Zukunft nach der Ausbildung

  • Hier mal ein positives Beispiel: Ich bin seit 2011 ausgelernt, wir waren damals zwei Azubis und haben es entweder von unserer Ausbilderin oder vom stellvertretenden Bibliotheksleiter erfahren, dass wir für einige Monate übernommen werden. Ich habe mich direkt nach Ausbildungsende beworben und hatte nach 3 Monaten eine Stelle. Wir haben die Übernahme auch nochmals schriftlich von der Verwaltung bekommen.


    Ich bereue den Beruf nicht, ist mein Traumjob, auch wenn ich nach meiner ersten Stelle 3 Monate arbeitslos war. Ich werde aber auch noch das Studium berufsbegleitend draufsetzen. Ich bin noch FaMI in einer WB und mittlerweile in Bayern unbefristet angestellt und habe auch das Gefühl, dass man gerade im Süden/Südwesten einige Stellen findet. Aber am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob er zum Beispiel nach Bayern will oder nicht. Ich tue mir da vllt auch leichter, weil ich a) akzeptiert werde mit der neuen Ausbildung, weil man ja auch umstellt und b) die Bayern/Franken seit dem ich ein Baby bin kenne, weil meine Eltern von hier kommen.

    Nicht Jeder hat so ein Glück, leider

    Coco Bandicoot:
    [Crash attacks her] I'm telling mom! If we had one.
    Coco: Ouch! All right! I'll get revenge when you're sleeping!

  • Ja aber man muss auch nicht alles schwarz malen. Ich weiß nicht aus welchen Gründen es bei einigen ewig nicht geklappt hat, aber das muss noch lange nicht allen so gehen.


    Fami ist ein toller Job, und ich würde ihn nicht tauschen wollen. Ich arbeite jetzt in einer Firmenbibliothek als Bibliothekarin - mit der kompletten Verantwortung was das angeht.
    Was dein Ausbildungszeugnis angeht mach dir keine Sorgen, Arbeitsrechtlich dürfen die garnicht so schlechte Sachen reinschreiben, dagegen könntest du dich wehren!
    Wenn dir die IT mehr zusagt wäre vielleicht das (Fern)studium in Hannover was für dich, das ist mehr IT Lastig, wie der Name Informationsmanagement schon suggeriert.

  • Danke nochmal für die Antworten!


    Heißt das, ihr macht in einer ÖB auch nicht viel mehr als Signaturen drucken und aufkleben, foliieren, katalogisieren, Geschenke einarbeiten, natürlich die Medien wegstellen und an der Ausleihe sein? Und ab und an mal bei einer Veranstaltung helfen? Ist euch das nicht zu wenig? Zu wenig geistig fordernd? (Macht ihr auch Verschlagwortung?)


    Ich schätze ja, dass es sehr auf die Einrichtung drauf ankommt. Wenn man in einer coolen, großen Bücherei ist, die einiges zu bieten hat, modern ist, ist es doch sicherlich spannender... oder? Wie es in einer WB ist, kann ich mir halt nicht vorstellen...


    @Shadowmoon
    Ach du je. :D Ich finde den Politik- und Wirtschaftsunterricht in der Berufsschule schon schrecklich. Also so Verwaltungsberufe wären gar nix für mich. Aber ich wünsche dir, dass du was findest, was dich anspricht.


    @bandicoot
    Du hast dann u.a. Praktika ohne Bezahlung gemacht? 10 Wochen lang? Wow...
    Aber wenn du das Geld hättest, würdest du studieren? Warum? Weil man dann mehr machen kann? Interessantere Aufgaben hat?


    @Wirbelwind
    Das klingt ja bei dir echt super positiv/erfolgreich. Und wieso möchtest du studieren? Was erhoffst du dir davon bzw. was willst du dann als Bibliothekarin erreichen?


    @Morli
    Ich weiß, dass man da z.B. nicht reinschreiben darf „Kam immer zu spät, war faul, etc.“ Aber es gibt ja diese Codes und auf den ersten Blick bzw. für den Laien mag es gut aussehen, aber wenn ein Personaler das dann liest und zwischen den Zeilen sieht, dass es eher so „ausreichend/mangelhaft“ ist, nimmt einen doch keiner. Da können da bestimmt sonstige Noten/Praktikabewertungen noch so gut oder besser zumindest sein. … - Was machst du denn da als Bibliothekarin den ganzen Tag?


    Und hö wie Informationsmanagement in Hannover? Ich dachte, das, was früher „Bibliothekswesen“ hieß, heißt heutzutage generell „Bibliotheks- und Informationsmanagement“? Oder ist das falsch? Ich habe mich da noch nicht so richtig informiert. Aber ich dachte, das studiert man dann heutzutage, wenn man Bibliothekar werden will? Jetzt wo es Bachelor/Master usw. gibt und nicht mehr Diplom?^^ Sorry, ist nicht meine Welt. Ich habe davon bisher echt keinen Plan.

  • @Wirbelwind
    Das klingt ja bei dir echt super positiv/erfolgreich. Und wieso möchtest du studieren? Was erhoffst du dir davon bzw. was willst du dann als Bibliothekarin erreichen?



    Und hö wie Informationsmanagement in Hannover? Ich dachte, das, was früher „Bibliothekswesen“ hieß, heißt heutzutage generell „Bibliotheks- und Informationsmanagement“? Oder ist das falsch? Ich habe mich da noch nicht so richtig informiert. Aber ich dachte, das studiert man dann heutzutage, wenn man Bibliothekar werden will? Jetzt wo es Bachelor/Master usw. gibt und nicht mehr Diplom?^^ Sorry, ist nicht meine Welt. Ich habe davon bisher echt keinen Plan.

    Ich möchte weitere Aufgaben machen, die ich schon mal während der Ausbildung gemacht habe, hier aber den Studierten vorbehalten sind. Außerdem möchte ich auch etwas mehr Geld.


    Wie ich heute von einer Kollegin erfahren habe, gibt es in Deutschland mittlerweile über 10.000 Studiengänge (ihr Sohn macht nächstes Jahr Abi). Bibliotheks- und Informationsmanagement ist das klassisches Bibliothekswesen (z.B. Potsdam), aber in Hannover gibt es wie bereits von Morli erwähnt, dann eher die WB- und EDV-lastige Variante, sprich Informationsmanagement. Mehr oder weniger dasselbe, aber halt mit unterschiedlichen Schwerpunkten, daher die unterschiedlichen Namen. Jede Uni/Hochschule setzt ja eigene Schwerpunkte.

    Lesen macht total viel Spaß!!! ;)


    "Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran teilnimmt? Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl!"
    Marcus Tullius Cicero


    Früher Eve1992 - Ihr könnt mich aber trotzdem weiterhin Eve nennen. ;)

  • Ich verwalte den Medienbestand einer Firma mit Niederlassungen in ganz Deutschland. Zeitschriften, Bücher, Datenbanken, Loseblattsammlungen. Fachrecherchen. Viel Papierkram.
    Ist jetzt nicht so der Traumjob für den Rest meines Lebens mich muss ich gestehen, aber immerhin hab ich Arbeit. Und um Erfahrungen zu sammeln auf jeden Fall gut.
    Ich mochte den Benutzerkontakt in meiner vorherigen Stelle mehr, hier sitze ich eben viel alleine im Büro.


    Als Fami musst du halt immer Glück haben, wo du landest. Ich hätte auch in einer ÖB anfangen können. Da wäre ich im reinen Benutzungsdienst gewesen.


    Zum Arbeitszeugnis: auch diese versteckten formulierungen dürfen nicht zu negativ formuliert sein. Da gibt es ja richtige "Vorgaben". Schlechter als befriedigend dürfen die dir eigentlich nicht formulieren, und selbst da könnte man streiten. "War stets bemüht" bedeutet zB mehr auch nicht, aber da müssen die schon belegen, dass du nichts hinbekommen hast um damit durchzukommen.

  • Ich mache meine Ausbildung auch in der Bibliothek und habe jetzt im zweiten Lehrjahr gemerkt das ich lieber in ein Archiv gehen würde. Die Arbeit in der Bibliothek macht mir soweit auch Spaß aber irgendwie würde mich das Archiv dann doch mehr reizen. Gerade die Arbeit an der Theke mit den ganzen Benutzern nervt mich langsam ganz leicht irgendwie... Liegt wahrscheinlich daran das bei uns an die die Theke nur die Problemfälle kommen. Und im Archiv hat man doch etwas weniger Kundenkontakt...
    Aber bisher bereue ich es nicht die Ausbildung zu machen :)

  • Ich würde studieren, damit die Quälerei durch das Fachabitur nicht umsonst gewesen ist

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  • Gerade die Arbeit an der Theke mit den ganzen Benutzern nervt mich langsam ganz leicht irgendwie... Liegt wahrscheinlich daran das bei uns an die die Theke nur die Problemfälle kommen. Und im Archiv hat man doch etwas weniger Kundenkontakt...

    Mach dir dabei mal keine falschen Hoffnungen. Als FaMI-Archiv bist du kein Archivar, der häufigste Einsatzort eines FaMI im Archiv ist die Lesesaalaufsicht. (ins Besondere, wenn du FaMI-Bibliothek gelernt hast)


  • Wenn man in einer coolen, großen Bücherei ist, die einiges zu bieten hat, modern ist, ist es doch sicherlich spannender... oder? Wie es in einer WB ist, kann ich mir halt nicht vorstellen...

    Als ich mich zwischen zwei Ausbildungsstellen entscheiden musste, kam genau diese Frage auf ...
    lieber eine kleine Hochschulbibliothek, die in meiner Umgebung liegt oder lieber eine etwas größere Universitätsbibliothek,
    wo ich täglich hin pendeln oder einen Umzug in Kauf nehmen muss.
    Ich hatte mich für das letztere entschieden.


    In einer größeren Bibliothek gibt es viele Abteilungen (Erwerbung, Katalogisierung, Ausleihe, Fernleihe),
    d.h. je nachdem in welcher Abteilung du bist, bist du fast ausschließlich nur für die Tätigkeiten, die dort anfallen, zuständig.
    In einer kleinen Bibliothek ist die Beschäftigtenzahl zwar überschaubar, aber du hast abwechslungsreichere Tätigkeiten,
    weil alle Beschäftigten für alles zuständig sind, je nachdem wo Bedarf besteht.

  • Zumindest im Praktikum durfte ich auch erfassen ;) Kommt aber vermutlich auch auf das Archiv an.

    Ich habe auch nicht von der Ausbildung oder einem Praktikum gesprochen, denn in diesem Zeitraum dürfen Azubis meist mehr machen und haben mehr Zugriffsrechte als Festangestellte Mitarbeiter. Eigentlich meinte ich fertige FaMIs, die nach der Ausbildung im Archiv angestellt werden.

  • Ne Freundin von mir ist in nem Archiv und scheint das Glück zu haben das sie uberall eingesetzt wird.
    Praktikum war es genauso ich war in nen uniarchiv und dürfte da alles kennen lernen.

    » "So do all who live to see such times but that is not for them to decide. All we have to decide is what to do with the time that is given to us."Lord of the Rings