Beiträge von Piper

    Das gleiche wie bei Falconian: Dienstbibliothek im Archiv, die meisten "wertvollen Spenden" gehen direkt weiter in den Bücherflohmarkt der Nachbarbibliothek. Ich muss mich da glücklicherweise auch nicht mit meinem Chef zoffen, im Gegenteil: Meine Vorgänger:innen haben alles, was sie bekommen haben (und sei es nur "aus alter Verbundenheit" zum früheren Chef) aufgenommen, egal, wie wenig es zum Sammlungsgebiet passte. Spenden rückwirkend aussortieren macht noch weniger Spaß.

    Da sagst du was!

    Inzwischen sind sie hier inzwischen glücklich, das jetzt alles so schön übersichtlich ist.

    (Und neue Regale gibt es inzwischen auch - als nächstes wünsche ich mir maßgeschneiderte Archivboxen für die kostbaren Musterbücher, die in diesem Holzschrank stehen.)

    Und dann ist es auch noch "mühselig Brot", die Digitalisierung zu finanzieren. Ich sehe es ja an meinem eigenen Arbeitgeber (Stadt). Die haben sich eine Prioritätenliste gemacht, die Dreistellig ist, können abr erst einmal nur die ersten 23 Punkte bedienen. Wir haben mit der Digitalisierung nur Glück gehabt, da wir die Landesmittel schon bewilligt bekommen hatten, denn eigentlich stand das Museum und seine Bibliothek im unteren Drittel von der Wichtigkeit.


    Von der Corona-Krise sind wir im Museum ja auch betroffen. ich sehe es ja an den Einnahmen (ich mache als Vertretung auch das Finanzwesen). Sämtliche Führungen, Vermietungen und Veranstaltungen sind weggebrochen und bleiben auch weg. Die Bibliothek ist weiterhin geschlossen, da sie (noch) im Verwaltungstrakt auf mehrere Räume, (inkl. Büros und ein Teil liegt im Stadtarchiv) verteilt ist wegen Platzmangel. Dafür gibt es einfach kein Hygiene-Konzept! Wr dringend sucht: nur mit Voranmeldung und welche Themen ich raussuchen soll und dann können die sich damit ins geschlossene Museumscafé setzen.

    Allerdings bescheht jetzt Hoffnung. Eine Stiftung will die neuen Regale bezahlen, so das die Museumsbib. mit allen Medieneinheiten in einen großen, für Publikum freizugänglichen Raum umziehen kann.

    Das ist echt mal schöne Zukunftsmusik <3

    Tja. Mit einem Studium in Geschichte ist es aber auch nicht goldig. Chancen gibt es, wenn man Geschichte auf Lehramt studiert.

    Ein meiner Dudelsack-freunde macht das und ist jetzt im Refrendariat. Der hat gute Chancen.

    Die Historiker, die in Museen o.ä. unterkommen wollen haben echt die A..karte. Da gibt es tatsächlich mehr Chancen als FAMI. Überqualifiziert wäre er nicht, wenn er Archiv dabei nehmen würde, das läßt sich kombinieren.

    Fest steht für mich, dass ich nun mehr Möglichkeiten habe, in Extremfällen zu Hause zu arbeiten.

    Das betrifft ja nicht nur die Pandemie zur Zeit, sondern auch extreme Wetterbedingungen bei denen Urlaub oder Überstunden drauf geht.


    Beispiel: 2010 kam ich nicht zur Arbiet, dank Schnee. Nichts ging mehr - Zack! 1 Urlaubstag weg! Ich habe zu Hause Schnee geschüppt wie doof und dachte immer: ERholung sieht anders aus und jetzt wünsche ich mir den Husky-Taxi-Service!

    Oder letztes Jahr: Wir hatten fast 40 Grad in unseren Büros (und auch die Fachbibliothek), da die direkt unter einem unisoliertem Dach liegen - da rettet einen auch kein Ventilator mehr! Also bekamen wir ab Mittag Überstunden frei... ich war 3 Monate später noch damit beschäftigt, die Überstunden wieder abzubauen... so als Vollzeitkraft! Die Kolleginnen in Teilzeit hatten es da leichter.

    Die ERlaubnis, das dieses Jahr mit Homeoffice zu managen habe ich schon und zu schreiben habe ich auch genug und die Cloud ist da ein wichtiges Arbeitsinstrument.

    Z. B.: Bibliothekskonzept, Beschreibung von Arbeitsgängen... das gehört in die Abteilung Qualitätsmanagement für Museen, das bei uns gerade erst einmal im Ansatz besteht. (Finanzbuchhaltung! Habe ich letztes Jahr geschrieben ;) )

    Die Stadt hat eine Cloud eingerichtet.

    Sehr praktisch, wenn man im Home office arbeitet und keine Verbindung zum städtischen Server hat (so wie in den letzen Wochen ;) )

    Ich habe die Word-Dokumente in die Cloud geladen und als ich nach 11 Wochen wieder im Museum war, kam ich da locke dran.

    (Per email können wir nämlich keine worddocs verschicken (Viren! Viren! Alles gesperrt!)

    Meine Ausbildungsbibliothek hat schon zu Ausbildungszeiten die Zeitungen verfilmt und digitalisiert, die in unser Pflichtexemplarrecht fielen.

    Das ist gut!

    Bei Spezialbibliotheken kommt es wohl darauf an, welchen Stellenwert, die Bibliothek im Gesamtkomplex hat. Hier gab es vor 5 Jahren einen Wechsel in der Leitung und diese ist nun hart am schuften, um das ganze Museum aus dem Dornröschenschlaf und der Stagnation zu holen und ins 21. Jahrhundert zu führen.

    Danke!

    Und das Beste: der Anblick wird wohl für mich bald Vergangenheit sein!

    Ich habe von der Stiftung komplett neue Bücherregale bewilligt bekommen!!!!

    Unfassbar! Die alten Regale sauber zu halten ist nämlich ziemlich umständlich.

    Also habe ich vor 3 Tagen in meinem Büro gesessen und hab geheult vor Glück :D

    An meinem alten Arbeitsplatz wurde das vor 20 ?Jahren den Buchhändlerinnen angeboten. Da es 4 Damen waren lohnte sich das auch.

    Erinnern, wie das vonstatten ging, kann ich mich allerdings nicht mehr. Es war wohl auch ein Ausnahmefall.

    Wir starten erst "irgendwann demnächst" ;) mit der Digitalisierung. Sollten nach Fecht- und Musterbüchern noch Zeit sein, würde ich gerne "Die Klinge" digitalisieren (Fachzeitschrift aus dem frühen 20. Jh.). Auf der Prioritätenliste laufen die Jahrbände allerdings unter Fernerliefen...

    Für die höherbewertete Stelle kann eine Höhergrupierung angeboten werden, muß aber nicht.

    ich habe 2 Jahre eine erkrankte Bibliothekarin vertreten, bis die Stelle neu besetzt wurde mit E8. Damals gab es noch keine E9

    Als die Stelle dann neu besetzt wurde, weil die Kollegin danach direkt in Rente ging, war das ja eh vorbei.

    Ich wurde zwar nur befristet übernommen, aber mittlerweile bin ich unbefristet und es gibt immer mehr unbefristete Stellenangebote. Also für die, die nicht ortsgebunden sind, ist das momentan der Himmel auf Erden und das sagt sogar unsere Leitung, dass wir uns die Stellen momentan aussuchen können. Das war früher noch anders.

    Es gehen jetzt auch sehr viele der Älteren angestellten allmählich in Rente. Die nächsten 10-15 Jahren wird sich das aus den Geburtenstarken Jahrgängen auch noch steigern. Ich hoffe ja selbst, das sie in der Museumsbibliothek noch eine reguläre Stelle im Stellenplan einrichten, damit sie nach meinem Renteneintritt in 12 Jahren nicht wieder im Dornröschenschlaf versinkt. Wäre schade drum.

    L

    vor 40 jahren gab es schon tests?

    der allgmeinwissenstest war 2-teilig. einmal über aktuelle ereignisse und das andere über die universität..


    aber egal hauptsache habe den platz bekommen und hatte was in der hand.

    Ja. Es ging komplett um schulischs Allgemeinwissen. Es gab auch keine Bücher mit denen man sich wirklich vorbereiten konnte, außer vielleicht die Schulbücher und in einigen Aufgaben ging das auch in Richtung "Intelligenztest", also diese Aufgaben, die wir heute noch aus dieser Richtung kennen.

    Der erste Test ging 8 Stunden lang. Mathe, Geschichte, Deutsch, Geographie, geschichte, Politik usw..

    Wer zum 2. Tet eingeladen wurde, hatte den ersten betanden. Da ging es dann auch eher Richtung Intelligenztest und viel psychologisches mit anschließendem psychologischm Gespärch, ob man Teamfähig ist, warum ausgerechnet Stadt.. Ich weiß noch, das ich einige der Wenigen war, die sich nur für die Bibliothek beworben hatten. Viele hatten eine allgemeinbewerbung geschrieben. Damals hieß "bei der stadt arbeiten" halt noch "sicherer Arbeitsplatz" und das galt damals auch für die Spezialausbildungen in den kulturellen Bereichen. Das würde ich heute so nicht mehr unterschreiben, wenn ich sehe, wieviele Auszubildende nicht übernommen werden oder nur mit einem Zeitvertrag.