Abwertung des Famis?

  • Liebe Mitfamis,

    in einem Verteiler habe ich eine interessante Frage gelesen und wollte das auch mal zum diskutieren hier in den Raum stellen:


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,



    seitens der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder werden wir immer wieder nach Seiteneinsteigemöglichkeiten in den Bibliotheksbereich gefragt. Nun sind uns zwar die Möglichkeiten des TvÖD hierzu bekannt, es mangelt aber an Erhebungen, für welche Aufgabengebiete Personen ohne bibliotheksaffine Ausbildung oder ein entsprechendes Studium eingesetzt werden, an Zahlenwerten hierzu - kurzum eigentlich liegen nur vereinzelte Informationsstückchen vor.



    Als ein erster Aufschlag wären wir daher daran interessiert,

    a) zu wissen, für welche Tätigkeiten Sie Personen mit anderer Vorbildung/Ausbildung einsetzen würden bzw. einsetzen;

    b) ob Sie der Meinung sind, dass für einzelne Tätigkeitsfelder in Bibliotheken ohnehin Personen mit anderer Vorbildung/Ausbildung geeigneter wäre als FaMIs oder Bachelorabsolventen aus Bibliotheksstudiengängen und

    c) ob Sie in dem Einsatz dieser Seiteneinsteiger eine Abwertung oder Gefährdung bibliotheksbezogener Studiengänge und der FaMI-Ausbildung sehen?



    Es wäre sehr hilfreich, wenn Sie sich die Zeit zum Antworten nehmen würden.

    Ich bedanke mich schon einmal herzlich im Voraus und selbständlich würden alle Antworten bei einer eventuellen Zusammenfassung nur anonymisiert bearbeitet.

    Coco Bandicoot:
    [Crash attacks her] I'm telling mom! If we had one.
    Coco: Ouch! All right! I'll get revenge when you're sleeping!

  • Also ich kann nicht aus Fami-Sicht direkt sagen, aber von Bekannten weiß ich der noch studiert, dass bibliotheksbezogener Studiengänge z.B Bibliothekswissenschaften oder Bibliothekswesen aussterbend sind. Grund dafür ist die Digitalisierung und der Mangel richtige Inhalte den Studierenden zu vermitteln. Ohne richtigen Spezialisierungen kann man in den Beruf nicht starten.

    Es wird leider nicht richtig vorbereitet, was dazu führt das wenig Stellen angeboten werden. Meistens werden fachfremde Ausbildungen und Studiengänge genommen welche nichts mit Bibliotheken zu tun haben. Studiengänge wie Informationswirtschaft oder Data Science werden die Bereiche der Bibliotheken übernehmen und die und und die Arbeitsplätze wegnehmen, da die erforderliche IT-Kentnisse mitbringen. Das ist leider eine Abwertung und Gefährdung.


    Bei einer Fami Ausbildung ist das Problem, dass es wenig Wissensgebiete gibt und die 5.Fachrichtungen nichts bringen.

    z.B bei Bildagentur oder Medeizinische Dokumentation werden wenige Stellen bis keine Stellen ausgeschrieben.
    Hier geht es nicht um eine Abwertung sondern um die Inhalte. Man bekommt alles vermittelt und soll aus 5. Fachrichtungen wählen.

    Man hätte vor 5. bis 7. Jahren Jahren alle Fachrichtungen streichen müssen und als 2. Fachrichtungen angeben sollen und zwar Wissenschaftlicher und Öffentliche Bibliothek und Data Science. Das hätte die Ausbildung enorm verbessert und man könnte überall sich bewerben. Es müssen mehr grundlegenden Inhalte vermittelt werden z.B IT-Kenntnisse oder Datenbanken wie SQL / No/SQL als auch Rechtsfächer ; Social Media usw.



    Hier ist ein Auszug aus Wikipedia.

    Zusammensetzung nach Fachrichtungen

    Die fünf Fachrichtungen sind in unterschiedlichem Maße an der Gesamtzahl der Auszubildenden beteiligt. Nach wie vor entsteht durch den Umstand, dass etwa 75 % der Auszubildenden aus den Bibliotheken kommen, eine gewisse "Bibliothekslastigkeit" der Ausbildung an den Berufsschulen. An zweiter Stelle folgt mit etwa 10 % die Fachrichtung Archiv, etwa 8 % stellt die Fachrichtung Information & Dokumentation, nur etwa 5 % kommen aus dem Bereich der Medizinischen Dokumentation und nur eine verschwindend geringe Zahl von Auszubildenden stammt aus dem Bereich