Beiträge von Wirbelwind

    Erstmal herzlich willkommen im Forum. Ich würde mir einen Bewerbungsratgeber im Buchhandel holen. Da kriegst du die besten Tipps. Schwächen/Stärken auch vorher überlegen. Und Warum dort.


    An Kleidung: Seriös (ich hatte immer Jeans und Bluse an, ggf. Pulli drüber), aber nicht zu übertrieben (wir sind keine Bänker)


    Dein AG ist die Stadt, ggf. vertreten durch den Bürgermeister.

    Hallo Simon.Eps,


    zu deiner ersten Frage: ich studiere berufsbegleitend neben meiner Arbeit, beides ist also gleichzeitig möglich, aber falls du Bafög kriegst, würde ich das vorher mit der Stelle abklären.


    Frage zwei: ich würde mich einfach auf BA-Stellen bewerben. Es steht mittlerweile ganz oft dabei, dass ein vergleichbarer BA-Abschluss auch möglich ist. Wir selbst haben auch Buchwissenschaften im Team.


    Vielleicht hilft dir auch diese Seite weiter: https://meinjob-bibliothek.de/


    Viele Grüße

    Wirbelwind

    Die Bewerbung richtet sich an die Stelle, die in der Ausschreibung steht (teilweise wird das davon von der Beauftragten für die Ausbildung der Stadt intern an die Fachausbilder weitergeleitet). Bei Bewerbungen musst du dich mit der Bibliothek und Stadt auseinandersetzen (besonders im Vorstellungsgespräch).


    In die Bewerbung schreibst du deine aktuelle Situation und gehst darauf ein, warum FaMI und warum dort. Und auf die Skills, die sie wollen und wie du das unter beweist stellst in deinem bisherigen Leben.

    Das ist richtig.


    Mit Realabschluss + meine FaMi-Ausbildung + 15 Jahre Berufserfahrung bist du Beruflich Qualifizierte und könntest in Köln starten (https://recht.nrw.de/lmi/owa/b…v_id=64220161121085632202).

    Also das Hannover eher auf Informationsvermittlung+Dokumentation beschränkt ist, kann ich also aktuelle Fünfsemesterin nicht bestätigen. Ab WiSe 2024/2025 gibt es auch ein neues Modulhandbuch, weil Reakkreditierung.


    Aber zu deiner Frage: nein, Hannover ist momentan der einzige Standort, der es berufsbegleitend anbietet. Köln kannst du zwar vermutlich wie alle Standorte auch als Beruflich Qualifizierte ohne Abi machen (die Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren hättest du ja längst). Und Teilzeit sollte grundsätzlich auch gehen, aber das muss man immer direkt fragen.

    Wie kann ich mir denn beispielsweise einen durchschnittlichen Arbeitstag bei dir vorstellen? Ist das dann zB. so, dass du den ganzen Tag am selben Platz sitzt und nur Datenbanken pflegst oder E-Mails beantwortest?

    Und sind das dann eher täglich anfallende kleine Aufgaben oder auch mal größere Projekte, die sich ziehen?


    Bei meiner jetzigen Arbeit ist eben sehr unausgeglichen und wenn ich jeden Tag genau dasselbe mache, bin ich leicht frustriert.

    Ich habe einen festen Büroplatz, andem ich 90 % der Zeit sitze. Dort kümmere ich mich an einem durchschnittlichen Arbeitstag um unsere Mailanfragen; stelle Benutzerausweise aus, die online beantragt werden; mahne dort alle 6-8 Wochen ca.; kümmere mich um die Bubi-Sachen einmal die Woche. Das ist immer ein halber Tag Arbeitszeit. Den anderen halben Tag habe ich entweder Info (anderer Arbeitsplatz) oder Bereitstellung, die ich aber zum Teil an meinem festen Platz mache oder im Lesesaal (ich schätze, dass wird sich nach Fertigstellung des Umbaus voll auf den Büroarbeitsplatz verlagern). Ab und zu kommen dann noch zusätzliche Info-Schichten oder Schulungen hinzu. Es kommt sehr drauf an, was gerade ansteht. Meistens sind das täglich anfallende kleine Aufgaben, es gibt auch auch mal größere Projekte, die sich dann über ein paar Wochen oder Monate ziehen.


    EDIT: Bei den Mailanfragen sind auch unsere Fernleih-Mahnungen dabei und einmal die Woche verbuche die passiven Fernleihen und ab und zu vertrete ich die Kollegen in der Fernleihe.

    Also ruhig ist es bei uns nicht unbedingt. Je nach Bibliothekstyp hast du Kinder/Jugendliche ode auch mal impulsive Nutzende, die dich fordern. Mischarbeitsplätze werden auch immer mehr, d.h. du hast nicht mehr den Fall, dass du nach der Ausbildung zum Beispiel dein Dasein in der ruhigen Katalogisierung verbringen darfst. Auch wir haben fast nur PC-Arbeit (und wenns kein stationärer PC ist, kann es auch mal das Tablet sein). Auch wir machen Überstunden, wenn Schulungen oder Abendveranstaltungen anstehen. Teilweise sitze ich auch den ganzen Tag im Büro, zwar mit unterschiedlichen Aufgaben, aber halt immer in der gleichen Umgebung.

    Ich bin auch jemand, der gerne Bücher selber kauft, von daher ist das nicht peinlich. Es gibt auch durchaus Menschen, die Bibliothek und Buchhandel verwechseln und uns schonmal unsere Bestände abkaufen wollen - denen zieht man den Zahn aber schnell wieder.
    Ja, die eintönigen Arbeiten gibt es. Die müssen aber auch gemacht werden. Die Tarifverträge ähnlich sich sehr. Von daher ist es egal, ob du am Ende bei der Kommune, beim Land oder beim Bund landest.
    Ich würde dir empfehlen, bis nächstes Jahr zu warten und dann mal ein Praktikum im Urlaub vorher zu machen, weil nichts ist ärgerlicher, als wenn du jetzt dich bewirbst als Azubi, genommen wirst und dann nach ein paar Wochen kündigst, weil es doch nicht das richtige für dich ist. Du könntest mit deinem Abi die Ausbildung auch um ein Jahr auf zwei Jahre verkürzen. Also das Arbeitsklima ist grundsätzlich gut, aber wir sind tradtionelle Betriebe, die hierarchisch aufgebaut sind und das wird sich auch vermutlich eher nicht ändern.


    Wenn du weitere Fragen hast, frag ruhig.

    Wenn wir das für die Nutzer tun entscheiden würden, wären wir - aus meiner Sicht - vermutlich schon sehr nah an Zensur dran und ob das dann noch mit dem Grundgesetz vereinbar wäre, wäre die nächste Frage. Ich sehe das also so wie ihr.