Umschulung als FAMI - Med. Dok.

  • Hallo,
    ich wolle evtl. dieses Jahr (wenn es klappt) die Umschulung als Fami - Med. Dok.
    beim ComIn Genius (Essen) anfangen.


    Ich bin Ex. KPH.


    Mein Berufsberater stellt sich einbisschen stur und ist nicht gewillt mir die Umschulung so einfach zu genhemigen.
    Er meint das auf dem Arbeitsmarkt kaum Jobangebote für die FAMI-Med. Dok. zu finden sind und so eine Umschulung ne menge Geld kostet um dafür nach der Ausbildung wieder arbeitslos zu sein :zerknirscht:


    Ich selbst habe bereits rumgegoogelt und kaum was gefunden und habe verschiedene Krankenhäuser angerufen und die kannten diese Berufsbezeichung nicht mal :schreien:


    Habe ich überhaupt eine chance danach ein Job zu finden ??? :(
    Denn ich bin bereits 35 Jahre und in zwei jahre ....37j. :rolleyes:


    Mein Berater will mich jezt zum Med. Psychologischen Dienst schicken um Prüfen zu lassen ob ich auch dafür geeignet bin :verwirrt:


    Kann mir jemand was dazu sagen ?


    grüsse alessa


  • hi,


    dein berufsberater hat leider recht und allen grund wenig begeistert von umschulungsmaßnahme dieser art zu sein.


    dein alter spielt keine wirkliche rolle, eher die mangelnde akzeptanz für diese umschulung bei potenziellen arbeitgebern, sicher auch der eher geringe bekanntheitsgrad des berufes in der gesundheitsbranche. die qualität von umschulungsmaßnahme dieser art genügt leider kaum den tatsächlichen anforderungen des arbeitsmarktes. man kann durchaus sagen, angebot und nachfrage treffen sich bei diesen maßnahmen so ganz und gar nicht auf dem (arbeits)markt ... ;)


    na ja, dieser dienst zu dem du sollst, soll wohl prüfen ob du gegeignet und vorallem willig genug für eine umschulung bist. genaueres sollte dir eigentlich dein berufsberater hierzu erklären können.


    grüße,
    torsten :-)

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.


  • Hallo Alessa,


    sicherlich hat dein Arbeitsberater recht, dass es für FaMI-[lexicon]MedDok[/lexicon] kaum Angebote auf dem Arbeitmarkt gibt, was allerdings nicht an mangeldem Bedarf, sondern eher an der Unbekanntheit der Fachrichtung liegt. Stellenangebote beziehen sich dann eher an Medizinische Dokumentationsassistenten oder Medizinische Dokumentare.
    Diese Ausbildungen sind nicht nur wesentlich fachbezogener sondern meiner Meinung nach auch wesentlich anerkannter bei Institutionen des Gesundheitswesens.
    Ich will dir jetzt nicht den Wind aus den Segeln nehmen, oder gar dem Bildungsträger im Essener Norden potentiellen Kunden ihre Entscheidung madig machen, aber es gibt im Bereich Medizinischer [lexicon]Dokumentation[/lexicon] sicherlich bessere Alternativen.


    http://www.kaiserswerther-diak…inische_Dokumentation.htm
    http://www.kaiserswerther-diak…mentationsassistentin.htm


    Fakt ist aber auch, dass selbst die beste Ausbildung und ein hervorragendes Prüfungsergebnis einem noch lange keinen Job bescheren, das hängt immer ein bißchen mit viel, viel Glück oder dem berühmten Vitamin B zusammen.


    Gruß
    Michael

    Wer mühelos tut, was anderen Mühe macht, hat Talent; wer tut, was dem Talentierten unmöglich ist, hat Genie


  • ob der von dir verlinkte neue bildungsträger die erwartungen erfüllen wird, wird man erst nach abschluß des ersten jahrganges (2009) wissen. letztlich zählt wieviele teilnehmer im anschluss einen job finden, das ist das primäre erfolgskriterium! ;)


    was das glück betrifft, dem kann ich voll und ganz zustimmen. ein bißchen glück gehört dazu und natürlich die wahl des richtigen traineebetriebes. beides zusammen, gepaart mit einer guten leistung während des trainees und einem respektablen prüfungsergebnis erhöhen die chancen auf einen job im anschluß doch um einiges. :)

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Hallo Alessa,


    herzlich willkommen bei uns.


    ich muss torsten und michael in fast allem recht geben. glück und der richtige trainieebetrieb machen sicherlich den größten teil aus. es kommt aber auch auf jeden selbst drauf an, was ich aus meinen möglichkeiten mache.


    generell sieht es auf dem markt schlecht aus. der bedarf für famis ist vorhanden, aber wie in der gesamten gesundheitsbranche ist kein geld da um solche stellen zu finanzieren.


    ich persönlich hatte sehr großes glück das ich mich auf [lexicon]KIS[/lexicon] eingelassen habe und ab 01.07 bei unserem [lexicon]kis[/lexicon]-software-anbieter einen unbefristetetn vertrag bekomme. das ist aber die ausnahme und mit großem persönlichen einsatz verbunden.


    also, überleg es dir wirklich gut.


    alles gute und liebe grüße, michi ;)

    :cool: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. :D

  • Zitat

    Original von Torsten Zimmermann
    ob der von dir verlinkte neue bildungsträger die erwartungen erfüllen wird, wird man erst nach abschluß des ersten jahrganges (2009) wissen. letztlich zählt wieviele teilnehmer im anschluss einen job finden, das ist das primäre erfolgskriterium! ;)


    was das glück betrifft, dem kann ich voll und ganz zustimmen. ein bißchen glück gehört dazu und natürlich die wahl des richtigen traineebetriebes. beides zusammen, gepaart mit einer guten leistung während des trainees und einem respektablen prüfungsergebnis erhöhen die chancen auf einen job im anschluß doch um einiges. :)


    Hm, soll ich jetzt Werbung machen oder nicht?! :gruebeln:


    Aber Torsten hat Recht, Alessa: die beiden Praktika sind enorm wichtig und sollten meiner Erfahrung nach schon "generalstabsmäßig" angegangen werden. Eine zweijährige Ausbildung zum MDA ist recht kurz, und potenzielle Arbeitgeber stehen auf klare Strukturen und erkennbare Linine innerhalb der Ausbildung. Wenn dann noch das Thema der Abschlussarbeit mit den Praktikumsinhalten korrespondiert, die Leistungen insgesamt zwischen sehr gut und befriedigend liegen, Dein Typ zusagt und Du ein wenig Flexibilität mitbringst, sollte es eigentlich funktionieren. Der Arbeitsmarkt [lexicon]Medizinische Dokumentation[/lexicon] ist als sehr gut zu bezeichnen, FaMIs spielen leider Gottes in Ausschreibungstexten kaum eine Rolle, was dem mangelnden Bekanntheitsgrad gezollt sein dürfte. Zur Stellensituation hier ein Link, den Du unbedingt auch Deinem Fallmanager bei der Arbeitsagentur zeigen solltest, da dort einiges zur Vergabepraxis von Stellen im Fachgebiet [lexicon]Medizinische Dokumentation[/lexicon] zu finden ist, was Deinem Berater höchstwahrscheinlich unbekannt sein dürfte.


    Dein Alter ist definitiv nicht von Nachteil, weil Du die passende Berufsausbildung mitbringst und wohl einen Haufen Berufserfahrung dazu: wir haben mittlerweile acht Absolventenjahrgänge in Trier, die wir statistisch begleiten, und die Auswertung zeigt, dass die Kombination sogar gut in den Beruf mündet.


    Gruß
    medoc

  • @ uli: sie möchte die fami-umschulung in essen machen, dabei gibt es keine 2 praktika, sondern ein 1-jähriges trainee. eine abschlußarbeit gibt es ebenso wenig, sondern eine abschlußprüfung (3 theoretische teile/1 mündlicher teil) durch die bezirksregierung köln im auftrag der ihk. :)


    der FaMI ist im gegensatz zum MD/MDA ein staatlich anerkannter ausbildungsberuf. wirklich hilfreich ist dies bei der jobsuche später aber nicht. :rolleyes:

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Zitat

    Original von Torsten Zimmermann
    @ uli: sie möchte die fami-umschulung in essen machen, dabei gibt es keine 2 praktika, sondern ein 1-jähriges trainee. eine abschlußarbeit gibt es ebenso wenig, sondern eine abschlußprüfung (3 theoretische teile/1 mündlicher teil) durch die bezirksregierung köln im auftrag der ihk. :)


    Sorry, ich meinte mich zu erinnern, dass auf irgend einer DVMD-Tagung mal von einer Überarbeitung die Rede war. Aber wenn das so ist, sollte Alessa vielleicht doch lieber ne MDA-Ausbildung machen, die dürfte als mzweijährige Ausbildung schneller, günstiger und vielleicht sogar etwas effektiver sein ;)


    Zitat

    der FaMI ist im gegensatz zum MD/MDA ein staatlich anerkannter ausbildungsberuf.


    Ganz großes Veto. Der Medizinische Dokumentationsassistent ist ebenfalls staatlich anerkannt - an den Euro-Schulen Trier wenigstens...
    Die staatliche Anerkennung kann die Berufsfachschule erwerben, an der der MDA ausgebildet wird.

  • also hier in nrw ist weder der md noch der mda ein staatlich anerkannter ausbildungsberuf (hat was mit der dualen ausbildung zu tun, wenn die bei einer umschulung auch nicht gegeben ist), hier kann sich jeder so nennen, egal welche ausbildung er gemacht hat. der ihk ist das schnuppe, sie prüft es nicht. fami darf man sich allerings nur nennen, nach erfolgreicher ausbildung und ihk-abschluß. :)


    ob die mda-ausbildung günstiger ist als die fami-ausbildung, wage ich zu bezweifeln, beides zahlt der kostenträger. da kann es ihr egal sein ob das eine ein paar euro weniger kostet.


    schneller ist es in keinem fall, da beides über 2 jahre geht (der mda sowieso und der fami in der umschulung ebenso).


    und effektiver? nun ja, alles relativ. als fami läufst du zumindest im öffentlichen dienst bei uns am uniklinikum automatisch als mda, weil die verwaltung mit dem fami trotz regulärer berufsausbildung nix anfangen kann (vielleicht ist die bezeichnung für die dienstausweise auch einfach nur zu sperrig) ... ;)

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Zitat

    Original von Torsten Zimmermann
    schneller ist es in keinem fall, da beides über 2 jahre geht (der mda sowieso und der fami in der umschulung ebenso).


    Upps, ich ging von einer dreijährigen FaMi-Ausbildung aus, aber ok, bei ner Umschulung sieht das natürlich anders aus... was im Klartext aber auch bedeutet, dass man in Essen ein Jahr am Unterricht teilnimmt und das andere Jahr ein Trainee absolviert? Scheinen nicht auf Theorie zu setzen, das würde in Rheinland-Pfalz das Kultusministerium nicht erlauben :eek:


    Zitat

    und effektiver? nun ja, alles relativ.


    Klar relativ. Das bezog sich aber auf die Kommentare, die hier zu den Erfahrungen hinsichtlich der Qualität und Betreuung dieser speziellen FaMI-Ausbildung gemacht wurden ;)

  • hallo Leute ein ganz grosses DANKESCHÖN :kuss2: für die Infos.


    Mein Berufberater hat mich bereits (mit nachruck von mir) für den Med. Psy. Dienst angemeldet.


    ich habe ihn grade angerufen um sicher zu stellen ob er das auch getan hat ( mann weiss ja nie.. der vergisst einiges so gerne X( ).


    er sagte das ich wahrscheinlich im juli erst eine einladung bekomme ......aber die umschulung in essen fängt mitte juni an ... :verwirrt:.


    und der nächste kurs für die fami umschulung würde anfang 08 stattfinden, ich fragte ihn wie es da mit der finanzierung aussieht ...


    er meinte das er eine interne info bekomme hätte das sie die schule in essen die umschulung als fami gar nicht mehr anbieten will :zerknirscht:...aber er sagte das muss er noch nachforschen also steht es noch nicht fest !
    weisst jemand von euch evtl. was davon ??? wenn die schule in essen die fami umschulung nicht mehr anbietet dann ist der zug für mich in der richtung abgefahren. X(


    oder gibt es andere möglichkeiten ? wenn ich wüsste wo, würde ich gerne die fami ausbildung direkt machen, auch wenn sie 3 jahre dauern würde...wäre mir auch ehrlich gesagt lieber als eine umschulung, denn es ist für mich nicht die länge entscheidend sondern die spätere annerkennung vom arbeitgeber zwecks jobfindung.



    herzliche grüsse
    alessa

  • hallo..
    ich bin zwar nicht im md, aber ich glaube , dass man später mit einer Ausbildung bessere chancen hat als mit einer umschulung. ich finde das wort umschulung hat im laufe der letzten jahre an anerkennung verloren..weil so jeder der nix findet, macht ne umschulung(meistens ist es denjenigen egal worin..´)
    darum denke ich dass arbeitgeber eine ausbildung besser finden?!

  • Zitat

    Original von alessa13
    hallo Leute ein ganz grosses DANKESCHÖN :kuss2: für die Infos.


    er meinte das er eine interne info bekomme hätte das sie die schule in essen die umschulung als fami gar nicht mehr anbieten will :zerknirscht:...aber er sagte das muss er noch nachforschen also steht es noch nicht fest !
    weisst jemand von euch evtl. was davon ??? wenn die schule in essen die fami umschulung nicht mehr anbietet dann ist der zug für mich in der richtung abgefahren. X


    Wenn man sich die Vermittlungsquoten nach der Ausbildung ansieht, braucht einen das nicht zu wundern.
    War selber im 2. Kurs und bei uns haben von 17 noch verbliebenen Teilnehmern gerade mal 4 eine Stelle direkt im Anschluss gefunden.
    Wen wunderts da?
    Kann aber auch finanzielle Gründe haben, da die Agenturen heutzutage auch nicht mehr so viele Umschulungen genehmigen, es sei denn, es fällt unter Reha.

    Wer mühelos tut, was anderen Mühe macht, hat Talent; wer tut, was dem Talentierten unmöglich ist, hat Genie

  • Zitat

    Original von destroyer
    hallo..
    ich bin zwar nicht im md, aber ich glaube , dass man später mit einer Ausbildung bessere chancen hat als mit einer umschulung. ich finde das wort umschulung hat im laufe der letzten jahre an anerkennung verloren..weil so jeder der nix findet, macht ne umschulung(meistens ist es denjenigen egal worin..´)
    darum denke ich dass arbeitgeber eine ausbildung besser finden?!


    Ob Arbeitgeber einen Unterschied zwischen Umschulung und Ausbildung machen, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass Rahmenlehrplan und Prüfung etc. ein und dasselbe sind.


    Die meisten der Umschüler machen die Umschulung nicht, weil sie nichts finden, sondern weil sie wegen physischer oder psychischer Beeinträchtigungen Ihren Erstberuf nicht oder nur noch teilweise ausüben können.
    Das wird vorher in Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen genau abgeklärt (zumindest bei der Deutschen Rentenversicherung).
    Wegen "nichts finden" bekommt heute keiner mehr eine Umschulung.

    Wer mühelos tut, was anderen Mühe macht, hat Talent; wer tut, was dem Talentierten unmöglich ist, hat Genie

  • Zitat

    Original von Michael Scholz
    Die meisten der Umschüler machen die Umschulung nicht, weil sie nichts finden, sondern weil sie wegen physischer oder psychischer Beeinträchtigungen Ihren Erstberuf nicht oder nur noch teilweise ausüben können.
    Das wird vorher in Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen genau abgeklärt (zumindest bei der Deutschen Rentenversicherung).
    Wegen "nichts finden" bekommt heute keiner mehr eine Umschulung.


    Schön, dass das mal jemand ausspricht. :daumen:


    alessa13 + destroyer


    1. Auch die Umschulung mündet in einen anerkannten Ausbildungsberuf.


    2. Eine Umschulung ist definitiv nichts ehrenrühriges. Das Vorurteil stammt u.a. noch aus den Zeiten, als z.B. Kunstschmiede oder Metzgereifachverkäuferinnen auf Drängen des Arbeitsamtes zu Medizinischen Dokumentationsassistenten "umgeschult" wurden - diese Zeiten sind lange vorbei, zumindest in den genannten Ausbildungen. Das waren klassische "Maßnahmen", als Begriff noch übler beleumundet ist als Umschulung. (In den neuen Bundesländern werden Arbeitslose leider immer noch fröhlich in "Maßnahmen" gesteckt, aber das ist ein anderes Thema...)


    In der Medizinischen [lexicon]Dokumentation[/lexicon] ist es meiner Erfahrung nach so, dass ganz überwiegend Menschen "umgeschult" werden, die eine adäquate Erstausbildung haben und meist aus den Pflegeberufen, PTAs, MTAs, Altenpfleger etc. stammen. Wie Michael richtig sagt, liefern überwiegend berufsbedingte Verschleißerscheinungen die Gründe für eine Umschulung. Die Deutsche Rentenversicherung (früher BfA, LVA und Knappschaft) und die Berufsgenossenschaften empfehlen unsere Ausbildung de facto nur Menschen, die aus den o.g. Berufen stammen.


    Zitat

    Original von Michael Scholz
    Ob Arbeitgeber einen Unterschied zwischen Umschulung und Ausbildung machen, kann ich nicht beurteilen.


    Vielleicht kann ich etwas dazu sagen, denn ich verfüge über Erfahrungswerte. Die Ausbildung zum MDA und sicher auch die Ausbildung zum FaMI [lexicon]FR[/lexicon] [lexicon]Medizinische Dokumentation[/lexicon] bauen ideal auf der Vorausbildung und Berufserfahrung auf. Wir in Trier unterstützen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Wunsch bei der Stellensuche, und kein Arbeitgeber, mit dem ich in den letzten vier Jahren wegen einer Vermittlung verhandelt habe, hat sich bisher über den Begriff "Umschulung" mokiert. Ich weiß allerdings von Bewerbern, dass es in der Privatwirtschaft Vorbehalte gegenüber Berufsförderungswerken geben soll, da dort überwiegend Teilnehmer mit psychischen Beeinträchtigungen lernen. Ich halte das für unglaublich arrogant. :dumm:

    Pleasure today. Power tomorrow.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von medoc ()

  • Hallo Alessa,
    ich kann nur sagen tu es nicht.Such Dir ne Umschulung wo Du auch etwas lernst,geh nicht ins Inkompetenz Center.Ich hatte gerade schriftliche Prüfung und kann ein Lied davon singen.
    Auch die Jobs in diesem Beruf sind rar gesäht.
    Also lass es lieber sein.


    Liebe Grüße Susanne

  • Hallo!


    Es tut mr leid, dass ich etwas spät antworte aber ich fand das Thema erst heute.


    Ich bin derzeit selber FaMI Azubi mit [lexicon]FR[/lexicon] [lexicon]Med Dok[/lexicon], einer von zweien überhaupt in Hessen. Die Ausbildung ist dual und findet in einem Auftragsforschungsinstitut (mein Arbeitgeber) und der Berufsschule statt. Die Ausbildung im Betrieb ist gut, die in der Schule überflüssig. Im ersten Lehrjahr hatte ich genau 4 Doppelstunden bezüglich meiner Fachrichtung. 4 Stunden im ganzen Lehrjahr in allen Fächern zusammen. Es ist ein Witz. Die ganze theoretische Ausbildung ist soweit ein Witz, zu mindest in Hessen. Wir lernen viel über Bibleothekswesen und [lexicon]Archiv[/lexicon], dazu etwas [lexicon]IuD[/lexicon] aber über [lexicon]MedDok[/lexicon] eigentlich nichts. Im nächsten Lehrjahr soll 6 Stunden fachspezifischer Unterricht pro Woche dazukommen, na ja, wird wohl wirklich toll werden wenn man nur ca. 10Wochen Unterricht im Jahr hat....


    Lange Rede, kurzer Sinn: wenn dich der Beruf interessiert, dann erlerne in als MD oder MDA, also FaMI bist du vieles aber dafür kaum qualifiziert (zu mindest in Hessen). Ich würde davon dringed abraten wenn ich nicht einen guten Ausbildungsbetrieb hätte, der mir alles wichtige beibringt und mir eine gute Zukunft in der Branche der Auftragsforschungsinstitute und Pharmaindustrie bietet. Ist aber eher untypisch für FaMIs würde ich sagen.
    Die theoretische Ausbildung ist bei uns nettes Beiwerk aber in meinem Berufsalltag kann ich davon nichts gebrauchen, da ich ja zu meiner Fachrichtung auch praktisch nichts gerlernt habe bisher und auch laut meinen Vorgängern, kaum was lernen werden in den restlichen anderthalb Jahren. Hat alles mit medizinischer [lexicon]Dokumentation[/lexicon] und den Lehrinhalten der MD- und MDA-Ausbildungen nicht wirklich was zu tun. Du wirst ganz gut für den Bibliotheksalltag ausgebildet denn diese [lexicon]FR[/lexicon] dominiert deutlich hier die theoretische Ausbildung in der Berufsschule. Alle andere Fachrrichtungen kommen zu kurz und wir (meine Mitauszubildene und ich) als die einzigen beiden Auszubildenen mit diesem Beruf und [lexicon]FR[/lexicon] überhaupt in diesem Bundesland stehen auf ziemlich verlorenen Posten.


    Ich kenne nur meine derzeitige Situation hier in Hessen. Ich hoffe es sieht anderswo nicht genau so traurig aus mit FaMI [lexicon]MedDok[/lexicon] Ausbildung.


    bis dann


    Robert

  • hallöchen an alle :)


    ich melde mich erneut um neues zu berichten.


    wie ich damals berichtet hatte wollte mein fallmanager mir ein termin beim med. dienst besorgen zwecks gutachten für eine umschulung.
    er hat wiedermal sein wort nicht gehalten X( das ganze zog sich bis august ohne erfolg !!!!
    am ende habe ich aufgegeben und seit dem 10.11.07 mache ich eine weiterbildung als klinische kodierfachkraft beim comIn genius in essen sie wird ca. 6 monate dauern (inbegriffen sind 2 monate praktika).


    wir lernen nix anderes als codierungen von DRG :grosseaugen:


    hoffung hat mann immer, nach der praktika einen job zu bekommen :alleswirdgut:


    grüsse alessa

  • dann halt uns mal auf dem laufenden, ob sich diese kodier-ausbildung am ende jobtechnisch auszahlt ... :)

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Hallo Alessa, schon traurig zu hören wie die Bereitschaft sich beruflich umzuorientieren von "Bürohengsten" boykottiert wird. Sicher ist die klinische Kodierkraft auch eine Möglichkeit, du bist aber sehr eingeschränkt. Mir wurde diese Möglichkeit auch angetragen. Ich habe eine Ausbildung als ex. Krankenschwester und war 20 Jahre im Beruf. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich mir Alternativen suchen. Die Kodierkraft war mir zu eingeschränkt, jetzt mache ich meinen FaMI med. Doku in überbetrieblicher Ausbildung - finanziert duch den Rententräger und gehe zu meinem alten Arbeitgeber mit neuem Beruf zurück.
    Das Alter sollte dich nicht schrecken, ich bin 2. älteste im Kurs (Bauj.1962) und mit großer Familie, wenn man es will, :alleswirdgut: lässt es sich auch bewerkstelligen.
    Vielleicht ergibt sich für dich ja noch eine Möglichkeit, dich weiter ausbilden zu lassen.
    Gruß Elke :alleswirdgut: