Vorstellungsgespräche, wenn Vertrag schon woanders unterschrieben ist?

  • Hallo,


    ich habe mal eine Frage zu einer kniffligen Angelegenheit.


    Angenommen, man hätte schon einen Arbeitsvertrag für eine Teilzeitstelle bei Arbeitgeber1 unterschrieben und würde bald mit der Arbeit anfangen. Nun würde man aber eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch für eine Vollzeitstelle bei Arbeitgeber2 bekommen, das aber erst nach Arbeitsbeginn bei AG1 stattfinden soll.


    Die Arbeitsbedingungen bei AG1 wären besser, außer, dass es sich bei AG2 um eine Vollzeitstelle handelt und es dadurch natürlich mehr Geld gäbe. Die Arbeitsbereiche würden einen aber bei AG2 einen Ticken mehr interessieren, weil es sich um eine ÖB handelt. Allerdings ist die Stelle bei AG1 auch sehr interessant.


    Würdet ihr dann noch zu dem Vorstellungsgespräch gehen? Das Problem ist, dass ich erst nach Arbeitsbeginn weiß, ob ich es überhaupt zeitlich schaffe dahln zu gehen und hab irgendwie angst, dass AG1 nachher davon Wind bekommt und dann verärgert wäre. Zudem könnte ich jetzt auch nicht sagen, ohne jetzt viel von der zweiten erfahren zu haben, welche mir im Großen und Ganzen mehr zusagen würde.


    Was würdet ihr in der Situation tun?

  • Also ich persönlich würde das VG beim zweiten Arbeitgeber führen. Sonst denkst du immer, was wäre gewesen, wenn. Viel Glück bei deiner Entscheidung und dem ggf. stattfindenden Gespräch!

    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)


    "Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl!"
    Marcus Tullius Cicero


    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)

  • hm, ich frage mich noch, wie man das dann im gespräch handhaben sollte...


    Würdet ihr dann da sagen, dass man quasi vor ein paar tagen schon mit einem neuen job begonnen hat und dann eine kündigungsfrist einhalten müsste, falls es klappen sollte? Kommt das nicht irgendwie bei den Arbeitgebern schlecht an, wenn man dann nach ein paar wochen wieder wechseln würde, als wäre man sehr "flatterhaft"? Bzw., sieht das nicht im Lebenslauf auch schlecht aus?


    Hm, vielleicht mach ich mir da auch ein bisschen zu viele gedanken :D

  • Da bin ich ehrlich gesagt auch überfragt, weil ich eine solche Situation nie hatte. Ich würde da auf mein Bauchgefühl hören.

    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)


    "Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl!"
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    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)

  • Mhm... Bei der Kündigungsfrist kommt es ja auch darauf an, wann der Einstiegstermin von der zweiten Stelle wäre. Wenn es noch in der Probezeit ist, gilt die Kündigungsfrist ja noch nicht so.


    Wie das dann von potentiellen späteren Arbeitgebern bewertet wird, keine Ahnung...

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat." Helen Hayes

  • Ich wurde auch eingeladen als ich schon die Zusage hatte und habe dann sämtliche Gespräche abgesagt, weil es so gesehen Zeit- und Geldverschwendung wäre..

    Coco Bandicoot:
    [Crash attacks her] I'm telling mom! If we had one.
    Coco: Ouch! All right! I'll get revenge when you're sleeping!

  • hm... ist echt eine schwierige Situation.. hab mich auch bis jetzt noch nicht entscheiden können... Andererseits würde ich das Vorstellungsgespräch einfach sehr gerne führen, einfach, um die Gelegenheit zu habe, die Bibliothek kennen zu lernen, Genaueres über die Stelle zu erfahren und eben auch die Möglichkeit auf eine Vollzeitstelle zu nutzen.


    Andererseits habe ich, wie gesagt, dass die Information, dass ich noch dort war, zu meinem jetzigen Arbeitgeber gelangt (u.a. da ich weiß, dass ein früherer Mitarbeiter von der einen Stelle jetzt bei der anderen arbeitet) und dieser dann verärgert ist oder auch beide Seite es nicht gut bewerte, dass ich da noch hingegangen bin (möchte auch in Zukunft evtl. nochmal die Möglichkeit auf einen Job, bei dem Arbeitgeber wo ich jetzt das Vorstellungsgespräch hätte haben... Bzw. bei beiden Arbeitgebern ist das der Fall.


    Bin langsam echt am verzweifeln, da die Entscheidung, ob ich da nun hingehe, heute fallen sollte....

  • Selbst wenn du nicht hingehst und bewirbst dich da wieder mal, hat das vorige Gespräch keine Auswirkung mehr, da dann bei der neuen Ausschreibung alle Karten neu gemischt werden.

    Coco Bandicoot:
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  • Es ist dein gutes Recht, dich auf eine Vollzeitstelle zu bewerben und auc VGs zu führen.
    Und hast du nicht 6 Monate Probezeit, in der du ohne Angabe von Gründen kündigen kannst?
    Wenn dein Arbeitgeber dir nur eine Teilzeitstelle anbieten kann, muss er jeder Zeit damit rechnen, dass du woanders iwann eine Vollzeitstelle bekommst.
    Ich rate dir: Mach es. Am Ende bereust du es noch und das wäre nicht schön.