Initiativbewerbung an Bibliotheken - macht das Sinn?

  • Hallo,


    hat jemand hier mit Initiativbewerbungen an Bibliotheken Erfahrung? Macht das überhaupt Sinn? In meinem konkreten Fall, weiß ich das in meiner Stadt eine FAMI ende des Jahres in Rente geht. Allerdings weiß ich nicht ob diese Stelle wieder besetzt wird.
    Soll ich mich hier schon mal Initiativ Bewerben? Oder gilt es immer noch, das der Öffentliche Dienst jede Stelle ausschreiben muss und somit ein frühzeitige Bewerbung nichts bringt?


    Danke für eure Antworten


    Fumanchu

  • Hallöchen!


    Theoretisch ist es schon so, daß Stellen ausgeschrieben werden müssen...kann allerdings auch sein, dass die Stelle ohnehin intern besetzt wird (z.B. durch einen fertigen Azubi) - weiß nicht, ob da auch ausgeschrieben werden muss!
    An Deiner Stelle würde ich einfach mal anrufen und fragen ob eine Bewerbung Sinn macht (und wenn ja - wann), es wird Dir niemand den Kopf abreißen und Du bist mit Deiner ev. Bewerbung auf der sicheren Seite und schmeißt nicht unnötig Geld raus!


    Wünsch Dir Viel Erfolg!!!!!!!!
    LG Britta

    Und wenn ihr mich sucht: Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik. Gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie. Also nur, falls ihr mich sucht....^^



  • Den Hinweis von Britta kann ich nur unterstützen.
    Am besten vorher anrufen (Personalabteilung oder Sekretariat), entweder Du wirst abgewimmelt oder zu einer Initiativbewerbung ermutigt. Den Aufwand und die Enttäuschung über allzu viele Rücksendungen kannst Du Dir damit schon größtenteils sparen.
    Bei Firmen würde ich in jedem Fall über deren Internetauftritt versuchen herauszufinden, ob ggf. eine Online-Bewerbung möglich ist.


    LG,
    Lesekater

  • Also ich habe mich eigentlich nur per Initiativbewerbungen beworben. Muss dazu sagen, dass ich mich in Berlin beworben habe und es dort natürlich genügend Bibliotheken gibt.
    Das funktionierte aber ganz gut. Hat zwar erstmal relativ viel gekostet (hübsche Bewerbungsmappe ist ja nicht billig), aber nach den ersten Bewerbungen schnell Antwort erhalten und auch zu Gesprächen / Tests eingeladen wurden.
    Und Anrufen würde ich persönlich nicht vorher. Ruhig mal zeigen, dass man deutliches INteresse hat und sich ein wenig präsentieren. SOllte es diesmal nicht klappen, dann fällst Du vielleicht später noch, wenn tatsächlich irgendwann was frei wird, auf.


    LG
    famiber

  • Ich denk mal es kommt von Fall zu Fall an.
    Dort wo ich gearbeitet habe, hatte ich das Gefühl, dass sie leicht genervt waren über Initiativbewerbungen -
    weil sie wirklich nichts offen hatten (wenig Geld...) und auf die wenigen offenen Stellen schon mit Bewerbungen überschwemmt wurden.
    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass anderswo anders ist.
    Ich würde allerdings auch anrufen oder zumindest - oder besser gesagt im jeden Fall - die Bewerbung an den Personalverantwortlichen schicken.
    Nicht, dass es noch in der allgemeinen Post landet.

  • @ famiber: Warum würdest du persönlich nicht vorher anrufen? Was spricht denn dagegen, sich per Telefon zu erkundigen, ob sich eine Initiativbewerbung lohnen würde? Ich mein, das kann man doch auch anonym machen... Man muss ja nicht unbedingt seinen Namen nennen, wenn man sich erkundigen will, und nicht will, dass die später wissen: "Ach, das war der und der. Der hatte schon mal angerufen."
    Aber allein, wenn man sich per Telefon erkundigt, zeigt man doch schon Interesse... o.o Ist doch dann nur positiv... Also, ich würde das machen. Man kann dadurch Geld, Ärger und Zeit sparen. o.o


    Wir sind auch nicht sonderlich begeistert über Initiativbewerbungen. Das liegt aber einzig und allein daran, dass wir keine freien Stellen haben. Und wenn wir welche haben, werden die auch ausgeschrieben. Aber aufgrund einer Initiativbewerbung könnten wir nicht einfach eine Stelle schaffen... Das wäre zu teuer und würde vermutlich eh abgelehnt werden... ÖD halt.
    Wenn wir solche Bewerbungen bekommen, müssen wir leider die Bewerbungen zurückschicken. Das bedauern wir immer sehr, aber ändern können wir das auch nicht. :/

  • Ich find Anrufen in so fern blöd, weil man sich dadurch evtl. selbst entmutigt. Wenn ich anrufe (auch wenn ichs anonym mache) und ich bekomm freundlich vermittelt, dass zur Zeit keine Stellen frei sind, weiss ich nicht, ob da nicht einfach nur jemand genervt ist, weil er eh schon zu viele Bewerbungen auf dem Schreibtisch liegen hat. Und dann schick ich ihm keine, obwohl die vielleicht genau DIE Bewerbung gewesen wäre.
    Ich find, das ist halt eine Einstellungssache. Ich kann verstehen, dass man sich Kosten und Zeit sparen will aber wenn ich mich initiativ bewerbe, beweise ich mir selbst auch, dass ich was mache.


    Aber Fumanchu hat ja auch nach Initiativbewerbungen auf eine einzige Stelle gefragt. Da würde ich ihm das schon empfehlen, denn das kostet ja nun nicht viel Zeit und Geld.


    LG

  • Hmmm... Okay. Das ist dann vermutlich wirklich eine Einstellungssache... ;)
    Ich hatte mal das Problem, dass ich in der SUB nachfragen wollte, zu einer Bewerbung... Doch hab ich da niemanden erreicht und dann einfach hingeschickt. Drei Monate später kam dann eine Absage. >< Gut, das war keine Initiativbewerbung. Aber die Arbeit mit der Bewerbung und den Zeitaufwand der dafür drauf gegangen ist, hätte ich mir sparen können, hätte ich vorher jemanden erreicht. Mir ist es immer lieber, vorher noch mal nachzufragen.^^ (Auch wenn ich da manchmal halt immer noch Muffensausen habe, weil ich so schüchtern bin... :D)


    @ fumanchu: Sorry, dass deine Frage von mir erst jetzt beantwortet wird. :red: Ich würde dir raten, einfach anrufen und nachzufragen. Grundsätzlich muss der ÖD allerdings noch immer die Stellen ausschreiben. Aber nachfragen kostet ja nix. ;)

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  • einerseits spart man sich zeit und geld wenn man vorher anruft, andererseits überlegt sich es der personalverantwortliche schon genauer, wenn er eine schriftliche absage schreiben muss. idealerweise liegt die bewerbung dann noch ein paar wochen "für die schublade" und man kommt auf den bewerber zurück, wenn sich kurzfristig was ergibt (besser als garnix). es muss ja nur eine schwanger werden, eine/r kündigen oder sterben oder sonst was. dann kann schon mal kurzfristig eine stellenwiederbesetzung nötig werden. Zu dem zeitpunkt des anrufes war das aber noch nicht klar, dass in vlt. schon 3-4 wochen eine stelle frei wird.
    @ bella: übrigens, stellen müssen nicht immer ausgeschrieben werden, wenn eine stelle intern besetzt werden kann, wäre die verwaltung ja bescheuert die stelle extern auszuschreiben. bei zustimmung der personalvertretung, muss die stelle oftmals gar nicht (auch nicht intern) ausgeschrieben werden, wenn passende leute (i.d.R. intern) da sind, die man gerne hätte.

  • @ da-who: Das ist bei uns allerdings sehr selten und mir noch nicht untergekommen. Hier muss eigentlich so ziemlich alles ausgeschrieben werden. Von der Buchfolie bis zur internen Stelle... :rolleyes: Sogar meine Stelle wurde ausgeschrieben damals, weil ein normales Übernehmen der Azubine nicht möglich war. Da hieß es dann beim Einstellungsgespräch: "Du bist die Einzige, die sich auf deine Stelle beworben hat." Einer Kollegin, deren Stelle entfristet wurde, ging es ähnlich...


    Bei dem Rest... stimme ich dir zu. ;)

  • Bella
    nach dem was du schreibst kann man davon ausgehen das du in einer relativ großen verwaltung arbeitest. bei kleinen verwaltungen (z.b. kleineren Kommunen oder anderen trägern) läuft es durchaus so wie ich beschrieben hab. und man kann ja nicht davon ausgehen, dass sich jeder bei großen verwaltungen bewirbt. ich hab durchaus auch schon gehört, dass mancherorts jeder neue kugelschreiber beantragt werden muss. hilfe stoiber rette uns :cool:

  • da-who
    Ich nehm das kommt drauf an was für eine Institution dahinter steht...
    kann sein, dass grössere Städte sowas sich nicht leisten können, dass sie es intern einfach so vergeben...vllt wird ihnen mehr auf die FInger geguckt?
    Meine Stelle wurde jedenfalls ausgeschrieben und das hier ist keine allzu grosse Bibliothek...ist es in Deutschland nicht so, dass vakante Stellen an die Arbeitsagentur gemeldet werden müssen?

  • Also wir haben eine interne Stellenbörse, und wenn die intern ausgeschriebene Stelle nicht besetzt wird bzw. sich keiner drauf bewirbt, wird diese extern ausgeschrieben (s.a. aktuelle Stellenausschreibung "Militärhistorisches Museum der Bw", die war vorher intern ausgeschrieben, jetzt ist [lexicon]SE[/lexicon] über die [lexicon]BA[/lexicon] zu finden und befristet worden, das war sie vorher nicht)

  • ...ist es in Deutschland nicht so, dass vakante Stellen an die Arbeitsagentur gemeldet werden müssen?


    Nein!

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • befami


    du denkst da viel zu kompliziert. du musst eine stadtverwaltung doch als konzern sehen, ob jemand im standesamt oder in der stadtbibliothek arbeitet ist doch völlig egal, das ist jeweils nur eine "filiale" der verwaltung. es ist doch gesellschaftspolitisch sogar gewünscht stellen mit geeigneten kräften aus den eigenen reihen zu besetzen. wie stellst du dir das vor? es sitzt ein bibl.-fami im rechtsamt auf einer überplanmäßigen stelle. in der bibliothek wird eine planstelle frei. sollen die diese stelle dann auschreiben??? was wäre das denn für ein schwachsinn. das es sinn machen kann stellen intern auszuschreiben bestreite ich ja nicht, aber es gibt auch solche fälle wo bereits überplanmäßige stelleninhaber bereits in der abteilung arbeiten, die auch gut sind, warum soll ich dann den anderen überplanmäßigen aus dem rechtsamt nehmen, wenn der andere schon eingearbeitet und gut is. wie gesagt die personalvertretung is halt gefragt dass da keine "vetternwirtschaft" entsteht. und das läuft so nicht nur in kleinen kommunen.
    schwierig wird es natürlich wirklich wenn man das gleiche mit leuten machen will die sozusagen noch "keinen Fuß in der Tür" haben, also noch in keiner form für die verwaltung arbeiten. eine bewerbung schadet normalerweise nicht. selbst wenn sie "nicht berücksichtigt werden konnte". bewirbt man sich später nochmal sehen sie dass der sich schon mal "für uns" interessiert hat.


    viele grüße

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Initiativbewerbungen nicht so viel Sinn machen, da es immer heisst, das Personalamt hat im Stellenplan keine weiteren Stellen vorgesehen usw.

    2010. Thread-Nekromantie der schlimmsten Art. Admin?

    "Seid Ihr der König? Also ich habe Euch nicht gewählt". (einfacher Arbeiter, Lordaeron)

  • Ich bin der Meinung, dass ein Thread von 2010 nicht wiederbelebt werden muss. Ist ein Thema erledigt oder veraltet, dann kann man diesen Thread archivieren. Für alles weitere gibt es die SuFu.


    (Das ist aber im Endeffekt nicht meine Entscheidung. Wenn der/die Admin/s das so handhaben, dann ist das eben so.)


    edit: RS /

    Theo Retisch

    "Seid Ihr der König? Also ich habe Euch nicht gewählt". (einfacher Arbeiter, Lordaeron)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von fulgrim ()