeitgeber das schon lieber, wenn sich auf die ausgeschriebenen Stellen auch die dementsprechend ausgebildeten Leute bewerben...


    alles liebe

  • Hallo,


    ich bin in der FR Bibliothek und habe auch schon verschiedene Praktika hinter mir. Ich war in einem Archiv, in einer Bildagentur und eigentlich sollte mein drittes Praktikum eher IuD sein, war aber glaub ich mehr Dokumentation. Ich weiß nicht, ob es an mir lag oder an den Betrieben, jedenfalls konnte ich mich immer sehr gut in die Bereiche reinarbeiten. Ich hab auch immer ziemlich gute Beurteilungen bekommen, also konnte ich als Bibliotheks-FaMI nicht die totale Niete in den anderen FRs sein ;) . Mir haben alle drei Fachrichtungen megaviel Spaß gemacht. Ich denke, es kommt auch größtenteils auf den Betrieb an, ob man als Bibliotheks-FaMI in dem Betrieb einer anderen FR "gedeiht" oder nicht. Wie gesagt gelang mir das ziemlich gut. Wobei das nicht immer an den total netten Kollegen gelegen hat. Die sind manchmal miteinander umgegangen ( :hauen: ==> verbal) Das war zum fürchten. Vieleicht hab ich auch immer nur einfache Idiotenaufgaben gemacht, dass es mir nicht schwer fiel, die Augaben zur (größtenteils) allgemeinen Zufriedenheit zu erledigen.


    Ich wollte auch gerne in der MedDok ein Praktikum machen, aber leider habe ich mich anscheinend bei den falschen Betrieben beworben, denn mein Mitazubi hat ein Praktikum in der MedDol absolvieren können. Mir wurde immer gesagt, dass eine medizinische Vorkenntnis gewünscht wird und Praktika üblicherweise länger als meine vier Wochen sind.


    Ich hätte aber auch noch ein Praktikum in einer Buchhandlung machen können. Mein Betrieb hat mir da ziemlich viel Freiraum gelassen (Hier noch mal danke an meinen coolen Ausbilder :D ).


    Gruß dat Chaos

  • ich könnte mir vorstellen, später auch im Archiv oder iud zu arbeiten. Archiv interessiert mich einfach und ich werde da auch ein praktikum absolvieren und iud lerne ich in meinem betrieb sowieso teilweise mit. bei MedDok und bildagentur ist es wohl nicht so üblich famis aus anderen FR zu beschäftigen, aber bei den anderen ist es wohl nicht soo unüblich. ich hab zumindest schon von so einigen gehört, die zwischen Archiv, BIB und iud gesprungen sind.

  • zu dem thema hab ich mich schon mehrfach geäussert. aber nochmal:
    ich (fr iud) kann die bewerbungen die ich in den letzen jahren geschrieben habe schon nicht mehr zählen. lauter absagen. am zeugnis kanns nicht liegen. wohl eher daran, daß bibliotheken keine iud-leute einstellen wollen...
    habe auch schon anderthalb jahre in einem Archiv gearbeitet. da hab ich einen klassenkameraden aus der berufsschule wiedergetroffen, der im Archiv gelernt hat. sein aufgabengebiet war wesentlich größer als meins. wenn ich mir meine erfahrungen und das, was ich gelesen und gehört habe durch den kopf gehen lasse komme ich zu folgendem schluss: ich halte es für unrealistisch.


    ps: diese schlussfolgerung ist meine subjektiv gefärbte meinung.

    Und auf das ganze Schlamassel gehört ein Grabstein mit der Aufschrift "Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu!" - Charles Bukowski


    Das Leben ist Scheiße. Da muß man sich was suchen, daß Spaß macht. - Dr. House


    Die "dumme Frage" ist gewöhnlich das erste Zeichen einer völlig neuen Entwicklung. - aus den unendlichen Weiten der allwissenden Müllhalde

  • Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass es schon möglich wäre.
    Ich habe in einer WB gelernt und bin dann aus Eigeninteresse ins Archiv übergelaufen.
    In meiner Ausbildung hatte ich die Möglichkeit, in jeder Fachrichtung teilw. mehrere Praktika zu machen.
    Die mir auch die Unterschiede und Parallelen der verschiedenen FR näher gebracht haben.


    Klar sind einige Bereiche wie z.B. Med.Dok. tatsächlich mit viel speziellen- nicht mit anderen Bereichen zu vergleichenden Aufgaben behaftet.
    Aber ich denke, das ist immer auch ein Zusammenspiel von eigenen Interessen, Möglichkeit der Einarbeitung und Aufgabengebiet der Stelle ist.


    Klar, viele Einrichtungen wollen keine "fachfremden" FaMIs haben aber manchmal muss man sich eben nur gut verkaufen können.
    Oder privat noch in bestimmten Bereichen weiterbilden. Bei mir war es z.B. ein Paläographiekurs :)

    Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast... !

  • Hallo Miss_Sophie,


    es ist schön, dass du hierzu noch etwas beitragen kannst - nach so langer Zeit. Noch dazu einen Bericht aus eigener Erfahrung!
    Ich selbst kann mir immer noch nicht vorstellen, mal in einer anderen FR zu arbeiten - aber ich schließe nach wie vor nicht aus, dass es möglich ist, wenn gewisse Weichen dafür gestellt werden. :)
    Danke!


    Liebe Grüße
    Bella

  • Da ja die letzte Antwort doch schon wieder vier (!!) Jahre her ist, wollte ich einfach mal nachfragen, wie es denn mittlerweile so aussieht?
    Was halten die jetzigen Azubis, aber auch die ausgelernten FaMi's von einem Fachrichtungswechsel nach der Ausbildung? Möglich? Empfehlenswert? Oder ist davon abzuraten?


    Bin nämlich selbst zur Zeit auf Ausbildungsplatzsuche und da würde es mich schon interessieren, wie denn nach Abschluss der Ausbildung die Chancen stehen, in einer anderen Fachrichtung arbeiten zu können.
    Würde jetzt bei mir vor allem um den Wechsel zw. Archiv und Bibliothek gehen.



    Freue mich über Antworten. :)

  • huhu
    Also bei meiner guten Freundin hat es funktioniert. Die hat in bib gelernt und ist jetzt im Archiv .meine ehemalige Stelle war geteilt 20%Archiv und 80% Bibliothek

    » "So do all who live to see such times but that is not for them to decide. All we have to decide is what to do with the time that is given to us."Lord of the Rings