Was soll ich sagen?
Ich bin eine FaMI und leite eine Wiss.Spezialbibliothek mit allem Schnickischnacki.
Ihr kennt ja alle das Hintergrundbildchen hinter eurem Avatar. Das ist "meine"! So sah sie aus, als ich da ankam. Inzwischen ist es eine voll durchgestylte Bibliothek die auch hohen Ansprüchen genügt.
Allerdings bin ich jetzt auch schon 43 Jahre im Beruf. (Am Anfang war ich ja noch eine Bibliotheksassistentin ÖB). Die Bibliothekarinnen in meiner alten Bib. waren in den 90ern schon der Meinung, dass FaMIs irgendwann bibliothekarische Arbeit machen müssen, wenn immer mehr Personal gestrichen wird. Also suchte sich die damalige stellvertretende Leiterin in Absprache die aus, denen sie das zutrauten auch Lektoratsarbeiten oder Info zu machen. Und bei uns katalogisierten die FaMIs sowieso immer schon. Ich hab damals mit PI angefangen, dann Voll-RAK, dann RAK-ÖB, dann RAK-WB und nun RDI, inklusive RDI für historische Bestände und historisches Kartenmaterial - hab also alles durch ![]()
Eine gut ausgebildete FaMI ist durchaus in der Lage Vollkatalogisate zu machen, Info zu geben oder (wie in meinem Fall), einen Bestand aufzubauen, zu systemathisieren und wissenschaftliche Beratung zu geben.
Nur in die Verschlagwortung muss man sich echt einarbeiten. Das ist nicht immer ganz einfach, vor allem wenn es die Fachbegriffe als Schlagwort nicht mehr gibt oder nur noch in vereinfachter Form. Echt blöd bei Spezialbibliotheken. (Ich sag nur bei Blankwaffenbüchern gibts nur noch Schwert oder Säbel in der Normdatei, aber ein verflixtes Rapier ist ein Rapier und kein Säbel und auch kein Schwert!)
Das einzige Manko: Durch das fehlende Studium, werden wir nicht danach bezahlt. Während in der Verwaltung ein/e Fachangestellte/r mit 3 -jähriger Ausbildung durchaus auch auch mehr als E9a bekommen kann, hört es bei uns da auf. Verstehen muss ich das nicht.