Beiträge von kaasfan

    Ich war zwar nicht im Englisch-sprachigen Ausland sondern in den Niederlanden, aber ich würde diese Chance an deiner Stelle unbedingt wahrnehmen. Bei mir war das zweimonatige Praktikum über die Berufsschule organisiert. Wir bekamen ein Leonardo-da-Vinci-Stipendium. Das war echt eine tolle Sache.
    Als Vorbereitung hatte ich für 2 Wochen einen Intensivsprachkurs an der TU belegt, wo ich jeden Abend von Montag bis Freitag für ca. 3 Stunden in einer Kleingruppe unterrichtet wurde. Diese minimalen Kenntnisse reichten für den Anfang. Die Sprache lernte ich dann dort schnell, da ich auch in einer Gastfamilie untergebracht war.


    Man weiß nicht, wann man später noch einmal eine solche Gelegenheit bekommt, wenn man fest im Beruf ist. Also: Augen zu und durch! Das wird schon gut funktionieren. Hat die Praktikumsbibliothek schon öfters Praktikanten aus Deutschland angenommen? Vielleicht kannst du auch offensiv mit deinen Befürchtungen umgehen und ihnen schreiben, dass dein Englisch nicht optimal ist, aber du dir Mühe geben wirst und gerne deine Sprachkenntnisse verbessern möchtest.

    Ich muss sagen, wenn ich an die Datenmigration denke, bekomme ich schlechte Laune. Ich habe schonmal eine Datenmigration von einen Verbund in den anderen mit angesehen und da ist schon viel Schrott (Dubletten bzw. sogar Tripletten, nicht-RAK-konforme Titelaufnahmen aus dem Verbund, in den migriert wurde) bei herausgekommen. Ich möchte gar nicht wissen, wie das dann bei RDA wird. Es wird ja dann auch das MARC-Format verwendet.
    Wir haben schon einige Infos zur Umstellung bekommen, aber nichts konkretes. Um die Konsequenzen kümmern sich die Systembibliothekare und die Kolleginnen, die in den Standardisierungsausschüssen mitwirken.

    Ich habe mich aufgrund eines Moduls in der Fernweiterbildung mit einigen Studiengängen beschäftigt. Es gibt wirklich viele, interessante informationswissenschaftliche Studiengänge.


    Neulich las ich im Bibliotheksdienst, dass es in Köln einen neuen Bachelorstudiengang mit dem Titel "Angewandte Informationswissenschaften" gibt.


    Diese Seite bietet einen guten Überblick über Medienstudiengänge.
    http://www.medienstudienfuehrer.de/studiengang.html

    Bei uns waren es 3 Praktika.


    2. Lehrjahr in anderer Fachrichtung
    3. Lehrjahr 2 Monate in Öffentlicher Bibliothek + ggf. Möglichkeit einige Wochen je nach Wunsch beim Buchhandel oder in Fakultätsbibliothek o.ä. zu absolvieren oder 2 Monate ins europäische Ausland zu gehen (Leonardo da Vinci-Programm), sofern genügend Stipendien vorhanden waren

    s. Stellenanzeiger der FU:



    "Universitätsbibliothek
    Philologische Bibliothek


    Bibliotheksbeschäftigte / Bibliotheksbeschäftigter
    E 5 TV-L FU


    Aufgabengebiet:


    Mitarbeit an der Leihstelle der Philologischen Bibliothek
    Ausleihverbuchung mit ALEPH
    Mahnwesen
    Nutzerinformation
    Bestandsrevisionen
    tägliches Einstellen von Büchern nach verschiedenen Aufstellungssystematiken
    Betreuung des geschlossenen Magazins
    technische Medienbearbeitung
    Planung von Bestandsumsetzungen und Betreuung des online Leitsystems v:scout
    Mitarbeit bei Schulungen, Projekten und Veranstaltungen
    Einsatz nach Dienstplan auch außerhalb der Kernarbeitszeit


    Einstellungsvoraussetzungen:


    erfolgreiche Ausbildung zur/m Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Bibliothek) oder vergleichbare Qualifikation


    Erwünscht:


    praktische Erfahrung in der Leihstellentätigkeit in einer wissenschaftlichen Bibliothek
    Grundkenntnisse des Regelwerks RAK-WB
    praktische Erfahrung mit der Bibliothekssoftware ALEPH
    gute Englischkenntnisse, gerne auch weitere Fremdsprachenkenntnisse
    praktische Erfahrung mit MS Word und Excel
    Bereitschaft zur Mitarbeit in Schulungen
    Fähigkeit zur kooperativen Arbeit im Team
    Serviceorientierung
    Aufgeschlossenheit und Geschick im Umgang mit Bibliotheksnutzern
    freundliches und verbindliches Auftreten
    Motivation zur beruflichen Weiterbildung
    Flexibilität und Leistungsbereitschaft
    Freude an einer Dienstleistungstätigkeit in einem zunehmend internationalen wissenschaftlichen Umfeld


    Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen bis zum 17.03.2014 unter Angabe der Kennung PB 14/1 zu richten an die


    Freie Universität Berlin
    Universitätsbibliothek
    Herrn Jiri Kende
    Garystr. 39
    14195 Berlin (Dahlem)"

    Bist du auf eine bestimmte Region beschränkt? Ich hatte selbst in Anschluss an meine Ausbildung nur eine befristete Stelle, wobei wir mit unseren 2 Jahren an der Uni schon zu den Glücklichen in meinem FaMI-Jahrgang gehörten. Ich würde jetzt aufgrund von Berichten und Erfahrungen mal die These aufstellen, dass du mehr Sicherheit auf Übernahme hast, wenn du in eine wissenschaftliche Bibliothek gehst. Die Stadtbibliotheken sind oft an die jeweiligen Kommunen gekoppelt und die stehen teils in bestimmten Regionen schlecht bis miserabel da. Das kommt natürlich auch auf das Bundesland an.

    Danke für die Info. Bei mir ist das Heft noch gar nicht eingegangen.
    Das Thema mit der Berufsausbildung finde ich wichtig. Ich versuche auch immer das fami-portal bekannter zu machen. Bei den Berlinern ist das nicht so richtig angekommen, aber ich arbeite daran. Leider reicht der jüngeren Generation (mit Ende 20 fühlt man sich schon etwas alt, wenn man mit den jungen Hüpfern zu tun hat, die gerade erst in der Ausbildung sind) oft die Kommunikation über Facebook. Ich finde aber, dass dieses Portal sehr viele Vorteile hat.
    Ich bin sehr gespannt auf Deinen Artikel. :)

    Bei der Stellenbeschreibung kann man nach Unterschreiben des Arbeitsvertrages durchaus noch böse Überraschungen erleben, wenn man z.B. als FAMI eingestellt wird und die Stellenbeschreibung plötzlich nur Tätigkeiten für den einfachen Dienst ausweist (mit der entsprechenden Entgeltgruppe).


    Ist ja interessant. Naja ich kenne Fälle, wo die Stellenbeschreibung vorher vorlag, nicht aber direkt beim Unterzeichnen des Arbeitsvertrags. Wiederum hörte ich von anderen, die zum selben AG einen Vertrag haben, dass in ihren Arbeitsverträgen konkrete Tätigkeiten stehen.


    Ansonsten gibt es massenweise FaMI-Kollegen, die nicht wissen was in ihrer Stellenbeschreibung steht bzw. noch nicht mal wissen, was eine Stellenbeschreibung überhaupt ist. Leider wurde das bei uns im Unterricht so konkret nicht vermittelt. Mein Wissen basiert auch nur auf Erfahrung und Infos, die man teils über drei Ecken bekommt.

    bin aber bei meinem AG auf große Unterstützung gestoßen und wir haben mit der Schule einen Weg gefunden, meine "Fehlzeiten" (die ich natürlich nacharbeite)


    Für mich klingt das etwas widersprüchlich. Wenn dein AG dich wirklich unterstützen würde, würde er dich für dieses Studium freistellen. Das ist meine Meinung, aber ich habe schon in meinem Kurs gemerkt, dass das viele AG anders handhaben und schätzungsweise die Hälfte unserer Teilnehmer nicht von ihrem AG freigestellt werden, und auf Bildungsurlaub angewiesen sind, welcher auch nicht immer leicht zu bekommen ist (bürokratische Hürden einzelner Bundesländer beim Antragsverfahren). Wenn der AG wegen Hannover und den Abwesenheitszeiten nicht begeistert ist, kann ich das nachvollziehen, aber bei 8 Präsenztagen in Potsdam, finde ich das wirklich lachhaft. Wir sitzen doch nicht dort und drehen Däumchen. Schon allein durch die Gespräche mit den Teilnehmern, bekommen wir viele neue Impulse für unsere Arbeit.

    Es kann ja sein, dass die Stellenbeschreibung gar nicht Teil des Arbeitsvertrages ist und im Arbeitsvertrag nur irgendeine allgemeine Formulierung "Bibliotheksangestellte an X/Y-Uni" o.ä. steht. Fragt sich nur, was dann gilt.


    Julitschka:
    Unser Berufsschulunterricht war nicht so toll hinsichtlich Recht und Wirtschaft. Die Lehrerin war oft krank und wir haben m.E. gar nicht alles durchgenommen. Das ist ja auch in jedem Bundesland verschieden mit der Berufsschule. Es gibt eben keine einheitlich FaMI-Ausbildung. Es wird nur oft so getan, als ob alles gleich wäre, aber wenn man sich genauer umhört, erkennt man gravierende Unterschiede (in Sachsen ist z.B. Latein Pflichtfach in der Berufsschule)

    Ich würde erstmal versuchen etwas zu pokern und mich nicht auf 1 runterstufen lassen! Ich habe mal gehört, dass man eine Stufe zurückgestuft wird und dann aber ggf. eine Zulange bekommen kann, s.http://oeffentlicher-dienst.in…st/hoehergruppierung.html


    Wenn ich das mit dem Überspringen von Entgeltgruppen richtig verstanden habe, würdest du in E9/2 landen, oder?
    So richtig geht das ja mit dem Überspringen nicht ganz, denn eine E7 gibt es im Bibliothekswesen nicht. Es wäre tatsächlich interessant zu erfahren, wie das dann läuft.

    Hallo Eloienne: Ich wünsche dir viel Erfolg und Ausdauer für die Endphase.
    Nur mal kurz noch zu Hannover. Ich war mit Leuten aus meinem Kurs Abends essen. Wir haben auch darüber geredet und 1 Teilnehmerin kennt jemanden, der das in Hannover macht. Das soll zeitlich noch anspruchsvoller sein (ca. 20h). Letzendlich müssen die doch dieselben Creditpoints wie im Direktstudium sammeln, oder?
    Das stelle ich mir schwerer vor. By the way, ich habe erst angefangen, gehe aber bald auf 32h und 4 Tage-Woche herunter, um einen freien Lerntag zu haben. Das liegt aber nicht nur an der Weiterbildung, sondern überwiegend auch daran, dass es auf Arbeit z.Z. oft stressig ist und ich nach der Arbeit weniger leistungsfähig bin, als früher.

    Naja, dass Gefühl, dass man irgendwas verpasst, wenn man mal etwas länger in den Urlaub gehen möchte, kann ich bestätigen. Ich habe von 2 Leuten aus Kursen vor mir auch gehört, dass sie nicht länger als 8 Tage weg waren. Ich denke, es ist auch alles eine Frage, wie man sich organisiert, aber man hat natürlich trotzdem wenig Einfluss wie die Dozenten ein Modul aufbauen. Es soll ja auch solche geben, die den ganzen Stoff einmal freischalten, sodass man sich die Zeit frei einteilen kann.


    Schreibt man denn in Hannover auch Prüfungen und muss dann während des Semesters zusätzlich anwesend sein? Ich kann mir das immer noch nicht vorstellen, wie das praktisch umgesetzt wird. Ich denke beide Angebote haben ihre Vor- und Nachteile und jeder muss für sich das passende finden.


    @ eloienne: In welchem Kurs bist du denn? Ich bin im 7er, also Neuling.

    Achso? Das wusste ich ja gar nicht! Dann werde ich mich da auch mal umsehen :-) Danke!


    Ja, du könntest z.B. auch an der FH Hannover studieren. Die bieten eine Art Teilzeitbachelor für 3,5 Jahre an. Da gibt es m.E. auch Creditpoints und diese ganze Bologna-Kiste (bin etwas geteilter Meinung dazu). Ich hatte mir das mal angeschaut, bevor ich mich für die FH-Potsdam entschieden habe. Die haben in Hannover mehr Präsenzen (alle 3 Wochen oder so von Do-Sa). Eigentlich klingt das gut, aber für mich wäre das nicht praktikabel gewesen, so oft dort anzureisen, zumal ich in einer kleinen Bibliothek arbeite und nicht so oft entbehrlich bin. Wenn ich mir dann noch anschaue, wie das mit der DB im Winter funktioniert....Deshalb gab es bei mir ein klares Nein für Hannover. Allerdings hätte ich mich womöglich anders entschieden, wenn ich in Niedersachsen arbeiten würde. Mehr weiß ich auch nicht.

    @ Julitschka: Das freut mich, dass du dich mit Tätigkeitsbeschreibungen auskennst. Ich kenne so viele FaMIs, die überhaupt nicht wissen was das ist und teils noch nicht mal verstehen, auf welcher Entwicklungsstufe in der Eingruppierung sie sein müssten. Von Tätigkeitsmerkmalen im Zusammenhang mit Eingruppierung ganz zu schweigen....