Beiträge von Wirbelwind

    Ich würde über die Jobbörse gehen. Mehr kenne ich für Archiv-FaMIs nicht. Schau mal, ob es überhaupt in GB für Archive eine Ausbildung gibt. Wir sind ja eine der wenigen Länder mit dualen Ausbildungssystem.

    Hallo!

    Ich bin eine FaMi-Bibliothek. Mittlerweile 9 Jahre ausgelernt. Ich wurde von meiner Ausbildungsbibliothek für 6 Monate befristet übernommen. Habe mich aber bald beworben. Nach 3,5 Monaten Übernahme Wechsel in eine andere Bibliothek, dort befristet für zwei Jahre angestellt. Anschließend erneuter Stellenwechsel und hier darf ich jetzt nach knapp 2 Jahren Befristung bis zur Rente bleiben. Laut meiner Chefin sind wir mittlerweile in der komfortablen Situation, dass wir uns die Stellen aussuchen können und ja, gerade im Bibliothekswesen werden viele Fristen bei den Bewerbungen verlängert. Ansonsten hat Sunshine1611 schon alles zum Wechsel zwischen den Fachrichtungen gesagt.

    Lg Wirbelwind

    International kann man zwar auch als ausgelernte Fachkraft über die Erasmus Staff Week noch ins Ausland. Aber das ist auch ein Praktikum und dient zum Erfahrungsaustausch der einzelnen Bibliothekare und nicht, um international zu arbeiten. Ich persönlich empfinde arbeiten in D als sehr gut und entspannt: die USA haben keinen wirklichen Kündigungsschutz und von der Krankenkasse reden wir besser nicht.

    Vielen Dank für die Antworten :)


    Ein normales Studium anzufangen war nicht wirklich geplant. Dafür fehlen mir die finanziellen Mittel und bekomme höchstwahrscheinlich gar nichts gefördert, da ich schon Bafög bekommen habe. Dann kommt noch hinzu, dass ich nur per Zweitstudiumquote reinkomme und meine Chancen zugelassen zu werden stark verringert sind, außer das studiert kaum einer und die nehmen jeden. Was ich mir vorstellen könnte wäre ein berfusbegleitender/Teilzeit nicht-konsektiver Master in diesem Bereich, aber so etwas gibt es vermutlich nicht. Ansonsten ist studieren in meiner Situation leider ungünstig.

    Berufsbegleitenden Master gibt es schon: ich meine Berlin und Köln, aber ich vermute, da wirst du ähnliche Voraussetzungen wie beim berufsbegleitenden Bachelor brauchen.

    Die BIB konnte mir bezüglich von Auslandmöglichkeiten leider nicht wirklich weiterhelfen und haben mich hier einfach zurückverwiesen. Die haben anscheinend nicht wirklich Erfahrung damit außer mit Auslandpraktika. Was bringen diese überhaupt, außer dass man Auslands- und Lebenserfahrung sammelt? Ist es so, dass deutschsprachige Bibliotheksangestellte es gar nicht erst versuchen im Ausland zu arbeiten und es deshalb so gut wie keine Informationen dazu gibt? Funktioneren Biblitheken weltweit anders? Dachte das wäre ein ziemlich internationaler Arbeitsbereich und ähnlich funktionierend. Wenn alles mehr und mehr digitalisiert wird, dann müsste es doch noch internationaler werden.


    Ist die internationale entsprechung des FaMI der Bibliotheksassistent oder liegt es ausbildungstechnisch drüber? Ein wenig recherchiert und der in den USA erfordert nichts außer einen Schulabschluss.

    Richtig, Auslandspraktika bringen hauptsächlich Auslands- und Lebenserfahrung. Ich denke, die meisten werden in ihren Heimatländern bleiben und nur die wenigsten wandern aus - wenn es überhaupt ausgewanderte Bibliothekare gibt. Du musst bedenken, nur weil wir digitaler werden, heißt das nicht, dass der Ausbildungsberuf globaler wird. 192 Länder werden sich nie und nimmer auf einen einheitlichen Ausbildungs- oder Studiumsstandard einigen. Jedes Land kocht da sein eigenes Süppchen. Der einzige Bereich, wo wir global sind, ist die Katalogisierung, aber selbst da haben wir DACH-Länder wieder etwas abgewandeltere Regeln als die USA. Ich denke, dass wird sich auch in Zukunft nicht ändern, weil die Einheitlichkeit nicht funktionieren wird. Ist aber auch gut so. Muss nicht alles überall gleich sein.


    Die USA haben meines Wissens kein duales Ausbildungssystem, sondern du machst da entweder einen Job oder studierst am College nach der High School. Deswegen wird in dem Fall der FaMi über dem amerikanischen Bibliotheksassistenten liegen, aber ob die jemanden aus Deutschland nehmen würden - ka.

    Bin ich mit Bachelorabschluss benachteiligt, weil es nicht mehr mein Erststudium ist? Für andere Studiengänge müsste ich mich für ein Zweitstudium bewerben, welche nur 2% ausmachen.


    Da ich nicht mehr Bafög-Berechtigt bin: Wie entscheidet der AG, ob er es bezahlt? Sowas wie brauchen wir nicht, fördern wir nicht?


    Wie funktioniert das berufsbegleitende Studium? Ist es größtenteil eLearning und eher ein Fernstudium oder muss man dort sehr regelmäßig hinpendeln?

    Ob du mit einem Bachelorabschluss benachteiligt wärst, weiß ich nicht, da ich keine Personalentscheidungen treffe. Kommt, aber denke ich, auch immer drauf an.


    Auch schwer zu sagen, wie das entschieden wird, aber ich persönlich würde immer die Entscheidung akzeptieren. Kann man ja auch im Notfall versuchen bei der Steuererklärung abzusetzen. Aber wie gesagt: es gibt auch Stipendien, die man versuchen kann, zu bekommen.


    Hannover: 5-6 Präsenzphasen pro Semester

    Potsdam: einmal im Quartal vor Ort.


    Der Rest ist e-Learning. Ansonsten ist es ein normales Studium, für das du aber die FaMI-Ausbildung vorher brauchst.

    Ja, man hat es selbst in der Hand sich weiterzubilden, ob man dann aber eine entsprechende Stelle in der Bibliothek bekommt, hat man dann nicht mehr selbst in der Hand. Förderung: Bafög, Weiter- oder Aufstiegsstipendium, wenn man entsprechend gut ist. Ja, das hängt bei Potsdam und Hannover von Bedingungen ab: Mindestbeschäftigungszeit als FaMI, die Platzvergabe geht auch über die Ausbildungsnote. Der AG hat damit nur was zu tun, wenn er es bezahlt. Ansonsten macht man es selbst.


    Wir sind eins der wenigen Ländern mit dualen Ausbildungen. In anderen Ländern läuft das anders. Deswegen ist die Frage, ob die ähnliche Ausbildungen wie wir mit dem FaMI haben (GB und Co. - außer Schweiz und Österreich). Du kannst noch an anderen Hochschulen den Bachelor machen, aber nur Vollzeit (Köln, Stuttgart, Leipzig, Hamburg zum Beispiel)

    Erstmal herzlich willkommen im Forum.


    Zu deinen Fragen:

    Ich hatte MItazubis, die 30 und älter waren - sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Also ja, das Alter spielt nicht immer eine Rolle. Schwer zu sagen: ich denke, dass kommt drauf an, ob die Kenntnisse in deinem Ausbildungsbetrieb von Vorteil sind oder nicht. Ausland, wenn dann Schweiz oder Österreich. Die beiden Länder senden ihre Ausschreibungen auch immer in die deutschen Berufslisten und es gibt durchaus FaMIs, die zwischen den Ländern gewechselt haben. Mehr Internationalität kann ich nicht sagen. Da kann vllt der Berufsverband BIB mehr zu sagen. Was meinst du mit geplant aufsteigen? Um höhere Aufgaben zu machen, musst du den Bachelor Bibliothek (entweder Vollzeit oder berufsbegleitend in Hannover oder Potsdam) machen. Mehr wie eine E8 (was selten ist) kriegst du als FaMI ohne Studium nicht. Der Fachwirt ist leider nicht anerkannt. Von daher ist die Fortbildung eher weniger zu empfehlen - außer der AG erkennt es an. Tun aber die wenigsten. Bachelor könnte Ausland stark verbessern, weil ja das ein internationales Abschlusssystem ist. Wechsel zwischen den fünf Fachrichtungen sind möglich, aber eher die Ausnahme.


    Digitalisierung: Nein, da es im ÖD feste Gehaltsvorgaben gibt. Privatwirtschaft vllt. Die Pensionswelle im ÖD geht jetzt erst los. Die nächsten Jahre werden also für FaMI und Co. im ÖD jobtechnisch der Himmel auf Erden werden.


    LG Wirbelwind

    Falls du nach einer Bewerbung eingeladen wirst, empfehle ich dir, sich auf die Einstellungstests vorzubereiten. Sobald der Test läuft, zählt das Testergebnis, wer in die nächste Runde, dem Vorstellungsgespräch, kommt. Meist kamen da Diktate und so Zahlenrätsel dran.^^

    Trainingsbücher gibts im Buchhandel. Für Einstellungstest aber auch mal die Homepage der Uni/Stadt sich anschauen. Ich meine, ich wurde in Hessen mal bei einer Stadt nach OB oder so gefragt im Test. Als Nicht-Bürgerin etwas doof, aber ich habs trotzdem damals weitergeschafft.

    An sich eine tolle Bewerbung. Meine waren auch teilweise länger als eine Seite. Ist also kein Problem. Ich würde statt überdecken decken schreiben. Überdecken sagt mir nämlich nichts.

    wir hatten einen fachreferenten in meiner ausbildungsbibliothek, die haben jeweils das jeweilige fach studiert, das die betreuten

    Richtig + Master im Bibliothekswesen. Sowohl meine eigene Ausbildungsbibliothek als auch meine erste und meine jetzige Stelle bilden QE4 aus.

    Wenn man Pech hat, darf man auch schon während der Ausbildung ziemlich pendeln, denn so viele Berufsschulen, die FaMIs ausbilden, gibt es gar nicht in Deutschland. Hatte z.B. Klassenkameraden, die aus dem benachbarten Bundesland in die Berufsschule kommen mussten.

    Ich musste auch ins benachbarte Bundesland zur Berufsschule. Einfach 180 km. Wir hatten aber wie die meisten Berufsschulen mit großem Sprenkel ein Wohnheim.

    Eines der Argumente ist zum Beispiel, dass ich ungern noch viel herumziehen will - das macht eine Fortsetzung des Studiums um dann Bibliothekswesen oder ähnliches in Berlin, Köln oder Hamburg zu machen unmöglich. Ich werde mich aber definitiv noch einmal weiter umsehen wegen entsprechenden Weiterbildungen. Vielleicht gibt es so etwas ja auch in meiner Nähe oder per Fernhochschule.

    Dir muss aber klar sein, dass es FaMI-Stellen nicht wie Sand am Meer gibt und je nachdem, ob du vom Ausbildungsbetrieb übernommen wirst oder nicht, kann es schon sein, dass du weiterziehen musst. Ich bin beispielsweise nach Ausbildungsende fast 400 km nach Osten gezogen und nach zwei Jahren wieder 100 km nach Südwesten.

    In keiner meiner drei Einrichtungen, in denen ich bisher tätig war bzw. noch tätig bin, wird eine Cloud verwendet. Wir haben Server, auf denen wir Dateien ablegen und austauschen können. USB-Sticks sind auch dabei. Privat nutze ich keine Cloud. Nur mein Vater nutzt dies, um zum Beispiel Rezepte abzulegen.