Beiträge von Sternenfängerin

    Hallo,


    ich mache derzeit die Umschulung in Bad Wildbad und habe demnächst meine IHK-[lexicon]Abschlussprüfung[/lexicon] und ich muss sagen.... naja, ich sehe die Umschulung hier mit gemischten Gefühlen. Ja, ich liebe den Beruf und ja, man kann die Umschulung überbetrieblich nur hier machen. Dementsprechend würde ich mich im Fall der Fälle auch erneut dafür entscheiden. Allerdings ohne diverse Illusionen, die ich vorher hatte.


    Ob die technische Ausstattung zeitgemäß ist...Was verstehst du denn unter zeitgemäß? :D Jeder Arbeitsplatz hat einen PC und Internet gibt es - auch wenn das gerne mal vor sich hin spinnt. Beamer und Lautsprecher für die Ausbilder-Laptops teilen wir uns hingegen schon mal gerne mit dem ganzen Stockwerk und so etwas wie Smartboards wirst du hier nicht finden. Den Umgang mit Bibliothekssoftware lernst du aber im Übrigen nicht hier, sondern während deiner Praktika (2x ein Monat, wobei eines schwerpunktfremd, also z.B. in einem [lexicon]Archiv[/lexicon] erfolgen soll + 1x drei Monate). Am Ende kommst du zwar noch mal einmal wöchentlich mit runter in die Stadtbücherei, aber bis dahin solltest du durch die Praktika bereits einigermaßen Bescheid wissen, worauf es in Ausleihe, Katalogisierung etc. ankommt, sodass du dich nur noch in Bibliothecaplus einfinden musst.


    Die Ausbilder sind im Großen und Ganzen kompetent (die aus dem Fachbereich med.Dok. habe ich persönlich auch nie gehabt - ist aber auch weniger wichtig, da die nur in der Vertiefung eingesetzt werden). Du wirst aber recht schnell merken, dass sich der Unterricht nicht mit klassischem Frontalunterricht vergleichen lässt. Häufig wird ein Skript besprochen, an dessen Ende eine eigenständige Rechercheaufgabe angesetzt wird. Die Ausbildung im BFW ist allerdings wirklich zu 90% rein theoretisch. Dir werden die gleichen Inhalte vermittelt, die du auch in der Berufsschule lernen würdest. Praxis hast du währen der Praktika und in deutlich geringerem Maße währen der Tage in der Bibliothek (kurz vor der Prüfung und 1x in der Woche - der Nährwert der Sache ist also wirklich eher gering)


    Die Praktikumssuche war für mich hingegen weniger ein Problem. Aber: Auch hier ist viel Eigeninitiative erforderlich. Man geht mit dir zwar auch mal die Bewerbungsunterlagen durch, damit das Anschreiben ordentlich aussieht, aber nach möglichen Einrichtungen suchen und dich dann konkret bewerben musst du dich natürlich allein. Wie leicht man einen Platz bekommt hängt dann vor allem auch davon ab, wie viele Einrichtungen es bei dir vor Ort überhaupt gibt. Lebst du in städtischem Gebiet (die Praktika machst du heimatnah, also bei dir vor Ort), hast du da natürlich Vorteile gegenüber jemandem, der im ländlichen Gebiet kaum Auswahl hat.


    Allerdings ist das ganze Drumherum hier eher abschreckend. Freizeitangebote stehen nur stark eingeschränkt zur Verfügung, das Essen in der Kantine ist so.... fragwürdig, dass viele Leute, die ohne Verdauungsbeschwerden hierher gekommen sind, mittlerweile welche haben. Und die ärztliche Versorgung... Ich weiß ja nicht, aus welchen Gründen du umschulen willst, aber wenn du eine intensivere ärztliche Versorgung brauchst, dann ist das hier definitiv nichts für dich. Psychologische Betreuung ist Mangelware und der für das BFW zuständige Arbeitsmediziner hat keine kassenärztliche Zulassung. Da die Einrichtung echt ab vom Schuss ist, muss man also sehen, wie man die ärztliche Versorgung organisiert. Denn ja, einen Hausarzt gibt es auch unten in der Stadt, aber viele wichtige Spezialisten erreichst du nur, wenn du den Weg nach Pforzheim auf dich nimmst.


    Wie gesagt, ich würde die Umschulung wieder machen Ich hatte jedoch auch nicht die Möfglichkeit, die Umschulung in einem Betrieb zu machen. Ist bei dir eine solche betriebliche Umschulung möglich, dann solltest du die auf jeden Fall bevorzugen. Auch weil du dann zuhause wohnen bleiben kannst. Die Internatszimmer hier sind nämlich auch nicht so super, gerade über die lange Zeit hinweg.


    Solltest du noch weitere Fragen haben, kannst du dich aber gerne jederzeit an mich wenden. :)

    Hallo,


    zur Zeit mache ich ein längeres Praktikum in der Bibliothek einer Gemeinde mit ca. 35.000 Einwohnern. Aktuell ist dort die Idee aufgekommen, dort im Herbst einen Schreibwettbewerb durchzuführen. Unklar ist uns jedoch teilweise noch, wie wir diese Idee am besten in die Praxis umsetzen.


    Bisher sind wir zu folgendem Entschluss gekommen: Wir wollen das Thema des Wettbewerbs für diesen ersten Anlauf relativ weit fassen, um möglichst viele Interessenten dafür zu begeistern. So etwas in der Art von "Die Stadt in allen Facetten". Wir hoffen, dass sich davon sowohl Leute angesprochen fühlen, die gerne Gedichte schreiben, als auch solche die lieber Kurzgeschichten verfassen.


    Ansonsten sind wir uns noch ziemlich unsicher. Was müssen wir in der Planung beachten? Wie werben wir am besten für den Wettbewerb? Aus welchen Personen sollte sich die Jury zusammensetzen und nach welchen Kriterien bewertet diese dann die Einreichungen?


    Habt ihr einen solchen Wettbewerb schon einmal selbst durchgeführt und könnt uns an eurer Erfahrung teilhaben lassen? Oder habt ihr noch anderweitige Ideen?


    Wir sind für jede Idee dankbar. :)

    Die Umschulung im BFW (Berufsförderungswerk) ist überbetrieblich. Das hat allerdings nichts mit dem Bundesland zu tun, sondern damit, was der Kostenträger angeordnet hat. Hätte der grünes Licht gegeben, wäre ich ebenfalls ganz normal in der Calwer Berufsschule gelandet. Da das hier das einzige BFW ist, das die Fachrichtung "Bibliothek" anbietet, sind hier sowieso Umschüler aus dem ganzen Bundesgebiet.


    Der größte Unterschied ist vermutlich tatsächlich der, dass wir die Praxis nur in den Praktika und in der anschließenden Vertiefung in der örtlichen Bibliothek kennen lernen. Und natürlich der, dass wir uns im Anschluss ausschließlich auf externe Stellen bewerben können. Deshalb habe ich vor allem Angst, dass Arbeitgeber zurückschrecken, weil sie mit dem ganzen Umschulungskonzept gar nichts anzufangen wissen. Immerhin habe ich schon während der Praktikumssuche häufiger die Erfahrung gemacht, mich erst mal ausgiebig erklären zu müssen.


    Dass mit der Praxiserfahrung nach der Ausbildung als Studienvoraussetzung wäre für mich soweit machbar, falls ich im Anschluss an die Umschulung eine Stelle bekomme. Ich bin momentan noch unter 30 Jahre, wäre dann also im Idealfall 31, wenn ich für ein Fernstudium in Frage käme. Also zumindest würde ich es mir zutrauen, ob man genommen ist ja noch mal etwas anderes. Wäre halt schade um das Abi, wenn es gar nichts werden würde. Aber wie gesagt: Ohne Job ist ein Studium sowieso ein unerreichbarer Traum, weil ich so ein Studium andernfalls gar nicht finanzieren könnte....

    Nein, also ich denke, da musst du keine Angst haben. Vor ein paar Jahren habe ich auch noch recht lange gebraucht, bis ich aufgetaut bin und mich lockerer verhalten habe. Ich denke, das ist ein Prozess, der bei vielen ähnlich abläuft und das weiß dein Ausbildungsbetrieb sicherlich auch. Und es gibt generell solche und solche. Manche halten eben gerne einen Smalltalk mit Kollegen und Kunden, andere konzentrieren sich lieber auf das Wesentliche.


    Wie gesagt, wenn du dich an die allgemeinen Regeln hältst, aufmerksam bist und dich um Freundlichkeit bemühst, wird es daran nicht scheitern :)

    Huhu,


    hier werden ja gerade irgendwie zwei Themen parallel besprochen, ich würde jedoch gerne beide beantworten.


    Zuerst also zur Angst bezüglich der Probezeit: Ich bin momentan zwar selbst noch in der Umschulung, habe vorher ja aber schon etwas anderes gemacht und denke, dass die Handhabung der Probezeit so ziemlich überall ähnlich aussehen dürfte: Die Probezeit hat den zweck, Leute auszusortieren, die auf ihren Job grundsätzlich wenig Lust haben bzw. sich noch nicht mal an einfach Regeln halten können.


    Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass es nicht für jeden Menschen selbstverständlich ist, sich beim Arbeitgeber zu melden, wenn man z.B. wegen einer Krankheit nicht zur Arbeit kommen kann oder dass dann schnell mal auch keine ärztliche Krankmeldung nach dem dritten Krankheitstag vorliegt. Genauso gibt es Menschen, die schnell mal patzig werden, wenn ihnen etwas nicht passt, egal von wem die Ansage kommt.


    Genau für solche Menschen gibt es eine Probezeit. Wenn du dich anstrengst, interessiert bist un dich an grundlegende Regeln hält, musst du daher keine Angst haben. Du machst ja extra eine Ausbildung, um zu lernen. Eine Steigerung im Verlauf der Ausbildung ist daher ja quasi zu erwarten und kein Meister ist vom Himmel gefallen. :)


    Zur Frage FaMI und Provinz:


    Ob du eine Ausbildungsstelle bei dir in der Gegend bekommst, hängt unter anderem davon ab, wie viele Betriebe bei dir in der Nähe zum FaMI ausbilden. Ok, irgendwie logisch.... Hast du denn schon mal bei der Jobbörse der Arbeitagentur nachgeschaut, wie groß da das Angebot in dem Umkreis ist, der für dich von deinem Wohnort aus noch erreichbar wäre?


    Allgemein ist meine Meinung zu dem Thema jedoch (bezogen auf den Fall, dass man noch keine eigene Familie hat, die einen natürlich auch an einen Ort bindet): Entweder liebe ich meine Heimat mehr oder den Beruf. Will heißen: Wenn ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, wegzuziehen, würde ich mich ausbildungsmäßig breit aufstellen und mich auf möglichst viele passende Ausbildungsstellen in der Region bewerben. Bevor ist - damals vorerst - einen anderen Weg gegangen bin, hatte ich mich nur auf FaMI-Ausbildungsstellen beworben, sondern auch auf welche im Buchhandel und irgendwann teilweise auch im Büro.


    Oder ich will unbedingt diesen einen Beruf - dann muss ich aber grundsätzlich in Erwägung ziehen, den Wohnort zu wechseln. Ich weiß, dass fällt nicht jedem leicht, ich selbst bin da eher eine Ausnahme. Aber wenn es mit der Option "diesen Beruf in dieser Gegend" nicht klappt, muss man sich irgendwann dann doch für eine Option entscheiden. Zumal eine Ausbildungsstelle in Region X leider nicht gleichbedeutend ist mit einem späteren Arbeitsplatz in Region X.

    Ich mache meine Umschulung in Bad Wildbad, das ist das einzige BFW in Deutschland, dass diese Umschulung überbetrieblich anbietet. In wieweit indisoft die Fachrichtung [lexicon]IuD[/lexicon] ausgewählt hat, weil es da vermehrt Arbeitsstellen gibt, kann ich nicht beurteilen. Ich guck immer nur im Bibliothekssektor, wenn auch rein interessehalber, weil es bei mir bis zum Abschluss noch ein Jahr hin ist. Ich denke aber eher, dass es diese Fachrichtung geworden ist, weil sich den noch kein Konkurrent "geschnappt" hat. Hier im BFW sitzen Bibliothek und [lexicon]medizinische Dokumentation[/lexicon] gemeinsam im Unterricht. Mein Kurs ist da noch relativ klein, aber größer als ca. 15 Personen werden die Kurse selten. Es machen also meist nicht mehr als 5-6 Leute die Umschulung in der Fachrichtung Bibliothek. Und hierher kommen tatsächlich Leute aus dem ganzen Land. Daher macht es Sinn, dass sich indisoft etwas gesucht hat, was es so bisher noch nicht gibt.


    Wie ich meine Umschulung gerechtfertigt habe? Nun, meine Ausgangslage ist ja ganz anders, das lässt sich kaum vergleichen. Ich bin noch unter 30 und habe krankheitsbedingt bisher noch keine abgeschlossene Ausbildung. Ich glaube, da ist das Jobcenter noch mal etwas kulanter. Außerdem war ich zum Zeitpunkt des Erstgesprächs in einer beruflichen Rehamaßnahme und habe dort im Büro gearbeitet, sowie ein einmonatiges Praktikum in einer öffentlichen Bibliothek und das entsprechende Zeugnis in der Tasche. Einen fast 20-seitigen Bericht, der mir bestätigte, dass ich für Büro- und Verwaltungstätigkeiten gut geeignet bin, hatte ich auch noch dabei.


    Wichtig war aber auch: Der Sachbearbeiter hatte keine Ahnung, was ein FaMI ist. Ich bn ja der Meinung, dass man vieles schaffen kann, wenn man erst mal den Beruf gefunden hat, der einem gefällt, der zu einem passt. Aber für die Agentur zählen eben nur Statistiken. Ich wurde nämlich schon mit einem "aber Bürokauffrau wollen Sie jetzt nicht werden? Das würden wir Ihnen nämlich nicht genehmigen, da finden Sie später keinen Job" begrüßt. Als ich ihm dann von meinem Wunsch erzählt habe, hat er auf die Liste mit den existenten Umschulungsberufen geschaut und dann nur "gibt es nicht" geantwortet. Die Liste war anscheinend schon ein bisschen älter, die Umschulung damals glaube ich erst 2 oder 3 Jahre alt.


    Ich hatte damals noch alternatives Interesse an einer Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten bekundet, auch wenn von dem Bereich eigentlich keine Ahnung hatte. Ich wollte zwar flexibel sein und auch in dem Bereich noch ein Praktikum machen, habe aber keine Praktikumsstelle gefunden. das wusste ich da aber noch nicht. Also hieß es in dem Gespräch, ich solle in den Beruf umschulen. Letztendlich ist es dann doch nur die Umschulung zum FaMI geworden, weil ich dann doch noch mal selbst gegoogelt und eben das BFW hier gefunden habe. Damit war dann aber auch klar, dass mir der Bearbeiter mit fehlerhaftem Material gegenübergetreten ist. Noch ein Eignungstest mit spätere Auswertung und die Frage wo und was ich umschule hatte sich erledigt. Zum Glück, ich habe ja dann noch ein 2 1/2 monatiges Praktikum in einer Bibliothek gemacht und wäre schon enttäuscht gewesen, wenn ich mit Verwaltungsfachangestellter ins unbekannte Wasser gestoßen worden wäre.


    Meine Erfahrung ist deshalb auch immer (und das betrifft nicht nur Gespräche zur Umschulung): Beim Jobcenter ist es immer ganz wichtig, wem du gegenüber sitzt und in welcher Stimmung die Person ist. Denn die Sachbearbeiter entscheiden oft ziemlich subjektiv. In meiner Rehaeinrichtung haben viele später eine Umschulung bzw. überbetriebliche Ausbildung gemacht. Da haben nicht immer die mit den besten Argumenten das beste Angebot bekommen. In solchen Fällen kann es dann auch ganz praktisch sein, wenn dich jemand begleitet, dessen Wort "Gewicht hat". Mich hat beim ersten Termin meine rehainterne Psychologin begleitet, die den Bericht verfasst hat und gleichzeitig Leiterin der beruflichen Reha ist. und manchmal ist es auch einfach gut, wenn überhaupt eine Vertrauensperson dabei ist, damit man manche Dinge später mit einem Zeugen belegen kann.


    Hast du denn vom [lexicon]Archiv[/lexicon] nur eine mündliche Zusage oder existiert da auch etwas schriftliches? Für den Anfang würde ja erst einmal auch eine ausgedruckte Email und das Versprechen, offizielle Dokumente schnellstmöglich nachzureichen, genügen.

    Als Person, die gerade eine überbetriebliche Umschulung in der Richtung Bibliothek macht, sage ich: Wenn du die Möglichkeit einer betrieblichen Umschulung hast, dann nutze sie. Ich kenne "indisoft" zwar nicht, aber wenn es bei diesem Träger ähnlich abläuft wie hier, dann hättest du in einem Betrieb definitiv mehr Praxiserfahrung. Und die ist später bei Vorstellungsgesprächen mitunter ausschlaggebend. Ich frage ein paar Threads weiter unten nicht umsonst, wie viele Teilnehmer überbetrieblicher Umschulungen später tatsächlich einen ausbildungsbezogenen Job gefunden haben.


    Bezüglich der Frage, ob du überhaupt noch wechseln kannst: Bei mir im Kurs haben zwei Teilnehmer nachträglich die Umschulung gewechselt. Wie schnell, flüssig und ob das überhaupt klappt, hängt dabei von mehreren Faktoren ab:


    1. Was war der ursprüngliche Grund für die Genehmigung zur Umschulung. Gibt Menschen, da ist klar, dass sie z.B. gut im Büro bzw. am Computer untergebracht sind und Wackelkandidaten, bei denen es letztendlich doch mal "versucht" wird.


    2. Wer ist der Kostenträger. Ich weiß jetzt zwar nicht mehr, wer die strengeren Maßstäbe ansetzt, Jobcenter oder Rentenversicherung, aber da gibt es wohl Unterschiede.


    3. Wie lange läuft deine jetzige Umschulung schon. Jemand, der nach 2 Wochen oder gerne auch noch nach dem ersten Praktikum wechseln will, hat natürlich bessere Chancen, als jemand, der dies 4 Wochen vor der [lexicon]Abschlussprüfung[/lexicon] möchte. Irgendwie aber auch verständlich, die Umschulung kostet den Kostenträger ja auch eine Menge. Ist die Umschulung schon weit voran geschritten, lässt er es also vermutlich auch eher mal darauf ankommen.


    4. Wie begründest du deinen Wechselwunsch. Das ist meiner Meinung nach der ausschlaggebende Punkt. Es wird vermutlich zu einem Dreiergespräch zwischen einem Vertreter deines jetzigen Umschulungsortes, einem Vertreter des Kostenträgers und dir kommen. Je stichhaltiger deine Argumente sind, desto weniger kann man dagegen vorbringen. Da kann es dann auch hilfreich sein, sich vorab eine Liste mit Argumenten zu erstellen und diese dann zum Gespräch mitzunehmen.


    PS: Ich habe mir die Homepage des Anbieters indisoft gerade mal angeschaut. Sicher, dass von denen auch die Fachrichtung [lexicon]Archiv[/lexicon] angeboten wird? Auf der Homepage ist nämlich nur die Fachrichtung [lexicon]IuD[/lexicon] mit Starttermin Mitte Februar vermerkt.

    gegessen: Brezel
    getrunken: "Der Grüne mit Zitrone-Kaktusfeige" von Pfanner
    gedacht: Mist, hätte ich das gewusst. Dann wäre das also doch gegangen.
    gehört(Musik): Serj Tankian- Weave on
    gesehen(TV,Kino): ARD mit titel, thesen, temperamente
    gewünscht: meinen Umzug
    verschenkt: ein Kerzen-Selbstmach-Set und eine Wunschbohne

    Hallo,
    befinden sich hier eventuell Absolventen von Umschulungen zum FaMI im Allgemeinen und von der im BFW Bad Wildbad im Besonderen? Ich mache die Umschulung in der Fachrichtung Bibliothek dort momentan und würde mich dafür interessieren, in Erfahrung zu bringen, wie der berufliche Werdegang im Anschluss verlief. Also der von überbetrieblichen Umschülern.


    Leider hört man oft, dass sehr viele direkt vor der [lexicon]Abschlussprüfung[/lexicon] noch keine gesicherte Stelle haben, ihnen also quasi Arbeitslosigkeit droht. Aber danach bricht der Kontakt nun einmal zumeist auch ab, sodass sich daraus keine objektive Meinung bilden lässt. Ist man denn als Umschüler deutlich benachteiligt oder lässt sich das so pauschal nicht sagen? Meine Befürchtung wäre beispielsweise die geringere Praxiserfahrung. Fünf Monate im Praktikum lassen sich nun einmal nicht mit einer regulären Arbeit im Ausbildungsbetrieb über zwei bis drei Jahre vergleichen.


    Und was hättet ihr für Tipps, damit sich eine Arbeitslosigkeit im Anschluss an die Umschulung vermeiden lässt. Mein vorrangiger Plan dahingehend ist nämlich momentan, nach der Umschulung noch ein Fernstudium dran zu hängen (habe Abitur). Außerdem möchte ich mich noch beim Berufsverband anmelden, damit ich eventuell die Chance habe, da noch die ein oder andere passende Fortbildung mitzumachen.


    Ich bin für jeden Ratschlag dankbar. Zur Info: Ich habe bisher ein Jahr der Umschulung hinter mir und bereits zwei einmonatige Praktika absolviert. Das dritte, dreimonatige, steht von Mai bis Juli an. Wenn alles gut läuft bin ich dann Ende Januar 2016 fertig.

    Ohne ins Detail zu gehen. Ich selbst nehme an einer Umschulungsmaßnahme in einem BFW teil. Allerdings weder in Bad Pyrmont noch in der Fachrichtung [lexicon]medizinische Dokumentation[/lexicon]. Bis zur Vertiefung im letzten halben Jahr sitzen jedoch alle FaMIs im selben Unterricht. Bis jetzt beschränkt sich bei uns der praktische Unterricht auf Datenbankerstellung und -verwaltung auf einen dreiwöchigen Access-Kurs. Generell werden bei uns die praktischen Kenntnisse auch eher innerhalb der insgesamt drei Praktika während unserer Umschulung vermittelt. Und da hängt das vermittelte Wissen eben teilweise auch ziemlich stark vom Praktikumsbetrieb ab.


    Wie Theo Retisch aber schon schrieb wäre es wahrscheinlich das Beste, wenn du einfach mal in Bad Pyrmont anrufst, dich informierst und vielleicht auch mal einen Besichtigungstermin vereinbarst. Hier bei uns gibt es zudem beispielsweise die Möglichkeit, an einer einwöchigen Arbeitserprobung teilzunehmen. Natürlich steigt man da noch nicht völlig durch die Ausbildung durch, aber man bekommt immerhin eine Tendenz angezeigt, ob die Ausbildung für einen geeignet ist.

    Hallo,


    ich wüsste jetzt persönlich nur von aktuellen [lexicon]RDA[/lexicon]-Schulungen, habe mich eben auch mal kurz umgeschaut und kein [lexicon]RAK[/lexicon]-Fortbildungsangebot gefunden. Vermutlich genau aus dem Grund, den du angesprochen hast: Die Regeln gelten nur noch ca. ein Jahr und eigentlich sollen Fortbildungen ja einen längerfristigen Nutzen haben.

    gegessen: Sauerbraten
    getrunken: Wildkirsch-Eistee
    gedacht: Ferien sind etwas Tolles
    gehört(Musik): Imperfect Harmonies von Serj Tankian
    gesehen(TV,Kino): American Horror Story
    gewünscht: dass ich morgen erfolgreich bin
    verschenkt: Wanderpäckchen mit diversen Kleinigkeiten

    Ich halte es wie Wirbelwind: Einmal die komplette Berufsbezeichnung, am besten in einem Atemzug, um mein Gegenüber zu verblüffen. Immer auch schon mit dem Anhängsel "Bibliothek", weil das im ganzen Namen wohl auch wieder der einzige Begriff ist, mit dem man spontan etwas anfangen kann. Sehe ich dann, dass die Person nach wie vor nicht weiß, in welchem Bereich ich tätig bin, erwähne auch ich, dass das früher "Bibliotheksassistent" hieß und dass man deshalb viele in der Bibliothek anfallende Arbeiten übernimmt.

    Ok, es ist natürlich blöd, wenn deine Arbeitsvermittlerin weiß, wie es mit den Stellen aussieht. Ich hatte da mehr Glück, mein Vermittler kannte den Beruf überhaupt nicht und wollte auch nicht recherchieren, was sich dahinter verbirgt. Da von Vornherein lediglich feststand, dass es etwas in der Richtung Büro und Verwaltung sein sollte, gab er mir nur auf den Weg: "Alles außer Bürokauffrau, da gibt es zu viele Leute für zu wenig Stellen." Ich bin nämlich der Meinung, dass jeder zumindest eine Chance hat, einen Job zu finden, wenn er engagiert, mit den nötigen Noten ausgestattet ist und die grundsätzliche Möglichkeit besitzt, den Wohnort flexibel zu wählen. Überbetriebliche Ausbildungen sind zudem sowieso schon suboptimal, zumal meine Alternative eine zur kommunalen Verwaltungsfachangestellten geworden wäre. Ich muss so oder so um einen Arbeitsplatz kämpfen, da mache ich das lieber bei einem, der mir möglichst gut liegt.


    Aber wenn du deine Vermittlerin doch noch umgestimmt kriegen solltest und dir der Schwarzwald nicht zu weit weg ist: Die Kurse in Bad Wildbad finden auf jeden Fall statt, die Gruppen sind aber trotzdem überschaubar. Mehr als ein Dutzend Leute sind es normalerweise am Anfang nicht, davon fällt ein Teil noch mal aus unterschiedlichen Gründen im Laufe der Zeit weg und in der Vertiefung wird man dann auch noch mal nach Fachrichtungen getrennt, sodass man dann nur noch mit 2-4 Leuten zusammenlernt.

    Vielen Dank, das ist genau das, was ich gesucht habe. :)


    Ja, ich habe es auch als übersichtlich in Erinnerung. Wobei ich Bibliotheca plus persönlich etwas besser fand. Das hängt aber wahrscheinlich auch nur mit meiner persönlichen Affinität zu ÖBs zusammen. :D