[inetbib] 2.Fachwirtlehrgang geplant!

  • Und wenn ihr mich sucht: Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik. Gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie. Also nur, falls ihr mich sucht....^^



  • Was ich nicht ganz verstehe: Was bringt einem die Fortbildung zum Fachwirt?

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • Theoretisch soll der Fachwirt in Zukunft zwischen dem FaMI und dem Bibl. angesiedelt sein. Über den Sinn dieses zusätzlichen Berufes kann man sich mal wieder streiten, zumal es bisher trotz bereits (wenigen) fertigen Fachwirten keine Stellenausschreibungen gibt. Bewirbst Du Dich dann auch FaMI-Stellen bist Du völlig überqualifiziert, bei Bibl.-Stellen natürlich das Gegenteil X(

    Und wenn ihr mich sucht: Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik. Gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie. Also nur, falls ihr mich sucht....^^



  • Der Fachwirt ist kein zusätzlicher Beruf, er ist eine Fortbildung für FaMIs, Bibassis sind bekanntlich eine aussterbende Spezies ;). Gedacht ist er als Weiterqualifikation, um FaMIs die nicht studieren können oder wollen, die Möglichkeit eine Zusatzqualifikation zu erwerben zu geben. Insgesamt sind die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für FaMIs bekanntlich eher dünn gesät. Letztlich soll diese Zusatzqualifikation auch zu einer Höhergruppierung in den Entgeltgruppen führen. Im Öffenrlichen Dienst ist aber der FaMI in vielen Bereichen eher unbekannt (sieht man mal von Bibliotheken und Archiven ab), somit der Fachwirt noch unbekannter und findet sich in den Eingruppierungsrichtlinien bisher nicht wieder (in denen sich der FaMI bereits schwer tut abgebildet zu werden).


    Somit bleibt der Erfolg des Fachwirtes abzuwarten ...


    @ Bella
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    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Tja, aber hätte man damit nicht warten müssen, bis der FaMI etwas bekannter ist? Und hätte man nicht die Entgeltgruppen auf den Fachwirt genauer vorbereiten müssen?
    Meiner Meinung nach finde ich trotzdem, dass man den Fachwirt ein bisschen zu früh eingeführt hat. Ich finde, man hätte weitgehende Vorbereitungen dafür treffen müssen...
    Aber trotzdem danke für die Erklärung. :)
    Und das mit den eMail-Adressen finde ich dennoch seltsam. :/ Aber vermutlich die Logik der inetbib... ^^

  • Zum Thema Fachwirt: Was ich nicht verstehe ist, das es fast unmöglich ist den Fachwirt in NRW zu machen. In Köln exestiert eine Schule, die die Fortbildung anbietet. Die Fobi muß man allerdings a) selber zahlen und b) ist von der IHK nicht (!) anerkannt! Bis jetzt habe ich noch keine Schule hier in der Nähe oder im Umkreis gefunden, die die Fobi anbietet, welche die IHK anerkennt!!!:( X(


    Zum anderen wird diese Fobi auch nicht von der Agentur f. Arbeit anerkannt, falls man diese während einer Arbeitslosigkeit machen möchte. Ich frage mich mittlerweile wirklich: "Was bringt dir das alles, wenn du fertig bist?"



    @Thorsten: Der Erfolg des Fachwirts hängt auch davon ab, wo und wie ich diese Fobi mache. Wenn man schon alleine auf der Suche nach entsprechenden Schulen ständig "auf Mauern" trift, wo kaum einer weiß, wer überhaupt für was zuständig ist, hast du schon keine Lust mehr, weiter zu suchen (wobei du den Kurs auch noch selbst zahlen mußt).



    Bella: was den Bekanntheitsgrad der Famis betrifft, sage ich mittlerweile auch: es ist auch die Schuld der IHK, den die geht nicht zu den Firmen hin, und sagt: "Hey Leute, Ihr könnt auch qualifiziertes Personal bekommen für Euer Archiv oder für die Firmen-Bibls.." Die IHK hält sich im Fami-Bereich leider komplett raus.

  • @ Bücherwurm74: Klar ist die IHK auch Schuld! Da hast du vollkommen Recht mit.
    Habe auch den restlichen Text gelesen, den du geschrieben hast. Ich muss sagen: Ich kann dich verstehen. Wenn man überall auf Stolpersteine, Mauern und andere Hindernisse trifft, wenn man diese Fobi machen will, dann hat man irgendwann keine Lust mehr. :/
    Ich find es vor allem schlimm, dass die Fobi weder von IHK noch von Arbeitsagentur anerkannt werden. Da frag ich mich nun auch, wozu das gut ist, wenn es da so viele Komplikationen gibt und die Fobi nicht mal anerkannt wird.
    Dann ist es ja nur für einen persönliche vllt. gut, weil man mehr lernt und einfach weiter gebildet wird. Aber einen anderen Nutzen hat es dann nicht wirklich... :/ Schaaade.
    Mal schauen wie es mit dem Fachwirt weitergeht. :/

  • Der vom Hessischen Verwaltungsschulverband HVSV durchgeführte Vorbereitungslehrgang auf die Fortbildungsprüfung Fachwirt-/in für INFORMATIONSDIENSTE soll im August 2010 neu beginnen. Vorausgesetzt es finden sich mindestens 12 TeilnehmerInnen. Auf eine Ausschreibung in der UB Mainz hat sich neben mir noch ein/e KollegIn beworben. Beide erfüllten wir die Voraussetzungen nicht: Er/sie wegen fehlender Berufspraxis. Fünf Jahre nach Abschluss der Ausbildung zum FaMI sind Voraussetzung.
    Ich, da ich lediglich in Befristung bis zum Jahresende angestellt bin und nicht die Minimalvoraussetzung einer halben unbefristeten Stelle erfülle.


    Dass so wenige KollegInnen Interesse an der Weiterqualifizierung zum Fachwirt zeigen, enttäuscht mich sehr. Scheinbar gibt sich man/frau schon zufrieden mit einer halbwegs gut bezahlten und scheinbar sicheren Arbeitsstelle.


    Die Ausbildung zum Fachwirt ist neu und keinesfalls unumstritten, wie eine Diskussion beim Berufsverband BIB deutlich macht.
    Die Idee hinter dem Vorhaben "Fachwirt" war, dem "mittleren Dienst", also den Fachangestellten (FaMIs) die Chance zu einer berufsbegleitenden Höherqualifizierung zu bieten. Nur was man nach 2 1/2 Jahren Vorbereitung, 640 Unterrichtsstunden und der sich anschließenden Prüfung mit diesem Abschluss anfangen kann, ist noch nicht so recht klar.


    Ich wäre, allen Unwägbarkeiten zum Trotz, diese berufliche Verbesserung angegangen. In der Hoffnung, mich dann auf Stellen bewerben zu können, die mir jetzt im öffentlichen Dienst nicht zugänglich sind.

  • Ich finde es schon heftig, dass man 5 Jahre (!!!) Berufspraxis vorweisen muss. Für den Medienfachwirt braucht man nur 2 Jahre und da reicht es, wenn man diese Berufsjahre während der Weiterbildung erwirbt...
    Was mich von der Weiterbildung abschreckt, sind die immensen Kosten - wenn man da nicht einen Teil vom Arbeitgeber finanziert bekommt, steht man ziemlich blöd da. Außerdem ist immer noch unklar, wo der Fachwirt im öffentlichen Dienst eingruppiert wird. Wenn man danach weiterhin wie der mittlere Dienst eingruppiert wird, dann zahlt sich die Weiterbildung meiner Meinung nach nicht wirklich aus. Man geht ja auch mit dem Ziel dahin, aufsteigen zu können. Sonst würde ich diese Weiterbildung auch gerne machen...

  • @Schattenwesen
    Bei uns an der Bibliothek würden die Kosten für die Ausbildung zum Fachwirt übernommen. Ist natürlich toll. ;)
    Aber es nützt keinem - jedenfalls in diesem Jahr nicht.

  • Ich finde es schon heftig, dass man 5 Jahre (!!!) Berufspraxis vorweisen muss. Für den Medienfachwirt braucht man nur 2 Jahre und da reicht es, wenn man diese Berufsjahre während der Weiterbildung erwirbt...
    Was mich von der Weiterbildung abschreckt, sind die immensen Kosten - wenn man da nicht einen Teil vom Arbeitgeber finanziert bekommt, steht man ziemlich blöd da. Außerdem ist immer noch unklar, wo der Fachwirt im öffentlichen Dienst eingruppiert wird. Wenn man danach weiterhin wie der mittlere Dienst eingruppiert wird, dann zahlt sich die Weiterbildung meiner Meinung nach nicht wirklich aus. Man geht ja auch mit dem Ziel dahin, aufsteigen zu können. Sonst würde ich diese Weiterbildung auch gerne machen...




    Sorry Leute, aber lest doch mal richtig. 4,5 Jahre Berufspraxis braucht ihr, wenn ihr einen FAMI Abschluss mit der Note 4 hingelegt habt. Das kann ja in einigen Fällen passiert sein, nur braucht ihr die Praxis nicht am Anfang des Kurses, sondern zum Zeitpunkt des zweiten schriftlichen Prüfungsteils, der am Ende (also nach 2 Jahren) des Kurses ist. Wer also dieses Jahr seinen FAMI-Abschluss (mit der Note 2) macht, der kann nächstes Jahr im Frühjahr den Fachwirtkurs anfangen. Bitte erst lesen, dann aufregen.


    Klar ist die Forbildung kostspielig, aber zumindest in Hessen kann man den Meister-BAFÖG beantragen und in der Regel bekommt man ihn auch.


    Ob die Fortbildung was bringt....weiß niemand.

  • Fünf Jahre nach Abschluss der Ausbildung zum FaMI sind Voraussetzung.

    Flordos: ich habe mich in meinem Beitrag lediglich auf das Zitat von Lesekater (s.o.) bezogen