Aufstiegsfortbildung zum geprüften Fachwirt/zur geprüften Fachwirtin für Medien- und Informationsdienste in NRW

  • Also nach diesen Difinitionen müsste ich aber mind. 2 EG hochgruppiert werden... Ich hab über 60% Katalogisierung und dann noch Internet/Intranet und Veranstaltungen. Wenn das keine selbständige Leistung ist, weiß ich auch nicht...


    Wenn das keine selbständige Leistung ist, weiß ich auch nicht...


    Schau mal in den obersten Link meiner vorherigen Antwort: "Selbstständige Leistung" im Sinne des Tarifrechts heißt nicht, dass man eine bestimmte Tätigkeit, für die es eine gewohnte Arbeitsabfolge gibt, alleine erledigt. Der Begriff ist meines Erachtens wirklich auch Auslegungssache.

    "The doors of wisdom are never shut."

    “Let your bookcases and your shelves be your gardens and your pleasure-grounds. Pluck the fruit that grows therein, gather the roses, the spices, and the myrrh.” - Judah Ibn Tibbon

  • Ich sags ja -
    das verkommt damit fast zur Wilkür.
    Worum nicht gleich alles zu Verhandlungssache machen?
    Der Tarifvertrag erfüllt so einfach nicht seinen angedachten Zweck!
    Weder als Sicherung eines Mindestenseinkommen, noch um eine Homogenität unter den Löhnen zu schaffen.


    @Susi
    Du darfst meine 6er haben, du hast sie defintiv mehr verdient als ich bei meinen Arbeitsgebieten...

  • Internet/Intranet und die Veranstaltungen, die ich gestalte, dafür gibt es auch keine feste Arbeitsabfolge. Das ist jedes Mal wieder Versuch und Irrtum und kreative Problemlösung...


    @Lara: Lass mal. Du hast sie Dir auch verdient mit Deiner Katalogisiererei.

    «Bibliotheken in Krisenzeiten zu schliessen, ist wie Krankenhäuser während der Pest zu schliessen.»


    (aus spanischen Protestbriefen gegen die Einsparungen im Kulturbereich)



    "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,
    werden das Antlitz dieser Welt verändern"
    (Sprichwort der Xhosa)

  • @Susi
    Katalogisieren?
    Das hab ich das letzte Mal von einem halben Jahr gemacht.
    Ich mach allerhöchstens das, was auch ein Unfallchirug machen würde mit unseren Aufnahmen: das was zu retten ist, hilfsmässig retten.


    Aber so oder so:
    wenn es selbst als FaMI nicht geregelt ist, was man für welche Arbeit kriegt, wirds als Wirt kaum anders sein.
    Ich denke sogar eher noch das Gegenteil.

  • Ich mach allerhöchstens das, was auch ein Unfallchirug machen würde mit unseren Aufnahmen: das was zu retten ist, hilfsmässig retten.


    befami: Darf ich fragen, in welchem Verbund du katalogisierst?

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  • Um mal wieder zum Thema zurückzukommen: es gibt schon Reaktionen auf der Arbeitgeberseite: [Bib] [Jobbörse der HdM] FaMI oder FWMI, Bundesverfassungsgericht Karlsruhe - Bibliothek, Teilzeit, befristet
    Die suchen so wie ich es verstanden habe einen Fachwirt oder einen guten bis sehr guten FaMI.

    "Der Tod verkörpert nicht das Gegenteil des Lebens, sondern ist ein Bestandteil desselben."


    (Haruki Murakami, Naokos Lächeln)

  • @kisa: Wobei die Aufgaben auch ein FaMI machen könnte. Aber ich finde es gut, dass die auch einen Fachwirt suchen. :)

    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)


    "Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl!"
    Marcus Tullius Cicero


    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)

  • Natürlich könnte die ein FaMI machen, es kommt ja für die auch in Frage, dass es ein FaMI wird. Aber mal ehrlich, wie viele Stellenanzeigen für Dipl.- bzw. BA-Bibliothekare gibt es, was nicht auch ein FaMI machen könnte?

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  • ehm blöde Frage aber für was? Die Aufgaben kann locker ein Fami machen, ich finde die Erwähnung des Fachwirts in dem Punkt reine Kosmetik.

    "Ein Toter braucht keine Blumen mehr. Ob er zusammengetreten und in die Mülltonne gesteckt wird, oder in einen goldenen Sarg. Das ist für einen Toten ohne jede Bedeutung. Durch Blumen wollen nur die Hinterbliebenen getröstet werden." -Sudou

  • Aber mal ehrlich, wie viele Stellenanzeigen für Dipl.- bzw. BA-Bibliothekare gibt es, was nicht auch ein FaMI machen könnte?

    Genug! ;)

    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)


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  • Und außerdem ist die Aufgabenbeschreibung ziemlich schwammig, also ich kann nicht wirklich beurteilen, wie anspruchsvoll oder nicht diese Stelle ist.


    Also ich schau mir ja selten Stellenanzeigen für Bibliothekare an, aber bei den meisten denke ich, das könnte ich auch.

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  • Meiner Kenntnis nach sind bei Bachelor/Dipl.-Bibl. Stellen oft auch noch vertiefte Kenntnisse in der Sachkatalogisierung (Verschlagwortung), Rechnungswesen, Budgetverantwortung und EDV gefragt. Ich kann schlecht beurteilen, wie tiefgehend da die FaMI-Ausbildung ist. Allerdings sollte ein Fachwirt/eine Fachwirtin für Informationsdienste diese Tätigkeiten übernehmen können. Teilweise gehen die Inhalte der Fachwirtausbildung sogar noch über die des Bachelors hinaus z.B in den Gebieten BWL und Recht. Andere Fachwirte werden in der freien Wirtschaft sehr gut bezahlt, ähnlich wie Dipl.Bibl./Bachelor. Wie gut die Chancen wirklich sind kann ich noch nicht abschätzen. Bemerkenswert finde ich auch, dass die Fachwirtausbildung in NRW ein viel höheres Stundenkontingent als in Hessen hat. Bei der Fernweiterbildung in Potsdam stehen wieder andere Fächer im Lehrplan als an der FH Hannover. Ich finde es schwer einzuschätzen, welches Angebot am sinnvollsten ist.

  • @Susi: Ich glaube die Tatsache, dass man katalogisiert reicht nicht. Soweit ich weiß, gilt als selbstständige Leistung nicht, wenn man einen gewöhnlichen Arbeitsvorgang, für den es Anleitungen usw. gibt, alleine macht. Wegen den Veranstaltungen/Schulungen ect. könnte man nochmal nachhaken. Das ist ja doch eine verantwortungsvolle Sache, wenn man sowas alleine durchführt. Welchen Tarifvertrag habt Ihr denn? Entscheidend sind wirklich die Formulierungen in den Tätigkeitsbeschreibungen und offensichtlich wirklich der "goodwill" des AG.


    Wer sich als Bachelorabschluss auf E8-Niveau begibt, muss das selbst wissen. Es gibt ja Leute die meinen, wer sich einmal auf was niedrigeres einlässt, als der jeweilige Abschluss vorgesehen hat, hat später schlechte Karten bei Bewerbungen da wieder raus zu kommen. Ich habe von wiss. Bibliothekaren mit Abschluss im höheren Dienst gehört, die auf einer normalen Stelle im gehobenen Dienst arbeiten. Das ist wirklich eine heikle Sache.

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  • Bei der Fernweiterbildung in Potsdam stehen wieder andere Fächer im Lehrplan als an der FH Hannover. Ich finde es schwer einzuschätzen, welches Angebot am sinnvollsten ist.


    Ich habe den Eindruck dass die FH Hannover noch breiter ausbildet, damit die Leute auch außerhalb von Bibliothekseinrichtungen arbeiten können. Da stehen noch mehr Bereiche aus der Informatik (u.a. Programmierung) mit im Plan. Man müsste eben wissen, in welche Richtung man gehen möchte und wo die Interessensschwerpunkte liegen.

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  • Ich kenne Leute die waren zuerst FaMI und haben dann einen Dipl. Bibl. drangehangen. Gebracht hat ihnen nicht mal das Studium was und die gurken immernoch auf E8.


    Qualifikation hin oder her...am Ende liegts am Arbeitgeber/Kommune ect. was der dir geben kann.

  • Kann es sein, dass die dann bei kommunalen Arbeitgeber und in ÖBs sind? In manchen Bundesländern kann ich mir wirklich vorstellen, dass die einfach kein Geld haben. Ich kenne eine, die hat immerhin 2 Jahre nach dem Abschluss eine Dipl.-Bibl-Stelle bekommen.

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