Beiträge von Ravenclaw

    Wir bräuchten aber die Menge.

    was bringt es, soviel auszubilden wenn man die nicht beschäftigen kann und ohne berufserfahrung auf den arbeitsmarkt loslässt?

    Guck dir nur mal an, wie viele sich auf eine unbefristete Stelle bewerben.. das sich auf eine Schwangerschaftsvertretung nicht gerade viele bewerben ist klar. Hab ich auch nur wegen Berufserfahrung.

    Sollen erstmal die arbeitslosen Famis und Assistenten unterbringen und wenn dann noch offen ist, überbedarflich ausbilden. Habe aber auch schon mitgekriegt, dass kein Azubi genommen wurde, wenn sich keiner geeignet hat.


    Wir waren 8 Lehrlinge und von den 8 sind nur noch 3 Fami.

    eine unbefristet in einer ÖB, der andere befristet in einer ÖB, die dritte unbefristet in einer WB, 3 studieren, einer schmiss kurz vor der Nachprüfung hin und nummer 8 macht eine neue Ausbildung.

    ich betreue ja die mangaabteilung im KJ-Bereich.

    und wir haben erwachsene und kindermangas getrennt stehen. da die immer so durcheinander sind, tue ich die morgens immer sortieren, so dass die Reihen beieinander stehen und auch ein bisschen thematisch ordnen. z.B. die Zelda und Pokemonmangas habe ich immer zusammen stehen, da die beiden von Nintendogames sind während ich immer One Piece und Naruto zusammen in einem Ständer stehen habe, da ja beides Shonen sind und so sortiere ich die morgens immer.

    Manchmal wenn ich Kapazität habe auch Nachmittags.

    Also ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen... Ich hab inzwischen in vier verschiedenen Bibliotheken gearbeitet und überall hat es am Personal gemangelt. Ich weiß echt nicht wie man so eine Sonntagsöffnung durchboxen wollte.

    dann sagen die politiker "muss auch so gehen.."

    als das land hessen in meinen jahrgang die ausbildungszahlen erhöhte, hat unser ausbilder zum amt gesagt, wir brauchen mehr personal bei der masse an auszubildenden und da kam der plumpe satz, es müsse auch so gehen

    Dem stimme ich ebenfalls zu.

    Vor allem da ja bis jetzt doch schon sehr viele Gemeinden, Städte oder auch Unis/Hochschulen mit "Familienfreundlichkeit und Flexibilität für Arbeitnehmer" werben (also zumindest hier in Bayern, aber in NRW bestimmt auch :D). Und das wird halt dann nicht mehr so einfach umzusetzen sein, wenn "wir" auch noch gezwungen werden am Sonntag zu arbeiten, selbst wenn es nur für eine verkürzte Öffnungszeit wäre.


    Sehr schwieriges Thema. Hoffe dass uns das in Bayern nicht allzu schnell ereilt.

    mein Problem wäre dann ja auch, da ich mich kirchlisch engagiere, dass ich dann auch nicht mehr in die Kirche gehen kann, obwohl ich ein tiefst gläubiger mensch bin.

    ich stimme allem zu.

    Wiegesagt, ist ja an sich ein ganz schöner Gedanke (zwecks "Dritter Ort", etc.) und wird wahrscheinlich auch bei den Lesern überwiegend gut angenommen und "benutzt" werden, aaaaber ... wie das dann alles personell und generell organisatorisch gestemmt werden soll kann ich mir im Moment noch nicht vorstellen.


    Unsere UB hat zwar auch am Sonntag geöffnet, allerdings ohne Stammpersonal und nur mit Hilfskräften.

    kenns auch von meiner AusbildungsUB, dass Sonntags mit Hiwis gestemmt wurde..

    bestimmt würde der Landtag dafür dann auch mehr Gelder locker machen. oder da Bibliotheken meist 1 Tag zu haben, dass den Tag dann die Mitarbeiter zu Hause bleiben können für den Sonntag

    Studierende oder bibliothekarisch Vorgebildete gesucht


    Das Medienforum der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sucht unterstützend eine studierende oder bibliothekarisch vorgebildete Person auf Honorarbasis oder als studentische Hilfskraft. Hauptsächlich wird die Rücksortierung und Regalordnung der Bibliotheksmedien Bestandteil der Beschäftigung sein. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Leiter des Bildungs- und Medienzentrums Herrn Thymian per E-Mail:holger.thymian@senbjf.berlin.de

    machen rücksortieren und regalordnung nicht famis?

    Natürlich werden die Stellen kommen, Ravenclaw ; und natürlich sind die befristeten oft Sprungbrett in die Unbefristung, Mela89 .


    Allerdings muss man die Zeit bis zur Niederkunft erst einmal überbrücken und "nur" weil Leute sich in den Ruhestand verabschieden, werden ja nicht 1:1 neue Verträge geschlossen.

    Das Sprungbrett derweil hatte ich auch mal genommen, allerdings just deshalb, weil ich durch einen Zufall wusste, dass das Fristdingen nur die Fußmatte auf dem Weg hinein war; und auch wenn's in meinem Fall nicht Teil meines Problems war: Wer zieht für eine befristete Stelle durch die Republik?

    das problem hatte ich. hatte nur 2-3 wochen um umzuziehen und da hieß es, in hochschulstädten mit studenten um eine wohnung streiten.. und vermieter haben einen mit einer befristeten stelle nicht genommen.. weils denen zu unsicher war.

    Kulturausschuss veröffentlicht Stellungnahme zur Sonntagsöffnung


    Der Ausschuss für Kultur und Medien des Landtags NRW hat seine Beschlussempfehlung zum Entwurf des Bibliotheksstärkungsgesetzes veröffentlicht. Der Gesetzentwurf wird einstimmig befürwortet und könnte bereits Mitte Oktober verabschiedet werden.

    Wörtlich heißt es in der Begründung unter anderem:

    Öffentliche Bibliotheken seien Bildungseinrichtungen, die Medien- und Informationskompetenz gerade an Kinder und Jugendliche vermittelten.
    Ihre Funktion als Zentren für Kultur und Bildung rechtfertige zudem die Bezeichnung öffentlicher Bibliotheken als „Dritte Orte“.
    Der Gesetzentwurf problematisiert, dass öffentliche Bibliotheken als Orte der Kultur, anders als Museen, Theater oder kommerzielle Freizeiteinrichtungen, an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben müssen. Sie könnten dadurch ihre Funktion als gesellschaftliche Begegnungsorte, die auch der nichtkonsumtiven Freizeitgestaltung dienen, nur unzureichend erfüllen.
    Aus diesen Gründen sollten durch eine Änderung des Kulturfördergesetzes im öffentlichen Interesse liegende Aufgaben gesetzlich anerkannt und künftig in das Förderhandeln des Landes einbezogen werden. Der Gesetzentwurf schaffe zudem die rechtlichen Voraussetzungen, um über eine Änderung der Bedarfsgewerbeverordnung die Öffnung öffentlicher Bibliotheken an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen. Es handele sich um ein in sich geschlossenes und aufeinander bezogenes Regelungsvorhaben.

    Quelle: Landtag Nordrhein-Westfalen, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/7513, Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Kultur und Medien zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der CDU und der Fraktion der FDP Drucksache 17/5637 (27.09.19), online verfügbar unter https://www.landtag.nrw.de/Dok…v/Dokument/MMD17-7513.pdf

    Ausschussware habe ich auch schon oft genug kennen lernen dürfen - was tatsächlich schon in der eigenen Berufsschulklasse begann (als wäre das UBA Auffangbecken für Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf).


    Den Ausbildungsberuf zu pushen... puh: Und wo sind die unbefristeten Vollzeitstellen für die Zeit nach HiWi-tum mit Anlernskill (vulgo: Ausbildung)?

    Okay, ist vielleicht auch mehr Frage der Fachrichtung, aber eben talking about Archiv ist die Welt nur halb hübsch und da würde ich nur ungern Ausbildungsplatzsuchende hineinverführen bzw. lieber in Richtung "Verwaltungsfachangeszellter" lotsen.

    die unbefristeten stellen kommen noch, wenn die leute in rente gehen.. derzeit findet im bibliothekswesen ein ziemlicher generationswechsel statt. da hat man durchaus chancen

    das macht mir auch sorgen.. habe aber auch oft genug mitgekriegt, dass stellen mit der begründung eingespart werden, dass es keine geeigneten nachrücker gäbe.

    Meine Archiv Praktikum Chefin hat erzählt in Brandenburg ist Mal ein bigamist aufgeflogen wegen einem Archiv Mitarbeiter der sich gewundert hatte warum derselbe Mann in zwei Urkunden stand aber nicht geschieden war und Ehe nicht annulliert und Frauen am Leben .


    Von daher man braucht Archiv unbedingt

    unbedingt. Egal welche Geschichtsdoku ich gucke, häufig sieht man da die Leute mit Archivalien.

    ist immer ganz interessant. Auch wenn dann Schriftpsychologen so alte Briefe analysieren und anhand der Handschrift dann sagen, was die historischen Personen zu den Zeitpunkt für ein Selbstbewusstsein oder Angst hatten, hoch interessant. Bin daher allein für die Geschichtsforschung auf jeden Fall für Archive.

    Danke :)

    Ja eben! Gerade Stellen wie das Standesamt oder die anderen Bereiche die immer wieder unsere Hilfe brauchen.

    Ich denke mal bei den meisten Leuten fehlt das Wissen. Es glauben immer noch die meisten, dass wir in einem feuchten Keller mit flackerndem Neonlicht sitzen und Däumchen drehen. *seufz*

    Mit dem Klischee wurde gleich im Archivpraktikum aufgeräumt. Die Archivmagazine waren sehr gut klimatisiert und auch der Lesesaal war hell mit vielen Fenstern, einem neuen Tisch, bequemen Stühlen.. die Ahnenforscher und Historiker sahen nicht so aus als wäre denen die Umgebung unangenehm.

    Alles schön und gut, wenn man eine Ausbildung bekommt und absolviert. Was ist aber danach? Wird man übernommen? Das ist glaube selten. Und andere Fami-Stellen sind oft nur 20 Wochenstunden. Ich glaube da sollte mal angesetzt werden. Das Azubis übernommen werden und auch andere Stellen, Vollzeitstellen sind. Dann ist der Beruf auch attraktiv für eine Ausbildung.

    stimme ich zu.

    Von 8 Azubis wurden nur 2 auf Elternzeitvertretungen übernommen und soviel ich weiss ist nur eine unbefristet in einer anderen Bibliothek und die anderen studieren entweder was anderes oder machen eine weitere Ausbildung.

    Ich selbst war über 1,5 Jahre arbeitslos mit über 300 Vorstellungsgesprächen deutschlandweit, nur um anzuhören "schön dass sie ausgebildet sind, aber andere haben mehr Berufserfahrung."

    Wie sollte man da welche sammeln, wenn einem keiner eine Chance gibt? Zum Glück war ein Bibliotheksdirektor so sozial und hat aus mehreren Teilzeitstellen eine sachgrundlose Vollzeitstelle gebastelt, damit ich wenigstens ein bisschen bekomme.. hätte er es nicht gemacht säße ich immer noch beim Jobcenter.
    Bin ehrlich, hatte damals in den 1,5 Jahren bereut die Ausbildung gemacht zu haben.

    Derzeit bin ich das dritte Jahr hier auf 2 Elternstellen und nicht grade zufrieden mit der Situation, immer in der Luft zu hängen.