Beiträge von Piper

    das ist selbererklärend. Die Fotosynthese sollte man zumindest mal im Biologieunterricht gehört haben

    Das sind die harmlosen Be4ispiele.

    vor mir stand mal eine Dame und sagte: "Ich suche was über Schbetredding" (ausgesprochen, wi ich es da geschrieben habe)

    Ich, total irritiert, sagte dann: Das müssten Sie mir bitte näher erläutern..." ;)

    Geschichte und Zeitgeschehen finde ich spannend, da dass gar nicht Teil der Ausbildung ist, auch wenn es natürlich hilfreich ist. Keine Ahnung was da auf dich zukommt. Vielleicht mal ein bisschen den Geschichtsunterricht rekapitulieren.

    Ansonsten kann ich mich nur den anderen anschließen, viel vorbereiten kann man sich nicht.

    Es könnten Lückentexte vorkommen, oder "welche Formulierung ist korrekt" Fragen. Wie heißt unser Bundeskanzler, die Gewaltenteilung, wie viele Bundesländer hat DE. So in der Richtung war das bei mir damals.

    Ich finde ein gutes Allgemeinwissen auch in Geschichte und Zeitgeschichte sehr wichtig in unsrem Beruf. Je nachdem, was man gefragt wird von den BibliotheksbenutzerInnen, sollte man wenigstens eine Ahnung haben, worum es geht, damit man nicht guckt wie ein Goldfisch! (z.B.: Ich brauche was über Fotosythese... dann zur Fotografieabteilung zu laufen, wäre fatal! Oder: ich brauceh was über die Weber, irgendwas von vor 150 jahren oder so: Nein: Gehe nicht zu Handarbeiten oder Handwerk ;) )

    Ich habe so einen Test gemacht - der ist allerdings 45 Jahre her ;)

    Dafür lernen bringt eigentlich nicht viel, da es echtes Allgemeinwissen ist, dass du im Laufe deiner Schulzeit gelernt hast.

    Könnte aber gut sein, dir einen Blick über die jetztige Politik zu verschaffen. Aber mach dich nicht dolle, mach das entspannt :)

    Informiere dich über das Hauptthema der Bibliothek. Unibib.: welche Studiengänge haben die da, Kirchenbib: welche Epochen werden abgedeckt, wie hoch der Altbestand ist usw.

    Mein Vorstellungsgespräch in der Musumsbibliothek in der ich seit 8 Jahren bin dürfte nicht zählen.

    a: Sind sie in der Lage daraus eine richtige Bibliothek zu machen? - Ja. (Siehe das Bild, das hier alle links haben, das ist "meine" ;) so sah die aus, als ich da anlandete. Inzwischen haben wir richtige Regale, Software, Öffnungszeiten, Bibliothekskonzept und vor allem: Alle Bücher in einem Raum.)

    b:

    Direktor: Ich mach Schwertkampf!

    Ich: Och! Ich mach Militärsäbel!

    ER: erstmal blöd geguckt und dann gelacht.

    Es ist halt das Klingenmuseum ;) Und so checkte er ab, wie ich zu scharfen Sachen stehe.

    der Aufstieg der Famis von E5 auf E6 war von der damaligen Direktorin auch ein riesen Akt mit eingelegten Widersprüchen und andere Bibliotheken wo ich im Vorstellungsgespräch war, haben E5 belächelt und gesagt, das hätten die lange hinter sich.. viele ehemalige Mitazubis haben nach der Ausbildung den Beruf auch verlassen eben weil E5 für Abitur eine geringe Bezahlung ist


    habe letztens eine Famistelle gesehen, die mit E9 bewertet ist

    Tja. Ich hoffe es klappt.

    Und solltet ihr jemals nach Salamanca kommen (Spanien) - dann besucht da die Stadtbibliothek!

    Ich bin vor ein paar Jahren dort gewesen und war begeistert! Sie ist in einem alten Frauenkloster, später Mädchenpensionat mitten in der Stadt. Ein Renaissancebau mit Innenhöfen.

    Von aussen sieht es aus wie eine Festung und innen... ließ mich sprachlos zurück. Schön gemacht.

    Im ERdgeschoß´: Ausleihe und Bücher und dann geht es im kreis immer eine Etage höher mit neuen Bücherregalen und Buchgruppen. Eine ganze Zwischenetage ist der Computer-Recherche gewidmet und we will kann in einen Innenhof zum lernen. Der ist begrünt mit Palmen, Pflanzen, Bänken, Springbrunnen.

    Fasziniert hat mich der Reisekoffer.

    Dort werden Bücher aus den Partnerstädten zum Ausleihen bereit gestellt. Ein Büchertausch regelrecht mit Portugal, Frankreich & Co. Alle paar Monate gehen die zurück an die Partnerbibliothek und es kommen neue.

    Denke die meisten wissen nicht, was die machen sollen und bevor man nix hat, ist man fami. I

    Ich war 1981 die Einzige, die sich unter 800 BewerberInnen für Stadtverwaltung und Bibliothek nur für die Bibliothek bewarb. Die meisten bewarben sich auf unterschiedliche Ausbildungsstellen. Stadtangestellte... und Bibliotheksassistentin. (So hieß er damals noch) Der Beruf war damals noch ziemlich neu, gab es est seit 4 Jahren. Nach der Ausbildung bekam ich erst einmal BAT 8 (= TvÖD 5), in einer Zweigstelle. Ausleihe, Rückgabe, Einstellen, Info.

    Mir hat das aber Spaß gemacht in der Zweigstelle. Es war familiär und die Chemie zwischen der Kollegin und mir stimmte. Und ja, sämtliche romantischen Bibliotheksträume war ich in der Ausbildung schon nach 8 Wochen los. Jedes Buch war für mich Neuland und ich schaute sie mir an! (in den ersten paar Wochen in der Ausbildung) - und dann lernte ich ganz schnell, dass dies nicht erwünscht ist. Der Ruf hinterm Regal zu stehen und zu lesen hing mir sogar von boshaften Geistern noch 10 Jahre später an. Es wurde immer wieder aufgewärmt. Da verliert man schon so einige Illusionen.

    Nach 2 Jahren bekam ich die Poststelle in der Hauptstelle für BAT 7 (=6 TVÖF) da ich da eine Kassenverantwortung hatte. Und dann Katalogisieren für BAT 5c (TvÖD 8). Zuerst nach PI, dann Voll-RAK, dann RAK-ÖB, dann kam RAK-Musikalien dazu und RAK-WB bis es zu RDA wurde. Hier wurde in erster Linie dann Formal-Katalogisierung gemacht und ich hatte noch die Geschenke zur Voll-Katalogisierung, bis ich ins Museum kam und noch einen Lehrgang dranhängen musste für Voll-Katalogisierung für historische Medien und Karten.

    Seitdem weiß ich: Ich bin eine echte Paragraphenreiterin! :P und Ungenauigkeiten im Katalogisat kann ich überhaupt nicht leiden :saint:

    in der berufsschule waren wir von rund 40 azubis auch nur 4 männer.

    bei der E2 stelle sagte eine fami, die die stellen bewerten sind meist E13 und in der verwaltung habe ich keine erklärung dafür.

    war mal mit einer befreundet, die erzieherin gelernt hat und gefragt hat, warum der stadt bücher wichtiger als kinder sind. ausgelernt hatte sie weniger als ich dann verdient..

    Das ist das Drama an der Sache.

    Und darum können die noch und nöcher Kindergärten bauen, aber die Erzieher/innen fehlen.

    Und die Famis? Die machen ihre Ausbildung und gehen dann ins Studium.

    das ist eine ziemliche Abstufung.. wenn man vom Fachkräftemangel spricht, sollte man auch bereit sein, die Kollegen anständig zu bezahlen.

    Auf Facebook in der famigruppe sprach man auch vom Lohndumping und arbeitslos hat das Jobcenter einen damals genötigt, sich da zu bewerben. Habe auch ins anschreiben reingeschrieben, dass ich mindestens E5 möchte und dann kam irgendwann ein Brief, dass das bewerbungsverfahren ohne einstellung abgebrochen wird

    Es geht um Kultur und um Bildung. beides rangiert heute als hauptsächlicher Frauenberuf.

    Ich beobachte schon länger, wie unterschiedlich Stellen in der Kernverwaltung (früher ein reiner Männerberuf und auch heute noch mindestens halbe-halbe) zu Stellen im Kultursektor oder Frezeitsektor (z.B.Schwimmbäder) bewertet werden bei ähnlichen Verantwortungen.

    Eine FaMi bekommt E5-E8, Schulsekretärin E6, Bademeistergeselle E6

    Ein*e Verwaltungsfachkraft, ebenfalls mit 3 jähriger Ausbildung, die nichts anderes macht als Rechnungsbearbeitung: E9a!

    Finde den Fehler.


    PS: Meine Schwester, seit 40 Jahren Krankenpflegekraft, keine Tarifbidung, aber angeglichen, bekommt auch nicht mehr raus als unser E8.

    die aus der verwaltung haben eh keine ahnung. die beziffern stellen auch als zu niedrig. bin ja in der gegend meiner partnerin und unseren kindes auf arbeitssuche und da habe ich gesehen, reine zeitschriftenstelle mit allem, bestellung, katalogisierung und lesesaalaufsicht E5.. wäre auf jeden fall ne verschlechterung, da hier in der bibliothek alle E6 sind. habe aber auch mal gesehen, in rheinladnpfalz wurde ein ausgebildeter fami gesucht mit reiner lesesaalstelle E2. da gabs auf facebook auch den aufruf, dass sich da keiner bewerben soll.

    und auch die höhergruppierung der Famis von E5 auf E6 klappte erst im zweiten anlauf. weiss noch, hatte mit E5 ein bewerbungsgespräch in meinen wohnort und als sie fragten, welche entgeltgruppe sie sind, da es ne E6 stelle ist, guckten die einen schief an und sagten, zum glück haben wir das hinter uns. habe aber auch städte gesehen, die für meine tätigkeiten mit E7 oder E8 ausgeschrieben haben

    Ich habe auf meiner alten Stelle E 8 bekommen. Katalogisiererin (Form und Voll), 2 kleine Lektorate, Infodienst. Als ich weg war, bekam meine Nachfolgerin nur noch E6. Allerdings ohne Lektorate.

    Und E2??? Da werden ja sogar die Ausichtskräfte im Museum besser bezahlt! Mit E4

    wie ist das denn möglich?

    Das verdanken die KollegInnen der ehemaligen Bibliothksleitung.

    Die kam ursprünglich aus der Verwaltung, war also keine Bibliothekarin.

    Erstmal entsorgte sie alle Personen durch Bossing und komplettes Kalt-stellen, die sich nicht tief genug bückten und dann wurde runtergestuft.

    Ich gehörte zu den "Entsorgten" zusammen mit einer ganzen Handvoll Anderer.

    Ich habe das Theater überlebt, wenn auch nur knapp und bin dann an die richtige Stelle versetzt worden. In der Museumsbibliothek fühle ich mich echt wohl. Die Arbeit spricht Geist und Seele an :)

    Mein Manko an Kindern und SeniorInnen gleiche ich allerdings durch ein Ehrenamt in einer KÖB aus ;)

    Sie haben jetzt aus meiner Stelle in der Museumsbibliothek eine richtige Stelle im Stellenplan gemacht. Hat nur 8 jahre gedauert.

    Das heißt auch, dass sie neu besetzt wird, wenn ich in 7 Jahre in Rente gehe und ich habe nicht für die Katz gearbeitet. Das macht mich sehr zufrieden.


    Und : mein Chef hat die Stellenbeschreibung fertig und hat denen schon verklickert, dass sie mich anständig bezahlen sollen ^^ - im Stellenplan steht jetzt tatsächlich Bibliothekarin,, obwohl ich nur ne FaMI bin, aber ich habe halt vergleichbare Fähigkeiten. Drückt mir bitte die Daumen das es wenigstens 9a wird!

    selbst wenn man es nicht versteht, hat man zwar in der klausur keine gute note, aber ist nicht nötig um die prüfung zu bestehen. gibt einige die keine einzige aufgabe richtig rechneten. in der prüfung wurde anderes gefragt und keine rechnungen, deshalb sollte man es ganz entsspannt angehen

    Wat? Das ist heutzutage egal? 8|

    Nunja. Im Beruf kann es passieren, dass es trotzdem gebraucht wird. Ich bin die Vertretung fürs Finanzwesen eines ganzen Museums (so neben dem Bibliotheksjob der dann oft den Kürzeren zieht) . Und ich kann dir daher sagen: Jep! Ich bin froh, das ich Mathe kann und Rechnungswesen. ;)

    Ich hab gerade echt erstmal nachgeschaut, ob wir vor 40 Jahren Mathe hatten!

    Nein. Nichts. (Finde ich heute noch Schade)

    Aber Rechnugnswesen. Da das aber kein Industrie-Rechnungswesen ist (hatte ich damals in der HöHa), mach dir da keine Sorgen.

    Wichtig ist da nur: pass von Anfang an gut auf, mach dir Notizen.

    Der Trick dabei ist: bekommst du den Anfang gebacken, ist der Rest ein Kinderspiel. Wer da den Anfang nicht mitbekommt oder versteht, hat schlechte Kar ten.

    die Bezahlung und das liebe Geld sind ja immer ein Thema. Gibt auch Bibliotheken, die aus Kostengründen mittlerweile in ehrenamtlichen Händen sind

    Ja. Genauso sah es hier ja auch aus bevor ich da anfing.

    Ich mache den Ehrenamtlichen keinen Vorwurf - sie sind imens wichtig, aaaaber: Ein historischer Altbestand ab dem 15. Jahrhundert gehört nunmal in Hände von Leuten, die wissen was sie tun und die sollten bezahlt werden, sonst läuft das nicht:

    Sammeln, Bewahren, ERHALTEN! Zur Verfügung stellen.

    Und am Erhalten hat es hier echt gehapert. Ich habe zwar gelernt Bücher zu Binden und gröbere Reparaturen durchzuführen, allerdings fehlt für so Manches hier der Raum und das Material. Wie z.B. Schimmel ;) Woher sollte die Dame wissen, das Schimmel in Büchern auch rosa oder grün sein kann?

    Meine 100 Schlimmsten warten inzwischen auf das bewilligen der Fördermittel.