Allegro und eventueller Wechsel?

  • Zwar gibt es die Möglichkeit der Fremddatenübernahme, die wir auch nutzen, aber letztendlich muss man dann doch hunderte von Marc-Feldern in jeder Aufnahme prüfen, löschen, ergänzen, ändern usw.

    Aleph bietet hier beim Bearbeiten die Option "Satz angleichen". Da löscht du mit 2 Klicks alle Felder, die du bei der Fremddatenübernahme nicht mehr brauchst bzw. vom Verbund neu erzeugt werden.

    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)


    "Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl!"
    Marcus Tullius Cicero


    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)

  • 1. zur einfachen Recherche wird kein Konto benötigt. Das braucht man nur, wenn man ausgeliehene Medien verlängern will oder Vormerkungen machen will. Das Nutzerkonto wird automatisch angelegt, wenn man einen Leser anmeldet und eine Karte ausstellt. Man kann wohl auch einstellen, dass der Nutzer sich schon vorab selbst anmeldet, aber das haben wir abgeschaltet, weil wir nur einen eingeschränkten Nutzerkreis zulassen.

    2. die Fremddaten kommen aus der DNB bzw. Aus der ekz. bisher gibt es keine weiteren Quellen. Das ganze läuft über den z39-port

    3. einige Felder in dem Bereich 000-086 füllen sich von alleine aus wenn man reinklickt. Speziell die Pflichtfelder. Andere ignorieren wir einfach, da die dann scheinbar nicht so wichtig sind und wieder andere sind mit einem Bearbeitungstag versehen, der einem hilft die richtige Auswahl zu treffen. Diese wird dann in Form von Codes und Zeichen umgewandelt.

    4. wurde schon beantwortet

    5. an sich funktioniert der Datenimport schon, aber man sollte sich intensiv damit befassen, welches Feld wohin übertragen werden soll und noch wichtiger ist, sich die Zeit nehmen alles nach dem Import zu kontrollieren bevor man das Ergebnis so abnimmt. Speziell bei in allegro zweckentfremdeten Feldern muss man prüfen, ob alles so übertragen wurde, wie man das wollte. Zum Beispiel hatten wir in einige Exemplardaten in das Feld des Eingangsdatums zusätzlich eine Inventarisierungsnummer eingetragen. Diese wurde nicht übernommen, da das Ziel-Feld in Koha lediglich eine 8-Stellige Zahl akzeptiert. Leider ist mir das zu spät aufgefallen... Auch bei der Formatierung gibt es ein paar zu beachtende Punkte. Gerade die mehrbändigen Werke werden ja in Allegro auf eine bestimmte Weise dargestellt. In Koha sind dann plötzlich die Darstellungen etwas unübersichtlich. Das lässt sich aber zur Not mit Templates in Koha bereinigen. Templates Bringen die Möglichkeit der Stapelverarbeitung von Titelaufnahmen oder Exemplarsätzen mit sich. Eine ziemlich praktische Sache.

    6. Open source heißt jeder kann da mitmachen, es gibt eine Community und das Programm selbst kostet nichts. Aber irgendjemand muss ja den Datenimport übernehmen und einen Server bereit stellen. Und das ist dann der ausschlaggebende Faktor bei der Finanzierung.
    7. der Anschluss an den Verbund hat eigentlich garnichts damit zu tun. Soweit mir bekannt, stand das bei uns garnicht zur Debatte.


    tut mir übrigens leid, dass du bei der anderen Stelle nicht weiter gekommen bist. Ich glaube, die waren manchmal auch schon von meinen Fragen etwas genervt oder überfordert obwohl die mich sogar noch kennen, weil ich da auch mal tätig war.


    Okay, ich bin gerade im Urlaub. Kannst gerne weitere Fragen loswerden und ich werde sie auch soweit wie möglich beantworten, aber sei nicht böse, wenn es evtl. Etwas länger dauert...


    Gruß

    Ayla

  • Hi.

    Ich möchte mich hier gerne mal einklincken :)


    Vorgestern bekam ich die Anfrage von meinem Kurator, ob ich in unserer Spezialbibliothek auch mit Koha arbeiten würde.

    Der Hintergrund ist, das unsere Stadtbib von Libero zu Koha wechseln will und die Dezernatsleitung fragte, ob wir das dann auch wollen.

    Im Moment habe ich ... einen Zettelkatalog. ;) und die Vorbereitungen zu einer Software für die Bibliothek laufen, da wir damit online gehen möchten, um den Buchbestand für die Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Inklusive Digitalisierung der wichtigsten Bücher. Nur wenn Libero wirklich in 3 Jahren den Support einstellt, hat das wenig Sinn, das wir weiter darauf spinsen.

    Was ist also mit Koha?

    Ich weiß nicht, ob ich viele unserer Medien wirklich von der DNB übernehmen kann, da wir viele wirklich antiquarische Schätzchen da stehen haben (Zeitrahmen 1534-1930 zu Fechtkunst, Handwerk, Handel ). Und: Wir sind eine Präsenzbibliothek, also Ausleihen nur im Ausnahmefall.

    Sicher ist, das wir nach RDA katalogisieren werden und auch alle weiteren Möglichkeiten dabei ausschöpfen möchten, um eine Thesaurussuche, Inhaltsverzeichnisse und Daten zu den Medien, die auch der musealen Beschreibung gerecht werden (Papierquali, Druck Illustrationen mit Tusche usw und so fort, Fadenbindung, Ledereinband...).

    Taugt Koha für diesen Anspruch ???


    Inzwischen habe ich schon einges dazu gelesen und auch in einer FB-Gruppe Hinweise und Kontaktpersonen genannt bekommen, aber ich nehme jede Meinung die ich kriegen kann!

    So wäre ich also dankbar für weitere Infos, Meinungen...

    Meine Vorbereitungszeit für ein Ja oder Nein ist einfach so enorm lang... 5, 6 Tage ;)


    Liebe Grüße

    "Twelve highlander and a Piper makes a Rebellion" (Walter Scott) - Ich war schon immer für Rebellion! :P

  • Also meiner Meinung nach ist Koha nicht für diese speziellen Bedürfnisse geeignet. Wie gesagt, es ist für ÖBs konzipiert. Es gibt zwar in den 000-Feldern einige Möglichkeiten das Medium physisch näher zu beschreiben, jedoch hat sich uns bisher keine Auswirkung erschlossen.
    Wir sind auch eine Spezialbibliothek und hatten erhebliche Schwierigkeiten wenigstens unseren eigenen Thesaurus übernehmen zu können. Normalerweise wird mit den Normdaten der DNB gearbeitet. Für den Datenimport unseres hauseigenen Thseaurus musste ein extra-Auftrag erteilt werden. Die Personen und Körperschaften wurden bisher außen vor gelassen.

    Ich würde demzufolge in diesem Fall von Koha abraten und evtl. eher nach einer Archiv-Software oder ähnlichem Ausschau halten.

  • Naja.

    Einen Datenimport ins neue System wird es bei uns für die Bibliothek ja in dem Sinne nicht geben.

    Es muß wirklich im Computer alles komplett neu aufgebaut werden. Wie erwähnt: Wir haben einen Zettelkatalog.

    Du mußt dir das so vorstellen, das da 50 Jahre lang "Tür auf - Buch rein - Ehrenamtliche (nicht vom Fach) schrieb eine Katalogkarte und numeriert das Buch durch - Tür zu" praktiziert wurde.

    Und diese Katalogkarten sind für mich als Katalogisiererin extremst gruselig. Ich stand am Anfang vor dem Ding wie ein Fachidiot.

    Voraussetzung für die Landesmittel sind nun auch leider eine ordentliche Bibliothekssoftware und RDA-Katalogisierung.

    Die Software für Bibliotheken die in den normalen Museums-Softwares enthalten sind, taugen leider auch nichts. Die meisten Museen mit denen ich sprach, bevorzugten also Bibliotheca, PICA, Aleph was auch immer!

    Die Archiv-Software, die unser Stadtarchiv benutzt ist so gut, das der Leiter des Archives gerne in eine Bibliothekssoftware wechseln möchte - äh... ja.

    ;)

    Deswegen frage ich ja. Das Koha & Co. in der Regel für ÖBs sind, ist klar. Nur wie ist es also, wenn man im Grunde nicht viel aus anderen Datenbanken übernehmen kann, wenn ich wirklich das meiste selber machen muß? Der komplette Aufbau also? Eine Buchbeschreibug kann ich im Endeffekt auch in einem Feld für die Inhaltsange anschließen. Da bin ich schmerzfrei.

    "Twelve highlander and a Piper makes a Rebellion" (Walter Scott) - Ich war schon immer für Rebellion! :P

  • Also gut, ich merke schon, dass ihr nicht sehr viele Alternativen habt. Ich sage mal so, Koha ist definitiv besser als ein Zettelkatalog.

    Schau dir am besten mal die Dienstoberfläche in der Demoversion an. Man darf da auch drin rumspielen. Sprich, Versuch doch einfach mal, was zu katalogisieren und schau ob das was für dich ist. Die Datenbank wird dann über Nacht wieder auf den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt. Man kann also im Grunde nichts kaputt machen.

    Opac: http://koha.adminkuhn.ch/cgi-bin/koha/opac-user.pl


    Es selbst mal zu sehen und auszuprobieren ist wahrscheinlich besser, als sich auf andere Meinungen zu verlassen... Gerade bei diesen speziellen Anforderungen. Ich hoffe, damit kannst du dir ein besseres Bild machen.

    Viel Spaß ;)

  • Danke :) und ich denke mal du hast recht


    und die Situation ist eh schon frustrierend :(

    "Twelve highlander and a Piper makes a Rebellion" (Walter Scott) - Ich war schon immer für Rebellion! :P

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  • Inzwischen habe ich schon einges dazu gelesen und auch in einer FB-Gruppe Hinweise und Kontaktpersonen genannt bekommen, aber ich nehme jede Meinung die ich kriegen kann!

    Ist das eine öffentliche Gruppe? Ich hätte auch Interesse mehr zu erfahren ^^


    1. zur einfachen Recherche[...]

    Okay das hilft mir schon mal weiter. Ich werde das in die Besprechung mitnehmen.

    Welche Alternativen bleiben denn? Uns werden ja quasi von allen Seiten Steine in den Weg gelegt. Ich könnte vielleicht sogar damit leben weiterhin in Allegro zu verzeichnen aber dass wir keinen OPAC oder auch nur halbwegs verwendbaren normalen Katalog haben treibt mich in den Wahnsinn. Da bräuchte ich die Sachen auch nicht aufnehmen :rolleyes:


    Ich muss mir mal ansehen was wir so für etrawürste haben in den Dateifeldern aber es sind in der Vergangenheit eher zu wenige als zu viele Infos gewesen. Bei dem Dateiimport aus der DNB, wie ist das da mit Grauer Literatur oder auch Medien die schlicht und ergreifend nicht in der DNB auftauchen? Da gibt man einfach alles was man weiß manuell ein? Wie ist das mit fremdsprachigen Medien, wenn ich ein Buch über Agrarwissenschaft auf chinesisch habe? Kann ich da theoretisch auch chinesische Schriftzeichen aufnehmen?



    "6. Open source heißt jeder kann da mitmachen, es gibt eine Community und das Programm selbst kostet nichts. Aber irgendjemand muss ja den Datenimport übernehmen und einen Server bereit stellen. Und das ist dann der ausschlaggebende Faktor bei der Finanzierung." Okay da habe ich noch Informationsbedarf. Das zu übertragen wird wohl unsere liebe EDV machen müssen aber das mit dem Server versteh ich nicht ganz. Brauchen wir unseren eigenen? Ich dachte man klinkt sich da irgendwo mit ein. Also es geht ja darum wo die Datensätze gespeichert sind, richtig?


    Aleph bietet hier beim Bearbeiten die Option "Satz angleichen". Da löscht du mit 2 Klicks alle Felder, die du bei der Fremddatenübernahme nicht mehr brauchst bzw. vom Verbund neu erzeugt werden.

    Arbeitest du mit Aleph? Ich hab gerade nicht im Kopf ob das schon gesagt wurde :saint:

    Wenn ja kannst du mir mehr darüber sagen? Gibt es da vielleicht auch eine Demo Version oder ähnliches?

    “Eher werden aus intelligentem Vanillepudding bestehende Aliens die Weltherrschaft übernehmen.” - MUK

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten. :*

  • warum habt ihr bei allegro keinen Opac? Wir hatten einen, auch wenn der relativ statisch war und man regelmäßig die aktualisierten Infos hochladen musste. Außerdem konnten die Nutzer dort keine Kontoverwaltung durchführen. Wir waren bei der Firma Lehmann.

    Was man nicht bei der DNB oder der ekz findet, muss man selbst aufnehmen. Das müssen wir auch oft tun, wenn die Sachen zu neu sind oder so. Ich weiß nicht, ob man da auch chinesische Schrift eintragen kann, aber auch das könntest du in der Demoversion probieren.

    Bei den technischen Details kenne ich mich nicht ganz so gut aus, weil sich die IT bei uns nicht so gern in die Karten schauen lässt. Ich weiß nur, dass eine Fremdfirma die Daten importiert hat und uns einen Server zur Verfügung stellt, auf dem unsere Daten gespeichert und gesichert werden. Die Firma heißt lmscloud. Kannst ja da nochmal nachfragen, wie das ganze ablaufen würde.

    Ich hoffe, du wirst schlau aus diesem ganzen Tohuwabohu.

    Ich bin gerade in Santiago de Chile, wo gerade Ausnahmezustand herrscht. Somit sind die Probleme, die man in Deutschland so hatte, gerade eher relativ...

    Aber egal. Wie gesagt, viel Erfolg bei deiner Recherche. Da wir gerade hier auch nicht so viel unternehmen können, stehe ich weiterhin zur Verfügung 8o