Beiträge von kaasfan

    Ich würde gerne wissen, ob es hier ein paar Leute gibt, die schon länger als 1 Jahr die Fernweiterbildung an der FH Potsdam machen und etwas über die zeitlichen Aufwand berichten können. Es gab ja letztes Jahr auf dem Bibliothekartag einen Vortrag (Link zum Opus-Server funktioniert leider gerade nicht) dazu, wo herauskam, dass der Durchschnitt der Teilnehmer ca. 15 Wochenstunden zum Lernen benötigt. Deckt sich das mit Euren Erfahrungen? Sind die Anforderungen wie erwartet oder schwerer? Arbeitet ihr Vollzeit oder reduziert? Ich bin am Überlegen mich für nächstes Jahr zu bewerben. Ich würde dann jedoch nur 32 Stunden arbeiten gehen. Ich kenne eine FaMI, die in der Ausbildung immer sehr gut war und diese Weiterbildung macht. Selbst sie sagte, dass es neben der Arbeit schwierig ist. Allerdings arbeitet sie auch Vollzeit. Ich habe meine Ausbildung mit "gut" abgeschlossen und war zu Schulzeiten jemand, der mit Fleiß meistens gute Leistungen erzielen konnte. Was ich damit sagen will: Ich gehöre nicht zu den Einser-Kandidaten, denen alles leicht fällt, denke aber, dass ich die Weiterbildung trotzdem gut meistern könnte, weil mich die Themen interessieren und mir das, was ich in der Ausbildung gelernt habe, nicht ausreicht.

    Ich hatte auch schon überlegt, mir einen e-Reader anzuschaffen. Allerdings finde ich diese ganzen DRM-Hürden auch doof. Wenn ich z.B. den Kindle hätte und nur e-books über Amazon bestellen kann, finde ich das doof.


    Am ehesten würde ich auch lieber Zeitungsartikel mit einem e-reader lesen. Oft lese ich auf den Internetseiten verschiedener Zeitungsverlage die Online-Artikel. Das ärgert mich schon, dass ich das in der Bahn nicht machen kann. Allerdings müsste ich doch dann immer im Internet sein um darauf zugreifen zu können, oder? Da wäre ein Smartphone sicher besser.

    Abgesehen von dem Aleph-Fernleih-Modul braucht ihr doch auch einen zentralen Fernleihserver. Ich habe mal in der Fernleihabteilung meiner Unibibliothek gearbeitet. Wir hatten über den KOBV einen zentralen Fernleihserver (eine Beschreibung dazu findet man hier: http://opus4.kobv.de/opus4-zib/files/868/ZR-05-34.pdf.


    Auf dem Server loggt man sich ein und sieht eine Liste von eingegangen Fernleihen der eigenen Bibliothek (passive Fernleihen). Der Server fragt nach und nach alle Verbünde ab und die Verbünde senden dann Antworten über ihren Server. Das passiert weitgehend automatisiert. Nachbearbeiten muss man die Anfragen nur, wenn Bestellwünsche aus irgendwelchen Gründen hängen bleiben, z.B. wenn jemand eine Fernleihe eines mehrbändigen Werks haben möchte oder die Bestellung in einen Verbund geschickt hat, wo die Bibliothek das Buch z.B. nur im Lesesaal stehen hat.


    Das Aleph-Fernleih-Modul braucht man, um die Fernleihen bereitzustellen. Da sind ein paar Klicks, wo man die Dauer und Verlängerungsmöglichkeit angibt. Zum Schluss wird bei uns immer ein eigener Barcode ausgedruckt. Den Zettel mit dem Barcode legt man ins Buch, damit die Leihstelle die Fernleihen verbuchen kann. Es ist nur ungünstig, wenn der Benutzer dann diesen Zettel verliert. Dann ist die Zurückbuchung etwas komplizierter, da man sich das Buch über den Titel im Fernleihmodul aufrufen muss. Geht aber auch.

    Favole: Man bleibt auch irgendwann an der Stadt kleben, wenn man seine Ausbildungszeit und einige Jahre hier verbracht hat. Das Problem hat man allerdings auch woanders, dass man seinen Freundeskreis aufgebaut hat, sich eingelebt hat und nicht einfach so bereit ist, wegen einer Stelle in irgendein kleines Kaff zu ziehen, wo man kaum Freizeitmöglichkeiten hat und nochmal von vorne anfangen muss.

    Also nach diesen Difinitionen müsste ich aber mind. 2 EG hochgruppiert werden... Ich hab über 60% Katalogisierung und dann noch Internet/Intranet und Veranstaltungen. Wenn das keine selbständige Leistung ist, weiß ich auch nicht...


    Wenn das keine selbständige Leistung ist, weiß ich auch nicht...


    Schau mal in den obersten Link meiner vorherigen Antwort: "Selbstständige Leistung" im Sinne des Tarifrechts heißt nicht, dass man eine bestimmte Tätigkeit, für die es eine gewohnte Arbeitsabfolge gibt, alleine erledigt. Der Begriff ist meines Erachtens wirklich auch Auslegungssache.

    @ befami: genau auf die 60 % kommt es an. Zumindest habe ich gehört, dass manche Arbeiten auch zu einem bestimmten Prozentanteil ausgeführt werden.


    Normalerweise müsste es zu jeder Stelle eine Tätigkeitsbeschreibung geben. Dort wird festgelegt, welche Tätigkeiten man auf einer bestimmten Stelle ausführt. Entscheidend ist dann z.B. auch der Begriff der "selbstständigen Leistung" im Zusammenhang mit der Eingruppierung. Dieser wird auf falsch verstanden. Ich hatte hier einen hilfreichen Link gefunden:


    http://www.bva.bund.de/cln_227…smerkmale.html?__nnn=true


    Die Formulierungen entsprechen noch dem BAT, aber an der Auslegung der Engeltordnung hat sich trotzdem im TV-L nichts geändert. Es gibt eben leider weniger Eingruppierungen als vorher.


    Ich denke bei diesen Tätigkeitsbeschreibungen gibt es für die Arbeitgeber ziemliche Auslegungsspielräume. Fakt ist, dass man wohl umso besser eingruppiert wird, umso mehr Entscheidungsspielräume man hat. Wenn man zuviel Fachvorgesetzte hat, die die entgültigen Entscheidung über bestimmte Arbeitsvorgänge treffen, dann wird man meines Erachtens nur durchschnittlich bezahlt.


    http://www.bib-info.de/fileadm…en_Buechereien_Museen.pdf


    http://web.fu-berlin.de/prd/tarif/TV-L_verdi.pdf


    Ich habe aber auch schon reine Leihstellen-Ausschreibungen als E6 gesehen. Ich habe keine Ahnung, wo man dort "selbstständige Leistung" erbringen kann, die zu dieser Eingruppierung führen.

    Das OSZ Lichterfelde ist naja, geht so, würde ich sagen. Da lernen eben die verschiedensten Leute vom "erweiterten Hauptschulabschluss, bis zur Fachoberschule oder eben die Azubis bestimmter Ausbildungsjahrgänge." Das ist schon eine seltsame Mischung, aber man gewöhnt sich daran. Es gibt meist mehrere FaMI-Klassen, die z.T. reine Bibliotheksklassen oder auch eine Mischklasse der anderen Fachrichtungen sind. Es gibt eine sehr gefragte Cafeteria, wo es allerlei gesundes (belegte Brötchen) und ungesundes Zeug (Schokoriegel usw) zu kaufen gibt, aber auch eine richtige Mensa mit warmen Mittagessen.


    Der Berufsschulunterricht ist ganz okay. Das kommt auch auf die Lehrer an. Ich fand Medien- und Informationsdienste und Service und Beratung eigentlich am wichtigsten und interessantesten. Von Englisch kann man nicht unbedingt viel erwarten. Es ist kein durchgehender Fachunterricht, der zum Bibliothekswesen passt. Manche Azubis konnten besseres Englisch als die Lehrerin, weil sie zuvor ein Jahr im Ausland waren.
    Achja, und es kann sein, dass ihr nach wie vor noch Sport habt. Zumindest war es bei mir so, ist aber auch ganz gut als Ausgleich zum ständigen vorm PC hocken.


    Hier gehts zur Website der FaMIs. Dort kann man sich einen Überblick über die Unterrichtsprojekte verschaffen:
    http://fami.oszbueroverw.de/

    Naja, für mich ist das grad kein Thema, da ich bereits seit einigen Jahren ausgelernt habe. Ich habe nur gehört, dass die jetzigen Azubis meines Ausbildungsbetriebs nach TV-L ein Jahr übernommen werden müssen. Zu meiner Zeit waren es zwei Jahre, aber auch nur deshalb weil ausgelernte Azubis eines anderen Fachgebiets der Uni nicht so lange übernommen werden sollten, da viele durch Praktika woanders unterkamen. Da war also quasi irgendwo Geld übrig, was unserer Übernahme zugute kam.


    @ favole: die Stellenlage in Berlin ist in der Tat nicht gerade berauschend

    d.h. du verdienst in Hamburg auf ner E3 im TV-ÖD genauso viel, wie andere auf ner E5 im TV-L Land oder Kommune?


    Ich habe aber auch schon normale E5 TV-L Stellenausschreibungen in Hamburg gesehen. Da kommt man doch als FaMI auch nicht weit. Die Mieten sind sicherlich höher als in anderen Großstädten.

    nach Jobs schau ich meist in der Arbeitsagentur.


    Vielleicht ist es auch empfehlenswert die gängigen fachspezifischen Kanäle zu durchsuchen wie z.B. die Mailingliste inetbib, wo auch regelmäßig Stellenausschreibungen veröffentlicht werden. In den Jobbörse der Arbeitsagentur werden ja bei weitem nicht alle Stellenausschreibungen aufgenommen.

    @ favole: Warum findest du die HU mit am interessantesten? Bist du bisher nicht für das Studium genommen wurden? (oder warum das dritte Jahr?) Ich habe mir 2011 auf dem Bibliothekartag mal den HU-Stand angeschaut. Mich konnte man damit nicht so richtig begeistern. Ich hatte auch mal mit einer HU-Studentin gesprochen. In Erinnerung ist mir geblieben, dass es eine relativ kurze Praktikumsphase gibt. Mir kommt die HU irgendwie zu klassisch und traditionell vor. Ich glaube ich bin auch eher ein FH-Typ. Stuttgart hatte ich auch ins Auge gefasst. Potsdam ist sehr IT-lastig, wie mir eine ehemalige FaMI-Kollegin berichtete. Hat jemand hier Erfahrungen mit der HAW Hamburg? Bachelorstudiengänge Bibliotheks- und Informationsmanagement - HAW Hamburg - Fakultät DMI - Department Information

    Dabei zählt die Mathenote 3fach!


    Ach du großer Gott. Ich war immer ziemlich schlecht in Mathe. Sonst hätte ich sicherlich nen kaufmännischen Beruf ergriffen. Wenn es um die reine Mathenote aus der Abschlußprüfung geht, sehe ich da eher schwarz. Aber mal ehrlich: Wozu braucht man als Dipl.-Bibl. den ganzen Mathestoff, der über die 10. Klasse hinaus geht? Klar muss man manchmal Rechnungen überprüfen und Mehrwertsteuer ausrechnen (hatte neulich so einen Fall wo man von Dollar in Euro umrechnen musste und Mehwertsteuer noch extra berechnen sollte. Das war aber machbar)

    Hat jemand Erfahrungen mit der Diplom-Ausbildung in Bayern?
    http://www.bsb-muenchen.de/Ausbildung-im-Detail.1976.0.html


    Das liest sich doch interessant. Während man dieses Studium absolviert bekommt man sogar "Anwärterbezüge". "Nach der Qualifikationsprüfung ist eine Übernahme als Beamter/in (Eingangsamt: Bibliotheksinspektorin bzw. Bibliotheksinspektor) oder als Angestellte/r möglich." Woanders muss man sich das Studium selber finanzieren oder bekommt nur Bafög. Anderseits werden in vielen Bundesländern Dipl.-Bibls. gar nicht mehr so gerne eingestellt, weil damit höhere Kosten für den Arbeitgeber verbunden sind. Wenn man den Dipl.-Abschluss in der Tasche hat und jedoch nicht bei einem Arbeitgeber in Bayern bleiben will, könnte man sich doch immer noch auf Bachelorausschreibungen in anderen Bundesländern bewerben, oder?

    Gibt es hier Leute, die wegen eines Studium nur noch Teilzeit arbeiten? Wenn ja, wieviel Stunden arbeitet ihr in der Woche? Reicht das zum Leben (Wohnung finanzieren usw....) aus? Als Azubi musste man ja auch mit weniger auskommen und das ging auch.

    Ich weiß nicht, wie es im Archiv aussieht, aber zumindest kann ich von dem was ich gehört habe sagen, dass es Quereinsteiger zumindest in wissenschaftlichen Bibliotheken schwer haben eine Fuß zu fassen oder eine gute Stelle zu bekommen, selbst wenn sie die Nachqualifizierung als FaMI gemacht haben.


    Ich kenne nur einen, der dies gemacht hat und zuvor Verwaltungsfachangestellte erlernt hatte. Er arbeitet jetzt in einer Stadtbibliothek.


    Bezüglich des Verkürzens der Ausbildung gibt es andere Kriterien, z.B. die Durchschnittsnote nach Ende des 2. Lehrjahres. So war das hier in meinem Bundesland. Einige kamen nach dem 2. Lehrjahr in eine spezielle Verkürzerklasse und machten nur noch ein halbes Jahr länger. Später habe ich gehört, dass es diese Verkürzerklassen nicht mehr gab, weil es zu wenig Interessenten gab. Bei mir waren das weniger als 5 Leute von ca. 30.