Es gibt die Fachrichtung für FaMIs in Dokumentation, aber du meinst wahrscheinlich einen anderen Beruf. Ich glaub nicht, dass diese Gruppe hier vertreten ist.
Beiträge von Falconian
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Hey Leute,
ich hätte noch eine Ergänzung an Fernstudiengänge die man trotz Arbeit als FaMI machen kann. Das ganze erscheint mir unter Umständen als Sinnvoll, für die Fachrichtungen Archiv und Bibliothek.
Als Archiv Fami hatte ich erst in Potsdam angefangen, aber das war mir nicht Familienfreundlich genug und die Präsenzpflicht war mir trotz FERNweiterbildung zu häufig. Außerdem ist es auch sehr teuer.
Ich habe also weiter gesucht und folgendes gefunden: Fernuniversität Hagen, Bachelor Kulturwissenschaften
Das ganze lässt sich in Voll-, oder Teilzeit studieren. Statt drei also sechs Jahre, man kann aber auch jederzeit mehrere Module belegen und das ganze etwas beschleunigen, oder auch Pausen einlegen. Die Reihenfolge der Module die man studiert ist größtenteils auch frei und man kann nach Interessen aussuchen. Außerdem hat es einen beruflichen Zusammenhang.
ZitatEin Bachelor of Arts im Bereich der Kulturwissenschaften eröffnet Absolventinnen und Absolventen eine Vielzahl beruflicher Möglichkeiten bei öffentlichen wie privaten Arbeitgebern.
Hierzu zählen unter anderem:
- Verlage, Presse, Rundfunk, Fernsehen
- Museen, Bibliotheken und Archive
- Akademien und Weiterbildungseinrichtungen
- Verbände, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften
Das ganze lässt sich nahezu vollständig aus der Ferne studieren (je nach Seminar und Modulbelegung, hier muss man aufpassen) und kostet viel weniger als Potsdam (ca. 3000 € statt ca. 10000 €)
Natürlich ist es kein Bibliotheks- oder Archivstudium im klassischen Sinne. Man sollte sich das also gut überlegen und vielleicht mit dem Arbeitgeber absprechen, ob dieser Bachelor Chancen auf höherwertige Stellen ermöglicht. Auch soll es sehr fordernd sein. Das Studium hat drei Fachschwerpunkte, Geschichte, Literatur und Philosophie, von denen man einen komplett studiert. Die restlichen ECT macht man dann nach freier Wahl voll. Als FaMI Archiv würde ich natürlich zu Geschichte raten und für die FaMIs Bibliothek zu Literatur.
Ich halte das auf jeden Fall für eine gute Alternative, wenn man ein Studium sucht, welches man neben dem Beruf absolvieren kann.
Das Studium starte ich jetzt und kann gerne mehr erzählen, sobald ich Erfahrungen gesammelt habe und falls Interesse besteht.
Liebe Grüße

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Auf der Internetseite der Archivschule Marburg werden viele Stellen im Archivwesen ausgeschrieben. Das Stellenportal wurde vor kurzem überarbeitet und der Link hat sich verändert.
Hier der aktuelle Link zu den Ausschreibungen:
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Hier sind auch noch ein paar Erfahrungen zu diesem Thema:
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Huhu,
ich finde die Fernweiterbildung in Ordnung. Hier meine Eindrücke.
Negativ
- Leider muss man vier mal im Jahr für je zwei Tage (+ Anreise / Abreise Tage) dort hinfahren. Das heißt zu den 8000 Euro kommen dann noch die Reisekosten, Übernachtungskosten, Versorgungskosten und schon bist du bei 12000 Euro, je nachdem wie weit du fahren musst. Dann musst du natürlich die Tage die du dort bist Urlaub nehmen, bzw. 5 Tage davon kann man als Bildungsurlaub nehmen. Wenn man Glück hat, übernimmt der Arbeitgeber ja was davon. Ansonsten ist das halt Urlaub. Wenn dann die Deutsche Bahn nicht mitspielt, was sehr wahrscheinlich ist, macht das ganze umso weniger Spaß.
- Die Termine vor Ort könnten auch ohne Probleme digital veranstaltet werden, aber man möchte gerne die Leute live sehen. Wenn dann ein Dozent krank ist, ist man halt umsonst dahin gefahren.
- jedes Modul kostet 260 Euro. Das heißt man hat immer vor Augen, dieses Seminar hat mich jetzt 260 Euro gekostet. Wenn das dann ein Thema war, welches schlecht vorbereitet war, oder inhaltlich einem nicht weiterbringt, ist das etwas demotivierend, wenn man da das Geld aus dem Fenster fliegen sieht.
Positiv
- Die meisten Dozenten sind gut bis sehr gut.
- Die Themen sind meistens hilfreich, auch für den Arbeitsalltag. Man merkt wie man dazu lernt und das in der Arbeit auch anwenden kann.
- Die Organisation/Verwaltung ist meistens gut, sehr freundlich und hilfsbereit
Sonstiges
Du hast halt 4 Jahre lang Kurse, schreibst Hausarbeiten, arbeitest alleine und in Gruppen und hast eine digitale Plattform auf der alles abläuft. Dort sind die Lernmaterialien und dort reicht man seine Arbeiten ein. Wenn du den Bachelor machen möchtest wirst du dich gegen Ende hin dafür anmelden und dann in das Studium eingestuft. So kann man dann die Bachelor Arbeit schreiben. Das ganze verlängert sich dann um ein Jahr. Also insgesamt 5 Jahre dann.
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Da es in jeder Stadt/Gemeinde/Kreis ein Archiv gibt, gibt es auch viele Stellen. Aber man muss Flexibel sein. Wenn dir egal ist, in welcher Stadt du wohnst, findest du viele Stellen im Archivbereich. Du kannst aber auch in der Verwaltung arbeiten ohne eine neue Ausbildung machen zu müssen. Ausschlaggebend hierfür sind die Voraussetzungen in den Stellenausschreibungen. Häufig werden als Voraussetzung nur eine drei jährige Ausbildung (egal welche) oder eine kaufmännische Ausbildung (Fami ist eine) gesetzt. In diesen Fällen kannst du dich sofort bewerben. Man muss eventuell Aufbaukurse machen, die zahlt aber der Arbeitgeber und sind während der Arbeitszeit.
Wenn es also soweit ist, Stellenausschreibungen lesen und bewerben

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Das mit dem schwierigen Nutzern funktioniert so leider nicht bei der Stellenbewertung. Bei den Bewertungen geht es um Zeitanteile die festegelegt werden für bestimmte Aufgaben. Wenn du also in deiner Stellenbeschreibung stehen hast, 50% der Arbeitszeit sind "Betreuung von schwierigen Nutzern" würde das funktionieren. Wenn es aber nur ab und zu mal einer ist, kommt man halt niemals auf einen Zeitanteil, der eine Höhergruppierung rechtfertigt. Wieviel Zeitanteile genau man braucht weiß ich leider nicht, aber ich vermute man braucht mindestens 50% in E8 Tätigkeiten, damit eine E8 drauß wird.
Ansonsten schaut doch in die Stellenausschreibungen anderer Bibliotheken und Archive die E8 oder höher ausschreiben, was die als Tätigkeiten reinschreiben.
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Das wissen am besten die Personen, die in der Orga arbeiten und die Bewertungen vornehmen. Wenn ich mir unsere Stellen anschaue, gehe ich davon aus, dass folgende Aufgaben zur E8 führen könnten:
- Betreuung eines Sammlungsbestandes (Eigenverantwortlich / Selbständig)
- Bewertung von Archivalien
- Planung / Organisation von Veranstaltungen
- Ausbilderfunktion
Aufgaben sind höherwertig, wenn sie dazu führen, dass du eigene Lösungswege finden musst und deine Arbeit nicht vorgegeben ist. Bei der Verzeichnung von Akten gibt es zwar einen gewissen Spielraum, wie du es tust, grundsätzlich gibt es aber einen festen Rahmen in dem du dich bewegst. Willst du also was höherwertigeres tun, muss es etwas sein wo eigenständiges denken und handeln erforderlich ist.
Die Betreuung eines Bestandes, wie z.B. im Fotobereich oder Kartenbereich, führt dazu, dass man sich selber Gedanken machen muss, was steht als nächstes an, welche Probleme gibt es, wie löse ich sie.
Liebe Grüße
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Ich selber habe den konventionellen Weg über die Ausbildung gewählt, habe aber sehr viele kennengelernt die als Quereinsteiger in den Beruf gefunden haben. Es gibt in der Archiv-Welt echt alles, Quereinsteiger jeder Fachrichtung, auch mit abgeschlossenen Studiengängen. Sowohl in den mittleren als auch in den gehobenen Gehaltsklassen.
Was der sinnvollste Weg ist, musst du entscheiden. Die Ausbildung hat einen geringen Teil an wissenschaftlicher und geschichtlicher Arbeit, ist mehr Magazindienst, Benutzerdienst und Verwaltung.
Das Studium eröffnet da mehr Möglichkeiten, wenn man vor allem an Forschung usw. interessiert ist.
Natürlich kann man sich auch auf gut Glück ohne Ausbildung und Archivstudium auf Stellen bewerben. Wenn das bisherige Studium in irgendeiner Art Stellenbezogen ist, hat man da auch Chancen.
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archiv und bibliothek einfach jede stadt anfragen.
Dem kann ich nur zustimmen. Einfach mal Google Maps oder Ähnliches aufmachen und alle Städte durchgehen die in Frage kommen. Da sollten dutzende in Frage kommen.
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Hey, danke für deinen Beitrag.
Ich sehe es in Fällen wie Till Lindemann nur kritisch, wenn man handelt bevor etwas bewiesen oder aufgeklärt wurde. Solange es keine Anklage / Urteil gibt, steht es allen frei eine Meinung zu haben, aber mehr als das ist es auch nicht. Hat für mich etwas von Selbstjustiz wenn man aufgrund von Anschuldigungen handelt und Konsequenzen zieht. Wo kommen wir da hin wenn das auch bei Privatmenschen gemacht wird und das zur Norm wird.
Ein bisschen abwarten bis eine Situation aufgeklärt ist, würde viel Wut und Frust verhindern. Aber wahrscheinlich fürchtet man sich vor dem Shitstorm der folgt, wenn man nicht sofort auf etwas reagiert.
Ich sehe derzeit keinen Anlass irgendwas von Lindemann zu boykottieren. Sobald Anklage erhoben wird und etwas festgestellt / bewiesen wird, sieht das natürlich anders aus.
Wie ist es aber bei Werken, bei denen der Künstler bereits verurteilt wurde, oder etwas negatives bewiesen wurde? Da kommt es für mich immer noch auf den Inhalt an und was dort vermittelt wird. Man kann es auch so sehen, wenn ein Künstler zu seinen Lebzeiten anderen Menschen geschadet hat, sein Werk aber unabhängig von seinen Taten Menschen glücklich macht, so trägt er zumindest passiv dazu bei, einen Ausgleich zu schaffen. Ist zwar etwas roboterhaft nur Zahlen zu betrachten, aber wie vielen Menschen hat z. B. J. K. Rowling wirklich geschadet, und wie vielen Menschen hat sie mit "Harry Potter" glücklich gemacht und z. B. durch schwere Zeiten geholfen? Meine Kindheit war wesentlich besser durch diese Bücher. Angenommen man streicht Potter aus allen Läden, was ist, wenn die Kindheit vieler Kinder zukünftig dadurch schlechter wird? Sind natürlich alles nur Gedankenspiele. Ich weiß nur, ich wäre ohne die Bücher in ein Loch gefallen.
Jetzt reiten wir aber immer auf Lindemann und Rowling rum, haben wir eigentlich noch andere aktuelle Fälle, die man betrachten könnte? Bin da nicht up to date.
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Die viel bessere Lösung wäre doch, der Leser entscheidet selber, "von dem lese ich nichts mehr" und wenn alle so entscheiden geht die Statistik für das Werk in den Keller. Dann fliegt es auf natürliche Weise aus dem Bestand und wird nicht ersetzt.
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Ich bin ein Anhänger der Meinung: "Das Werk vom Künstler trennen".
Wenn das Werk Menschen glücklich macht, oder sie unterhält, warum den Menschen verwehren? Mir ist egal wer J. K. Rowling ist, ich kenne die Person nicht und habe mit ihr nichts zu tun. Aber Harry Potter liebe ich. Würde man mir diese Bücher verwehren, wäre ich sehr sauer und verständnislos.
Das man mit dem Kauf die Künstler / Autoren finanziell unterstützt, ist die Kehrseite. Aber die kriegen auch nicht 100% davon, einiges geht ja auch an die Industrie, Vermarktung usw.
Ich kann aber damit leben, die Entscheidung sollte beim Leser / Kunden liegen. Ansonsten ist das Bevormundung. Jeder Leser kann sich dafür entscheiden, die Bücher zu meiden. Jeder kann sich entscheiden, keine Musik von Rammstein zu kaufen. Warum sollte der Vermittler, der Verkäufer, die Bilbiothek, diese Entscheidung für einen treffen? Das ist nicht deren Aufgabe.
Liebe Grüße
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Das ist sogar ein guter Grund. Wenn du sagst du möchtest wechseln um bei deiner Familie zu sein, weiß der Arbeitgeber, dass du dich nicht direkt wieder wo anders bewirbst und bietest eine gewisse Sicherheit. Auf jeden Fall erwähnen!
Das mit der Flexibilität ist egal, jeder hat Familie und gewiss haben die Leute die im Gespräch sitzen auch Partner oder Kinder. Das gehört zum Leben dazu

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Hier ist ein weiterer Beitrag zu deiner Frage, dort findest du vielleicht auch noch Erfahrungsberichte. Ich glaube es gibt sogar noch weitere, zu diesem Thema kommen häufig fragen, konnte jetzt aber erst mal nur den finden

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Ich kann aus Erfahrung berichten, dass im Bereich Archiv die meisten Bewerber (auf Azubi-FaMI-Stellen), Personen mit angefangenen oder abgeschlossenen Studium sind. Teilweise sogar mit Master. Damals in meiner Ausbildungszeit war das auch schon so, ich hatte viele Mitschüler mit abgeschlossenem Studium, oder welche, die sich neu orientieren wollten. Vom Alter war alles dabei von 16 Jahren bis über 50!
Einfach bewerben. Wird schon

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Bei meiner mündlichen Prüfung wurden mir zwei Themen vorgelegt und ich musste mir eines aussuchen. Dann gab es 10 - 15 min Vorbereitungszeit. Das heißt Karteikarten erstellen, sich Gedanken über den Ablauf des Vortrags machen und die Karten in der richtigen Reihenfolge stapeln und dann vortragen. Danach wurden mir noch Fragen gestellt.
Vorbereitet habe ich mich, indem meine Ausbilderin mit mir die Prüfung simuliert hat. Ich erhielt ein Thema und hatte 10 Min Vorbereitungszeit. Den Vortrag habe ich dann vor meinen Kollegen gehalten. Danach gab es eine Feedback-Runde. Tatsächlich kam eines der Themen die wir im Betrieb geübt haben in der Prüfung vor und ich habe mit einer 1 bestanden
(Thema war Familienforschung, wie funktioniert sie, welche Findmittel gibt es, wie gehe ich vor bei der Benutzerberatung).Die Prüfer schauen für gewöhnlich auch in dein Berichtsheft und wählen Themen, die sie dort finden.
Mit den Kollegen, oder dem Ausbilder zu üben ist also keine schlechte Idee. Vor allem auch die Präsentationsart und die Einhaltung der Vortragszeit. Bist du zu schnell, versuch es beim nächsten Versuch etwas ausführlicher, langsamer. Bist du zu langsam, versuch es beim nächsten mal kompakter und schneller. Ich fand Karteikarten am einfachsten, da man die schnell beschriften kann und beim Vortrag dann einfach an die Wand klebt. Wenn die dann auch noch verschiedene Farben haben, hat man genug Möglichkeiten für so einen Vortrag.
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Die KulturStadtLev sucht für das Stadtarchiv - möglichst bald und unbefristet - kompetente Verstärkung in Vollzeit als Sachbearbeitung Archiv/Zwischenarchiv im Stadtarchiv Leverkusen (m/w/d) - E 8 TVöD
Das sind Ihre Aufgaben:
- Archivfachliche Betreuung von Archivbeständen und Zwischenarchivbeständen
- Übernahme, Erschließung, Sicherung und Bereitstellung sowie Präsentation von analogen Unterlagen und digitalen Daten der städtischen Verwaltung und anderen Provenienzen (beinhaltet auch Magazintätigkeiten mit Heben und Tragen von Unterlagen und Gegenständen sowie Steigen auf Leitern und Tritte)
- Betreuung von Benutzer/innen, Recherche und Beantwortung von Anfragen
- Übernahme und Betreuung von größeren Sammlungsgebieten
Alles Weitere: https://recruitingapp-5165.de.umantis.com/VacanciesIntra…1/Description/1
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Ausbildung als Fachangestellte*r für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv (m/w/d) in Leverkusen
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Beginn: 1. August 2023
- Dauer: 3 Jahre
- Verdienst: 1.068,26 € bis 1.164,02 € brutto (je nach Ausbildungsjahr)
- theoretischer Teil: zweimal wöchentlich am Joseph DuMont-Berufskolleg in Köln
- Einsatzmöglichkeiten: Stadtarchiv Leverkusen
Alles Weitere: https://recruitingapp-5165.de.umantis.com/VacanciesIntra…2/Description/1
Bewerbungen sind bis zum 30.10.2022 möglich.
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Huhu,
leider benutze ich sehr selten den Layoutassistent. Kenne mich damit also nicht aus.
ich empfehle dir, das in diesem Forum zu posten: AUGIAS-Data Anwenderforum
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