Beiträge von Piper

    Bei mir war der Einstellungstest auch bei der Bewerbung für den Ausbildungsplatz.

    Der Erste ging über den ganzen Tag. Allgemeinwissen

    Unvergesslich die allerletzte Frage:

    Also: Anno 1981!

    "Wer ist der Ministerpräsident von SchleswigHollstein?" Das war damals Herr Stoltenberg. und ich? Total gaga nach stundenlangen gebaltem Wissen zu Mathedeutschgeschichtekunstreligionunderdkunde... schreibe: Honneker...

    Im Zug auf dem Heimweg habe ich dann frustriert meinen Kopf vor die Tür gedötscht und dachte: Die nehmen dich nie!!!! Nicht danach!

    Aber... der Rest muß es wohl rausgerissen haben. Ich durfte auch zu einem zweiten Test für die engere Auswahl aller Azubis für die Stadt Solingen kommen.

    Der Zweite war dann Spezifischer und ging über den halben Tag mit abschließendem psychologischem Gespräch. Aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Ich glaube mich zu erinnern, das ich der Psychologin erzählte, das ich Mädchenfußball spielte.

    Äh... Ja.

    ich bekam den Platz!

    Genau, das war ich in der fami-Gruppe.

    Bis zu dem Moment hatte ich garnicht kapiert, dass das dann da für alle drin ist :S und war erst etwas erschrocken über meine Dreistigkeit.

    Und ja: es sieht alle mal besser aus, als dieses Dingsda was da vorher war!

    Und ich finde es auch hier sehr hübsch. Vor allem: es paßt doch, finde ich, ganz gut.

    Gerade sah ich, das hinter jedem "Kreis" mit dem Avatar der User ein Hintergrundbild ist!

    Vielleicht ist mir das nicht eher aufgefallen, weil ich das jeden Tag sehe.

    Hinter meinem Schreibtisch in der Museumsbibliothek des Deutschen Klingenmuseums. :daumen::daumen::daumen::daumen:


    Selbstverständlich darf das Forum das Bild benutzen! ich fühle mich geehrt!


    [Blockierte Grafik: https://up.picr.de/38546407wr.jpg]


    Hintergrundwissen.

    Das ist die Militaria-Bibliothek des Carl von Veith, die über kuriose Umwege bei uns im Museum landete. Die Bücher und Landkarten sind von 1780 bis 1880 und behandeln den Siebenjährigen Krieg, die Napoleonischen Kriege (an denen Veith als junger Offizier teilnahm), Dänischer Krieg, Amerikanischer Bürgerkrieg, 1870/71. Dazu dann noch das Steckenpferd des Herrn von Veith: die Römer im Rheinland. Manche Bücher sind sehr benutzt oder haben leichte Feuchtigkeitsschäden, da sie in den letzten 100 Jahren schlecht gelagert wurden, bevor seine Urenkelkinder die Kisten bei uns abluden.

    Das Foto machte ich vor 2 Jahren, um meinen Freunden der Geschichtsdarstellenden Gilde eine lange Nase zu drehen, mit was für wunderbaren Büchern ich doch den Tag verbringe :S


    Liebe Grüße

    Arry

    In meiner alten Bücherei wurden wir alle angehalten 1x wöchentlich ein bestimmtes Kontingent an Regalreihen durchzugehen und Magazinkontrolle zu betreiben. Wichtiger noch ist es: sich das direkt anzugewöhnen, direkt beim Einstellen der Rückgaben direkt aufzuräumennund dann direkt auch links und rechts zu gucken, ob alles richtig steht.

    Wird das immer gemacht, geht die wöchentliche Magazinkontrolle nämlich recht schnell.

    Der Antrieb:

    Fragen BenutzerInnen nach einem bestimmten Buch und das soll laut Computer auch da sein, steht unsereins doch wie eine Held/in da, wenn ein Griff ins Regal reicht! Eine gute Regalordnung ist Kundenservice :)


    Annekdote am Rande:

    Als ich nach meiner Ausbildung die ersten Jahre in einer Zweigstelle arbeitete hatte die Bibliothekarin dort die schlechte Angewohntheit, mit dem Lineal (!!!) nachzumessen, ob alle Bücher alle gleich gerade gerückt im Regal standen und ob auch alles richtig stand. Wenn nicht, stand sie da und ich konnte nacharbeiten. Das war schon gruselig, aber als ich in die Hauptstelle versetzt wurde, ist mir der Drill zu Gute gekommen, da ich dadurch sehr fix und gleichzeitig sorgfältig geworden war.

    Danke, so sehe ich das auch!

    Als ich vor 2 Jahren ins Muiseum kam, um die Bibliothek zu übernehmen, müßten meine beiden Heimchen echt erst einmal "wegwerfen" lernen ;)

    Ich fide ja auch, das so ein Museum und seine Bibliothek nicht als Selbstverwirklichung jeden Spenders herhalten darf, sonst tobt da bald das Chaos.

    Wir haben unglaublich wenig Etat für neue Bücher zur Verfügung und diese Buchspende wäre schon echt Klasse und auch voll im Thema. Aber was bringt es, wenn sie nicht bei den anderen Fechtbüchern stehen, sondern im Büro des Kurators oder an einer ganz anderen Stelle. Es bringt nichts! Garnichts!

    Das Problem gibt es höchstwahrscheinlich nicht nur in Museumsbibliotheken, das habe ich auch schon in meiner alten Bibliothek (StaBi) erlebt ;)

    Der psychologisch ausgefeilte, diplomatisch korrekte Umgang mit edlen Spendern dürfte also eigentlich alle einmal treffen


    Ein Herr will uns seine Fechtbücher spenden.

    Dabei handele es sich in erster Linie um Sekundärliteratur und die erste Hälfte stände schon im Büro des Kurators.

    Ich habe also gestern den ersten Blick darauf geworfen und fand Bücher zu


    -Kulturgeschichte, Mittelalter bis frühe Neuzeit

    -Sekundärliteratur zu historischen Fechtbüchern (die Original-Fechtbücher haben wir im Bestand!)


    und bekam dann gesagt: "Die echten Schmankerl würde er noch vorbei bringen, aber..."

    Der edle Spender will die uns nur spenden, wenn wir denen eine Extra Aufstellung verpassen unter dem Titel "Das Müller-Meier-Schmitz-Archiv"!

    Also: Der Tod jeder systematischen und nutzerfreundlichen Aufstellung! ;(


    Wenn die Bücher alle von 1500 wären, könnte ich das ja noch verstehen, aber die sind alle von 1850-2000.

    Und es ist ja nicht so, das ich nicht schon einige diese "Archive" (also Spenden) aufgelöst und systematisch zu ihren Kumpels ins Regal sortiert hätte, nur da können sich die Spender nicht mehr beschweren - dafür ist es zu lange her ;)

    Mein Vorgesetzter (Kurator) versucht ihn jetzt davon zu überzeugen, das ein Aufkleber "Edle Spende von xxx" doch auch was Feines ist, da er ja eigentlich einsieht, dass eine Extraaufstellung im Grunde Unsinn ist. (Eigentlich)


    Wie sieht das eigentlich in anderen Spezial oder Museumsbibliotheken aus?

    Wie geht ihr mit solchen Spende(r)n um?

    "Jaja" sagen und dann sinnvoll handeln oder viele Ecken wo jedes Mal von A-Z neu aufgesellt ist?


    Platztechnisch ist sowas bei uns eigentlich auch garnicht möglich. (Und nochn Spender-Archiv)

    Der Plan ist zwar in einen bedeutend größeren Raum im Museum umzuziehen, aber da fehlt es noch am Geld für neue Regale, da man mit den alten Regalen nicht umziehen kann

    (Da hat sich vor 30 Jahren ein Museumsdirektor selbst verwirklicht. Es ist alles Maßarbeit ines Schreiners, die man jetzt höchstens mit der Axt auseinander nehmen kann 8o)


    Im Grunde bin ich es einfach nur leid. Hier ein Häuflein, da ein Häuflein und mit jedem Häuflein bin ich weiter weg von dem, was man den Kunden zumuten kann. Die halten einen doch für bekloppt, wenn sie was zu ritterlichen Tugenden haben wollen und dafür an 3 Stellen geschickt werden!

    Danke fürs zuhören ;)

    Huhu!

    Vorne weg: ich bin die einzige Mitarbeiterin in "meiner" Spezialbib., habe aber einen Kurator über mir, der eigentlich keine Ahnung von Bibliotheken und Bestandsaufbau hat. Davor habe ich 30 Jahre Katalogisierung und Erwerbung in einer Stadtbibliothek gemacht


    - was sind eure alltäglichen Aufgaben? - Alles, der Bestandsaufbau ist Gemeinschaftswerk zwischen Kurator und mir.

    - wie ist der Ablauf bei euch in der Bibliothek? (Teams, Abteilungen, wer ist für was zuständig?) ich mache fast alles.

    - habt ihr Entscheidungsgewalt, was gekauft wird? Nicht immer. Manchmal kommt er von einer Dienstreise wieder und hat Bücher "geshopt", ansonsten ist es eine Art von Gemeinschaftswerk.

    - müsst ihr Rechnungen prüfen? Ja. Und ich bezahle sie auch (SAP)

    - habt ihr Verantwortung über ein eigenes Budget? Nein, aber ich verwalte das Budget und informiere, wieviel noch da ist usw

    - Wo kauft eure Bib Medien? Buchhandel, Verlagsbestellungen, Autorenbestellungen

    - erhaltet ihr Medien von der EKZ? Nein,

    - wie verhält es sich mit Schenkungen? Die lektoriere ich. = die untauglichen kommen in den Bücherflohmarkt - der Rest: inventarisieren, systematisieren, katalogisieren, technische Buchbearbeitung

    - habt ihr evtl. sogar ein eigenes Lektorat? Betreut ihr ein Fach? Oder machen das nur die Bibls? Ich habe die komplette Systematik für die Bibliothek aufgebaut und betreue sie auch weiterhin.

    - was würdet ihr aufzählen, sagen, nennen, wärt ihr zum Gespräch eingeladen?

    -Aufgaben wären in der Erwerbung: Bestellen (evtl. Kurzkatalogisat zur Bestellung), Bestellung wegschicken, Kontakt mit den Buchhändlern halten, Bestellungen annehmen, Lieferung prüfen, Inventarisieren, Etat im Auge behalten, evtl. Rechnugnen bezahlen. Es kommt darauf an, wie das Team organisiert ist.

    Bei manchen Bibliotheken läuft die Erwerbung und Katalogisierung in einem Arbeitsgang (bim Inventarisieren z.B.) , bei manchen sind das 2 Paar Schuhe. Da wäre die Frage: Nach welchem System wird katalogisiert? Software? RAK oder schon umgestellt auf RDA?

    - die erste Frage wäre also: Wie ist es organisiert, wieviele KollegInnen arbeiten in der Abteilung, welches Bibliotheks-Software wird benutzt, laufen die Rechnungen auch darüber oder über SAP oder eine andere Finanz-Software...

    (Und ich hab bestimmt was vergessen)


    Ach ja, ein ehemaliger Kollege in der Stabi hatte seine Ausbildung in einer Unibibliothek gemacht. Die hatten dort keinen Etat. Ab und an durften sie mal ein neues Buch kaufen, was dann aber wohl der Dekan gemacht hat. In dieser Uni-Bib. gab es infolgedessen keine Erwerbungsabteilung und auch keine wirkliche Katalogisierung. Es kann dir also auch passieren, das du so wie ich dich alleine da wiederfindest oder wirklich alles von oben geregelt wird.

    Alles Gute und ich fände es interessant zu erfahren wie es gelaufen ist :)

    Egal wie mans macht, es ist verkehrt.

    Mir sagte eine Kollegin vor ... 30 ;) Jahren:

    ich wäre ja jetzt über 18 und solle mich dann mal endlich normal kleiden.

    Also... irgendwas Modernes a la Ende 1980er und keine 50th-Klamotten mehr.

    Der Chefin wars egal, die mochte nur keine Tattoos.

    Ich arbeite in einem Museum und das hat geöffnet.

    Nur: Ich habe jetzt (fast) 2 Wochen Urlaub.

    Das heißt: habe ich Urlaub, ist die Bibliothek für Publikum nicht zugänglich, außer jemand vom Aufsichtspersonal hat Zeit aufzupassen. Aber Beratung läuft dann leider nicht.

    Bei uns sieht es jetzt wohl so aus, dass wir uns zusammen mit der Stadtbibliothek den Koha Info-Service im Januar angucken und anhören dürfen und uns dann im gegebenen Fall dann anschließen.

    Das hätte natürlich den Vorteil, das unser neu entstehender Online-Katalog dann direkt auch über den Stadtbib.-Opac einsehbar ist und die KundInnen der Stadtbib. auch darauf Zugriff haben.

    Selbst wenn Koha vielleicht nicht in allem die Erlösung ist, was Katalogisierung angeht, aber eine Koopaeration mit der Stadtbib. wäre auch unbezahlbare Werbung! ;)


    Von der AG historische Bestände bekam ich dann auch noch den Hinweis nach unserer Herbstsitzung, dass bei der UB Mainz ein Kollege (Name habe ich im Museum) eine Abhandlung über Koha schrieb. Mit dem Herrn möchte ich aber erst im neuen Jahr Kontakt aufnehmen.


    (Und weils so schön ist: Die neue Museumsbib. wird wohl auch neue Regale bekommen :D :D :D :D :D Die Alten sind einfach gruselig!)


    In dem Sinne euch allen erst einmal schöne Weihnachten!

    Naja.

    Einen Datenimport ins neue System wird es bei uns für die Bibliothek ja in dem Sinne nicht geben.

    Es muß wirklich im Computer alles komplett neu aufgebaut werden. Wie erwähnt: Wir haben einen Zettelkatalog.

    Du mußt dir das so vorstellen, das da 50 Jahre lang "Tür auf - Buch rein - Ehrenamtliche (nicht vom Fach) schrieb eine Katalogkarte und numeriert das Buch durch - Tür zu" praktiziert wurde.

    Und diese Katalogkarten sind für mich als Katalogisiererin extremst gruselig. Ich stand am Anfang vor dem Ding wie ein Fachidiot.

    Voraussetzung für die Landesmittel sind nun auch leider eine ordentliche Bibliothekssoftware und RDA-Katalogisierung.

    Die Software für Bibliotheken die in den normalen Museums-Softwares enthalten sind, taugen leider auch nichts. Die meisten Museen mit denen ich sprach, bevorzugten also Bibliotheca, PICA, Aleph was auch immer!

    Die Archiv-Software, die unser Stadtarchiv benutzt ist so gut, das der Leiter des Archives gerne in eine Bibliothekssoftware wechseln möchte - äh... ja.

    ;)

    Deswegen frage ich ja. Das Koha & Co. in der Regel für ÖBs sind, ist klar. Nur wie ist es also, wenn man im Grunde nicht viel aus anderen Datenbanken übernehmen kann, wenn ich wirklich das meiste selber machen muß? Der komplette Aufbau also? Eine Buchbeschreibug kann ich im Endeffekt auch in einem Feld für die Inhaltsange anschließen. Da bin ich schmerzfrei.

    Hi.

    Ich möchte mich hier gerne mal einklincken :)


    Vorgestern bekam ich die Anfrage von meinem Kurator, ob ich in unserer Spezialbibliothek auch mit Koha arbeiten würde.

    Der Hintergrund ist, das unsere Stadtbib von Libero zu Koha wechseln will und die Dezernatsleitung fragte, ob wir das dann auch wollen.

    Im Moment habe ich ... einen Zettelkatalog. ;) und die Vorbereitungen zu einer Software für die Bibliothek laufen, da wir damit online gehen möchten, um den Buchbestand für die Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Inklusive Digitalisierung der wichtigsten Bücher. Nur wenn Libero wirklich in 3 Jahren den Support einstellt, hat das wenig Sinn, das wir weiter darauf spinsen.

    Was ist also mit Koha?

    Ich weiß nicht, ob ich viele unserer Medien wirklich von der DNB übernehmen kann, da wir viele wirklich antiquarische Schätzchen da stehen haben (Zeitrahmen 1534-1930 zu Fechtkunst, Handwerk, Handel ). Und: Wir sind eine Präsenzbibliothek, also Ausleihen nur im Ausnahmefall.

    Sicher ist, das wir nach RDA katalogisieren werden und auch alle weiteren Möglichkeiten dabei ausschöpfen möchten, um eine Thesaurussuche, Inhaltsverzeichnisse und Daten zu den Medien, die auch der musealen Beschreibung gerecht werden (Papierquali, Druck Illustrationen mit Tusche usw und so fort, Fadenbindung, Ledereinband...).

    Taugt Koha für diesen Anspruch ???


    Inzwischen habe ich schon einges dazu gelesen und auch in einer FB-Gruppe Hinweise und Kontaktpersonen genannt bekommen, aber ich nehme jede Meinung die ich kriegen kann!

    So wäre ich also dankbar für weitere Infos, Meinungen...

    Meine Vorbereitungszeit für ein Ja oder Nein ist einfach so enorm lang... 5, 6 Tage ;)


    Liebe Grüße

    Tja...

    Den Städten bleibt es ja immer noch frei gestellt, ob sie das dann auch nutzen wollen und wie.


    Hier erst mal ein paar Infos für die Voraussetzungen (ich arbeite in einer Museumsbibliothek, das Museum hat auch Sa, So und Feiertagsauf. Die Bib -noch- nicht.)

    1. Der Personalrat muß für die Wochened-Öffnungszeiten und den Personaleinsatz zustimmen.

    2. Die Bezahlung: Samstags ab 13 Uhr und Sonntags muß die stadt einen Ausgleich schaffen. Finanziell oder in Freizeit, da es nach dem TvÖd dafür pro stunde Zuschläge gibt. Punkt 2 ist auch der Grund, warum das mit Honorarkräften bei einigen Bibliotheken hier gemacht wird, da gelten keine Zuschläge.


    Da viele Städte ihre öffentlichen Bibliotheken personaltechnisch teilweise ja zu Tode gespart haben, glaube ich nicht, dass der Gesetzentwurf, sobald er durch ist, auch schnell umgesetzt wird. Dafür müssen dann ja finanziell und vom Personal her die Voraussetzungen geschaffen werden.