Ohne Auto - schlimm?

  • MIr ist grad was in den SInn gekommen als ich vom Streik in Dortmund gehört habe. In Deutschland streiken sie ja mal ab und zu und ich bin keine Autofahrerin (historisch gewachsen, die gesamte Familie hat keins) und was macht man so, wen man kein AUto haben und der ÖV streikt? EInmal Taxi geht ja noch, aber das über Tage über?
    Haben da die Chefs Verständnis oder sehen sie da rot? Eine Bekannte von mir meinte auch mal, dass es Arbeitgeber (jetzt im Allgemeinen) die einen Fahrausweis verlangen, weil man damit mobiler ist. Ist das so? Manchmal wird ja einer verlangt, aber ich denke, das ist doch eher so, weil man auch Bibliobusse fahren muss, nicht?

  • befami

    Zitat

    Ohne Auto - schlimm?


    Also, ich selber habe momentan kein Auto (FS vorhanden!), aber ich wohne jetzt in einer Großstadt wo der ÖPNV sehr gut ausgebaut ist. Fahrschein vorlegen? Tja, es kommt wohl denke ich auch darauf an, wo die Firma ihren Sitz hat. Liegt diese in einem Industriegebiet oder ist die Firma etwas abgelegen und man soll bis zBsp. bis 20 Uhr arbeiten, dann ist es sehr sinnvoll, wenn du ein Auto vorweisen kannst (das verlangen die Arbeitgeber dann aber auch!). Legt die Firma alllerdings wert auf Umweltfreundlichkeit, kommst du gut an, wenn du sagst: "Wir haben kein Auto und die Firma ist mit dem ÖPNV zu erreichen."


    Zum Streik: Jeder muß sehen wie er zur Arbeit kommt! In der Ausbildung habe ich in der einen Stadt gelebt und in der anderen Stadt gearbeitet. Da hat der ÖPNV gestreikt, und die Ausbildungsleitung sagte dann: "Kann ihre Mutter Sie nicht fahren?" Konnte Sie nicht, da Sie selbst vollzeit berufstätig ist. Bin dann aus Kulanz in eine Zwgst. gesetzt worden, die Kollegin mit Auto hat ca. 2 km weit von mir entfernt gewohnt. Ich denke, bei der Suche nach einem Ausbildungs- / Arbeitsplatz sollte die Erreichbarkeit eine sehr große Rolle spielen!!!

  • Also mein Chef wäre sehr kullant, wenn sowas mal vorkommen sollte, dass ich wegen Streiks zu spät kommen würde! Aber auch sonst - gehöre ja wegen der Entfernung und der schlechten Erreichbarkeit meines Arbeitsortes zu den Autofahrern - ist er sehr kullant und verständnissvoll...denn auch ein Auto geht ja mal kaputt o.ä.
    Klar, müsste ich die Zeit nacharbeiten bzw. von meinen Überstunden abziehen, aber grundsätzlich ist es kein Problem!
    Aber diese Kullanz würde ich ehrlich gesagt nicht unbedingt voraussetzten oder gar erwarten...

    Und wenn ihr mich sucht: Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik. Gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie. Also nur, falls ihr mich sucht....^^



  • Wenn man in Bibliotheken bis 20 Uhr oder länger arbeitet, dann oft nur in Hauptstellen, weil in kleineren Stellen wird das Angebot ja nicht genutzt. (Eine Gemeindebücherei in Olsching ;) hat in der REgel nicht bis 20 Uhr auf) und daher sollte es kein Problem sein.
    Ich werde keinen FS machen oder ein Auto kaufen - dafür hab ich das Geld nicht (und irgendwie auch nicht Lust darauf)
    Nun ja, die Erreichbarkeit sollte eine Rolle spielen? Für mich ist vieles noch erreichbar (eine Stunde Fahrzeit und was mehr) Ich habe keine Mühe mit dem Pendeln und wenn ein Bus halbstündlich geht, das stört mich nicht. (Ob es den Arbeitgeber stört ist das was Anderes)
    Ich kann ja auch näher heranziehen...wenn das Problem ist, aber wenn man pünktlich kommt, sollte das doch kein Problem sein?
    Letztendlich werd ich es ja sehen ob das wirklich Auswirkungen hat auf meine Stellensuche...

  • @ Bücherwurm74: Kann dir da in jedem Punkt zustimmen. Ich selbst besitze mit meiner Frau zusammen zwar ein Auto. Aber wenn ich es mir aussuchen kann, dann benutze ich Bus oder Bahn. Gibt einem aber natürlich eine gewisse Sicherheit noch das Auto in der Hinterhand zu haben. Denke auch, dass das Verständnis sicherlich von Chef zu Chef unterschiedlich ist. Wobei es ja auch auf die Stelle ankommt wo man arbeitet. Beim Ausfall des ÖPNVs durch zB überraschend schlechtes Wetter oder wie jetzt die Tage auch mal Blitzeis, da wird vermutlich kein Chef etwas sagen. Streiks dagegen sind aber im Normalfall ja schon vorher angekündigt, so dass man sich zumindest drauf einstellen bzw. nach einer Ersatzfahrmöglichkeit Ausschau halten kann. Vielleicht dann mal eine Kollegin fragen, ob man mitgenommen und ggf abgeholt werden kann.

  • Berry


    Da hast du REcht ja....da könnte man schauen. Und wenn es wetterabhängig ist, dann kann man sich einrichten und ggfs ein bissl früher losfahren...und ich weiss nicht ob ich es mit einem Chef aushalten würde, der mich immer gleich vierteln will, bloss weil der ÖV nicht reibunglos läuft und dann ein wenig später kommst.
    ICh find...ich meine, wir sind ja auch Menschen und haben ja weiss gott nicht Einfluss drauf was der da oben macht! ( Der Petrus...)
    Aber ich bin echt lieber bereit Busverbindungen in Kauf zu nehmen...(nur dass ich den Job kriege...)

  • Ich pendle mit Zug und Straßenbahn. FS hab ich, Auto zusammen mit meinem Freund. Aber da er selbständig im Außendienst ist, braucht er es meist. Sollte mal gestreikt werden (wobei DB und ÖPNV da zwei verschiedene Sachen sind) kann ich entweder Zug fahren und dann mit dem Fahrrad weiter (wenn ÖPNV streikt) oder eben nur mit ÖPNV (wenn die DB streikt). Oder ich stimme mich mit meinem Freund ab und er legt seine Termine so, dass ich das Auto bekomm oder er fährt mich. Irgendwie ist alles machbar, aber ich bin im Grunde genommen nicht aufs Auto angewiesen, notfalls könnte ich sogar die 18 km zur Arbeit nur mit dem Fahrrad fahren (schaut jetzt net doof, ist machbar, auch wenn man nur ein bissl sportlich ist ;-)

    Es gibt viele schreckliche Anblicke im Multiversum. Doch für eine Seele, die an den subtilen Rhythmus einer Bibliothek gewöhnt ist, existiert kein schrecklicherer Anblick als ein Loch dort, wo sich eigentlich ein Buch befinden sollte.

  • also führerschein hab ich nich und will ich auch nich...generell is man in berlin meist eh schneller ohne....


    also die bvg bzw. die s-bahn gestreikt hat, wars bei mir auch so, dass ich selbst sehn musste wie ich auf arbeit kommen...ich muss zur BIB einmal quer durch die stadt... durch die gleitzeit wurde nichts gesagt wenn ich später kam aber kommen musste ich, auch jetz bei blitzeis oda so, muss das dann halt rausarbeiten oder noch früher aufstehn...


    nd nur so weil grad so passt und es mich so ankotzt: die s-bahn is scheiße....fährt schon seit über 160 tagn nich mehr regulär, ich könnt kotzen :argh:

  • Ach die Berliner S-Bahn...ja, mit ihr hatte ich letzten Sommer meine Erfahrung. Obwohl so nach dem ersten heftigen darüber aufregen, dass wir vom Hbf bis zum Alexanderplatz und ein bissl drüber hinaus (Schillerstrasse/Friedrichshain??) über einenhalb STunden brauchten und ich danach komplett fertig war, ging es eigentlich.
    Aber ja, ich versuch mich über Verspätungen zu freuen und mich nicht aufzuregen (gestern 20 Minuten) um mich sozusagen mental auf Deutschland vorzubereiten :P

  • Ohne Auto - schlimm?


    Gerne hätte ich wieder ein Auto, aber: mein Freund (wir leben zuasmmen) bekommt seine Fahrkarte komplett vom Arbeitgeber bezahlt (der Glückliche!) und ich bin auf Jobsuche... (da ist das Geld ja auch nicht so locker).


    Würde es gerne so haben wie b.erry: Ein Haushalt:ein Auto + eine Monatskarte (denke so ist wahrscheinlich). So könnte man sich besser absprechen, wer mit was fährt.


    befami: ...(nur dass ich den Job kriege...) Du kriegst den Job!


    Wünsche Euch ein schönes Wochenende aus der (Gotts sei dank) nicht mehr verschneiten Großstadt :daumen:

  • [size=12]Würde es gerne so haben wie b.erry: Ein Haushalt:ein Auto + eine Monatskarte (denke so ist wahrscheinlich). So könnte man sich besser absprechen, wer mit was fährt.


    Ist bei uns sogar noch etwas besser. Meine Frau arbeitet als Logopädin und fährt dort Hausbesuche mit einem Firmenwagen. Da die Praxis jedoch nur 10 Minuten entfernt ist, benötigt sie weder eine Monatskarte, noch ein Auto. Im Idealfall würde das Auto in der Garage stehenbleiben und ich würde mit der Bahn fahren. Fährt von hier bis direkt zu der Bibliothek wo ich gerne anfangen würde. Wäre also super ideal. Und im Notfall halt das Auto.


    Aber erst einmal noch um die Stelle bibbern und sich anstrengen beim Praktikum :) ... aber das ist ein anderes Thema!


    Dir auch ein schönes Wochenende und nicht aufgeben was die Stellensuche betrifft! :)

  • Sofern man halbwegs im Zentrum einer Großstadt wohnt, richten die ÖPVN Notlinien ein (war zu mindestens letztes Jahr in München so). Ansonsten hilft nur das Ausweichen auf S- und Regionalbahn (da die nicht dem öffentlichen Dienst angehören), auf Arbeit Fahrgemeinschaften zu organisieren, aufs Fahrrad umzusteigen, falls die Wetterbedingungen und Streckenlänge das zulassen oder auf Mitfahrgelegenheit.de sich nach einer Mitfahrgelegenheit um zuschauen (gibt es Neuerdings auch für Kurzstrecken in Ballungsräumen):


    z.B. in Berlin http://berlin.mitfahrgelegenheit.de/

    "Ich bin nicht weise, dafür bin ich zu intelligent. Ich weiß zu viel um irgendetwas anderes zu empfinden als blankes, panisches Entsetzen."

  • Ich habe zur Zeit auch kein Auto und es geht auch.Ich fahre viel Rad, aber ich muss zugeben am Land ist es oh e Auto schwierig.

  • Früher bin ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof gefahren - dann Zug - und dann wieder weiter mit dem Rad zur Stadtbibliothek.

    Heute laufe ich halt eine halbe Stunde den Berg hoch (aus Wuppertal nach Solingen Gräfrath) und fahre mit dem Tretroller auf der anderen Seite den Berg runter und bin dann nach 45 Min. da. Fange dann halt etwas später an. Das ist schon in O.rdnung, da wir ja erst um 10 Uhr öffnen und springe dann allerdings an der Museumskasse oder als Aufsicht ein, da nicht alle KolletgInnen so ein Glück haben.

    Im Arbeitsrecht steht ganz klar:

    Es ist unser Problem, wie wir zur Arbeit kommen.

    Im ggf. Urlaub nehmen.

    "Twelve highlander and a Piper makes a Rebellion" (Walter Scott) - Ich war schon immer für Rebellion! :P

  • Kommt immer drauf an. Bei uns man man viel innerhalb des Landkreises müssen die Mitarbeiter vierl herumfahren, da wir alle Schulbibliotheken bedienen. Auf die Dörfer kommt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so gut...

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat." Helen Hayes

  • ich hab auch kein auto und nutz deshalb die öffis. bis auf die verspätungen bin ich bislang immer ganz gut mit gefahren

    Coco Bandicoot:
    [Crash attacks her] I'm telling mom! If we had one.
    Coco: Ouch! All right! I'll get revenge when you're sleeping!

  • Denke das hängt vom Chef ab. Und auch wo man wohnt. Leute aufm Land sind schon wesentlich mehr auf Autos angewiesen.

    Aber man kann ja auch Fahrgemeinschaften bilden im Notfall

  • Man kann ja einen Führerschein haben für alle Fälle, aber muss ja nicht zwingend ein Auto haben. Ich persönlich fahre sehr gern Fahrrad und in meiner Stadt gibt es gute Möglichkeiten mit den Öffis zu fahren, deshalb brauche ich kein Auto