Beiträge von Frau_Lesesaal


    Hallo BArchEnno,

    Buchscanner haben ja durchaus ihre Daseinsberechtigung.
    Und nein, die Scans werden nur auf USB- Stick der Benutzer gespeichert.
    Nie auf betrieblicher Hardware. Das würde auch platzmäßig nicht funktionieren.
    Geschweige denn könnte man für jeden Benutzer einen PC- Arbeitsplatz zur Verfügung stellen,
    um Digitalisate anzusehen. Wobei auch nicht jeder mit der Technik arbeiten will/ kann.

    Kostenlos ist das Scannen nicht (im Gegensatz zu vielen Bibliotheken). Diese haben auch eher mit gedruckten Werken zu tun, die (oft) ersetzbar sind- im Gegensatz zu Akten. Wobei manche Bibliotheksnutzer auch nicht zimperlich mit Büchern umgehen. Auch werden Bibliotheken stellenweise ganz anders subventioniert.


    Bei uns herrscht Fotografierverbot, wie in den meisten deutschen Archiven.
    Das hat u.a. auch rechtliche Gründe. Es wäre organisatorisch sowieso erheblich schlimmer,
    wenn jeder frei knipsen könnte, wie er wollte.
    Aufgestellt ist der Scanner optimal. Aber neben meinem Schreibtisch wäre etwas utopisch.
    Wer kann unter dieser Art von Geräuschkulisse und Lichtbelästigung nebendran arbeiten.
    Auch würde man nichts mehr vom restlichen Raum mitbekommen.
    Klar, Benutzungsordnung deckt alles ab. Auch wer auch ohne zu scannen- nicht mit Akten umgehen kann,
    wird diese unter Umständen nicht mehr einsehen dürfen.


    Ihr habt keinen Scanner im Betrieb? Oder wie wird es bei euch so gehandhabt?






    Eingeschränkt wird das Angebot nicht. Wenn der Umgang damit absolut nicht funktioniert,
    muss es eben über einen Auftrag laufen und ein Mitarbeiter erledigt es dann (teurer, da aufwändiger).
    Wenn jmd. Akten nicht ordnungsgemäß behandelt,
    werden diese sowieso entzogen und der Person nicht mehr ausgehändigt... !!!

    Knapp zwei Jahre nach Anschaffung des Buchscanners folgt das Resümee:


    Das Selbstscannen wird (zu) gut angenommen. Als Aufsicht muss man immer doppelt auf der Hut sein.
    Sonst werden Akten geknickt, gebogen, gezogen, auseinander genommen.
    Jeder Benutzer bekommt zwar erst eine Einführung, bevor er selbst tätig werden darf.
    Und dennoch wird oft nicht das gemacht, was vorab besprochen wurde. Also eigentlich wie sonst auch üblich :schreien:


    Bei einigen Archivalien, wie z.B. Karten, die grundsätzlich nicht von Benutzern selber gescannt werden dürfen,
    versuchen es manche dennoch mit allen Tricks, diese Verbote zu umgehen.
    Der Arbeitsaufwand für das Personal ist in dieser Hinsicht gestiegen.
    Für Benutzer ist es praktisch, weil sie ganze Akten durchscannen könnten.
    Das bedeutet auf lange Sicht gesehen, dass nicht mehr so viel Zeit wie früher im Lesesaal verbracht werden „muss“. Denn man kann das gescannte bequem zu Hause transkribieren. Es sind (aus meiner Sicht) mehr Benutzer geworden,
    die statistisch gesehen, weniger Zeit als früher im Benutzersaal verbringen.
    Dafür aber auch öfter herkommen, um sich (Lese-) Nachschub auf USB-Stick zu holen.

    Hallo espen,


    interessant ist der Beruf auf jeden Fall... meistens muss man sogar für andere mitdenken :daumen2:


    klar, FaMI ist eher in spezielleren Bereichen zu finden. Wobei man mit der Ausbildung auch in sämtlichen Verwaltungsbereichen eingesetzt werden kann. Z.B. als Sachbearbeiter. Es spielt sich auch vieles im verwaltungstechnischen Bereich ab- jedoch kommt es dabei darauf an,
    wie „nah“ man am Benutzer eingesetzt wird. Ob im Lesesaal, an der Info oder ob man reine Verzeichnungsarbeit macht. Meiner Erfahrung nach machen FaMIs eher eine flachere Erschließung (im Vergleich zu Menschen mit Studium) dafür agieren wir fächerübergreifender. Ich z.B. sitze im Lesesaal und bin Mädchen für alles. Wobei ich mir sehr viele Kenntnisse in sämtlichen Bereichen aneignen konnte. Und ich habe auch eigene Entscheidungskraft (natürlich wie überall bis zu einem gewissen Punkt).
    Meine persönliche Meinung: Es ist meistens besser, einen Betrieb im Rücken zu haben.
    Rein schulisch mit eventuellen Praktika hat oft den Nachteil, zu wenig Praxis mit zu bekommen.


    Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Entscheidung und eventueller Umschulung!


    Gruß aus dem Lesesaal

    Mir geht es nicht so sehr um den technischen Aspekt. Es ist eigentlich egal, was für ein Scanner das ist. Er steht dann halt im Lesesaal... Eher, wie bei anderen allgemein sowas aufgenommen wurde und wie so die Erfahrungen im Zusammenspiel Benutzer- Scanner- Mitarbeiter waren/ sind... und wie man den Problemen entgegengewirkt hat...

    Ja, das wird schwierig...
    ich glaube, das mit dem unsachgemäßen Umgang wird da schon mit aufgenommen aber hilft der Akte im Nachhinein auch nicht :(
    Es soll zwar einen Aushang geben- nur das hat in der Vergangenheit auch nicht alle vor dem falschen Umgang abgehalten
    ( bei den Mikrofichegeräten z.B.) Gedachte Logik ist ja oft, erst draufhauen und dann fragen...


    Die genau Produktbezeichnung bekomme ich nicht zusammen aber es wird wohl einer ohne Glasplatte sein.
    Der Scanner selbst hat ein Zählwerk, der wie beim Leergutautomaten einen Bon ausdruckt.
    Also ich hoffe doch, dass die Lesesaalaufsicht zur Vorkontrolle der Akten mit eingebunden wird. Wobei es sich mitunter auch als schwierig gestaltet, jedem Benutzer komplett alles immer wieder zu erklären ...kommt dann drauf an, wie gut besucht der Lesesaal in dem Moment wäre.
    Wegen den Signaturen müsste man dann eben den Aktendeckel mit abscannen oder sich gewissenhaft die Signatur aufschreiben... in manchen Fällen nicht ganz einfach ;) Kostenfrei wird dieser Service nicht- aber zumindest viel günstiger als eine in Auftrag gegebene Digitalaufnahme.

    Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass es schon möglich wäre.
    Ich habe in einer WB gelernt und bin dann aus Eigeninteresse ins Archiv übergelaufen.
    In meiner Ausbildung hatte ich die Möglichkeit, in jeder Fachrichtung teilw. mehrere Praktika zu machen.
    Die mir auch die Unterschiede und Parallelen der verschiedenen FR näher gebracht haben.


    Klar sind einige Bereiche wie z.B. Med.Dok. tatsächlich mit viel speziellen- nicht mit anderen Bereichen zu vergleichenden Aufgaben behaftet.
    Aber ich denke, das ist immer auch ein Zusammenspiel von eigenen Interessen, Möglichkeit der Einarbeitung und Aufgabengebiet der Stelle ist.


    Klar, viele Einrichtungen wollen keine "fachfremden" FaMIs haben aber manchmal muss man sich eben nur gut verkaufen können.
    Oder privat noch in bestimmten Bereichen weiterbilden. Bei mir war es z.B. ein Paläographiekurs :)

    Liebe Leute,


    wer von euch hat denn schon Erfahrungen mit Buchscannern im Archiv gemacht?
    Wir bekommen demnächst einen für den Lesesaal, an dem die Benutzer selber Akten scannen können.


    Ich stehe dem etwas kritisch gegenüber, da ich mitbekomme wie die Akten teilweise an sich schon nicht sachgerecht behandelt werden...


    Was sind denn eure Erfahrungen damit im laufenden Lesesaalbetrieb?
    Gibt es Tipps und Anregungen?


    Liebe Grüße

    Im Privaten Umfeld habe ich das ausführliche Beschreiben nach ein paar Mal aufgegeben.
    Mittlerweile bin ich bei: „Ich bin das Bindeglied zwischen alten und neuen Medien“ angelangt.
    Kann sich jeder darunter vorstellen, was er möchte... :D


    Und wirklich interessierte haken da nochmals nach!

    Hallo. Was weniger angenehmes.
    Ein Nutzer hat bei mir Bücher an der Theke zurückgegeben.
    Hatte es aber zu „eilig“ seine Markierzettel zu entfernen. Naja. Und beim rausfizzeln von diversen Klebestreifen merke ich dann noch, dass er auch KLOPAPIER als Lesezeichen benutzt hat :eek: . Muss ich denn wissen, WO er diese Bücher liest? Wenigstens war es kein gebrauchtes (…)