Arbeitskräfte

  • Hallo zusammen!


    Mich würde mal interessieren, wie viele Mitarbeiter/Planstellen ihr bei welcher Bestandsgröße habt. Findet ihr, dass die Zahl ausreichend ist?


    Ich arbeite in einer Bibliothek mit einem Gesamtbestand von ca. 250.000 Medien in 5 Bibliotheksteilen (1 Hauptstelle / 4 Zweigstellen) und bei einer Öffnungszeit von ca. 40 Stunden die Woche (über 1 Million Ausleihen im Jahr).
    Wir sind 30 Arbeitskräfte, die sich 21 Vollzeitstellen teilen.


    Ich bin der Meinung, dass das viel zu wenig ist. Die Arbeit ist nur mit massig Überstunden (bei manchen fast 200) und verfallenen Urlaubsansprüchen zu bewältigen. X( :(


    Komme übrigens aus einer ÖB

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • Uiii...das ist ja echt wirklich krass bei dir...und wie sind da die Übernahmechancen der Lehrlinge die ihr selber ausbildet? Bestimmt auch nicht gerade toll oder? Das ist ja irgendwie nicht in Ordnung das man Urlaub verfallen lässt oder 200 Überstunden hat.


    Wir haben einen Bestand von 3,9 Millionen Medien...und angebliche 180 Mitarbeiter (mir kommt das aber viel weniger vor aber wahrscheinlich zählen die 1euro Jobber und Putzfrauen auch dazu ;))
    Ausgebildet werden jedes Jahr 3-4 Lehrlinge von denen so gut wie alle in den letzten Jahren auch übernommen wurden sind mit einer 30Std. Woche. Wie es in Zukunft weitergeht wird man sehen.


    Öffnungszeiten sind unter der Woche von 9.00-22.00 Uhr und am Samstag von 10.00-18.00 Uhr. Hierbei gibts aber auch Ausnahmen in den einzelnen Teil-und Zweigbibliotheken.


    Naja ich finde das es gut wäre würden die Lehrlinge auch in Zukunft weiter eingestellt oder wenn dann wenigstens die die eine gute Ausbildung gemacht und nen supi Abschluss...


    Ansonsten denke ich ist es eigentlich ganz okay bei uns mit der Zahl der Mitarbeiter bei der Bestandsgröße...nur in Rente gehen dürfen dann in Zukunft kaum noch welche *g*

  • Tja, das denke ich auch!
    Leider ist es in der Praxis bei uns so, dass man lieber externe Mitarbeiter neu einstellt, statt die Auszubildenden zu übernehmen. Eigentlich ein totaler Schwachsinn aber die Begründung lautet angeblich, dass wir nach drei Jahren Ausbildung schon betriebsblind sind. :verrueckt:
    Mehr Stellen zu werden ja leider auch nicht geschaffen. Dabei sind wir die Bibliothek dieser Größenordnung in Bayern mit den wenigsten Personalstellen, aber trotzdem eine mit den höchsten Ausleihzahlen.
    Dafür liegen wir natürlich bei der Wirtschaftlichkeit ganz vorne. (Auf Kosten der Stimmung und Gesundheit der Mitarbeiter) :teufel4:
    Hinzu kommt noch, dass über zwei Drittel der 30 Mitarbeiter bereits älter als 50 sind. Junge Nachwuchskräfte werden aber kaum eingestellt. Ich frage mich, wie das in ein paar Jahren funktionieren soll, wenn auf einen Schlag ein Haufen Leute in Rente gehen. :verwirrt:

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

    Einmal editiert, zuletzt von Susi ()

  • Boah...das ist nicht dein Ernst oder?
    Wie ihr seid betriebsblind? Was ist denn das für ne sinnlose Begründung? Gerade in der Ausbildung wird man doch gar nicht betriebsblind wie ich finde.
    Tja da hast du Recht das frage ich mich auch wie das bei uns mal weitergehen soll...aber das interessiert ja momentan keinen dazu haben sie ja in 5Jahren Zeit wenns dann soweit ist und ach mein Gott dann nehmen wir paar ungelernte oder Ein Euro Jobber (oder was es bis dahin gibt) oder wir setzten Studenten an die Theken...
    Ich finde es wirklich schlimm...zumal es git ja kaum Stellen für uns...

  • Hallo,
    ich arbeite in der Bibliothek des Rheinischen LandesMuseums Bonn. Der Bestand wird auf etwa 180.000 Medieneinheitet geschätzt. Zur Zeit arbeiten eine wissenschaftliche Bibliothekarin und ich als Bibliotheksassistent Vollzeit in der Bibliohtkek. Es ist noch eine Kollegin halbtags für die Ausleihe, eine weitere halbtags für den Schriftentausch und eine dritte für die technische Buchbearbeitung und Aufsicht zuständig. Dies ist eine 3/4Stelle. Eine Kollegin ist befristet für die Retrokatalogisierung einegestellt (zunächst einmal für 2 Jahre).
    Ich denke wir sind absolut unterbesetzt! Gibt es hier den Richtlinien?

  • 750 000bd. --> ca. 54 Mitarbeiter Vollzeit und Teilzeit (ka. wieviele Planstellen). Reicht imprinzip aus, Azubis: 2, werden nur manschmal übernommen ;-(

  • ich denke wenn man in seiner Ausbildung Praktikas machen konnte und die genutzt hat, ist gerade ein guter azubi, der es wert wäre eingestellt zu werden, nicht betriebsblind...*find*

  • Also wir ham 33 000 Medieeinheiten und 30 Std. die Woche geöffnet. Dabei gibt es (mit mir 10 Mitarebiter) von denen 2 Azubis sind. Es gitb 2 Vollzeitmitarbeiter von denen eine Stelle befristet ist bis und danach mit dem Azubi besetzt wird der fertig wird (allerdings meist nur für ein halbes JAhr). Ansich gehts mit dem Personal, aber meistens ist einer von uns Azubis in der Schule und wenn der andere dann mal zufällig Urlaub hat oder krank ist oder insgesamt wenn mal 2-3 Leutz krank sind wirds sehr eng ...

    Wenn du siehst wen einige Mädchen heiraten, weißt du wie sehr sie es hassen müssen ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.