Beiträge von Tsundoku

    Hallo zusamnmen!


    Wollte mich noch einmal für die zahlreichen Tipps bedanken.

    Habe nach vieeelen weiteren Absagen diese Woche endlich

    eine Zusage und die Aussicht auf eine Zusage von zwei ÖBs

    bekommen!


    Man hat also selbst mit einem (Fast-)Masterabschluss eine Chance

    und ich finde es so toll, diese Chance bekommen zu haben.


    Ich freue mich total und muss das erstmal feiern jetzt! :D


    Liebe Grüße

    Hallo an Alle!


    Erst einmal vielen Dank für die netten Antworten :)


    Wirbelwind Das mit dem Referendariat ist so eine Sache, da es das nicht in NRW gibt, müsste ich ja sogar mindestens 2 Jahre wo anders leben, was schon eine echt lange Zeit ist. Ebenso steht auf einer der Infoseiten "Bei Bewerberinnen und Bewerbern geistes- und sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen ist als zusätzliche Qualifikation die Promotion erwünscht" und die Auflistung der nötigen Kompetenzen schüchtert mich auch ziemlich ein. Vielleicht bausche ich das zu sehr auf in meiner Vorstellung, aber es wirkt schon so, als wäre das ein enormer Sprung vom FaMI zum wiss. Bib. und da sehe ich mich ehrlich gesagt nicht. Ich hab auch nicht das Gefühl, ein gutes Allgemeinwissen zu haben, was wahrscheinlich auch Voraussetzung ist. Mich bei WBs als FaMI zu bewerben ist aber definitiv etwas, das ich nächstes Jahr (dieses Jahr ist schon zu spät) machen werde, das hatte ich nicht so auf dem Schirm!


    Piper Wow das hätte ich nicht gedacht, dass man als Bibliothekar schlechtere Jobchancen hat, als als FaMI! Gute Tipps für mein nächstes Interview, danke, das werde ich alles noch mal verinnerlichen :) Scheint wohl auch echt Zufall zu sein, ich kann mir vorstellen, dass sich in einer Stadt total viele bewerben und in der Nachbarstadt kaum einer, da muss man dann wohl wirklich einfach so viele Bewerbungen raushauen wie nur möglich. Überzeugender zu sein als andere Bewerber ist das, womit ich mich schwertue, daran muss ich definitiv noch arbeiten :D


    markus89 Es ist mir absolut bewusst, dass ich als FaMI weniger verdienen würde. Mir ist in den letzten Jahren durch meine erste Berufserfahrung in Studentenjobs aber klar geworden, dass ich jemand bin, der große Herausforderungen nicht so sehr mag und lieber ein beständiges, angenehmes Arbeitsumfeld hat, also Führung wäre nicht einmal etwas, worauf ich hinausarbeiten wollen würde. Ich studiere Japanologie und bin in anderen Bereichen auch nicht wirklich begabt, weswegen so etwas wie Informationswirtschaft oder Data Science für mich unmöglich zu schaffen wäre (allein schon wegen Mathe).


    Falconian Japanologie! Dachte früher immer, dass ich gerne in Japan leben oder in einer japanischen Firma in Deutschland arbeiten wollen würde. Ähm nein danke, hab bei genug Freunden gesehen, wie man dazu gezwungen wird, sich kaputt zu arbeiten (selbst in japanischen Firmen in Deutschland), weswegen das für mich mittlerweile außer Frage ist. Es gibt zwar auch viele andere coole Möglichkeiten, die tun sich aber nur alle Jubeljahre auf und die Konkurrenz ist leider gigantisch, das ist dann schon wie ein 6er im Lotto einen coolen Job mit Japanbezug zu finden. Klingt jetzt vielleicht doof, aber ich wäre mit Bücher zurückräumen und Thekendienst schon total zufrieden. Öffentlichkeitsarbeit machen zu können wäre natürlich ein tolles Extra, wäre für mich aber kein Muss. Das mit dem Praktikum ist aber eine wirklich tolle Idee! Möchte mich, wenn es dieses Jahr nicht klappt, nächstes Jahr noch einmal überall bewerben wo ich kann (dann wohl oder übel aber schon mit abgeschlossenem Master, da meine Prüfungsordnung ausläuft und ich die Masterarbeit jetzt anmelden muss), aber dann könnte ich die Zeit bis zum nächsten Bewerbungszyklus ja für Praktika nutzen :)


    Karibou Das hatte ich schon so versucht mit dem "ich möchte aus den Gründen xyz unbedingt FaMI werden!", aber hinterher hab ich mich gefragt, ob das nicht irgendwie zu übertrieben klang, da muss ich mir definitiv fürs nächste Gespräch noch mal genau überlegen wie ich das besser rüberbringen kann! Falls es bei diesem Durchlauf nicht klappt, möchte ich mich nächstes Jahr noch einmal bewerben, weswegen das mit dem Praktikum eine super Idee ist. Kann man da einfach Bibliotheken anschreiben und nach einem unbezahlten Praktikum fragen? Gibt es da eine Mindestdauer die empfehlenswert wäre? 3 oder sogar 6 Monate?


    Mela89 In welchem Bundesland war das denn mit der Azubine, die schon einen Magister hatte? War das denn auch für die FaMI-Ausbildung oder etwas anderes? Das gibt mir definitiv Hoffnung, es scheint also zumindest nicht unmöglich zu sein :)


    Viele Grüße

    Hallo zusammen!


    Ich bin 27 Jahre alt, mache momentan meinen Master und habe Anfang dieses Jahres den Entschluss gefasst, FaMI zu werden. Nun habe ich schon einige Beitragsersteller gesehen, die fragen, ob sie zu alt sind. Mich würde aber eher interessieren, ob man mit einem Master definitiv als zu überqualifiziert gilt? Es scheint wohl zumindest eine Person zu geben, die mit Magister in der Berufsschule saß, aber da weiß man ja auch nicht, welche Umstände dazu geführt haben.


    Ein bisschen mehr zu meinen bisherigen Bemühungen:

    Ich wohne im Ruhrgebiet und habe circa 25 Bewerbungen abgeschickt (fast nur für Stadtbibliotheken). Da es mir sehr wichtig ist, in der Gegend hier zu bleiben, habe ich mich wirklich überall im Umkreis beworben, wo es nur ging. Leider habe ich direkt nach der Bewerbung über 5 Absagen bekommen und 2 Absagen nach einem Interview gekriegt. Es laufen zwar noch einige Bewerbungsprozesse, aber langsam mache ich mir Sorgen, dass meine Chancen eher schlecht sind, so wie es mir eigentlich auch jeder in meinem Umfeld vermitteln möchte. Auch frage ich mich, ob 25 Bewerbungen nicht zu wenig waren, aber ich habe schon etliche Stunden in diese Online-Tests gesteckt und mehr hätte ich vermutlich wirklich nicht hingekriegt. Man hört ja immer wieder von Leuten, die 70-100 Bewerbungen abschicken und da frage ich mich, wie man das hinkriegen soll. Gerade wenn man kein Auto hat ist es während Corona ja auch total anstrengend, fürs Interview in neue Städte zu fahren, in denen man sich nicht auskennt und teilweise sehr lange Wege auf sich zu nehmen. Es steckt schon ein enormer Aufwand dahinter. Das ist wohl der Nachteil an der FaMI-Ausbildung, dass sie meistens nur 1-2 Mal pro Stadt angeboten wird ;(


    In meinem letzten Interview wurde ich am Ende gefragt, warum ich denn nicht einfach den Master zu Ende mache und dann ein zweijähriges Bibliotheksreferendariat

    beginne. Ich hab dargelegt, dass ich mich durch den Master quäle (natürlich nicht in der Wortwahl :D) und eigentlich genug von uni-ähnlichen Zuständen habe (so müsste man am Ende des Referendariats eine Arbeit im Umfang einer Masterarbeit anfertigen, was für mich jetzt schon absoluter Horror ist und was ich seit Monaten vor mir herschiebe und mich verzweifeln lässt) und so ein Referendariat in NRW z,B. auch gar nicht angeboten wird.


    Zusätzlich muss ich aber sagen, dass das Studium und eine "wissenschaftliche Laufbahn" für mich absolut nichts ist. Ich habe es tatsächlich eher aus Glück soweit geschafft (mein Studiengang ist wiiirklich leicht im Vergleich zu anderen) und auch meinen Eltern zuliebe habe ich vermutlich viel Energie reingesteckt/mir eingeredet, dass ein Studium der einzig "richtige" Weg ist. Durch erste Arbeitserfahrungen während des Masters habe ich aber festgestellt, dass ich ein Mensch bin, der Spaß am Job braucht und mit viel Verantwortung/Herausforderungen/Leitung nicht klarkommt, weil er sonst krank wird. Hat jemand vielleicht Tipps, wie ich in einem nächsten Gespräch darlegen könnte, dass trotz meines Masters eine Ausbildung deswegen viel besser zu mir passt? Stress gibt es natürlich in jedem Job, aber je nach Position gibt es da ja auch enorme Unterschiede.


    Ich habe die Vermutung, dass viele davon ausgehen, dass ich anfange, mich während der Ausbildung unterfordert zu fühlen und deswegen dann abbreche. Jahrelang für einen spezifischen Job eingearbeitet zu werden ist für mich aber tausend Mal besser, als das Studium abzuschließen, dann ins kalte Wasser geworfen zu werfen und nach kürzester Einarbeitung selbst zuzusehen, wie man im neuen Job klarkommt....und da ich zwar grob weiß, was ein FaMI macht, aber nicht genau einschätzen kann, in welchem Ausmaß welche Aufgaben anfallen, fände ich es als Begründung, warum ich nicht auf den Job des Bibliothekars hinarbeite, schwierig z.B. zu sagen "ich will keine Verantwortung/viel Stress im Job", da es ja wahrscheinlich sehr wohl Aufgaben gibt, bei denen FaMIs Verantwortung tragen oder es öfters zu stressigen Situationen kommt. Zu sagen, dass das Studium der falsche Schritt für mich war, kommt vielleicht auch etwas merkwürdig, da ich den Master fast abgeschlossen habe. Ob dann das Argument "ich bringe Sachen gerne zu Ende" zieht, da bin ich mir auch nicht so sicher. Ich habe leider auch viel zu spät gemerkt, was ich mal mit meinem Leben anfangen will und auch zu spät gemerkt, was meine Stärken sind und welche Art der Arbeit mir liegt und welche nicht. Hätte ich die Chance, noch einmal "von vorne" anzufangen, hätte ich mich vermutlich direkt für die FaMI-Ausbildung entschieden...


    Beim ersten Vorstellungsgespräch kam das Thema der Überqualifizierung z.B. auch gar nicht auf und ich war nicht sicher, ob ich von mir aus darauf eingehen soll, um direkt irgendwelche Bedenken zu zerstreuen oder ob es überheblich wirkt. Überraschenderweise wurde mir in beiden Vorstellungsgesprächen, in denen ich war, mitgeteilt, dass händeringend FaMIs gesucht werden, was meiner bisherigen Erfahrung irgendwie widerspricht, da bei beiden Interviews schon ziemlich viele Bewerber da waren. Liegt das daran, dass weniger FaMIs ausgebildet werden, als gebraucht werden? Es fällt mir auch schwer, einzuschätzen, was genau einen beim Bewerbungsgespräch von anderen abheben könnte.


    So, ich hoffe das ist nicht alles zu wirr geschrieben, es ist länger geworden, als ich dachte. Es würde mich sehr freuen, von Erfahrungen zu hören oder vielleicht auch den ein oder anderen Ratschlag zu kriegen.


    Viele Grüße