Beiträge von gwen211

    Guten Morgen,

    ortsgebunden zu sein, ist so oder so etwas schwierig. Man muss schon damit rechnen, nach der Ausbildung evtl. wegziehen zu müssen.

    Während der Ausbildung habe ich ein Praktikum in einem Krankenhaus gemacht und da kannten sie den Beruf FaMI gar nicht. Ich glaube, medizinische Dokumentare werden oft noch separat ausgebildet. In dem Krankenhaus waren es sogar Quereinsteiger, die das Archiv betreut haben.


    LG

    Hi!


    Die Ausbildung ist so ausgelegt, dass das - ganz theoretisch - möglich sein sollte. Die anderen vier Fachrichtungen werden zwar besprochen (inkl. Klassenarbeiten), allerdings ist es trotzdem eher oberflächlich. War zumindest mein Eindruck. Kommt auch ein bisschen darauf an, wie die Klassen zusammengestellt sind. Bei mir waren es die Fachrichtungen Archiv und Bibliothek, dementsprechend wurden diese intensiver behandelt.

    In der Praxis sieht es wohl leider so aus, dass die Arbeitgeber meist FaMIs "ihrer" Fachrichtung bevorzugen.

    Ich würde empfehlen, schon während der Ausbildung sehr viele Praktika zu machen, dann hat man evtl. eine Chance.

    Trotzdem würde mich aber interessieren, warum du dich nicht von Anfang an in dieser Fachrichtung ausbilden lässt. Liegt es am knappen Angebot?



    LG

    Gwen

    Dir muss aber klar sein, dass es FaMI-Stellen nicht wie Sand am Meer gibt und je nachdem, ob du vom Ausbildungsbetrieb übernommen wirst oder nicht, kann es schon sein, dass du weiterziehen musst.

    Kann ich nur so unterschreiben. Das Argument, auf diese Weise nicht mehr "herumziehen" zu müssen, ist bei diesem Beruf nur bedingt sinnvoll. Aus meiner eigenen Erfahrung ist das quasi unmöglich, selbst wenn man einigermaßen in der Nähe bleibt bzw. im Bundesland.

    Wenn man Pech hat, darf man auch schon während der Ausbildung ziemlich pendeln, denn so viele Berufsschulen, die FaMIs ausbilden, gibt es gar nicht in Deutschland. Hatte z.B. Klassenkameraden, die aus dem benachbarten Bundesland in die Berufsschule kommen mussten.

    Hallo Manuel,

    ich habe meine Ausbildung mit Ende 20 angefangen und es gab in meinem Jahrgang auch andere Schüler, die in dem Alter waren.

    Das spielt also tatsächlich keine so große Rolle!

    Ehrlich gesagt hätte ich in deinem Fall eher die Sorge, gleich als "überqualifiziert" eingestuft zu werden.

    Vor der Ausbildung habe ich auch studiert und man muss ohnehin schon darauf gefasst sein, in den Vorstellungsgesprächen glaubwürdig zu erklären, warum man denn bitte noch eine Ausbildung anfangen will. Das gilt auch schon für Studienabbrüche. Mit einem abgeschlossenen Master stelle ich mir so ein Gespräch noch abenteuerlicher vor.

    Wäre es nicht sinnvoller, noch während des Studiums einige Praktika und danach evtl. eine bibliothekarische (berufsbegleitende) Weiterbildung zu machen, die deinen Abschluss ergänzt?

    Ich kenne Historiker, die in Bibliotheken arbeiten, es ist also nicht allzu abwegig.

    Letztlich muss man aber natürlich das machen, was einen erfüllt!

    VG