Berufliche Eingruppierung des FaMIs...

  • Ich war gerade im Netz unterwegs rund um das Thema Prüfungsvorbereitung, dabei stellt sich mir die Frage, in welchen Kategorie berufetechnisch der FaMI eingeordnet ist?
    Ich habe mal gehört, der Beruf wäre den kaufmännischen Berufen zugeordnet, was aber nicht wirklich Sinn macht...oder ist er doch bei den Bibliotheksassis?



    Warum z.B. ist er nicht bei Druck und Medien sowie der Mediengestalter, Werbekaufmann und Kaufmann für Audiovisuelle Medien?



    FaMI, quo vadis?

    "Ich bin nicht weise, dafür bin ich zu intelligent. Ich weiß zu viel um irgendetwas anderes zu empfinden als blankes, panisches Entsetzen."

  • uns hat man das immer als dienstleistungsberuf verkauft. beim bildungsträger selbst läuft er dort so & zusätzlich noch bei den kaufmännischen berufen.


    wo hin des weges? tja, der fami [lexicon]MedDok[/lexicon] wird wohl aussterben - kaum duale auszubildende, massenweise qualitativ schlechtausgebildete umschüler, angebot (was wurde an können & wissen vermittelt) und nachfrage (was wird an können & wissen gebraucht) treffen sich bei dieser [lexicon]FR[/lexicon] nicht am arbeitsmarkt ...


    der fami [lexicon]BIB[/lexicon] ist ja der nachfolger des [lexicon]BIB[/lexicon] assistenten (zumindest ist er genau so miserabel bezahlt ... ;) )


    bildagentur gibt es in nrw praktisch gar nicht (letztes jahr nicht in einziger prüfling), obwohl köln bspw. ein großer medienstandort ist.


    [lexicon]iud[/lexicon] führt wohl eher ein nischendasein und [lexicon]Archiv[/lexicon] wird auch kaum nachgefragt.


    bis auf bildagentur sind alle [lexicon]FR[/lexicon] hauptsächlich im öffentlichen dienst angesiedelt - und der ist bekanntlich eher mau was die finanzierung anbelangt ... :rolleyes: :(


    alles zusammen wohl er düster, aber wer weiß ... ;)

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Willst du unseren Neueinsteigern, die sich für den Beruf interessieren die Ausbildung vermiesen? ;)
    Probleme auf dem Arbeitsmarkt und bei der Bezahlung gibt es in jeder Branche.

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • keineswegs! man soll sich halt nur keinen illusionen hingeben ... und all das sind persönliche erfahrungswerte und vorallem aus der perspektive meiner [lexicon]FR[/lexicon] geschildert bzw. auf nrw gemünzt. :)

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Also, es stimmt schon das total am Markt vorbei ausgebildet wird in unserer [lexicon]FR[/lexicon]. Es braucht nicht wirklich jemand einen FAMI [lexicon]MedDok[/lexicon].


    Es ist die Realität.


    Gruß Michi

    :cool: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. :D

  • Ich glaube, das "am Markt vorbei" ausbilden ist nicht nur auf den FaMI beschränkt, ich denke da an die Legionen ausgebildeten und umgeschulten Mediengestalter, die wurden ja eine Zeitlang finanziell gefördert...

    "Ich bin nicht weise, dafür bin ich zu intelligent. Ich weiß zu viel um irgendetwas anderes zu empfinden als blankes, panisches Entsetzen."

  • nicht zu vergessen die hekatomben an fachinformatikern ... :D

    Statistik: Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können. – Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humorist


    ... dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist. - G. W. F. Hegel (Inschrift an der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs)


    Der schlimmste Fehler, den man im Leben machen kann, ist ständig zu befürchten, dass man einen macht. – Elbert Hubbard (1856-1915), The Note Book


    »Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen. Wir haben schon soviel mit sowenig solange versucht, dass wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit nichts zu bewältigen.« (Internetfund)


    Erstaunlich, dass Leute mit wenig Ahnung viel Meinung haben.

  • Also ich komme aus einer eher ländlichen Gegend und muss sagen, dass noch niemand vorher von diesem Beruf etwas gehört hatte.Tja, also meiner Meinung nach müsste der Fami einfach "bekannter" gemacht werden, um auch auf dem Markt Erfolg zu haben, denn wie soll es freie Stellen außerhalb des öffentlichen Dienstes geben, wenn niemand etwas von dem Beruf weiß.

  • Das hast du richtig erkannt, aus diesem Grunde gibt es ja auch dieses Portal und fami4u.de.
    Ich habe bisher noch niemanden getroffen (abgesehen von Dokumentaren und Bibliothekaren), der wusste was ein FaMI ist oder macht...

    "Ich bin nicht weise, dafür bin ich zu intelligent. Ich weiß zu viel um irgendetwas anderes zu empfinden als blankes, panisches Entsetzen."

  • Tja eigentlich traurig. Der Beruf existiert ja nun nicht erst seit gestern.
    Ist nur die Frage, ob auch Firmen oder andere Unternehmen auf die Seite diese Internetseiten schauen.
    Ich glaube kaum, dass ein Personalchef einer Firma im Internet nach "neuen" Berufen recherchiert.
    Es müsste noch andere Möglichkeiten geben, um den Fami "bekannt" zu machen. Aber nicht nur bekannt, sondern auch als einen Beruf, der neu und gut ist, ohne die Vergleiche mit dem "Was war früher" und dem eines Bibliotheksassistenten.
    Kaufmännisch oder nicht, das ist eh von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, aber man müsste die Einsatzbereiche auf dem Markt klar definieren. Beispiele aufzeigen, wo Famis eingesetzt werden können und den Markt "aufklären".
    Aber der einzelne Fami von uns kann da wohl kaum etwas bewirken. Leider! :(
    Und so bleibt dann doch die Frage nach der Zukunft der Famis...

  • ich hätte da jetzt auch eher an einen Dienstleistungsberuf gedacht... aber es ist schwierig einen FaMI einzuordnen... noch dazu weil es ja verschiedene Fachrichtungen gibt.


    Ich werde auch immer angesehen wie ein Alien wenn ich sage ich mache eine Ausbildung zum FaMI Bibliothek. Dann heißt es immer: "Was istn das?" Dann sag ich meistens "so was ähnliches wie ein Bibliothekar nur niedriger". Dann kommt immer das befreiende "Aha!!!"
    Es wär also schon nicht schlecht, wenn der Beruf etwas bekannter wäre...

  • FAMI ist als vorwiegender Medienberuf mit Verwaltungsaufgaben anzusehen. Als kaufmännisch würde ich ihn nicht bezeichnen, denn unter kaufmännisch versteht man in Deutschland generell Berufe die BWL, Rechnungswesen usw. (vielleicht mit Ausnahme von der [lexicon]FR[/lexicon] Bildagentur) enthalten. Das ist bei den FAMIS nun nicht der Fall. Von daher finde ich es auch falsch, in den Veröffentlichungen und Präsentationen über den Beruf ihn als kaufmännisch einzustufen.
    Wenn man dann nämlich, wenn man z.B. keine Stelle als FAMI findet, bei einer stinknormalen Firma im Büro landet und mit Themen wie Rechnungslegung und Rechnungswesen konfrontiert wird, wird das schon sehr schwierig.

  • Ja, der Bekanntheitsgrad müsste wesentlich größer sein. Es gibt viele Sparten und Firmen, die Leute wie uns brauchen. Nur wissen die nix von uns und wurschteln sich halt irgendwie durch ihr Info-/[lexicon]Archiv[/lexicon]-/Bibliotheks-Chaos.
    Und wenn ich jemand meine Berufsbezeichnung "an den Kopf werfe" sind die immer total erschlagen, schauen wie ein Auto :eek: (nur nicht so schnell) und man sieht immer, wie in deren Köpfen die Gedanken Saltos schlagen. Ich versuch dann immer, mich bei der Erklärung kurz zu fassen aber unter fünf Minuten hauts einfach nich hin... Dann sind sie etwas weniger verwirrt. :D

    Und auf das ganze Schlamassel gehört ein Grabstein mit der Aufschrift "Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu!" - Charles Bukowski


    Das Leben ist Scheiße. Da muß man sich was suchen, daß Spaß macht. - Dr. House


    Die "dumme Frage" ist gewöhnlich das erste Zeichen einer völlig neuen Entwicklung. - aus den unendlichen Weiten der allwissenden Müllhalde

  • Also an unserer Schule wird Fami unter IT eingruppiert. Meines Erachtens nicht gerade sinnvoll, aber wie man sieht passt es in die anderen Sparten auch nicht wirklich. Ich würde es eher zu einem Kommunikations-/ bzw. verwaltungsberuf im weitesten Sinne zählen. Aber hey, wir sind halt was besonderes, wir passen einfach in keine Schublade ;)

    Das Glück lässt sich nicht zwingen, aber für hartnäckige Menschen hat es sehr viel übrig.

  • Also, in Regensburg zählt der FaMI als kaufmännischer Beruf. Ich wollte ja erst auf die [lexicon]BOS[/lexicon] mit Sozialzweig. Aber dort und auch beim Schulamt sagten sie, ich kann nur auf die [lexicon]BOS[/lexicon] Wirtschaft, da ich aus einem kaufmännischen Beruf komme. Ich konnte denen lang und breit erklären, dass ich in meiner ganzen Ausbildung nichts mit Rechnungswesen zu tun hatte die Antwort war bloß, dass der FaMI eben so eingeordnet wird. Ich finde diese Regelung ziemlich idiotisch.

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • bei uns heißt es, es sein ein kaufmännisch-verwandter beruf. kaufmännisch is ein quatsch, wir machen zwar bwl aber nur weil man kasse an bank buchen kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch in der buchführung arbeiten kann. toll.
    ich würde den beruf als verwaltungs/ bzw dienstleistungsberuf einordnen, gerade im öD

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von da-who ()

  • Hallo, auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Personen, auch wenn sie im med. Dok.-Bereich arbeiten unsere Berufsbezeichnung nicht kennen.
    Ich bin Umschüler und komme ursprünglich aus der Medizin.
    :grosseaugen:Wenn die Sprache auf die Berufsinhalte kommt, habe ich mir angewöhnt den Beruf mit der MDA zu vergleichen und hinzuzufügen, das beim FAMI med. vielschichtiger ausgebildet wird. So haben die Leute wenigstens einen Anhalt.
    Im öffentl. Dienst Niedersachsen wird auch tariflich der FAMI. med. einer MDA gleichgestellt, zumindestens an der hiesigen Uniklinik lt. Personalrat. :grosseaugen:

  • Also ich hab an meiner Schule gelernt (Sozialkunde), dass unser Beruf in das Berufsfeld der Verwaltung eigruppiert ist. --> finde ich eigentlich auch logisch...