Beiträge von Falconian

    Das klingt leider alles sehr ungünstig.


    Machst du denn viel, was nicht in deiner neuen Stellenbeschreibung drin steht? Das könnte man höchstens noch anfragen, warum das nicht mit in die Bewertung einbezogen wurde, sollte dass der Fall sein.


    Bzw. das wäre auch ein Argument für deinen Antrag auf Höhergruppierung. Alle deine Tätigkeiten auflisten, die bisher nicht in deiner Stellenbeschreibung drinstanden.


    Ich würde es aber nochmal beim Personalrat versuchen, ist immerhin deren Aufgabe bei Problemen dieser Art zu beraten.

    Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, dass man dir eine Zulage zahlt für die Übernahme zusätzlicher Tätigkeiten, bis wieder eine Leitung vorhanden ist. Das mit dem Personalrat ist eigentlich die richtige Lösung, natürlich doof wenn der nicht weiterhilft.


    Kannst du dich nicht an deine Personalabteilung wenden und da mal nachfragen? Ist eigentlich dein gutes Recht, dass man dir für den Zeitraum auch mehr bezahlt.

    Sollen wir auch eine WhatsApp Gruppe aufmachen wie unsere Kollegen aus der Bibliothek?


    Würde aber die Regel aufstellen, nur Gespräche rund ums Thema Weiterbildung. Was ich nicht mag sind Gruppen die dann auf einmal nur noch "lustige" Bildchen senden ;)

    Hallo,


    das kommt auch ein bisschen auf die Stelle an, auf die du dich bewirbst. Du solltest dich inhaltlich auf die genannten Tätigkeiten vorbereiten. Ich empfehle dazu einen Blick in die praktische Archivkunde. Welche Fragen genau gestellt werden, können wir natürlich nicht wissen. Aber je mehr du über die Arbeit in einem Archiv weißt, desto besser wirst du auf die Fragen vorbereitet sein. Die werden schon wissen wollen, was du noch aus dem Archivbereich weißt und ob sich das lohnt.

    Hey,


    - Deutsch

    - Berufsbezogenes Englisch

    - Allgemeine Wirtschaftslehre

    - Organisation

    - Politik

    - Manchmal Religion / Sport

    - Social Media bzw. EDV

    - Fachrichtungsspezifische Fächer, also für Bibliothek, Archiv usw. bei dem die benötigten inhalte vermittelt werden.


    Die Fächer unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland denke ich. Mein Beispiel ist aus NRW.


    Die allgemeine Wirtschaftlehre geht alles wichtige durch, was ein kaufmännischer Beruf an Kompetenzen benötigt. Beispiele: Kaufverträge, etwas BGB/HGB, Unternehmensformen, Rechnungswesen usw.


    Buchhaltung eher nicht.

    Was studierst du denn überhaupt? Gibt es da keine Möglichkeiten was mit dem Bachelor anzufangen?


    Also generell würde ich immer davon ausgehen, dass jemand mit Master Abschluss volle Kanne überqualifiziert ist für den FaMi.

    Wie du sicherlich herausgefunden hast, wird der nicht sonderlich gut bezahlt und hat theoretisch nur den Hauptschulabschluss als Vorraussetzung (auch wenn die Realität anders aussieht). Es gibt aber auch einige Arbeitgeber, die das Potential ihrer Mitarbeiter nutzen. Bei so einem muss man aber erst einmal landen. Das Tätigkeitsfeld variiert auch je nach Arbeitgeber stark zwischen Bücher zurück räumen und Thekendienst bis hin zu spannender Öffentlichkeitsarbeit, Erwerbung und Verwaltungsaufgaben.


    Wenn du mir im Gespräch das so erklärst wie du es hier geschrieben hast, also du nicht vom Studium überzeugt bist und lieber eine Ausbildung beginnen möchtest, würde ich das verstehen. Wenn du dann noch davon überzeugen kannst, warum genau dieser Beruf etwas für dich ist, hast du schon eine Chance. Es ist ein Unterschied, ob ein Bachelor sich bewirbt der seinen Master nicht zuende macht weil er lieber arbeiten möchte, oder sich ein fertiger Master bewirbt. Denn bei dem würde man eher vermuten, dass dieser ganz schnell wieder weg ist, da er sich unterfordert fühlt.


    Ein großer Pluspunkt wäre ein Praktikum in einer Bibliothek. Dann weißt du, was dich erwartet und man hat weniger die Angst als Arbeitgeber, dich zu verlieren weil du dir alles ganz anders vorgestellt hast.

    Habe gehört, dass es auch FaMIs in Führungspositionen gibt. Ist das dann fahrlässig?

    Es gibt auch FaMIs die Archive leiten oder Stellvertreter sind. Aber das sind dann sehr kleine Archive und das passiert nur selten. Ist aber erlaubt. Wie Piper schon sagt, es kommt auf die Stellenbeschreibung an. Schau dir deine an was da steht, wenn da nichts vom Bewerten steht hast du darauf auch keinen "Anspruch". Letztendlich hat der Arbeitgeber sehr viel Spielraum was er dir an Aufgaben überträgt, manche schauen sich die ihre Mitarbeiter genauer an und übertragen auch mal mehr Verantwortung, andere sind eher wie in deinem Fall beschrieben, zurückhaltender.

    Das Zitat ist von hier:


    https://berufenet.arbeitsagent…etigkeitsinhalte&dkz=8348


    Ansonsten muss einem auch bewusst sein, dass die Bewertung einer der verantwortungsvollsten Aufgaben ist, denn du entscheidest was man behält und was kassiert wird. Was weg ist, kann man nicht wieder rückgängig machen. Wenn es um das Verzeichnen oder Erfassen geht, kann man Fehler immer noch korrigieren.


    Edit: Im Ausbildungsrahmenplan steht das übrigens auch.

    Hallo :)


    Das klingt erst mal ziemlich doof. Grundsätzlich steht beim Fami in der Tätigkeit drin:

    Zitat

    Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Archiv sichten, bewerten und archivieren Schriftgut sowie andere Informationsträger und pflegen den Archivbestand. Daneben organisieren und überwachen sie die Benutzung von Archivalien.

    und:

    Zitat

    ältere Schriftgutbestände übernehmen, ordnen, verwalten und erschließen, z.B. Akten, Urkunden, Amtsbücher, Siegel, Karten, Pläne, Zeitungen, Zeitschriften, audiovisuelle Medien sowie elektronische Datenträger


    So wie ich das kenne, geht es eher darum welchen historischen Wert der Bestand hat. Geht es um mittelalterliche Urkunden, oder ähnliches sollte schon ein Archivar den Bestand übernehmen. Geht es um den Nachlass von Opa Jürgens oder einem Vereinsarchiv usw. kann das auch der FaMI machen. Wo hier die Grenze verläuft ist schwer zu sagen, das entscheidet dann tatsächlich dein Chef. Aber pauschal zu sagen es ist nicht die Aufgabe von FaMIs Akten zu bewerten, ist falsch.


    Bei uns bewerte ich auch Bestände, aber wie gesagt, eben keine sehr wertvollen, oder sehr alten. Ein historischer Kommunalbestand aus dem 20 Jh. war bisher das "wichtigste" das ich bewerten durfte denke ich. Wissenschaftliche Texte schreibe ich eigentlich gar nicht, dass ist meiner Meinung nach auch die Aufgabe des Historikers im Archiv, falls vorhanden. Ich mache dann eher kleinere Beiträge in Social Media, Schulprojekte usw.


    Leider ist das Thema aus der Ferne schwer zu beurteilen. Könnte ja auch sein, dass es rein um die Stellenbezeichnung / Stellenbewertung geht. Da gibt es beim Archivar typischerweise immer einen größeren Anteil "Bewertung" als beim FaMI. Vielleicht hast du ja einen Kollegen der einen höheren Abschluss hat und das zukünftig machen soll? Oder wird vielleicht noch einer eingestellt? Wenn die alternative ist, dass die Arbeit jetzt einfach brach liegt fände ich das auch merkwürdig.