Schließfächer in der Bibliothek

  • Mich würde mal interessieren, ob ihr für eure Leser Schließfächer anbietet. Verleiht ihr da die Schlüssel? Wieviele Schließfächer und wieviele Studenten habt ihr? Reichen die Schließfächer? Wo habt Ihr sie aufgestellt? Dürfen die Leser bei euch Taschen und Jacken mit rein nehmen?


    Wir haben einige offene Fächer und 57 Schließfächer in der Bibliothek im Eingangsbereich. Der Schlüssel wird wie ein Buch ausgeliehen und muss bis spätestens 24:00 Uhr abgegeben werden, sonst wird gemahnt. Leider sind unsere Fächer aber oft schon um ca. 10:00 Uhr weg, da wir allein ca. 980 Studenten an der Uni haben.
    Taschen und Jacken dürfen nicht in den Lesesaal mitgenommen werden.

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • In der Bibliothek wo wir grad bin, haben wir Arbeitsplätze, Schliessfächer und Benutzerablagen die vermietet werden.Die Schliessfächer kann man 2x 90 Tage behalten.
    Es kostet nichts und wir genau ausgeliehen wie bei einem Buch. Wie viele Studenten wir hier haben ist schwierig. Weil wir sind ja auch noch öffentlich, das sind nicht alles Studenten und ich weiss schlicht und ergreifend nicht.
    In meiner Ausbildungsbibliothek haben wir glaub unten im Lesesaalschliessfächer, auch gratis, wie die funzen - don't know. Das ist die Sache der Lesesaalaufsichten. Wir haben auch ein Tagesschliessfächer, die funzen mit Depot, werden am Ende des Tages geräumt, wenn sie nicht leer sind. Zusätzlich haben wir noch Benutzerablagen.
    Benutzerablagen und Arbeitsplätze sind im Lesesaal und die Schliessfächer im Foyer/Eingangsbereich.
    Die Tagesschliessfächer in meiner Ausbidlungsbibliothek reichen nicht aus, nein. Sie sind so um 10 Uhr auch schon alle belegt. Die 90 Tage Schliessfächer (es sind glaub über 70 Stück) sind nicht alles ausgebucht, dafür sind die Arbeitsplätze heiss begehrt.

  • in unsere öb haben wir auch einige schließfächer. die schlüssel stecken aber, sodass da jeder heran kann. kostet dementsprechend auch nichts...

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat." Helen Hayes

  • In unserer WB haben wir auch einige, die kostenfrei sind. Diese sind für Gastnutzer, von denen nicht so viele da sind. Bei uns darf eh nur rein wer die Erlaubnis eines Institutsdirektors hat und einen guten und schlüssigen wissenschaftlichen Grund vorweisen kann...

    Es gibt viele schreckliche Anblicke im Multiversum. Doch für eine Seele, die an den subtilen Rhythmus einer Bibliothek gewöhnt ist, existiert kein schrecklicherer Anblick als ein Loch dort, wo sich eigentlich ein Buch befinden sollte.

  • Wir haben in unserer Bibliothek eine Garderobe die schräg gegenüber des Bibliothekseinganges ist. Dort befinden sich eine Reihe von Schliessfächern für die man ein Vorhängeschloss benötig. Diese sollten sich die Nutzer natürlich selbst mitbringen. Wir haben jedoch auch 20 Stück die wir "ausleihen". Dies geht jedoch gegen 10 Euro Pfand und wir notieren den Namen und die Matrikelnummer. Da bei uns max. 15 Medien ausgeliehen werden dürfen (für Studenten und Gäste) war es für uns keine Lösung, die Schlösser direkt aufs Nutzerkonto zu buchen, da ja sonst die Anzahl der entleihbaren Medien runter reguliert wäre :-). Abgesehen davon, hat die Bibliothek länger als die Ausleihtheke auf und somit wären die Nutzer gezwungen die Schlösser über den Rückgabeverbucher zurück zu geben. Ich will gar nicht wissen zu welchen Problemen das vielleicht geführt hätte :-)
    Die Schlösser müssen jeden Abend abgegeben werden. Das klappt natürlich mal mehr mal weniger gut. Die Entleiher werden dann am nächsten Tag angeschrieben mit der Bitte das Schloss doch wieder abzugeben.


    Unsere Schliessfächer sind ausreichend für die Zahl der Studenten.


    Das klingt vielleicht umständlich aber für uns ist es im Moment die beste Lösung.


    Früher waren die Schliessfächer mit 2 Eurostücken zu befüllen. Dann mussten wir natürlich den halben Tag Geld wechseln.


    Jacken und Taschen dürfen natürlich nicht mit in die Bibliothek. Das wirft natürlich immer einige Probleme auf, da es genügend Leute gibt die dann noch ständig rumdiskutieren von wegen nur ganz schnell und mir ist so kalt und nein das ist keine Straßenjacke :-) naja ihr kennt das ja vielleicht?!

  • Kannst du mir in etwa sagen, wieviele Schließfächer ihr habt und wie groß eure Uni ca ist?
    Nur 15 Medien! Damit würden unsere Studenten nie klar kommen! Gerade während ihrer Diplom- bzw. Bachelorarbeiten habe die oft schon allein über 15 Bücher aus der Fernleihe!
    Für die Abgabe der Schlüssel haben wir einen kleinen Holzkasten aufgestellt. So können die Nutzer auch nach der Servicezeit ihre Schlüssel abgeben. Am nächsten Morgen werden die Schlüssel dann vor der Bibliotheksöffnung zurückgebucht.

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
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  • Hallo,


    also wir haben ca. 5000 Studenten und im Eingangsbereich ca 60 Schließfächer, man muss halt n Euro reinschmeißen. Dürfen alle benutzen und am Abend sollten alle Schließfächer leer sein, was auch in der Regel sehr gut klappt. In Einzelfällen dürfen die Studenten ihre Sachen auch mal über Nacht drinlassen. Und im Foyer und vor dem Lesesaal haben wir noch einen bzw. drei Garderobenständer die unterschiedlich belegt sind. Und ihre Sachen und Jacken dürfen sie seit etwa einem Jahr auch mitnehmen, RFID machts möglich.


    Die Schließfächer werden gut genutzt, viele teilen sich auch mal eins, aber sie reichen. Wir sind eine wissenschaftliche, aber öffentliche Bibliothek.

  • Ich arbeite in einer Fachhochschule mit ca. 11.000 Studenten. Diese teilen sich aber auf zwei verschiedenen Standorte auf, sodass wir auch zwei Bibliotheken haben. Wieviele Schliessfächer wir genau haben kann ich dir also leider nicht sagen, da ich noch nie in der Garderobe am anderen Standort war. Es scheint aber auszureichen denn in den 1 1/2 Jahren die ich nun mittlerweile hier bin gabs noch nie Beschwerden o.ä.


    Die Studenten haben die Möglichkeit, wenn Sie gerade an der Diplom- oder Abschlussarbeit schreiben bis zu 20 Medien auszuleihen. Da wir nur eine recht kleine Bibliothek sind, hat das bisher immer ausgereicht. Weiterhin melden sich viele unserer Studis auch an der Unibibo an und umgekehrt sodass sie im Endeffekt ja trotzdem mehr Bücher haben können. Abgesehen davon, gibt es bei uns auch zahlreiche E-books die man ja mit Hilfe eines speziellen Zugangs auch von zu Hause nutzen kann. Von meiner Ausbildung her weis ich das das natürlich wenig klingt 15 Bücher pro Benutzer. Während meiner Ausbildung an einer Unibib. durften die Nutzer auch mehr ausleihen.
    Andererseits haben wir auch von jedem Exemplar aus der Lehrbuchsammlung immer ein Präsenzexemplar sodass man ja auch in der Bibliothek mit dem Buch arbeiten könnte.


    Wie oft habt ihr denn das Problem Nadine das ihr den Nutzer ständig Geld für den Spind wechseln müsst? Oder habt funktioniert bei euch alles ohne Bargeld?


    *lach* ja das wäre unseren Nutzern das liebste...Jacken, Taschen, Essen, Trinken und dann am besten noch der Schlafsack...:-)) ist nicht böse gemeint...aber mich nerven diese ständigen Diskussionen einfach...