schlimmstes Erlebnis

  • Was war euer bisher schlimmstes Erlebnis in eurem Betrieb oder in eurer Berufschule? Die schlimmste Veranstaltung, der nervigste Leser, der größte Ansch* vom Ausbilder?

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • Mein schlimmstes Erlebnis war eine Windows-Vista-Schulung. >.> Wir mussten alle dran teilnehmen, da wir aufs neue Betriebssystem umgestellt haben. Und ich fand das Ganze einfach nur langweilig. o.o Für diejenigen, die mit Computern eh nicht viel am Hut haben und die vieles nicht verstehen, ist es echt ein großer Vorteil gewesen.
    Aber ich persönlich empfand das einfach nur als Zeitverschwendung, da sich sooo viel bei Vista nicht geändert hat und vieles sehr ähnlich gegenüber XP ist.. Nya~ Und eine Ordnerverwaltung muss ich schließlich nicht noch einmal lernen... Oo
    Die Dame hat sich echt Mühe gegeben. Aber ich empfand es nur als Zeitverschwendung.
    Und Unterricht in der Schule habe ich auch noch verpasst. -.-
    EDIT: Okay, die Vista-Umstellung an sich war auch der Horror... Nichts hat auf Anhieb geklappt. XD

    2 Mal editiert, zuletzt von Bella ()

  • Was ich ja persönlich richtig schlimm finde und eine Schande an den Bücher sind Benutzer die in die Bücher reinschreiben. Aber nicht nur mit Bleistift was ich dann ja zur Not mit Radiergummi wieder weg bekomme, Nein selbst vor Kuli wird nicht zurück geschreckt. :boese:

  • Okay, mein Erlebnis war zwar vielleicht nicht totaler Horror, aber ganz schön stressig:


    Ich hatte eine Kinderveranstaltung - Bastelaktion in einer unserer Stadtteilbüchereien. Ich komme an, erfahre, dass die Kollegin, die mir helfen sollte nicht da ist und dass ich mit den Kindern ein Fotoalbum basteln soll, was ich noch nie in meiner ganzen Ausbildung gemacht hatte. Meine Ausbilderin hat mir das Material in die Zweigstelle geschickt und gab mir telefonische Anweisungen. Hinzu kam noch, dass der Bastelleim, der beim Material dabei war, total vergammelt war und bestialisch gestunken hat. :wuerg: (Am besten war ja meine Chefin: "Können Sie nicht die oberste Schicht abkratzen?" :verrueckt: - Die Kinder und Leser wären in Schaaren vor dem Gestank geflohen, da hätte alles 'abkratzen' nchts geholfen) D.h. wir mussten dann auch noch kurz bevor die Kinder kamen auf die Schnelle einen Ersatz besorgen. Ein Musterexemplar bekam ich natürlich nicht mehr hin, also musste ich improvisieren und den Kindern helfen etwas zu basteln, vondem ich selbst nicht genau wusste, wie es funktionierte. Hinzu kam auch noch, dass der Zweigstellenleiter kräftig die Werbetrommel gerührt hatte und ich somit alleine eine Bande von über 10 Kindern - jedes mit seinem eigenen Basteltempo - zu händeln hatte. (Und das auch noch mehr oder weniger einhändig, da ich mir zuvor das linke Handgelenk verstaucht hatte.)


    Ich war danach fix und fertig, aber jedes Kind konnte ein schönes und fertiges Fotoalbum mit nach Hause nehmen. :yeeh: :star:


    Meiner Chefin hätte ich am liebsten den Hals umgedreht! :droh: ;) Was sie auch durch mein anschließendes Dampfablassen zu spüren bekommen hat. :motz: Aber sie konnte mich geschickt besänftigen indem sie sagte: "Ich wusste, dass es schwierig wird, aber ich dachte mir: Wenn jemand es schafft, dann die Susanne. Jemand anderen hätte ich das nicht zugetraut." - So ein tolles Lob lässt natürlich das Ego anschwellen. :red: :rotwerd:

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

    Einmal editiert, zuletzt von Susi ()

  • Ja, leider. Sie lauern ja überall. Echt schlimm. Ich kenne einige Kolleginnen, die teilweise richtigen Stress mit denen hatten. Psychoterror. Die mussten dann letztendlich versetzt werden in den Innendienst, ohne dass ein Kollege bescheid wusste, die Wohnung wechseln, immer von einem Kollegen nach Hause bringen lassen usw... Und immer wieder die Polizei anrufen. Boah... So ist das in der Metropole :rolleyes: .

  • Hallo,
    also meine 1. Praktikum war in der Südstadtbibliothek der Uni Rostock...
    Ich durfte dort täglich circa 500 bis 1000 Briefumschläge stempeln, stundenlang Bücher gerade rücken, so eine Kante und so...
    Die zuständie Frau hat wohl nicht viel von meinen möglichen Fähigkeiten gehalten bzw. als EX- bzw. gescheiterte Soziologie- und Sonderpädagogikstudentin hätte man diese 3 von 4 wochen glaube ich sinnvoller nutzen können: online- umfrage, befragung der leser, mitarbeiter ect.
    Spass hat mir die Eingabe der Fernleihen gemacht, dort habe ich wahre" Menschen kennengelernt- individuell grundverschieden, aber sehr hingebungsvoll diesen wunderbaren Beruf ausübend.. Danke an diese, die mir fast täglich meine Arbeitszeit rechtzeitig beendeten... ich neige zu Überstunden, wenn ich mich bei der Arbeit wohl fühle... Alles Liebe

  • Ja, leider. Sie lauern ja überall. Echt schlimm. Ich kenne einige Kolleginnen, die teilweise richtigen Stress mit denen hatten. Psychoterror. Die mussten dann letztendlich versetzt werden in den Innendienst, ohne dass ein Kollege bescheid wusste, die Wohnung wechseln, immer von einem Kollegen nach Hause bringen lassen usw... Und immer wieder die Polizei anrufen. Boah... So ist das in der Metropole :rolleyes: .

    Heftig... Von sowas hab ich noch nie gehört. :eek: Da fehlen mir echt die Worte... Wie soll man da noch arbeiten können?


    @ Anna79:
    O___O Das kommt mir bekannt vor....
    Hab mal Praktikum in einer Bildagentur gemacht... *mich schüttel* Die Leute waren nett, keine Frage. Aber die Dinge, die ich erledigen sollte... oO eMails beantworten... Lieferscheine schreiben und kontrollieren lassen... .__.
    Am schönsten fand ich es, die ganzen Anstrichhefte ins Archiv räumen zu dürfen. Das hab ich immer freiwillig gemacht und hab immer danach gefragt, nur um den anderen Scheiß net zu machen. -.- Echt ey, ich hab fast nur eMails beantwortet da. Nix gelernt... Und dann soll ich bei einem Kunden anrufen und dem was erklären... Obwohl ich mich überhaupt nicht auskenne und seine Fragen nicht beantworten könnte. Zum Glück konnte ich mich davor drücken... >.<
    Ein Glück hatte ich dann eine Verletzung am Finger und war die Hälfte des Praktikums krank. :yeeh: Erst an meinem letzten Tag war ich dann wieder halbwegs okay. XD

    Einmal editiert, zuletzt von Bella ()

  • Mein schlimmster Nutzer war so ein totaler Psycho, der sich erstmal weigerte, seine Jacke auszuziehen und seine Tasche wegzuschließen und sie mir dann vor die Füße geworfen hat. Anschließend weigerte er sich dann den Benutzerbogen auszufüllen und als wir (mein Ausbilder und ich) ihn dann doch überreden konnten, hat er sich ständig "verschrieben", so dass wir ihm immer neue Bögen geben mussten. Als er dann fertig war mit seine Recherche ist er einfach aus der Tür stolziert und hat sich auch nicht von unseren "Halt! Sie müssen noch bezahlen!"-Rufen irriertieren lassen. Ist einfach verschwunden, der Mistkerl. X(


    Ansonsten hab ich mit schöner Regelmäßigkeit Leute am Telefon, die mit dem Chef sprechen wollen und sich strikt weigern, mir über ihr Anliegen Auskunft zu geben. Blöd nur, dass ich nicht durchstellen kann, wenn ich nicht weiß, was die eigentlich wollen. Und wenn man ihnen dann sagt, der Chef sei nicht zu sprechen, rufen sie sofort (nach 1-2 Minuten) wieder an und fragen, ob er denn nun zu sprechen sei. Wenn man wieder verneint, werden die richtig brastig und motzen einen auch noch voll. Tja, Archivbenutzer können echt eine Plage sein... :rolleyes:

    Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis.


    Woody Allen :gruebeln:

  • :daumen: Wow :daumen:


    Das nenn ich mal ne Leistung!!!
    Herzlichen Glückwunsch!


    Musste in meiner Ausbildung auch mal eine Veranstaltung komplett selber gestalten..
    da habe ich 1Woche lang mit meinem Vater gebastelt!!!
    Die Veranstaltung basierte auf dem Buch "Der Löwe ist los" und war voll der Kracher...


    Meine Mitauszubildende hatte keine Idee und als man ihr dann eine aufgezwungen hatte, wurde sie am Tag des Ereignisses krank... so dass ich ihre Sachen auch noch machen durfte!


    LG
    old_school

  • Mein schlimmstes Erlebnis war eine Windows-Vista-Schulung


    oh ja, das kenne ich! erst hatte ich eine PC-Grundschulung a la "wie funktioniert eigentlich hochfahren und internet usw. dann folgten jeweils ein tag word, exel und powerpoint, wpbei ich alles schon konnte, und dann, bevor mein rechner auf vista ungestellt werden konnte musste ich noch einmal eine schulung hiefür machen. Aaaaaaaaaggh!

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat." Helen Hayes

  • So eine Schulung durfte ich während meiner Ausbildung auch mal besuchen. Gott sei Dank hatte unsere Ausbilderin nach dem ersten Tag ein Einsehen, dass uns diese Fortbildung absolut nichts bringt und hat uns wieder abgemeldet. Später wurde ich aber dann vom Arbeitsamt nochmal zu etwas ähnlichem geschickt. "Wie schreibe ich eine Bewerbung?" Auch hier ging es erstmal mit solchen Grundlagen wie PC hochfahren und sogar "Wie tippe ich einen Großbuchstaben?" los. :schreien:


    @old school: Jaja, solche Kollegen sind uns doch am liebsten, die aus mysteriösen Gründen immer dann krank werden, wenn man sie braucht. ;)

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • Dann reihe ich mich auch mal ein. Hab im Juni eine Outlook-Schulung gemacht. Total sinnlos, sowas weiß man ja, wenn man täglich damit arbeitet. Und wenn ich mal was nich weiß, merk ich das eh erst wenn es soweit ist und dafür gibt es ja dann entweder die Hilfeseiten oder man probiert einfach verschiedene Sachen durch...

    Es gibt viele schreckliche Anblicke im Multiversum. Doch für eine Seele, die an den subtilen Rhythmus einer Bibliothek gewöhnt ist, existiert kein schrecklicherer Anblick als ein Loch dort, wo sich eigentlich ein Buch befinden sollte.

  • Schön, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht.^^ Aber eigentlich ist das schlimm...
    Das mit den Bewerbungsschulungen vom Arbeitsamt kenn ich von einer Freundin. Die musste sowas auch machen, sonst hätte sie kein Arbeitslosengeld bekommen.
    Sie hat sich da wochenlang nur gelangeweilt... >.<
    (Ziel war es 2 Bewerbungen zu schreiben. Sie hatte schon ca. 20 Bewerbungen hinter sich, wenn nicht mehr. Wozu so eine dämliche Schulun?)

  • manche sachen haben einfach keinen sinn. schulungen, in die ich immer gerne gehe und die auch was bringen sind solche zum umgang mit schwierigen kunden, davon sollte es regelmäßig welche geben. man wird zwar mit der zeit sicherer, aber gerade in dem bereich bringen auffrischungen immer wieder neue impulse...

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat." Helen Hayes

  • Ich hab die MS Office 2007 Schulung im "Versehen" vergessen zu machen *kicher*
    Ich dachte felsenfest wir hätten schon MS Office 2007 in der Schule gehabt und dass dann mit meiner Ausblinderin abgesprochen und die meinte, ich müsse in dem Falle nicht hingehen (gleicher Fall bei meinem Mitazubi)
    Als ich dann das OFfice sah, ist mir augefallen, dass wir in der Schule nicht MS Office 07 haben sondern MS Office 03 *unschuldig pfeif*
    Grosse Probleme hatte ich aber nie...wir sind ja das gewohnt...ich meine, ich versteh auch nicht warum sie beim Update vom Aleph so ein Tatatam gemacht haben *pff* Ich weiss ned mal was soooo neu daran ist...fand die Schulung einfach nur langweiiiilig.


    Meins schlimmstes Erlebnis war aber ein anderes:
    Ich hatte einmal eine wohl psychisch ehm gestörte Person (harte Bezeichnung, aber so erklär ich mir ihr Verhalten...), die halb Englisch und halb Deutsch mit mir geredet hat. Sie hat gesagt sie sei ausgeraubt worden und weigerte sich schon mal die Ersatzgebühr für die Ersatzkarte zu bezahlen, da hat mich aber ihr Begleiter "gerettet", weil er sich anbot die 6 CHF (ca. 4€) zu bezahlen.
    Dann hat sie schon mal bestanden, dass sie ihr Passwort selbst eintippit. Wir machen immer ein Standartpasswort, dass die Benutzer später nach Wunsch selbst ändern können.
    Hab sie also an meinen PC selbst rangelassen und wollte mich kurz umdrehen um zu sehen, dass sie auch beim richtigen Ort klickt (das Passwort schreibt es in Sternchen, wohlgemerkt) da hat sie mich angefahren und gesagt wenn ich nochmal schauen würde dann würde sie mich töten. (Wortwörtlich: I kill you!) Ich hab nicht viel gesagt, weil ich wusste nicht was sagen...und sie hat dann gewettert, dass Bibliothekskarten auch so wichtig sind wie Bankkarten (absolut...*HUST*) und das die Sicherheit vorgeht...jedenfalls wollte sie auch nicht, dass ich ihre Karte mit wasserfesten Filzstift beschrifte, das könnte ja jemand mit Benzin abmachen und dann missbrauchen....
    Ich war einfach nur froh als sie gegangen war. Mein Mitazubi, die im Hintergrund stand, konnte es auch fast nicht glauben...
    naja als ich sie dann ein anders Mal sah, wurde sie grad von einer anderen Kollegin bedient und ich dachte schon " SCheisse, was mach ich jetzt?" weil ich musste sie ablösen...aber da war die Kundin plötzlich ganz freundlich und normal...strange jedenfalls...O.o