Beiträge von Piper

    Englisch-deutsch-Übrsetzungen? Das habe ich auch noch nicht gehört!

    Verstehen kann ich es aber, da es heutzutage in Bibliotheken immer wichtiger wird und ist, eine Fremdsprache wenigstens halbwegs zu beherrschen.

    Auch in Stadtbibliotheken.

    In meiner Spezialbibliothek ist es durch sehr viel ausländisches Publikum existenziell.


    Und jetzt heißt es: Viel Glück und weiter Daumen drücken!

    Ich knne jemanden, der erst FaMi gelernt hat und dann Bibliothekswesen studierte und keinen Job als Bibliothekar bekam, also bewarb er sich als FaMi und bekam dann gesagt, er wäre ja überqualifiziert. Es hat lange gedauert, bis er dann eine dauerhafte Anstellung bekam.


    Mein Tipp: nimm Wirbelwinds Argument, dass das Referendarium nur ausserhalb NRWs möglich ist, das du fest gestellt hast, dass du für einen Job weit weg ziehen müsstest und das du Familien- und Ortsbezogen bist und da als FaMI bedeutend bessere Chancen hättest nach der Ausbildung Arbeit zu bekommen, das es dir nichts ausmacht, solange du in einem Umfeld (nämlich in einer Bibliothek) arbeiten kannst, dass du sehr liebst. Betone, was du an der Arbeit liebst, was du dir wünschst usw...

    Sprich bloß nicht davon, das dir die Masterarbeit nicht liegt oder was dir an dem Studium selbst nicht gefällt - das macht keinen guten Eindruck. Erwähnen kannst du, dass du dich mit deinem heutigen Stand deines Wissens um das Berufsfeld tatsächlöich eher als FaMI beworben hättest.


    Ich habe meine Bewerbung zur Ausbildung zwar Anfang der 1980er gechrieben und weiß, das auch damals schon (Babyboomer-Jahre) sich unglaublich viele bewarben, aber es waren bei mir nur 2 Stück.

    2 Bewerbungen, 2x Einladung zu Aufnahmetests (Allgemeinwissen), 2x Bewerbungsgespräch, 2 Zusagen - und konnte es mir dann auch noch aussuchen.

    Mir wurde in Solingen damals klar gesagt, dass ich den Ausbildungsplatz bekam, weil ich überzeugender in meiner Vorstellung war als die anderen MitbewerberInnen.

    Das Studium selbst wird dir durch die hervorragend durch die Berufsschule helfen. Ich kam damals von der Hö.Handelsschule und hatte bis auf 2 Mitschülerinnen, die den FaMI -Abschluß nachholten fast nur GymnasiastInnen in der Klasse. Ich weiß nicht, wie das Heute ist, aber ich stelle mir vor, da hat sich nicht viel drann geändert.

    Den Dudelsack. Den nehme ich immer mit zum campen.

    Neben, Gammeln, schwatzen und dudeln wird jede Sehenswürdigkeit und jedes Museum im Umkreis besichtigt. Das machen wir auch wenn wir im Ausland sind. Also Kulturlaub mit Zelt. Ich habe zwar auch immer ein Buch mit, nur bin ich in den ganzen Jahren nie wirklich zum lesen gekommen!

    In Bibliotheken gibt es das, dass FaMIs Zweigstellen leiten und auch, das sie Lektoratsarbeit übernehmen, allerdings muß das dann in ihrer Stellenbeschreibung hinterlegt sein, sonst kann es ihnen, also auch dir, jederzeit wieder abhanden kommen. Zum Beispiel bei einem Chefwechsel. Ich weiß wovon ich schreibe und ich habe darauf gedrungen, das es in meine Stellenbeschreibung kommt. Tja... Jetzt bin ich im Museum, bin dort zwar sehr, sehr glücklich, aber eine Stelle im Stellenplan gibt es da nicht.


    Wenn ihr einen Personalrat habt, sprich mit denen deine Möglichkeiten durch.

    Bei uns wird in der Verwaltung digitalisiert was das Zeug hält!,

    In der Stadtbib. werden per email alle Benachrichtigungen geschickt, wenn die leute sich dafür eingetragen haben, alle anderen bekommn noch Briefpost.

    Im Museum starten wir im November mit der Digitalisierung und in der Museumsbib. geht es dann zum neuen Jahr los.

    es werden auch Bibliotheken geschlossen, aber meist so dass es nach außen nicht weiter auffällt.

    z.B. schließt man sehr gerne Zweigstellen und sagt, die Leute können ja in die Hauptstelle kommen. Ich wäre auf jeden Fall für so ein Gesetz.

    Aber wehe die Bibliothek gewinnt irgendwo einen Brief, dann stellen sich die Politiker, die die noch schließen wollten hin und heucheln, dass sie sehr stolz sind, so eine Einrichtung zu fördern.


    Du hast vergessen, dass man auch am Erwerbungsetat sparen kann, was Kommunen auch rege nutzen. Aber zum Glück gibt es die Standing Order, sonst sähe es noch schlimmer aus.

    Stimmt! Der Erwerbungsetat!

    Ja, der schrumpft auch kontinuierlich :(

    Und ja: Zweigstellen, Autobücherei... alles weg!

    Und ja: Kaum gibt es einen Preis stehen sie alle da und lassen sich beweihräuchern.

    Es ist schon gruselig.

    Richtig. Hier kämpft mein schon seit den 1980ern für ein Bibliotheksgesetz, aber leider gelten wir immer noch als freiwillige "Maßnahme"

    Das macht es den öffentlichen Bibliotheken extrem schwer. Für ihre Träger sind sie trotz der Gebühren ein verlustgeschäft und manchmal denke ich, das die Schließung nur dadurch verhindert wird, weil es einfach sehr schlecht für die gute Reputation ist.

    Aber dafür kann man sie dann ja am Personal und an der Ausstattung zu Tode sparen ;) Nüch?!

    Oft sieht es so aus, das vor allem die armen und mit Altschulden überlasteten Komunen noch nicht einmal mehr Fördergelder beantragen können, da sie die nicht vorfinanzieren können.


    Der Vergleich zu Skandinavien hinkt also ganz gewaltig und ich empfinde ihn sogar als irgendwie ... gemein.

    Das gleiche wie bei Falconian: Dienstbibliothek im Archiv, die meisten "wertvollen Spenden" gehen direkt weiter in den Bücherflohmarkt der Nachbarbibliothek. Ich muss mich da glücklicherweise auch nicht mit meinem Chef zoffen, im Gegenteil: Meine Vorgänger:innen haben alles, was sie bekommen haben (und sei es nur "aus alter Verbundenheit" zum früheren Chef) aufgenommen, egal, wie wenig es zum Sammlungsgebiet passte. Spenden rückwirkend aussortieren macht noch weniger Spaß.

    Da sagst du was!

    Inzwischen sind sie hier inzwischen glücklich, das jetzt alles so schön übersichtlich ist.

    (Und neue Regale gibt es inzwischen auch - als nächstes wünsche ich mir maßgeschneiderte Archivboxen für die kostbaren Musterbücher, die in diesem Holzschrank stehen.)

    Und dann ist es auch noch "mühselig Brot", die Digitalisierung zu finanzieren. Ich sehe es ja an meinem eigenen Arbeitgeber (Stadt). Die haben sich eine Prioritätenliste gemacht, die Dreistellig ist, können abr erst einmal nur die ersten 23 Punkte bedienen. Wir haben mit der Digitalisierung nur Glück gehabt, da wir die Landesmittel schon bewilligt bekommen hatten, denn eigentlich stand das Museum und seine Bibliothek im unteren Drittel von der Wichtigkeit.


    Von der Corona-Krise sind wir im Museum ja auch betroffen. ich sehe es ja an den Einnahmen (ich mache als Vertretung auch das Finanzwesen). Sämtliche Führungen, Vermietungen und Veranstaltungen sind weggebrochen und bleiben auch weg. Die Bibliothek ist weiterhin geschlossen, da sie (noch) im Verwaltungstrakt auf mehrere Räume, (inkl. Büros und ein Teil liegt im Stadtarchiv) verteilt ist wegen Platzmangel. Dafür gibt es einfach kein Hygiene-Konzept! Wr dringend sucht: nur mit Voranmeldung und welche Themen ich raussuchen soll und dann können die sich damit ins geschlossene Museumscafé setzen.

    Allerdings bescheht jetzt Hoffnung. Eine Stiftung will die neuen Regale bezahlen, so das die Museumsbib. mit allen Medieneinheiten in einen großen, für Publikum freizugänglichen Raum umziehen kann.

    Das ist echt mal schöne Zukunftsmusik <3

    Tja. Mit einem Studium in Geschichte ist es aber auch nicht goldig. Chancen gibt es, wenn man Geschichte auf Lehramt studiert.

    Ein meiner Dudelsack-freunde macht das und ist jetzt im Refrendariat. Der hat gute Chancen.

    Die Historiker, die in Museen o.ä. unterkommen wollen haben echt die A..karte. Da gibt es tatsächlich mehr Chancen als FAMI. Überqualifiziert wäre er nicht, wenn er Archiv dabei nehmen würde, das läßt sich kombinieren.

    Fest steht für mich, dass ich nun mehr Möglichkeiten habe, in Extremfällen zu Hause zu arbeiten.

    Das betrifft ja nicht nur die Pandemie zur Zeit, sondern auch extreme Wetterbedingungen bei denen Urlaub oder Überstunden drauf geht.


    Beispiel: 2010 kam ich nicht zur Arbiet, dank Schnee. Nichts ging mehr - Zack! 1 Urlaubstag weg! Ich habe zu Hause Schnee geschüppt wie doof und dachte immer: ERholung sieht anders aus und jetzt wünsche ich mir den Husky-Taxi-Service!

    Oder letztes Jahr: Wir hatten fast 40 Grad in unseren Büros (und auch die Fachbibliothek), da die direkt unter einem unisoliertem Dach liegen - da rettet einen auch kein Ventilator mehr! Also bekamen wir ab Mittag Überstunden frei... ich war 3 Monate später noch damit beschäftigt, die Überstunden wieder abzubauen... so als Vollzeitkraft! Die Kolleginnen in Teilzeit hatten es da leichter.

    Die ERlaubnis, das dieses Jahr mit Homeoffice zu managen habe ich schon und zu schreiben habe ich auch genug und die Cloud ist da ein wichtiges Arbeitsinstrument.

    Z. B.: Bibliothekskonzept, Beschreibung von Arbeitsgängen... das gehört in die Abteilung Qualitätsmanagement für Museen, das bei uns gerade erst einmal im Ansatz besteht. (Finanzbuchhaltung! Habe ich letztes Jahr geschrieben ;) )

    Die Stadt hat eine Cloud eingerichtet.

    Sehr praktisch, wenn man im Home office arbeitet und keine Verbindung zum städtischen Server hat (so wie in den letzen Wochen ;) )

    Ich habe die Word-Dokumente in die Cloud geladen und als ich nach 11 Wochen wieder im Museum war, kam ich da locke dran.

    (Per email können wir nämlich keine worddocs verschicken (Viren! Viren! Alles gesperrt!)