Klassifikation (II)

  • Ein Ordnungssystem, das auf dem Prinzip der Klassenbildung beruht.
    Ein Ordnungssystem, das auf dem Prinzip der Klassenbildung beruht. In einer Klasse werden alle Begriffe zusammengefasst, zwischen denen bei der Auswertung der Dokumentation nicht unterschieden werden soll. Die Klassen werden durch die unterschiedlichen klassenbildenden Merkmale der in ihnen enthaltenen Elemente voneinander abgegrenzt.
    Die einfachsten Klassifikationen sind qualitative Merkmalsarten (siehe Skalenniveau) mit wenigen Ausprägungen (z.B. Behandlungserfolg: ja/nein; Geschlecht: männlich/weiblich/unbekannt). Umfangreichere Klassifikationen bestehen aus einer strukturierten Darstellung ihrer Klassen und der zwischen ihnen bestehenden Begriffsbeziehungen. Klassifikationen basieren oft auf hierarchischen Begriffssystemen.
    Die Klassen einer Klassifikation sollten das dokumentierte Gebiet vollständig abdecken (Vollständigkeit); inhaltliche Überschneidungen zwischen den Klassen sollten nicht bestehen (paarweise Disjunktivität).
    In einer Dokumentation werden die Klassen einer Klassifikation oft durch eine Notation bzw. einen Code repräsentiert, welche somit die Deskriptoren bzw. zugelassenen Benennungen einer Dokumentationssprache darstellen. Die wichtigste Regel bei der Verwendung dieser Sprache und gleichzeitig das Grundprinzip jeder Klassifikation: Weise jedem Sachverhalt bzw. Objekt genau einen Deskriptor zu.

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