Konventionelles Ausleihverfahren mit Leihschein

  • Hallöchen,
    wir haben im moment in der schule die verschiedenen ausleihverfahren, u.a das konventionelle ausleihverfahren mit leihschein...
    ich kapiere allerdings nicht so ganz, wie da gemahnt wird...hat da jemand eine ahnung?
    meine lehrerin ist der meinung, dass man einfach in der fristkartei nachschaut...wenn ich herrn hacker richtig verstehe, gibt es allerdings keine fristkartei sondern nur eine nutzer- und (evtl.) signaturkartei...
    hat da jemand mehr durchblick als ich?
    wär super.... ;-)

    "Bücher müssen schwer sein, weil die ganze Welt in ihnen steckt"
    Tintenherz (Cornelia Funke)


    Mein Standartspruch, wenn die Leser jammern, weil sie so viele schwere Bücher schleppen müssen!!!
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  • Hallo Charlotte!


    Also ich kenne das Leihscheinverfahren so: es gibt 2 Leihkarten. Eine hat der Leser, in ihr wird die Anzahl der entliehenen Medien eingetragen und das Rückgabedatum. Die zweite Leihkarte bleibt in der BIB und in ihr werden die Buchkarten der entliehenen Medien aufbewahrt.
    Leiht ein Leser etwas aus, werden auf den buchkarten die Ausweisnummer und das Rückgabedatum eingetragen und die Buchkarten in die Leihkarte gesteckt. Diese wird dann unter dem jeweiligen Rückgabedatum in Karteikästen einsortiert (innerhalb des Datums nach Ausweisnummer oder Namen). Die Anzahl und das Datum wird auch beim Leser eingetragen.
    Werden die Medien zurückgegeben zieht das Thekenpersonal die Leihkarte aus dem Datumsfach im Karteikasten. Sind alle Medien da komt die leere Leihkarte in einen seperaten Kasten; sind noch Medien entliehen werden sie meist verlängert und die Leihkarte wird unter dem neuen Rückgabedatum wieder einsortiert.
    Anhand des Datums kann man morgens ganz bequem die überfälligen Medien ermitteln...man nimmt sich einfach die Leihkarten aus dem Fach des Vortages...
    Hoffe, das ist jetzt halbwegs verständlich, eigentlich ist es ganz einfach, aber das schriftlich festzuhalten :red: ... falls Du Fragen hast kannst Du näturlich gerne nachfragen!!!
    Du brauchs halt jede Menge Karteikästen und für jedes Datum des Monats einen Reiter für die Kästen, wo die Leihkarten einsortiert werden.
    LG Britta

    Und wenn ihr mich sucht: Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik. Gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie. Also nur, falls ihr mich sucht....^^



  • Hi Britta,


    dankle erst mal für deine antwort! ich glaube, wir sprechen allerdings von verschiedenen sachen...das was du beschreibst kenne ich (schultechnisch) als konventionelles ausleihverfahren mit buchkarten...leihscheinverbuchung hatten wir mit aufstellung im Magazin, mehrteiligen leihscheinen etc...


    Haste vielleicht noch ne andere idee?wär supi ;-)

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  • Hallo Charlotte,


    ich habe meine Ausbildung in einer recht kleinen Spezialbibliothek gemacht, dort haben wir anfangs noch mit buchkarten ausgeliehen. Für jedes neue Buch wurde an der Schreibmaschine eine Buchkarte getippt, auf dieser Stand der Titel, der Autor sowie die Signatur des Buches. Diese Karte steckte in einer Buchtasche im Buch. Wollte nun jemand ein Buch ausleihen wurden auf der Karte Ausleihdatum und Name des Ausleihers eingetragen. Die Karte wurde aus dem Buch genommen und in eine Kartei einsortiert, die nach Signaturen geordnet war. Das mahnen verlief folgender Maßen, jeden Freitag wurden alle Karten durchgesehen, die mit Leihfrist Überschreitung wurden raus genommen und der Nutzer per Mail gemahnt. Hört sich ziemlich umständlich an aber die durchschnittliche Ausleihzahl betrug in der Bibliothek auch nur 5 Ausleihen pro Tag. Hoffe ich konnte dir helfen. Aber ich hab den Eindruck du meinst noch ein anderes Verfahren, oder?


    LG

  • bin verwirrt...


    ich auch ;)
    wenn jemand mal in den hacker schauen kann: ich meine in der 7. Aufl. das auf S. 290 und in der 7. Aufl. das auf Seite 263 (jeweils teil b)
    ich bin total konfus...unsere lehrerin hat auch nicht richtig den durchblick und versichert immer nur, dass das mit sicherheit sowieso nich drankommt, aber das beruhigt mich nicht wirklich :schreien:

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  • Charlotte: Schließe mich in dem Fall der allgemeinen Verwirrtheit an...tut mir leid, kenn das von Dir beschriebene Verfahren leider nicht!
    Aber zum Glück gibt's hier ja noch mehr Leute...da wird wohl wer die Antwort kennen *hoff*, würde mich jetzt nämlich auch interessieren, was es damit auf sich hat!
    Kennt keiner aus Deine Klasse das Verfahren und kann Dir weiterhelfen?
    Drück Dir die Daumen, dass Du es noch rausbekommst bzw. es wirklich nicht drankommt!
    LG
    Britta

    Und wenn ihr mich sucht: Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik. Gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie. Also nur, falls ihr mich sucht....^^



  • Ich habe mal eine Kollegin von mir gefragt, die die alten Leihverfahren mit dreiteiligem Leihschein und Karteien noch erlebt hat.


    Sie meinte, dass es da verschiedene Verfahren gibt:


    1. dreiteiliger Leihschein: Der Schein wird in drei Teile zerschnitten. Der schmale Streifen ganz links bleibt im Buch, der mittlere breite Streifen kommt in eine Trommel und der Streifen rechts kommt in eine Kartei, die nach dem Datum sortiert ist. In regelmäßigen Abständen wird dann anhand dieser Kartei gemahnt. Dieses Verfahren war gerade in wissenschaftlichen Bibliotheken weit verbreitet.
    Den Leihschein gab es in zwei Farben: weiß für die Orts- und Magazinleihe, rot (bzw. rosa) für die Fernleihe.


    2. Manche kleinere Bibliotheken hatten keine Datumskartei. Hier wurde einigermaßen regelmäßig die oben genannte Trommel durchgesehen.


    3. Lochkarten: Dieses System wurde in vielen öffentlichen Bibliotheken verwendet. In die Buchkarten sind Löcher gestanzt. Diese werden dann auf Spitzen gespießt. Passen die Stäbe nicht durch die Löcher in der Karte, ist das entsprechende Buch überfällig.


    Ich hoffe, ich habe das einigermaßen korrekt erklärt. Das ganze ist sehr kompliziert und für jemanden, der diese Verfahren nicht kennengelernt hat, kaum vorzustellen. Für genauere Infos schicke ich dir die Mail-Adresse meiner Kollegin per PN. Sie meinte du darfst dich gerne bei ihr melden. Sie teilt ihr Wissen immer gerne mit.
    Sie kann als langjährige Mitarbeiterin einer WB bei den ersten beiden Verfahren Infos geben und ihr Mann, der in einer ÖB arbeitet, beim dritten Verfahren.


    Im Anhang findest du einen roten Musterleihschein.

    Dateien

    • Leihschein1.jpg

      (22,72 kB, 22 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • @Susi: Ach DIE Leihscheine??? Mit denen haben wir früher Fernleihen bestellt...mit den rosanen die Bücher aus dem Dt. Leihverkehr und für den regionalen gab es weiße Leihscheine (zum Glück geht das ja mittlerweile online und wir konnten unsere SChreibmaschine entsorgen).
    Aber wie das in der LaBi dann mit dem Mahnverfahren gehandhabt wurde :verwirrt:

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