Beiträge von GaRReTT2k

    So ich gebe mal Feedback zum 1. Hessischen FaMI Tag.


    Organisation


    Die Organisation war sehr gut. Die Bibliothek in Bad Homburg war von der Kapazität her für die Anzahl der Besucher ordentlich. Für Speis und Trank wurde ebenfalls gesorgt und die netten Helferlein haben stets ihr Bestes getan.


    Note: 1



    Vortrag "Katalogrecherche in Bibliotheken" Uwe Reh (HeBIS)


    An sich ein netter Vortrag über die Entwicklung der OPAC Vorgänger und ähnlicher Projekte. Doch wer nicht ganz in der Materie durchsteigt, bzw. für den der OPAC nur das Auskunftmittel bleibt, hatte schon Probleme beim Folgen der Erläuterungen. Die Shirtwechsel Aktion war eine nette Idee und den Spruch "F*ck Google, Ask me!" werde ich mir jetzt einprägen!
    Inhaltlich sind ein paar nette neue Plattformen für die Auskunftsrecherche genannt worden und auch sonst, macht Herr Reh einen angenehmen Eindruck, obwohl man ab und zu dachte, der Mann habe keinen blassen Schimmer vom Bibliothekswesen.


    Note: 2-




    Vortrag "Die Zukunft des FaMIs trotz Selbstverbuchung und Outsourcing" Karin Holste-Flinspach


    An sich ein sehr interessantes Thema. Allerdings sind einige Dinge doch schon sehr bekannt. V.a. die Gegenüberstellung des Berufsfeldes mit den anderen Fachrichtungen fand ich eher unnötig. Der erste Teil war das bloße Vorstellen des FaMI Berufs. Ist ja für Außenstehende ganz nett, aber wenn Leute vom Fach anwesend sind, wohl eher überflüssig. Anschließend ist man gut auf die Problematik der Tätigkeitsverschiebung von FaMIs eingegangen und beleuchtete die Vor- und Nachteile von Selbstverbuchern und Personalkräften.


    Ich möchte hier aber noch eine Anmerkung geben. Ich kannte Frau Holste-Flinspach nicht, v.a. weil ich meine Ausbildung in einem anderen Bundesland gemacht habe und bin ehrlich gesagt, mit ein paar hier genannten Vorurteilen dahin gegangen.
    Sie ist nett und kompetent und eine typische Frau vom Fach. Aber was sie, meiner Meinung nach, gar nicht kann - sind Vorträge/Präsentationen halten. Ihre monotone Sprachweise und ihr Abgelese von den Folien wirken ganz klar gegen moderne "Presentation Rules". Ich gebe fast jeden Tag Vorträge und weiß was wichtig ist. Wechselnde Sprache, Einbeziehung der Zuhörer, kein Ablesen der Folien, interaktive Gestaltung u.a.. Bei ihrem Vortrag war nichts von dem zu sehen, obwohl es fachlich nicht strittig war, aber vom "Überbringen" der Informationen her, fand ich es eher schlecht.


    Note: 3



    Anschließend gab es Führungen durch die Bibliothek. War okay.


    Dann gab es verschiedene Workshops. Ich wählte den Workshop "Medienkompetenz, Kritischer Umgang mit Medieninhalten und Recherchemöglichkeiten" Alia Pagin - Medienwissenschaftlerin.


    Also Frau Pagin war ja richtig nett und irgendwie auch schön anzusehen *g*. Das was sie uns im 2 stündigen Dialog mitgeteilt hat, war durchaus interessant. Ich habe v.a. noch einiges zum Thema "Manipulation der Medien" mitgenommen. Sie nannte sehr viele Beispiele (RTL, Casting Shows bla bla). Sie hat auch die Zuhörer stark mit einbezogen.


    Was ich aber nicht gut fand und das habe ich auch beim anschließenden Evaluationsbogen festgehalten, war die Tatsache, dass es kein wirklicher Workshop war. Sie betonte es selbst, dass sie das analoge Gespräch vorzieht (also keine Präsentation, kein Einbezug von Materialien/Medien, keine Erarbeitung der Zuhörer). Ich hatte mehr den Eindruck Frau Pagin war noch kurz vor Beginn des Workshops gerade so rechtzeitig angekommen...erzählte ihr Wissen herunter und musste dann ja schon halb 4 wieder weg, weil in FFM der nächste Termin war. Fand ich persönlich unschön. Ich fand auch nicht schön, dass wir nichts erarbeiten konnten. Das ist für mich jedoch Inhalt und Schwerpunkt eines Workshops. Auch von Recherchemöglichkeiten haben wir nichts gesehen, obwohl es Programmpunkt war.


    Die anschließende Auswertung zwischen allen Workshops fand zwar statt, nur unserer konnte nix vorbringen, weil wir nichts "getan" haben.


    Note: 4-



    Fazit: Der Standort Bad Homburg und die Bibliothek waren gut gewählt. Keine Frage und hier gibt es auch keine Mängel. Für den 1. Hessischen FaMI Tag hat man sich wirklich ins Zeug gewählt. Die Wahl der Vorträge war gut - nicht das Beste - aber gut. Der anschließende Workshop (ich kann nur meinen beurteilen) war eher mäßig. Schade, hätte ich mal einen anderen Workshop gewählt.


    Auf dem Evaluationsbogen blieb die Frage offen, ob man nochmal kommen würde. Hier kreuzte ich "vielleicht" an.
    Ich schaue mir nächstes Mal auf jedenfall die Schwerpunkte genauer an.


    Was kann ich noch sagen? Es waren viele Männer (Jungs) da. Fast die Hälfte bestand aus männlichen FaMIs. Es waren nur FaMIs aus dem Bereich Bibliothek anwesend. Viele junge Leute, v.a. Azubis, die eher störend und wie abgestellt wirkten. Diese haben sich nur die Vorträge angeschaut und sind danach abgehauen. V.a. bei den Vorträgen spielten diese eher mit ihrem Smartphone rum als zuzuhören. Bissle wenig für nen Azubi!

    Wenn dein Arbeitgeber das Land RLP ist, dann behältst du deine Stufen. Wenn du z.B. bei einer Kommune angestellt bist und wechselst in eine andere, dann fängste wieder von vorne an. Ich glaube aber immer mindestens Stufe 2.


    Bei mir war es wie bei dir. Ich bin beim Staalichen Schulamt Offenbach angestellt...und hatte zuvor an einer anderen Schule gearbeitet. Habe dann gewechselt und meine Stufe bzw. die Voraussetzung mitgenommen, da das Schulamt die nächst höhere Instanz über Schulen ist und als mein richtiger Arbeitgeber fungiert. Wo ich dann arbeite, spielt keine Rolle.

    ja so ähnlich wird das auch. Meine Freundin ist Leiterin einer Stadtteilbücherei in einer Gesamtschule (integriert). Dort kommen die 5-13 Klässler hin. Und ich arbeite mit Auszubildenden. Im schlimmsten Fall wird unser Kind seine ganze Pubertät seine Eltern in der Schule sehen müssen *hehe*


    Die Abzüge kommen durch Extraversorgung zu Stande.


    80 EUR Riesterrente, 50 EUR Bausparer, 50 VL Sparen, 100 EUR VBL Extra und Dynamik (betriebliche Altersvorsorge +), 70 EUR Berufsunfähigkeitsversicherung...Summe 350 EUR zur Absicherung. Und die Rentner jammern immer über zu wenig Rente...Was du heute alles für die Vorsorge machen musst, ist der Wahnsinn. Ist natürlich freiwillig, aber okay.


    Am Ende bleiben so 1050 EUR nochwas. Die 1220 EUR kommen nur zu Stande, da der Betrieb die Vermögenswirksamen Leistungen und die Extra VBL direkt einbehält.

    guck doch mal ob der Arbeitgeber das bezahlt. Zwecks Fortbildungskonto...du sammelst ja Punkte über dieses Konto. Dein AG muss dich schon für Fortbildungen freistellen.


    So genau mit diesem Fortbildungskonto und wieviel man da an Punkten sammeln kann weiß ich aber auch nicht. Habe mich noch nie so intensiv damit beschäftigt.

    So ich telefoniere momentan einige Stellenangebote wo die Fristen bereits abgelaufen sind in der Hoffnung jemanden zu finden der mit mir "gleichgestellt" ist. *g*


    Ich habe auch eine EG 6 Stufe 2. Bei mir sind am Ende ca. 1400 EUR netto raus. Aber davon die ganzen Abzüge wie Rente und Extraversorgung bleiben mir bar auf der Hand am Ende des Monats eigentlich nur 1220 EUR. Reicht zum Leben, da meine Freundin Dipl.Bibl. ist. Für große Sprünge reicht das nicht, aber die Ansprüche materieller Art sind bei uns eh gering. Das meiste haben wir früher schon geholt was man braucht, wir arbeiten mehr in Richtung kleineren Dimensionen und dann lässt es sich eigentlich doch sehr gut leben. Aber eine 2 Raum Wohnung für 700 EUR Miete ist hier in Rhein-Main ja schon heftig.

    Hallo ihr beiden,


    danke schon mal für die hilfreichen Antworten! :)


    Mich würde wirklich genau der Vordruck interessieren was bei der Beschreibung steht, also z.B. die PDF usw.


    Es ist bei mir so, dass ich vieles mache was gar nicht als FaMI unbedingt vorkommt. Also ich habe auch keine Stellenbeschreibung erhalten. D.h. ich unterrichte Klassen im Beisein des Lehrers, mache Erwerbungen, pflegen Firmenkontakte, lade Firmen in unser Unternehmen, verwalte das gesamte Selbstlernzentrum alleine (entwerfe Konzepte, mache Veranstaltungen, Tag der offenen Tür, mache Face to Face Schulungen, Public Relation (eigentlich 50% der Arbeitszeit). Also eigentlich schon Tätigkeiten die in den Bereich Bibliothekar gehen.


    @Lala und befami


    Ich würde euch gerne mal dienstlich auf der Arbeit anrufen. Immerhin ist es was Dienstliches. Sofern es bei euch möglich ist und ihr es auch wollt. Könnt mir ja eine PM zukommen lassen. Wenn nicht, auch nicht so schlimm, vllt. könnte man dann weiterhin in Kontakt bleiben. :)

    Hallo ihr Lieben,


    ich habe eine Frage in die gesamte Runde.


    Momentan überlegt mein Arbeitgeber mich neu einzugruppieren.


    Voraussetzung hierfür ist jedoch, FaMI’s – also ihr – die einen Arbeitsplatz beim Land haben (also z.B. Land Hessen, Land Berlin, Land NRW usw.). Ein Großteil von FaMI’s sind ja bei Kommunen beschäftigt. Aber mein Arbeitgeber brauch genau welche, die dem Land unterstellt sind und keine weiterführenden Qualifikationen gemacht haben (also kein Fachwirt oder Dipl. Bibl. dazu).


    Gibt es hier FaMI’s mit den Voraussetzungen, die Ausbildung normal abgeschlossen zu haben und dadurch einen Job erhalten haben? Ich bin beim Land Hessen beschäftigt.


    Wenn ja,

    • Wie seid ihr beim Land eingruppiert?
    • Ist es möglich in telefonischen Kontakt zu treten?
    • Über eine Stellenbeschreibung eurer Stelle würde ich mich freuen.

    Wenn nein,

    • Trotzdem danke fürs Lesen! :)

    Hallo Filenya, bei deiner Suche nach einem Ausbildungsplatz wünsche ich dir viel Erfolg und außerdem Willkommen im FAMI-Portal. :)


    Ich sehe bei deinem bisherigen "Profil" auch weitere Probleme. Das die Suche jetzt nach einem Ausbildungsplatz recht schwierig ist, hast du ja schon selber festgestellt.


    Eine andere Sache, die vllt. den Arbeitgeber abschrecken würde, wären zum einen dein Alter. Mit 31 eine Umschulung anzustreben ist sehr riskant. Die meisten FAMI Ausbildungsbetriebe nehmen v.a. frische Schulabgänger und ergänzen ein Lehrjahr oft noch mit 19-21 jährigen z.B.
    Dies könnte einen Betrieb dazu veranlassen zu sagen, nee danke - das würde nicht in die Gruppe passen.


    Weiterhin sehe ich auch deine Überqualifizierung im Jurabereich als Problem an. Einen FAMI Beruf wird meist von Schülerin mit Realschulabschluss, sehr guten Hauptschulabschluss oder Abitur mit Studiumabbruch ect. besetzt. Ich weiß jetzt nicht wo bei dir das Problem liegt, dass du im Jura Bereich keinen Job findest, aber es gibt natürlich auch Anwaltskanzleien z.B. die dringend FAMIs (auch als Ausbildung) (in FFM gabs letztens eine Anzeige) suchen. Vllt. wäre da dein Jurastudium hilfreich.


    Schau ob du irgendwo im Rechtswesen auf diese Schiene Anschluss findest. Ich finde dein Jura Studium sollte durch die Ausbildung im Archiv oder in der Bibliothek nicht entwertet werden.


    Ist natürlich nur meine persönliche Meinung und diese beruht auch nur auf deinen von dir gemachten Angaben.



    Grüße :)

    Es ist bekannt, dass sich da die Poltik bzw. das europäische Recht auch nicht ganz einig sind. Fakt ist, dass im Öffentlichen Dienst und in Behörden eine sogenannte Frauenquote eingeführt wurde.


    Das Gleichstellungsgesetz beinhaltet diese Erfüllung der Quote. Inwiefern aber dadurch die Gleichberechtigung der Geschlechter zum Nachteil des anderen Geschlechts wird, ist Bestandteil der Diskussion.


    Für mich persönlich müsste dieser Passus da raus. Es ist schon klar, dass Frauen sich vermehrt auch auf einen Bibliotheksjob bewerben werden, aber warum muss es dann bitte im ÖD immer dermaßen gekünstelt untermauert werden?