Was habt ihr direkt nach der FAMI-Ausbildung gemacht?

  • Hallo,


    da meine Ausbildung nächstes Jahr zu Ende geht, und es wohl schneller vorbei gehen wird, als man denkt, bin ich nun schon am überlegen, was danach kommen soll. Da es auf dem Arbeitsmarkt für uns ja nicht besonders gut aussieht und ich auch ortsgebunden bin, mache ich mir momentan so einige Gedanken, wie es weiter gehen soll.


    Wie hat das bei euch ausgesehen? Was habt ihr direkt nach der FAMI-Ausbildung gemacht? Wurdet ihr übernommen? Habt ihr direkt eine andere FAMI-Stelle gefunden, oder eine Stelle in einem anderem Bereich angenommen oder vielleicht auch einfach irgendwo nur einen Nebenjob gemacht? Oder habt ihr euch direkt weitergebildet (Studium/Fachwirt) oder eine neue Ausbildung angafangen?


    Würde mich über eure Antworten sehr freuen!

  • Guten Morgen!


    Ich bin nach der Ausbildung für ein Jahr übernommen worden. Mein Vertrag endet im Juli diesen Jahres, also bin ich auch schon fleißig auf Jobsuche und hoffe, dass ich bald fündig werde. Ich schaue mich auch nicht nur nach FaMI-Stellen um, sondern gucke auch immer mal wieder in anderen Bereichen, ob es etwas Passendes dabei sein könnte. Notfalls würde ich auch als Aushilfe arbeiten, hauptsache nicht ganz ohne Job dastehen...


    Ich drücke dir die Daumen für deine Jobsuche. :)


    Viele Grüße
    Fiendfyre

  • Hey,


    also ich hab nach meiner Ausbildung noch 2 Monate zur Überbrückung in meiner Ausbildungsbibiliothek bleiben können, bevor ich dann angefangen habe in Leipzig Bibliothekswissenschaft zu studieren. Eine längere Übernahme war nicht möglich, aber mir war sowieso klar dass ich noch das Studium draufsatteln will. Ich hab das Glück, in der vorlesungsfreien Zeit noch als Hiwi in meiner Ausbildungsbib arbeiten zu können, wenn ich im Lande bin. So gibts noch ein bisschen Kohle und Praxiserfahrung macht sich auch nie schlecht ; )


    Alles Liebe,
    Ralda

  • Ralda: Darf ich fragen, ob du den Bachelor oder auch den Master in Bibliothekswissenschaften machst? es war nämlich von Anfang an auch meine Überlegung erst die Ausbildung zu machen (die im Fachbereich IuD bei mir ist) und danach noch Bibliothekswissenschaften zu studieren, um mehr in den Bereich Bibliothek zu kommen. Allerdings möchte ich aus verschiedenen Gründen nur den Bachelor machen.
    Nun hat mir jemand bei einem Praktikum in einer ÖB gesagt, dass sie in dem Bereich dann wenn auf jeden Fall auch den Master machen würde, da die Bibliotheken entweder FAMIS oder Master in den Leitungspositionen einstellen, aber keine Bachelor.. das hat mich dann nun ein bisschen von dem Gedanken abgebracht, da ich dann ja nach dem Studium nicht schonwieder vor dem selben Problem stehen möchte.... Hast du damit vielleicht schon ein paar Erfahrungen gesammelt, oder von anderen gehört, wie das von den Berufschancen hinterher dann aussieht?

  • Bin übernommen wurden und habe dann schnell eine andere Stelle gefunden und bin mit meinem Beruf nach wie vor glücklich. Aber im Gegensatz zu dir, bin ich nicht ortsgebundne. Zum Thema Bachelor: Der Bachelor kann auch Leitungspositionen übernehmen. Manche setzen sogar auf den Bachelor und FaMI. Den Master findest du nämlich nur im höheren Dienst der WBs (Fachreferat und WB-Leitungsstellen).

    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)


    "Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl!"
    Marcus Tullius Cicero


    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)

  • Hey FaNi8,


    sorry das ich jetzt erst antworte, war leider krank -.-


    Klar darfst du fragen ; ) Also, ich wollte immer nur den Bachelor machen. Meiner persönlichen Erfahrung nach hat man mit dem Bachelor schon gute Chancen, viele Stellenausschreibungen lauten auf Diplom- oder Bachelorbibliothekar. Die beiden Abschlüsse scheinen oft gleichwertig gesetzt zu werden. Der Master ist dann, wie Wirbelwind schrieb, für Leitungs- oder andere sehr spezielle Funktionen, In Leipzig kann man sich z. B. auf Bibliothekspädagogik spezialisieren oder Bibliotheksbau lernen. Mit der Fachreferentenebene würde ich es aber auch nicht gleichsetzen (weil die ja idR noch ein fachliches Studium haben, dazu dann Bibliotheksreferendariat), da fehlen mir allerdings Erfahrungen.
    Viele (ich würde schätzen ein gutes Drittel) meiner Matrikel will nach dem Bachelor weitermachen. Es kommt ziemlich drauf an wo man hin will, für Leitungsfunktionen wird er denk ich irgendwann vorausgesetzt.


    Du kannst ja theoretisch auch mit ner IuD-Ausbildung in den Bib-Bereich ohne Zusatzqualifikation! Je nach Berufsschule (bei mir Calw) lernt man die Inhalte aller Fachrichtungen theoretisch. Wenn man das mit Praktika unterfüttert ist man ja schon vorbereitet. Mit Einsatz kann dann auch der FR-Wechsel klappen... Wir hatten bei der Abschlussfeier sogar ne Rednerin, die in FR Bib gewechselt ist nach dem Abschluss, ich weiß aber nicht mehr ob sie vom Archiv oder IuD kam...


    LG Anne

  • Mit der Fachreferentenebene würde ich es aber auch nicht gleichsetzen (weil die ja idR noch ein fachliches Studium haben, dazu dann Bibliotheksreferendariat), da fehlen mir allerdings Erfahrungen.

    Notiz am Rande: meine ehemalige Chefin hat ihren Master und ist Fachreferentin. Ich weiß nur leider nicht, ob sie vorher nur den Bachelor / Dipl.-Bibliothekar gemacht hat oder was anders. Master ist ja der höchste Universitätsabschluss in Deutschland.

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    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)

  • Das wäre natürlich logisch: Fachliches Studium und dann Bibliotheksmaster = Fachreferentenebene ; ) Das Referendariat wie früher gibt es ja glaub ich nicht mehr.
    Ich meinte, wenn man Bachelor und Master in Bibliothekswiss. macht fehlt ja das Fachstudium vorher ;)


  • Das Referendariat wie früher gibt es ja glaub ich nicht mehr.


    Macht nur noch Bayern. Wie lange die aber noch Leute mit einem speziellen Studium suchen werden, ist die nächste Frage.

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  • Macht nur noch Bayern. Wie lange die aber noch Leute mit einem speziellen Studium suchen werden, ist die nächste Frage.


    Da muss ich mal eben korrigieren. Thüringer WB z.B. die UB Ilmenau setzen ein Fachstudium vor den Voluntariat vorraus. Die nehmen nur Leute mit Fachstudium die innerhalb von 2 Jahren über Berlin das Bibliotheksstudium machen. In Thüringer UBs gibt es soweit ich weiß keinen Fachreferenten der vorher kein Fachstudium abgeschlossen hat. In NRW müsste es ähnlich aussehen. Zumindest bei den Kollegen die zu uns kamen.
    Die Fachstudenten kloppen sich aber auch um ein Voluntariat. Da bewerben sich Astrophysiker mit 1er Schnitt... dabei sollte man meinen im Bibliothekswesen findet man schon schlecht genug eine Stelle.

  • Ich habe nach der Ausbildung erstmal 3 Monate bei der Gebäudeversicherung in Stuttgart gearbeitet ;)
    Danach bin ich gleich durch ein kleines Wunder in meine heutige Arbeitsstelle gerutscht.


    Ich hatte in meinem bisherigen Arbeitsleben wirklich Glück. Ich war nach meiner Ausbildung gerade mal 1 Woche arbeitslos gemeldet ;)


    Habe mich aber auch sehr viel beworben, sowohl für den Ausbilungsplatz als auch dann für den weiterführenden Arbeitsplatz. Am Ende heisst es eben doch "Von nichts kommt nicht" und halt eben doch ein Quentchen Glück!

  • Hallo,


    also ich wurde vorerst bei der Uni Konstanz übernommen um etwas Zeit zum suchen zu haben nach dem ganzen Prüfungsstress. Durfte dort im Sekretariat der Bibliothek arbeiten.


    Anschließend habe ich an der LMU München angefangen, wo ich leider nicht so glücklich wurde.
    Mittlerweile habe ich jedoch den Wechsel an eine Museumsbibliothek in München geschafft und bin richtig happy.
    Hier darf ich nun alles tun, von Katalogisieren über den Nutzerkontakt bis hin zu leichten Buchbindearbeiten. :)


    Als Fami kommst du auch sehr gut in verschiedene Sekretariatsarbeiten rein. Und ich finde, der Stellenmarkt sieht momentan gar nicht soooo katastrophal aus. Wenn man sich rein hängt, muss man sich eigtl nicht so viel Sorgen machen, da unser Markt scheinbar auch mit vielen Bibliotheksfernen Bewerbungen geflutet wird...


    Vom Studium rate ich dir eher ab. Zumindest, wenn du ortsgebunden bist. Die Stellen sind rar und wenn du erstmal studiert hast, wirst du keine Fami-Stellen mehr antreten können, da das vielen Arbeitgebern zu heikel ist. Im Ausgleich dazu wächst der Aufgabenbereich, den Famis ausüben dürfen immer mehr an. Und mit Fachrichtung IuD ist man auch gerne in Bibliotheken gesehen, hat mein Kollege auch erst bewiesen.


    Liebe Grüße,
    Kati

  • Nach meiner Ausbildung war ich erstmal arbeitslos und habe anschließend geharzt, da mir die Berufserfahrung gefehlt hat, bis ich nach 1,5 Jahren eine Stelle etwa 124 km entfernt angetreten habe und pendle seitdem, da in der Studentenstadt kaum Wohnraum frei ist.

    Coco Bandicoot:
    [Crash attacks her] I'm telling mom! If we had one.
    Coco: Ouch! All right! I'll get revenge when you're sleeping!